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Rico Loosli 6934 Bioggio
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Johannes 3 vo 21

 

Johannes 3 vo 21

3:1 Es het det en Pharisäer namens Nikodẹmus gäh, en Vorsteher vo de Jude.

2 Er isch in Nacht zue ihm cho und het gseit: "Rabbi, mir wüssed dass Gott dich als Lehrer gschickt het, denn niemert chan so Zeiche vollbringe wie du usser mit Gottes Hilf."

3 Jesus erwideret: "Eis staht fescht: Wenn öpper nöd wiedergebore wird, chan er Gottes Königrich nöd gseh."

4 Druf hät Nikodẹmus gfröget: "Wie söll denn öpper wo scho alt isch, gebore werde? Er chan doch nöd in Buch sinere Mueter zruggkehre und es zweits mal gebore werde, oder?"

5 Jesus antwortet: "Es staht fest: Wenn öpper nöd us Wasser und Geischt gebore wird, chan er nöd in Gottes Königrich cho.

6 Was vo Mensche gebore worde isch, isch Mensch, und was vom Geischt gebore worde isch, isch Geischt.

7 Wunderet dich nöd, dass ich zu Dir gseit han: Ihr müend wiedergebore werde.

8 De Wind weht wo er will, und du chasch en usschlüsse, aber du weisch nöd woher er chunnt und woher er gaht. So isch es au mit jedem wo vom Geist gebore worde isch."

9 Nikodẹmus entgägnet: "Wie isch so öppis möglich?"

10 Jesus git zantwort: "Du bisch en Lehrer Israels und dennoch weisch das nöd?

11 Eis staht fest: Mir redet vo dem wo mir wüssed und mir bezüged das wo mir gseh händ, aber ihr akzeptiered eusi Zügeussag nöd.

12 Wenn ich vo öppis irdischem gredet han und ihr trotzdem nöd glaubed, wie wönd ihr dänn glaube, wänni vo öppisem himmlischem rede?

13 Abgseh devo isch niemert in Himmel ufgstiege, usser dem, wo vom Himmel herabchoo isch: de Menschensohn.

14 Und so, wie Moses die Schlange in der Wildnis aufgrichtet hat, so muss auch der Menschensohn aufgrichtet werden,

15 damit jede wo a ihn glaubt ewigs Läbe het.

16 Denn Gott het d Welt so sehr gliebt, dass er sin einzigzügte Sohn geh het, damit jede wo a ihn glaubt, nöd vernichtet wird, sondern ewigs Läbe het.

17 Gott schickt sin Bueb nämlich nöd in d Welt, damit er iba d Welt Gricht hebt, sondern damit d Welt durch nen grettet wird.

18 Wer a ihn glaubt, wird nöd verurteilt. Wer nöd glaubt, isch scho verurteilt, will er nöd a de Name vum einzigzügte Bueb Gottes glaubt het.

19 D'Grundlag für's Grichtsurteil isch Folgendes: S'Liecht isch zwar id Welt cho, aber d'Mensche händ d'Finsternis statt em Liecht gliebt, denn ihri Tate sind schlächt gsi.

20 Wer schlechtes tribt hasst s Liecht und chunt nöd zum Liecht demit er für sini Tate nöd zrächtgwiese wird.

21 Wer degege tuet, was richtig isch, chunnt zum Liecht, demit a sine Tate offebar wird, dass er sie in Harmonie mit Gott vollbracht hät."

22 Danach het de Jesus mit sine Jünger es paar Ziitli i de ländliche Gegend vo Judạ̈a verbrocht und het tauft.

23 Au Johạnnes tauft, und zwar in Ạ̈non bi Sạlim, wills dete richlich Wasser geh het. Immer wieder sind Lüt cho und hend sich taufe lo,

24 den mer het de Johạnnes noni is Gfängnis gworfe.

25 Die Jünger vo Johạnnes händ jetzt en Usenandersetzig gha mitme Jude über das Thema Reinheit.

26 Sie sind also zum Johạnes gange und hend gseid: "Rabbi, de Maa, wo uf de andere Jordansiite bi dir gsi isch und für de du als Züg uftrete bisch, de tauft jetzt selber und alli gönd zu ihm".

27 Johạnes erwideret: "En Mensch kann nicht das Gringste erhalten, auser es war ihm vom Himmel ge.

28 Ihr selber bezügt mir das ich gseit han: 'Ich bin nöd de Christus, sondern ich bin ihm vorusgschickt worde.'

29 Wer d'Bruut het isch de Bräutigam, aber sin Fründ, wo debiistaht, freut sich sehr, wenn er d'Stimm vom Brüütigam ghört. Drum isch mini Fröid vollkomme worde.

30 Er mues immer wiiter wachse und ich immer wiiter abneh."

31 De vo obe chunnt, staht über allne andere. De vo de Erde stammt, redet vo dem wo uf de Erde isch will er vo de Erde stammt. De vom Himmel chunnt, staht über allne andere.

32 Er bezügt was er gseh und ghört het, aber niemert akzeptiert sini Zügeussag.

33 Wer sini Zügeussag akzeptiert het, het bestätigt, dass Gott wahrhaftig isch.

34 De wo Gott gschickt het, schwätzt nämlich de Wort Gottes, denn Gott spart nöd mit em Geischt.

35 De Vater liebt de Sohn und het em alles id Hand gä.

36 Wer an Bueb glaubt, het ewigs Läbe. Wer am Bueb nit ghorcht wird, wird s Läbe nit säh, sundern de Zorn Gottes bliebt uf nem.

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Johannes 2 vo 21

 

Johannes 2 vo 21

2:1 Am dritte Tag hät im Kạna ä Hochziit stattgfunde, und d Mueter vom Jesus isch dört gsi.

2 Au Jesus und sini Jünger sind zu dere Hochziitsfiir iiglade gsi.

3 Wo de Wii usgange isch, isch Jesus vo sinere Mueter aagsproche worde: "Sie hend kein Wii."

4 Jesus erwideret: "Warum sött das mini und dini Sorg si, Frau? Mini Stund isch nonig cho."

5 Sini Mueter het druffhin zu de Diener gseit: "Macht, was immer er eu seit."

6 Es sind döt sechs Wasserkrüge us Stei gstande, wie's d Reinigungsvorschrifte vo de Jude verlangt hend. Jede het zwei oder drü Mass Flüssigkeit gfasst.

7 Jesus het zu de Diener gseid: "Füllt die Krüge mit Wasser" und sie hends bis zum Rand gfüllt.

8 Aaschlüssend het er si gfoorderet: "Schöpft öppis use und bringts dem Feschtleiter." Das händ sie gmacht.

9 De Feschtleiter het s Wasser probiert, wo z Wy worde isch. Da er aber nöd gwüsst het, woher de Wy isch (d Diener wo s Wasser usegschöpft hend, hends jedoch gwüsst), het er de Bräutigam gruefe

10i und seit: "Jede andere bütet zersch de edli wii ah und wenn d lüüt betrunke sind, de weniger guete. Aber du hesch de edel wii bis jetzt zrugg ghalte."

11 Das het Jesus im galilạ̈ischen Kạna als Afang vu sinere Zeiche, und er het sini Herrlichkeit offebaret und sini Jünger glaubt a ihn.

12 Nachher isch er mit sinere Muetter, sine Brüedere und sine Jünger nach Kapẹrnaum durab gange, aber sie sind nur wenigi Täg det blibe.

13 S'Passahfest vo de Jude isch jetzt bevor gstande und Jesus isch nach Jerusalem ufe gange.

14 Im Tempel hät er Händler gseh, wo Rinder, Schoof und Tuube verchauft händ, und Gäldhändler wo det gsässe händ.

15 Da het er us Stricke e Peitsche gmacht und het sie alli mitsamt de Schoof und Rinder us em Tempel gjagt. Er hät d Münz vo de Gäldwächsler uusgschüttet und hät iri Tisch umegschüttlet.

16 Und zu de Taubeverchäufer hät er gsäit: "Schaffed das do wäg! Höret uuf, das Huus vo mim Vater zunere Märthalle z'mache!"

17 Da händ sich sini Jünger dra erinneret, dass i de Schrifte staht: "Der Eifer für dis Huus wird mich verzehre."

18 Die Jude hend drufhin welle wüsse: "Mit welem Zeiche chasch bewiise, dass du das alles dörfsch mache?"

19 Jesus git zantwort: "Reisst diesen Tempel ab und ich wird ihn in dräi Tagen errichten."

20 "Es het 46 Jahr duuret, diesen Tempel zu bauen", händ d Jude iigwändet, "und du willsch en in drü Täg errichte?"

21 Mit em Tempel hät er jedoch sin eigene Körper gmeint.

22 Später nachdem Jesus vo de Tote uferweckt worde isch, isch sin Jünger iigfalle, dass er die Ussag öfter gmacht het. Und sie glaubed a das wo i de Schrifte stoht und was Jesus gseit het.

23 Won er aber während em Passahfescht in Jerusalem gsi isch, händ vieli Lüt a sim Name glaubt, wo sie die Zeiche gsäh händ, won er vollbracht hät.

24 Jesus hät sich ihne aber nöd vertrauet, will er sie all genau kännt hät.

25 Denn mer het em nüt bruucht über d'Lüüt z'erkläre – er het gwüsst, was i ihne vorgange isch.

 

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Johannes 1 vo 21

 

Johannes 1 vo 21

NACH JOHANNES

1:1 Am Afang isch s Wort gsi, und s Wort isch bi Gott gsi, und s Wort isch e Gott gsi.

2 Das Wort isch am Afang bi Gott gsi.

3 Alles isch durs Wort is Dai cho und ohni das Wort isch gar nüüt is Dai cho.

Was is Dasein cho isch

4 dur s Wort, isch Läbe gsi, und s Läbe isch s Liecht vo de Mensche gsi.

5 Und s Liecht lüchtet i de Finsternis, aber d'Finsternis hets nöd überwältiget.

6 Es isch en Mensch cho, wo als Repräsentant Gottes gschickt worde isch. Si Name isch Johạnnes gsi.

7 Dä Maa isch als Züg cho. Er sött fürs Liecht als Züüg ufträte, damit dur ihn Mensch vo allne Art zum Glaube kämpfe.

8 Er isch nöd das Liecht gsi, sondern sött für das Liecht als Züg ufträtte.

9 Das wahre Liecht wo Mensche vo allne Art Liecht git isch im Begriff gsi id Welt z cho.

10 Er isch i de Wält gsii, und d Wält isch duren is Dasein cho, aber d Wält hät en nöd erchännt.

11 Er isch in sis eigene Dihei cho, aber sis eigene Volk het en nöd akzeptiert.

12 Doch alli, de nen ufnähm hän, däne het er s Rächt ge, Gottes Kinda z werde, wel sie a sin Name glaubt hän.

13 Und sie sind nöd dur Mensche na dur menschlichs Wend na dur de Wille vumene Maa gebore, sondern dur Gott.

14 So isch s Wort Mensch worde und unter uns gwohnt worde und mir hend sini Herrlichkeit gseh - e Herrlichkeit, wie sie en einzigzüügte Sohn vo sim Vater het – und er isch voller göttliche Anerkennig und Wohrheit gsi.

15 (Johạnes isch als Züg für ihn ufgschtande, ja er het usgruefe: "Von ihm hani gseit: 'De hinter mir chunnt, isch mir voruus, denn er het scho vor mir existiert.'")

16 Mir alli händ nämlich vo sinere Füll empfange, ja unverdienti Güte über unverdienti Güte.

17 Denn des Gsetz isch durch Moses ge, aba de unverdienti Güte un d Wohret sin durch Jesus Chrischtus kumme.

18 Kei Mensch het Gott jemals gseh; de einzigzügti Gott, wo a de Siite vom Vater isch, de het über ihn ufschluss geh.

19 Folgendes bezügt Johạnnnes, wo d Jude einigi Priester und Levị us Jerusalem zu ihm gschickt händ, um ihn z frage: "Wer bisch du?"

20 Offe hät er uusgsproche, ohni s z lüüge: "Ich bin nicht der Christus."

21 Da händs welle wüsse: "Wer bisch denn du? Elịa?", woruf er erwideret het: "Das bin ich nöd." "Bisch de Prophet?" "Nei!", het er gantwortet.

22 "Wer bisch du?" hend sie gfröget. "Säg eus das, damit mir dene wo eus gschickt hend chönned e Antwort geh. Was seisch du über dich selber?"

23 Er hät antwortet: "Ich bin ein Schtimm, wo i de Wildn rüeft: 'Ebnet den Weg Jehovas', so wie's de Prophet Jesaja gseit hät."

24 Die Abgsandte sind vo de Pharisäer cho.

25 Nun hends welle wüsse: "Wenn du nöd de Christus bisch und au nöd Elịa oder de Prophet, wieso tüfsch denn du?"

26 Johạnes het antwortet: "Ich tauf im Wasser. Zmitzt unter eu staht öpper woner nöd kenned,

27 de wo hinder mir chunnt. Und ich bi nöd würdig de Rieme vo sinere Sandale ufzbinde."

28 Das het sich in Bethạnie abgspielt, uf de andere Jordansiite, wo Johạnnes tauft het.

29 Am nächste Tag het er Jesus uf sich gseh und het gheisse: "Gsehnd, s'Lamm Gottes, wo d'Sünde vo de Wält wägnimmt!

30 Vo ihm hani gseit: 'Hinter mir chunnt en Maa wo mir voruus isch, denn er het scho vor mir existiert.'

31 Selbscht ich han ihn nöd kännt, aber damit er in Israel dütlich erkennt wird, deswege bin ich cho und tauf im Wasser."

32 Johạnes bezügt usserdem: "Ich ha de Geischt wiene Tuube usem Himmel abecho und er isch uf em bliebe.

33 Sälbscht i hanen nöd kännt, doch de glich wo mi beuftragt hät im Wasser z'tuufe, hät zu mer gseit: 'Uf wänn au immer du de Geischt abechömed und uf em bliib gsesch, dä isch es wo mit heiligem Geischt tauft.

34 Das hani gseh, und ich ha bezügt: Er isch de Sohn Gottes."

35 Am nächste Tag isch de Johạnnes wieder mit zwei vo sine Jünger zäme gstande,

36 und won er Jesus verbiigo het, het er gredt: "Gseht, des Lamm Gottes!"

37 Die beide Jünger händ das ghört und händ Jesus gfolgt.

38 Wo Jesus sich umdräit het und gsäh het, dass sie ihm gfolgt hend, het er sie gfrögt: "Wonach suechet ihr?" Sie hend erwideret: "Rabbi, wo übernachtisch?" (Rabbi bedütet übersetzt 'Lehrer'.)

39 "Chunnt, denn werdeder es gseh", het er gantwortet. Sie sind also mitgange und hend gseh, woner sini Unterkunft gha het, und sind a dem Tag bi ihm bliebe. Es isch um die 10ti Stund gsi.

40 Eine vo de beide, wo Johạnnes' Wort ghört händ und Jesus gfolgt gsi sind, het de Andreas gheisse und isch de Brüeder vom Sịmon Petrus gsi.

41 Er hät als Ersts sim Brüeder Sịmon begegnet, hät ihm verzellt: "Wir haben den Messịas gefunden" (was übersetzt "Christus" bedeutet),

42 und het en zu Jesus gfüehrt. Jesus het ihn agluegt und het gsait: "Du bisch Sịmon, de Sohn vo Johạnnnes. Mer wird dich Kẹphas nenne" (was übersetzt "Petrus").

43 Am nächste Tag het de Jesus nach Galilạ̈a wele ufbreche, und woner Philịppus begegnet het, het er ihn gforderet: "Folg mer noche."

44 Philịppus isch us Betsaida gsi, de Stadt vom Andreas und Petrus.

45 Philịppus hät Nathạnaël troffe und hät ihm brichtet: "Wir haben den gefunden, über den Moses im Gesetz und auch die Prophete geschrieben: Jesus, den Sohn Josephs,e aus Nạzareth."

46 Nathạnaël hät jedoch gseit: "Chan denn us Nạzareth öppis guets cho?", woruf Philịppus erwideret het: "Chum und sieh selber."

47 Jesus het Nathạnaël uf sich zuecho und het über ihn gseit: "Gsehnd mal! Das isch würkli es Israelit wo nüt Falsches isch!"

48 "Woher kennsch mich?", het de Nathạnaël gfrögt wo Jesus gseit het: "Bevor de Philịppus dich grüeft het, hani dich scho underem Figebaum gseh".

49 Nathạnaëls Reaktion isch gsy: "Rabbi, du bisch de Sohn Gottes, du bisch de König vo Israel."

50 jesus erwideret: "Glaubsch du das will ich dir gseit han das ich dich unterem feigebaum gseh han? Du wirsch na grösseres gseh."

51 Wiiter hät er gseit: "Es staht fescht: Ihr werdet de Himmel göffnet und d'Engel Gottes zum Menschensohn uf- und niederstiege gsehnd."

 

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Johannes 19 vo 21

 

Johannes 19 vo 21

19:1 Pilatus het Jesus den abfüehre und uspeitsche.

2 D Soldate händ e Dornechrone gflochet, händ si ihm uf de Chopf gsetzt und händ ihm es Purpurrots langs Gwand aa.

3 Immer wieda kunnt sie vor nen un hän gsait: "Sie gresst, du Kenig vo de Jude!", un schlaue nem ins Gsicht.

4 Pilatus isch jetzt wieder use gange und gseit: "Gseht! Ich bring ihn zue eui use, demit ihr wüssed, das ich kei Schuld a ihm finde.

5 Wo Jesus mit de Dornekrone und em purpurrote lange Gwand usechoo isch, het de Pilatus gseit: "Gseht! Der Mensch!"

6 Doch wo en d Oberpriester und d Beamte gseh händ, schreiet si: "An den Pfahl mit ihm! A de Pfahl mit ihm!" Do het Pilatus gsäit: "Nämed en und richtet en sälber ane. Ich find käi Schuld an ihm."

7 Die Jude erwideret: "Mir händ es Gsetz, und nach dem Gsetz muess er schterbe, denn er het sich selbscht zum Bue Gottes gmacht."

8 Wo de Pilatus das ghört het, het er na meh Angst übercho.

9 Er isch wieder is Prätorium gange und het Jesus gfrögt: "Woher chunsch du?" Doch Jesus schwieg.i

10 Pilatus säit: "Weigersch du dich öppe, mit mir z rede? Weisch du nöd, dass ich d Macht dezue han, dich freizlah oder dich anezrichte?"

11 Jesus git zantwort: "Du hättsch gar kei Macht über mich, wenn sie dir nöd vo obe gwährt worde wär. Drum hät de wo mich dir usgliferet hät, grösseri Schuld."

12 Us dem Grund het sich Pilatus wiiter bemüeht, en freizlah, aber d Jude schreie: "Wenn du diesen Maa freilassst, bisch kein Fründ de Cäsars. Jede, wo sich sälber zum König macht, stellt sich gäg de Cäsar."

13 Uf die Wort häre bracht de Pilatus Jesus use und het sich uf en Richterstuehl uf em Platz ghockt, womer "Das Steinpflaster" gnennt het (uf Hebräisch aber Gabbatha).

14 Es isch um die 6. Stund am Vorbereitigstag vom Passah gsi, wo de Pilatus zu de Jude gseit het: "Gseht! Euch König!"

15 Si aber schreie: "Wäg mit ihm! Wäg mit ihm! A de Pfahl mit ihm!" Do het Pilatus gfrogt: "Euere Kenig soll i herrichte?", wo uf de Oberpriester antwortet hän: "Mir hän kei Kenig üsserem Cäsar."

16 Er überliebt ne Jesus den zur Hinrichtig am Pfahl. Drufhin het mer Jesus ab gführt.

17 Er het de Marterpfahl sälber treit, won er zur sogenannte Schädelstätte (hebräisch Golgotha) uusegange isch.

18 Det het mer en a de Pfahl nackt und mit ihm na zwei anderi Manne – uf jedere Siite eine, Jesus i de Mitti.

19 Pilatus het usserdem en Titel uf es Schild gschriibe und hät s am Marterpfahl aa bracht. Drufa isch gschtande: "Jesus, der Nazarener, der König der Jude".

20 Vieli Jude lönd das, will d Stell, wo Jesus a de Pfahl gnaglet worde isch, i de Nöchi vo de Stadt isch und de Titel uf Hebräisch, Latiinisch und Griechisch gschribe gsi isch.

21 Die jüdische Oberpriester hän aber zum Pilatus gsäit: "Schryb nööd: "Der König der Jude", sondern das er behauptet heig: "Ich bin König der Jude."

22 Pilatus erwideret: "Was ich geschrieben habe, habe ich geschrieben."

23 Nachdem die Soldate Jesus an Pfahl gnaglet händ, händ sie sini Obergwänder gna und teilt sie in vier Stück, für jede Soldate äis. Au s Undergwand hend sie an sich gnoh. Doch wo's kei Naht gha het, sondern vo obe bis abe duregwäbt gsi isch,

24 beschlosse sie: "mer wend's nöd zerriisse, sondern durs Los entscheide wers bechunt." Dadurch sött sich d Schriftstell erfülle: "Sie verteilten meine Gwänder unter sich und verlogen meine Kleidung." D Soldate händ das tatsächlich gmacht.

25 Bim Marterpfahl sind d'Mueter vom Jesus und iri Schwöster sowie Maria, d'Frau vo Klopas, und Maria Magdalene gstande.

26 Wo Jesus siini Mueter und de Jinger, won er bsunders liebt, deet stooh hät, hät er zu siire Mueter gseit: "Frau, das isch jetzt din Bue!"

27 Und zum Jünger hät er gsäit: "Das isch jetzt dini Mueter!" De Jünger hät si mit zu sich hei gno und si hät vo doo a bi ihm gwohnt.

28 Jesus hät gwüsst, das iez alles vollbracht isch, und hät schliesslich gsäit: "Ich hä Durscht", damit sich erfüllt hät, was i de Schrifte stoot.

29 I de nöchi isch en Chrüüg voll suurem Wii gstande. Mer het en Schwamm demit tränkt, het en anen Ysopstängeli gsteckt und en a sine Lippe ghalte. 30 Nachdem Jesus de suure Wii überchoo het, het er gsäit: "Es isch vollbracht!" Er loot de Chopf sinke und gschtorbe.

31 D Jude händ etz Pilatus bittet, de Manne d Bei z breche und d Liichname abzneh. Es isch nämlich Vorbereitigstag gsi und d Körper söttet nöd am Sabbat (es isch en grosse Sabbat)c a de Marterpfehle bliibe.

32 Also sind Soldate cho und bringed em erste Maa die Bei und den au em andere, wo nebed ihm am Pfahl aneghange isch.

33 Wo sie aber zu Jesus cho sind und gsend das er scho tot isch, bringed sie ihm d Bei nöd.

34 Es Soldat isch ihm aber miteme Speer i d'Sitee gstosse und es floss sofort Bluet und Wasser use.

35 Die Züg ussage stammt vo dem wo das gseh het und sini Ussag isch wahr. Er wüssed, dass er d Wohrheit redet und seit das, damit au ihr chöned glaube.

36 Das alles gschoo, das sich d Schriftstell erfüllt het: "Kä Chnoche wird em broche."

37 Und no e anderi Schriftstell lutet: "Sie werded dä aaluege, wo s duregstoche händ."

38 Josef vo Arimathia, der en Jünger Jesus gsi isch – us Angst vor de Jude aber nur en heimliche Jinger, bittet etze Pilatus, de Leichnam vom Jesus abzneh. Pilatus git nem d Erlaubnis und so kummt er und holt d Leichnam.

39 Au de Nikodemus wo Jesus am Afang mal bi Nacht ufgsuecht het, isch e Mischig us Myrrhe und Aloe bracht – öppe 100 Pfund.

40 Do hend sie de Liichnam vom Jesus gno und hend en zäme mit de aromatische Substanze in Linetüecher wies bi de Jude Bestattigsbruch isch.

41 I de Nöchi vom Hinrichtigsort het sich en Garte mit eme neue Grab befunde, wo na nie öpper gleit worde isch.

42 Da es de Vorbereitigstag vo de Jude gwartet und de Grab nöd wiit weggange isch, het mer Jesus det inne gleit.