Jesaia 30 vo 66
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Jesaia 30 vo 66
30:1 "Wehe den eigensinnigen Söhn", erklärt Jehova,
"Dene wo Plän usfüehre wo nöd vo mir chömed,
un Bündnisse schliesse, aba nit durch mi Geischt,
zum Sünde a Sünd z reihe.
2 Sie ziehnd nach Ägypte ane, ohni mich zrate ziie,
zum bim Pharao Schutz sueche
und im schatte Ägyptens Zueflucht z näh!
3 Doch de Schutz vom Pharao wird für eu en Grund zum Schäme werde
und d Zueflucht im Schatte Ägypte e Ursach zur Demüetigung.
4 Denn sini füehrende Männer sind in Zọan
und sini Abgsandte händ Hạnes erreicht.
5 Si werded sich alli schäme müesse
wägeme Volk wo nüt für sie usrichte chan,
das kei Hilf isch und kei Nutze bringt,
nur Schimpf und Schand."
6 En Usspruch gäge die wilde Tier vom Süde:
Durchs Land vo de Nöte und Härte,
s Land vom Löie, vom brüllende Löie,
de Otter und de pfiilschnelle Giftschlang
befördered sie ihre Wohlstand uf Eselsrücke
und iri Vorrät uf Kamelhöcker.
Doch das alles wird em Volk nütze.
7 Denn die hilf Ägypte isch überhaupt nüt wert.
Drum han ich ihm de Name gäh: "Rạhab, das still dasitzt."
8 "Gang jetzt und schribs i ihrer Gägewart uf e Tafle,
und hebts imne Buech fescht,
damits als bliibends Zügnis für en künftige Tag dient.
9 Denn es isch es rebellischs Volk, es sind betrügerischi Söhn,
Söhn wo s Gsetz Jehovas nöd wönd ghöre.
10 Sie säged zu de Seher: 'Ihr sollt nicht sehen!',
und zu de Visioneseher: 'Teilt uns keine wahrheitsgmässen Visionen mit.
Redet schmeichlerisch mit eus, händ trügerischi Illusione.
11 Verlönd de Wäg, bügt vom Pfad ab.
Lönd ois mit em Heilige Israels in Rueh.'
12 Drum seit de Heilige Israels:
"Wiil ihr mini Wort ablehned
und uf Betrug und Tüschig vertraut
und eu druf verlönd,
13 drum wird das Vergehe für eu zunere rissige Muur,
zunere höche, usbuechete Muur, wo jederziit iizstürze droht.
Sie wird ganz plötzlich zemebreche, imene Augeblick.
14 Sie wird zerbroche wie en grosse Töpferchrug,
so gründlich zerschmetteret dass under de stück kei scherbe übrig blibt,
zum demit vode Füürstell Gluet znäh
oder zum wasser useme tümpel schöpfe."
15 Denn das sait de Souverän Herr Jehova, de Heilige Israels:
"Wenn ihr zu mir umkehrt und ruhig blibet, den ihr grettet werde.
Euri Chraft wird im Ruhebewahre und im Vertraue ligge."
Aber ihr händ nöd welle.
16 Stattdesse hender gseit "Nei, mir werdet uf Ross flieh!"
Ja, fliehe wärdet ihr.
"Uf schnälle Ross werde mer riite!"
Drum werded euri Verfolger schnell si.
17 1000 werded vor de Drohig vomene Einzelne zittere.
Fünf werded drohe und den fliehet ihr,
bis das wo vo eu übrig isch, emne Mast uf emne Berggipfel glicht,
ere Signalstange uf eme Hügel.
18 Doch Jehova wartet geduldig druf eui sini Gunst z schänke,
er wird sich erhebe zum eu Barmherzigkeit z zeige.
Denn Jehova isch en Gott vo de Grechtigkeit.
Glücklich sind alli wo sehnsüchtig uf ihn warted.
19 Wänn s Volk in Zion, in Jerusalem, wohnt, wirsch uf kein Fall brüele. Wenn um Hilf rüefsch wird er ganz bestimmt Erbarme ha. Sobald er dini Stimm ghört wird er dir Antworte.
20 Obwohl Jehova dir Brot in Form vo Not und Wasser in Form vo Unterdrückig gäh wird, wird sich din Grosse Lehrer nüm verberge, und du wirsch dine Grosse Lehrer mit eigene Auge gseh.
21 Und mit dine eigene Ohre wirsch e Stimm hinder dir ghöre säge: "Das isch de Wäg, gang en" falls nach rechts oder nach links abbüüge söttisch.
22 Und du wirsch de silbrige Überzug vo dine Götzebilder verunreinige und de goldige Überzug vo dinere Metallstatue. Du wirsch sie wegwerfe wie die Bind vonere Menstruierende und zu ihne säge: "Wäg mit eu!"
23 Er wird de Rege für dini Saat geh, mit dere du de Bode bsisch. Und das Brot wo de Bode erzügt wird richlich und ghaltvoll sii. Din Vieh wird a dem Tag uf grossi Weideplätz grasen.
24 Die Rinder und Esel, wo de Bode bearbeitet, werded mit Surampfer gwürzte Fuetter frässe, wo mit de Schuffle und de Gable gworffe worde isch.
25 Und uf jedem höche Bärg und jedem höche Hügel wirds Bäch und Wasserläuf gäh am Tag vo de grosse Schlacht, wänn d Türm gheied.
26 S'Liecht vom Vollmond wird wie s'Liecht vo de Sunne werde. Und s'Liecht vo de Sunne wird sibemol schtercher werde, so wie s'Liecht vo siebe Täg, a dem Tag, am Jehova de Bruch vo sim Volk verbindet und die schwäri Wunde heilt, wo vo sim Schlag herrüehrt.
27 Gseht! Jehova chunnt us de Färni,
glüehend vor Zorn und mit schwere Wulche.
Luter Empörig isch uf sine Lippe
und sini Zunge isch wie es verzehrends Füür.
28 Sis Geist isch wie en überfluetende Wildbach wo bis zum Hals langet,
zum d Natione im Sib vo de Vernichtig z schüttle.
Und die Völker werded en Zaum im Muul ha, wo sie id Irre füehrt.
29 Doch dis Lied wird si wie es Lied vo de Nacht,
de Nacht wo dich uf es Fäscht vorbereitisch,
und dis Herz wird fröhlich si wie bi öpperem,
de sich mitere Flöte uf de Wäg macht
zum Berg Jehovas, zum Fels Israels.
30 Jehova wird sini majestätischi Stimm ghöre
un si Arm sieht, der in de Hitz vum Zorn abefahrt,
mit de Flamme vomene verzehrende Füür,
mit Wolkenbruch, Gwitter und Hagelstei.
31 Denn wege de Stimm Jehovas wird Assyrie verschrecke.
Gott wirds mit eme Stab schlah.
32 Und jede Schlag vo sim Stabes,
mitem Jehova Assyrie bestraft,
wird vo Tamburin- und Harfespiel begleitet sii,
Wän er i de Schlacht sin Arm gäg si schwingt.
33 Denn sis Tọpheta isch scho vorbereitet
und au für de König parat gmacht.
Er het de Holzstapel tüüf und wiit gmacht
mit enere Mengi Füür und Holz.
De Atem Jehovas, wo wie en Schwefelstrom isch,
wird ihn azünde.