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Rico Loosli 6934 Bioggio
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Jesaia 32 vo 66

 

Jesaia 32 vo 66

32:1 Gseht! En König wird regiere und für Gerechtigkeit sorge

und Fürschte werded herrsche und für Rächt sorge.

 2 Jede vo ihne wird wie en sichere Ort bi Sturm sii,

wie en schützende Ort bimene Wolkebruch,

wie Wasserbächi imne wasserlose Land,

wie de Schatte vomene massive Felse imene trochne Land.

 3 Denn werded d Auge vo de Sehende nüm verchläbt si

und d Ohre vo de Hörende werded ufmerksam zuelose.

 4 S Herz vo de Vorteilige wird sich in Erkenntnis vertüüfe

und die stammlendi Zunge wird flüssend und klar rede.

 5 De Unvernünftig wird ned meh als grosszügig bezeichnet werde

und en Mensch ohni Grundsätz nöd meh als edel.

 6 Denn de Unvernünftig wird Unsinn rede,

und sis Herz wird Schädliches plane,

zum Abtrünnigkeit z fördere und eigensinnigi Rede gege Jehova z füehre,

zum de hungrig leer uusgah lah

und em Durstige chli z trinke vorenthalte.

 7 Die Methode vomene Mensch ohni Grundsätz sind schlecht.

Er förderet schamloses Verhalte,

um de Schwache mit Lüg zgrund richte,

selbst wänn de arme seit was richtig isch.

 8 Mol de Grosszügig het groszügigi Absichte

und vo sine grosszügige Bestrebige laht er sich nöd abbringe.

 9 "Ihr selbstgfällige Fraue, staht uf und höred uf mini Stimm!

Ihr sorglose Töchter, schenked minere Red Ghör!

10 No guet es Jahr und ihr Sorglose werded vor Angst zittere,

will dänn d'Wiilese z'End isch, aber kei Truube glernt worde sind.

11 Zittered, ihr selbstgfällige Fraue!

Zitteret vor Angst, ihr Sorglose!

Ziehnd eu us

und bindet eui Sacktuech um d Hüfte.

12 Schlaged eu a d Brust

us Trauer um die begehrte Fälder und de fruchtbare Wyschtock.

13 Denn de Bode vo mim Volk wird mit Dorn und stachligem Gestrüpp bedeckt sii.

Alli Hüüser vo de Freud werded devo überwuchert,

ja, die fröhlichi Stadt.

14 Denn de Verteidigungsturm isch verlah worde,

die lärmend Stadt isch ufgäh worde.

Ọphel und de Wachtturm sind zunere bliibendi Eid worde,

e Freud für d Wildesel,

e Weideplatz für d Herde,

15 bis de geist us de höchi uf eus usgosse wird

und sich d'Wildnis inen Obstgarte verwandlet

und mer de Obstgarte als Wald betrachtet.

16 Dänn wird i de Wildnis s'Rächt dehei sii

und im Obstgarte wird Gerechtigkeit wohne.

17 Die Folg wahrer Gerechtigkeit wird Friede sii

und s Ergebnis wahre Gerechtigkeit duurhafti Rueh und bliibendi Sicherheit.

18 Mis Volk wird amene friedliche Ufenthaltsort läbe,

in sichere Wohnige und a ungstörte Ruehort.

19 Doch de Haagel wird de Wald eineben

und d Stadt wird em Erdbode gliichgmacht.

20 Glücklich sind ihr wo ihr a allne Gwässer Same sät,

die ihr de Stier und de Esel losschickt."

 

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Jesaia 31 vo 66

 

Jesaia 31 vo 66

31:1 Wehe dene wo Hilf suechend nach Ägypte aneziehnd,

die sich uf Ross verlönd,

die uf Chriegswage vertraue will sie zahlriich sind,

und uf Chriegspferde, will sie mächtig sind.

Doch zu de Heilige Israels blickets nöd,

sie sueched nöd nach Jehova

 2 Aber au er isch wiis und er wird unglück füere

und sini Wort nöd zruggnä.

Er wird geg s Huus vo de Übeltäter vorgah

und gäg die wo schlächte Mänsche hälfed.

 3 Die Ägypter sind jedoch nur Mensche und nöd Gott.

Ihri Ross sind nur Fleisch und nöd Geischt.

Wänn Jehova sini Hand uusstreckt,

wird jede wo Hilf abütet stolperet,

und jede wo Hilf aanimmt falle.

Si werded alli gliichziitig zugrund gah.

 4 Denn das het Jehova zu mir gseit:

"So, wie de Löie, en starche junge Löie, über sinere Büüte knurret,

wänn mer e ganzi Gruppe Hirte geg ihn zämelauft,

er sich aber vo ihrere Stimm nöd verschrecke

und vom Tumult nöd ischüchtere laht,

so wird Jehova, de Herr de Heere, herabkommen

und um de Berg Zion und sin Hügel kämpfe.

 5 Wie Vögel im Sturzflug wird Jehova, de Herr vo de Heere, Jerusalem verteidige.

Er wirds verteidige und rette.

Er wirds verschone und befreie."

6 "Kehrt um zu dem wo ihr offe ufglehnt hend, Volk Israel. 

7 Denn a däm Dag wird jede vu äich si unbedütende Götter us Silber un sini wertlose Götter üs Gold vuwerfe, de ihr eigene Händig in Sinde gmacht hän.

 8 Und de Assyrer wird durs Schwert gheie, aber nöd das eis Maa.

Und es Schwert wird en uffrässe, aber nöd das eme Mensch.

Wägem Schwärt wird er fliehe

und sini junge Männer werded zu Zwangsarbet verpflichtet.

 9 Sis Fels wird vor luter Graue vergah

und seine Obersten werden vor der Signalstange verschrecken", erklärt Jehova,

sis Liecht in Zion und sis Ofe in Jerusalem isch.

 

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Jesaia 30 vo 66

 

Jesaia 30 vo 66

30:1 "Wehe den eigensinnigen Söhn", erklärt Jehova,

"Dene wo Plän usfüehre wo nöd vo mir chömed,

un Bündnisse schliesse, aba nit durch mi Geischt,

zum Sünde a Sünd z reihe.

 2 Sie ziehnd nach Ägypte ane, ohni mich zrate ziie,

zum bim Pharao Schutz sueche

und im schatte Ägyptens Zueflucht z näh!

 3 Doch de Schutz vom Pharao wird für eu en Grund zum Schäme werde

und d Zueflucht im Schatte Ägypte e Ursach zur Demüetigung.

 4 Denn sini füehrende Männer sind in Zọan

und sini Abgsandte händ Hạnes erreicht.

 5 Si werded sich alli schäme müesse

wägeme Volk wo nüt für sie usrichte chan,

das kei Hilf isch und kei Nutze bringt,

nur Schimpf und Schand."

6 En Usspruch gäge die wilde Tier vom Süde:

Durchs Land vo de Nöte und Härte,

s Land vom Löie, vom brüllende Löie,

de Otter und de pfiilschnelle Giftschlang

befördered sie ihre Wohlstand uf Eselsrücke

und iri Vorrät uf Kamelhöcker.

Doch das alles wird em Volk nütze.

 7 Denn die hilf Ägypte isch überhaupt nüt wert.

Drum han ich ihm de Name gäh: "Rạhab, das still dasitzt."

 8 "Gang jetzt und schribs i ihrer Gägewart uf e Tafle,

und hebts imne Buech fescht,

damits als bliibends Zügnis für en künftige Tag dient.

 9 Denn es isch es rebellischs Volk, es sind betrügerischi Söhn,

Söhn wo s Gsetz Jehovas nöd wönd ghöre.

10 Sie säged zu de Seher: 'Ihr sollt nicht sehen!',

und zu de Visioneseher: 'Teilt uns keine wahrheitsgmässen Visionen mit.

Redet schmeichlerisch mit eus, händ trügerischi Illusione.

11 Verlönd de Wäg, bügt vom Pfad ab.

Lönd ois mit em Heilige Israels in Rueh.'

12 Drum seit de Heilige Israels:

"Wiil ihr mini Wort ablehned

und uf Betrug und Tüschig vertraut

und eu druf verlönd,

13 drum wird das Vergehe für eu zunere rissige Muur,

zunere höche, usbuechete Muur, wo jederziit iizstürze droht.

Sie wird ganz plötzlich zemebreche, imene Augeblick.

14 Sie wird zerbroche wie en grosse Töpferchrug,

so gründlich zerschmetteret dass under de stück kei scherbe übrig blibt,

zum demit vode Füürstell Gluet znäh

oder zum wasser useme tümpel schöpfe."

15 Denn das sait de Souverän Herr Jehova, de Heilige Israels:

"Wenn ihr zu mir umkehrt und ruhig blibet, den ihr grettet werde.

Euri Chraft wird im Ruhebewahre und im Vertraue ligge."

Aber ihr händ nöd welle.

16 Stattdesse hender gseit "Nei, mir werdet uf Ross flieh!"

Ja, fliehe wärdet ihr.

"Uf schnälle Ross werde mer riite!"

Drum werded euri Verfolger schnell si.

17 1000 werded vor de Drohig vomene Einzelne zittere.

Fünf werded drohe und den fliehet ihr,

bis das wo vo eu übrig isch, emne Mast uf emne Berggipfel glicht,

ere Signalstange uf eme Hügel.

18 Doch Jehova wartet geduldig druf eui sini Gunst z schänke,

er wird sich erhebe zum eu Barmherzigkeit z zeige.

Denn Jehova isch en Gott vo de Grechtigkeit.

Glücklich sind alli wo sehnsüchtig uf ihn warted.

19 Wänn s Volk in Zion, in Jerusalem, wohnt, wirsch uf kein Fall brüele. Wenn um Hilf rüefsch wird er ganz bestimmt Erbarme ha. Sobald er dini Stimm ghört wird er dir Antworte.

20 Obwohl Jehova dir Brot in Form vo Not und Wasser in Form vo Unterdrückig gäh wird, wird sich din Grosse Lehrer nüm verberge, und du wirsch dine Grosse Lehrer mit eigene Auge gseh.

21 Und mit dine eigene Ohre wirsch e Stimm hinder dir ghöre säge: "Das isch de Wäg, gang en" falls nach rechts oder nach links abbüüge söttisch.

22 Und du wirsch de silbrige Überzug vo dine Götzebilder verunreinige und de goldige Überzug vo dinere Metallstatue. Du wirsch sie wegwerfe wie die Bind vonere Menstruierende und zu ihne säge: "Wäg mit eu!"

23 Er wird de Rege für dini Saat geh, mit dere du de Bode bsisch. Und das Brot wo de Bode erzügt wird richlich und ghaltvoll sii. Din Vieh wird a dem Tag uf grossi Weideplätz grasen.

24 Die Rinder und Esel, wo de Bode bearbeitet, werded mit Surampfer gwürzte Fuetter frässe, wo mit de Schuffle und de Gable gworffe worde isch.

25 Und uf jedem höche Bärg und jedem höche Hügel wirds Bäch und Wasserläuf gäh am Tag vo de grosse Schlacht, wänn d Türm gheied.

26 S'Liecht vom Vollmond wird wie s'Liecht vo de Sunne werde. Und s'Liecht vo de Sunne wird sibemol schtercher werde, so wie s'Liecht vo siebe Täg, a dem Tag, am Jehova de Bruch vo sim Volk verbindet und die schwäri Wunde heilt, wo vo sim Schlag herrüehrt.

27 Gseht! Jehova chunnt us de Färni,

glüehend vor Zorn und mit schwere Wulche.

Luter Empörig isch uf sine Lippe

und sini Zunge isch wie es verzehrends Füür.

28 Sis Geist isch wie en überfluetende Wildbach wo bis zum Hals langet,

zum d Natione im Sib vo de Vernichtig z schüttle.

Und die Völker werded en Zaum im Muul ha, wo sie id Irre füehrt.

29 Doch dis Lied wird si wie es Lied vo de Nacht,

de Nacht wo dich uf es Fäscht vorbereitisch,

und dis Herz wird fröhlich si wie bi öpperem,

de sich mitere Flöte uf de Wäg macht

zum Berg Jehovas, zum Fels Israels.

30 Jehova wird sini majestätischi Stimm ghöre

un si Arm sieht, der in de Hitz vum Zorn abefahrt,

mit de Flamme vomene verzehrende Füür,

mit Wolkenbruch, Gwitter und Hagelstei.

31 Denn wege de Stimm Jehovas wird Assyrie verschrecke.

Gott wirds mit eme Stab schlah.

32 Und jede Schlag vo sim Stabes,

mitem Jehova Assyrie bestraft,

wird vo Tamburin- und Harfespiel begleitet sii,

Wän er i de Schlacht sin Arm gäg si schwingt.

33 Denn sis Tọpheta isch scho vorbereitet

und au für de König parat gmacht.

Er het de Holzstapel tüüf und wiit gmacht

mit enere Mengi Füür und Holz.

De Atem Jehovas, wo wie en Schwefelstrom isch,

wird ihn azünde.

 

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Jesaia 29 vo 66

 

Jesaia 29 vo 66

29:1 "Wehe Ạriël, Ạriël, de Stadt, wo David glageret hät!

Macht Jahr für Jahr wiiter,

eues Festzyklus söll wiitergah.

 2 Doch ich wird Leid über Ạriël bringe,

und mer wird truure und klage,

und d Stadt wird für mich wie en Altarherd Gottes werde.

 3 Ich wird um dich ume min Lager ufschlah,

en Palisade ufbaue

und Belagerigsalage gege dich errichte.

 4 Du wirsch erniedrigt werden,

vom Bode us wirsch rede,

und was du seisch, wird dur de Staub dänkt.

Dini Stimm wird vom Bode här cho

wie bimene Geischtermedium,

usem Staub wird din Gflüschter cho.

 5 D Mengi vo dinere Fäind wird wie feiner Staub sii,

d Mengi vo de Tyranne wie ufwirblendi Spreu.

Das wird ime Augeblick gscheh, ganz plötzlich.

 6 Jehova, de Herr vo de Heere, wird sini Ufmerksamkeit uf dich richte

mit Donner und Erdbebebe un grossem Lärm,

mit Sturm und Orkan und de Flamme vomene verzehrende Füür."

 7 Denn wird die Mengi vo allne Völker wo geg Ạriël Krieg füehred –

Alli wo gäg d Stadt Chrieg füehred,

alli feindliche Belagerigstürm,

Alli wo Leid über sie bringe –

wie en Traum werded, wie e nächtlichi Vision.

 8 Ja es wird so sii wie wenn en Hungrige träumt das er isst,

aber er wacht hungrig uf,

und so wie wänn en Durschtige träumt das er trinkt,

aber er wacht müed und durschtig uf.

So wird's de Mengi vo allne Völker ergoh,

wo gäg de Berg Zion Krieg füehred.

 9 Seid verblüfft und erstuunt.

Werdet blind und sind verblendet.

Si sind betrunke, doch nöd vom Wii.

Sie törkled doch nöd vom Alk.

10 Denn Jehova hät en Geist tüüfe Schlafs über eu uusgosse.

Er het eui Auge – die Prophete – verschlosse,

und er hät eui Chöpf – d Visioneseher – verhüllt.

11 Jedi Vision wird für eu wie d Wort vomene versieglete Buech. Wänn mer s öppert git, wo chan läse, und en ufforderet: "Lies das bitte vor", dänn wird er säge: "Das chan i nöd, es isch doch versieglet."

12 Und git mer s Buech öpperem wo nöd läse chan, und forderet en uf: "Lies das bitte", wird er säge: "Ich chan gar nöd läse."

13 Jehova seit: "Dises Volk wändet sich mit em Muul a mich

und ehrt mi mit de Lippe,

doch ihr Herz isch wiit entfernt vo mir.

Und ihri Ehrfurcht vor mir gründet sich uf Regle vo Mensche, wo mer sie glehrt het.

14 Deshalb bin ich es wo wieder Wunderbars für das Volk wird tue,

Wunder über Wunder.

Und d Wiisheit vo sinere Wiise wird zugrund gah

und de verstand vo sinere verständige wird verborge."

15 Wehe dene wo nüt unversuecht lönd zum ihri Plän vor Jehova verberge!

Ihri Tate gschönd ame finschtere Ort

und sie seged: "Wer gseht eus de scho?

Wer weiss vo eus?"

16 Wie ihr doch die Sache verträtet!

Sött de Töpfer genauso wie de Ton aagseh werde?

Sött das Gschaffene vo sim Erschaffer säge:

"Er het mi ned gschaffe"?

Und säit s Gebilde öppe vo sim Bildner:

"Er lässt keine Verstand erkennen"?

17 Nur na churzi Ziit und de Lịbanon wird inen Obstgarte verwandlet werde

und de Obstgarte wird als Wald betrachtet werde.

18 A dem Tag werde d Ghörlose d Wort vom Buech ghöre,

und vo Dunkel und Finsternis befreit, werded d Auge vo Blinde gseh.

19 Die es sanfts Wäse hend wärde sich sehr über Jehova freue,

und die arme under de mensche werded über de heilige israels juble.

20 Denn de Tyrann wird nüme da sii,

mit dem agäber wirds z endi gah,

und alli wo ständig druf us sind Schade azrichte,

werded vernichtet,

21 die wo ander dur es falsches Wort als schuldig anestelled,

die dem wo ander im Stadttor verteidigt gheie stelle,

die dem Grächte mit haltlose Argument s Recht verwehred.

22 Drum seit Jehova, de Abraham erlöst het, zum Huus Jakob:

"Jakob wird sich nümm schäme

und sis Gsicht wird nüm blass werde.

23 Denn wenn er sini Chind, das Werk vo minere Händ,

i sinere Mitti gseht,

werded si min Name heilige.

Ja, sie werded de heilige Jakobs heilige

un grossi Ehrfurcht vor rem Gott Israels hän.

24 Die einte eigensinnigen Geist haben, werden sich Verständnis aneignen,

und die sich beschweren, werden sich anleiten lassen."