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Rico Loosli 6934 Bioggio
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Johannes 11 vo 21

 

Johannes 11 vo 21

11:1 En Maa namens Lazarus isch chrank worde. Er isch us Betanien cho, em Dorf vo Maria und ihrer Schwöster Martha.

2 Das isch d Maria gsi, wo duftendes Öl uf d Füess vom Herr gosse und sie mit ihrem Hoor abtrochnet het, und de erchranke Lazarus isch ihre Brüeder gsi.

3 Sini Schwöschter händ Jesus usrichte loh: "Herr, de Maa wo du so sehr liebsch isch chrank."

4 Wo Jesus das ghört het, het er jedoch gseit: "Diese Krankheit soll letztendlich nicht im Tod ende, sondern Gott verherrlichen, damit der Bueb Gottes durch sie verherrlicht wird."

5 Jesus het d'Martha und ihri Schwöschter und Lazarus gliebt.

6 Trotz de Nachricht, dass Lazarus chrank gsi isch, isch er no zwei Täg det gsi, woner grad gsi isch.

7 Danach het er zu de Jünger gseit: "Lönd ois wieder nach Judäa gah."

8 Die Jünger sind iigwandt: "Rabbi, in Judäa het mer dich welle vor Churzem na steinige und jetzt wotsch wieder det ane?"

9 Jesus antwortet: "Gits nöd zwölf Stunde Tagesliecht? Wenn öpper im Tagesliecht wanderet stöst er niene ah will er s Liecht vo dere Welt gseht.

10 Wänn degäge öpper i de Nacht wanderet, stolperet er, will s Liecht nöd i ihm isch."

11 Dänn hät er no dezue gführt: "Euse Fründ Lazarus isch iigschlafe, aber ich gang ez ane zum ihn wecke."

12 Die Jünger händ gseit: "Herr, wenn er schlaft, wird er gsund werde."

13 Jesus het jedoch vo sim Tod gredt. Sie hend aber denkt er heig vom normale Schlof gredet.

14 Da hät Jesus klar und düütlich gseit: "Lazarus isch gstorbe,

15 und ich freu mich für eu, dass ich nöd det gsi bin, damit ihr glaube chönd. Aber jetzt lönd eus zu ihm gah."

16 Druf het de Thomas gseit, wo mer au "Zwilling" gheisse het, zu de andere Jünger: "Lönd ois mitgah und mit ihm sterbe."

17 Wo Jesus iigroffe het, het er gfahre, dass Lazarus scho vier Täg im Grab gsi isch.

18 Betanien isch übrigens i de nöchi vo Jerusalem gläge – öppe 3 Kilometer entfernt.

19 Viel Jude sind zu de Martha und Maria cho, zum sie wäg ihrem Brüeder z'tröschte.

20 Wo d'Martha ghört het, dass Jesus cho isch, isch sie ihm entgäge gange, Maria aber bliebe im Huus hocke.

21 De Martha het zum Jesus gseit: "Herr, wenn du da gsi wärsch, wär min Brüeder nöd gstorbe.

22 Aber ich glaube sälber jetzt, dass Gott dir alles wird gä worum du en bittesch."

23 Jesus sichered ihr zue: "Dein Brüeder wird auferstah",

24 woruf de Marta erwideret het: "Ich weiss, dass er auferstah wird – in der Uuferstehung am letzten Tag."

25 Jesus erchlärt ihr: "Ich bin die Uuferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt wird zum Läbe cho au wenn er stirbt.

26 Und jede wo läbt und a mich glaubt wird überhaupt nie sterbe. Glaubsch du das?"

27 "Ja, Herr", het sie gantwortet. "Ich glaub, dass du de Christus bisch, de Sohn Gottes, wo id Welt cho söll."

28 Nach dene Wort isch sie weggange, het ihri Schwöster Maria gruefe und het unuffällig zu ihre gseid: "De Lehrer ist da und lasst dich rufen."

29 Da isch sie sofort ufgstande und isch zu ihm gange.

30 Jesus isch nonig is Dorf gange, sondern isch a de Stell bliebe, wo ihn d Martha trage het.

31 Die Jude wo bi Maria im Huus gsi sind und sie tröschtet händ, händ gseh wie sie ufgsprunge und usegange isch. Sie händ ire gfolgt, will sie gmeint händ, dass sie zum Grab goht zum dört brüele.

32 Wo de Maria a de Stell acho isch, wo Jesus gsi isch, und ihn entdeckt het, isch sie ihm z'Füess gfalle und gseit het: "Herr, wenn du do gsi wärsch, wär min Brüeder nöd gstorbe."

33 Wo Jesus gseh het wie sie brüelet und wie au d Jude hiiled, wo mit ihr cho sind, het er innerlich gsüüfzt und isch ganz ufgwühlt gsi.

34 Er frogt: "Wo hender en ane?" "Chum mit und luegs der a, Herr", händs gantwortet.

35 Da sind Jesus d Träne cho,

36 und d Jude hend gseit "Gseht nur wie sehr er ihn liebt!"

37 Doch einigi händ gmeint: "Hätt dä Maa, wo d'Auge vom Blinde göffnet hät, nöd dä Tod vo Lazarus chönd verhindere?"

38 Jesus het namal innerlich gsüfz und isch den zum Grab gange. Es isch e Höhli mit eme Stei devor gsii.

39 "Nähmt den Stein weg", hät Jesus gseit, aber d'Martha, d'Schwöschter vom Verstorbene, hät iigwändet: "Herr, er schmöckt bestimmt scho. Es sind nämli scho vier Täg vergange."

40 Jesus erwideret: "Hani dir nöd gseit, dass du d Herrlichkeit Gottes gseh wirsch, wenn du glaube hesch?"

41 Da hends de Stei weggnoh. Jesus het zum Himmel blickt und gseit: "Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hesch.

42 Ich han zwar gwüsst das du mich immer erhörsch aber ich han das weg de menschemengi ringsum gseit demit sie glaubed das du mich gschickt hesch."

 43 Nach dene Wort het er luut gruefe: "Lazarus, chumm use!"

44 De Maa, wo grad no tot gsi isch, isch usecho – Füess und Händ umwicklet und s Gsicht mit eme Tüechli verhüllt. Jesus hät die Lüt gforderet: "Befritet ihn devo und lönd en goh".

45 Vieli Jude wo zu de Maria cho sind und gsäh hend was er gmacht het, hend druff a ihn glaubt.

46 Einigi vo ihne sind jedoch zu de Pharisäer gange und hend ihne verzellt, was Jesus gmacht het.

47 Da händ d Oberpriester und d Pharisäer de Sanhedrin zämme gheie und gsäit: "Was söllemer nur mache? De Maa vollbringt vieli Zeiche.

48 Wemmer ihn so wiitermache lönd, werded alli a ihn glaube, und d'Römer werded cho und eus sowohl eusi heiligi Stätt als au euses Volch nehmed."

49 Eine vo ihne – Kaiphas, wo i däm Jahr Hoher Priester gsi isch – het jedoch gseit: "Ihr begriifed gar nüt

50 und hend nöd bedacht, dass es für eu besser isch, wenn en einzige Mensch fürs Volk stirbt, als wenn das ganze Volch vernichtet wird."

51 Das isch jedoch nöd vo ihm selber cho. Er isch ja i dem Jahr Hoher Priester gsi, und so prophezite er dass Jesus fürs Volch sterbe sött,

52 aber nöd nur für s Volch ellei, sondern au um die verstreuti Chind Gottes zumene Ganze zämezfüehre.

53 Vo dem Tag hends Plän gschmiedet, ihn z töte.

54 Drufa zeiget sich Jesus nümma öffentlich unders de Jude, sondern isch in d Gegend nöch vu de Wildnis gange, in d Stadt Ephraim, un bliebt mit de Jinger dört.

55 S Jüdische Passah isch bevor gstande und villi Lüüt vom Land sind nach Jerusalem duruf gange, um sich vor em Fäscht rituell z reinige.

56 D'Lüüt händ nach Jesus Uusschau ghalte, und während sie im Tempel umestande händ, hät eine de ander gfrögt: "Was meined ihr? Denket ihr, er chunnt gar nöd zum Fäscht?"

57 Inzwüsche händ d Oberpriester gha und d Pharisäer agordnet, Aazeig z erstatte, sobald mer gwüsst hät, wo Jesus gsi isch, damit sie ihn händ chönne festnäh.

 

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Johannes 10 vo 21

 

Johannes 10 vo 21

10:1 "Eis staht fescht: Wer nöd dur d Tür id Schofhürde gaht, sondern anderschwo inechlätteret, de isch en Dieb und en Räuber.

2 Wer degäge d Türe inegaht isch de Hirte vo de Schöfli.

3 Ihm öffnet de Türwächter und d Schoof höred uf sini Stimm. Er rüeft sini eiget Schoof mit Name und füert sie use.

4 Wenn er alli sini Schoof usegfüehrt het, goht er vor ihne her und d Schoof folged ihm, will sie sini Stimm kenned.

5 Emene Fremde wärdeds uf ke Fall folge, sondern sie wärde vor ihm wäglaufe, wöu sie die Stimm vo Fremde nid kenne."

6 De Vergliich hät Jesus aagfüehrt, aber sini Zuehörer händ nöd verstande, was er ihne demit hät welle säge.

7 Da hät Jesus wiiter erchlärt: "Es steht fest: Ich bin die Tür für die Schoof.

8 Alli wo anstatt mir cho sind, sind Diebe und Räuber, aber d Schöfli händ ned uf si ghört.

9 Ich bin die Tür. Jede wo dur mich inegaht wird grettet werde, und er wird inegah und usegah und Weide finde.

10 De Dieb chunnt nur zum stähle und schlachte und vernichte. Ich bin cho, damit sie Lebe hend – Lebe i sinere ganze Füll.

11 Ich bin de gueti Hirte. De guet Hirte git sis Läbe für d Schöfli.

12 De Lohnarbeiter wo kei Hirte isch und dem d Schoof nöd ghöre gseht de Wolf cho, laht d Schoof im Stich und flieht, sodass de Wolf über sie herfallt und sie usenandjagt.

13 Denn er isch nur en Lohnarbeiter und kümmeret sich nöd um d Schöfli.

14 Ich bin de gueti Hirte. Ich kenn mini Schöfli und mini Schoof kenne mi,

15 so wie de Vater mich kennt und ich de Vater kenne.l Und ich gib mis Läbe für d Schöfli.

16 Ich han no anderi Schöfli wo nöd us dere Hürde sind. Au sie muess ich herbringe und sie werded uf mini Stimm ghöre und sie werded alli zunere einzige Herde untereme einzige Hirte.

17 Drum liebt mich de Vater: Will ich mis Läbe gib zums zrughalte.

18 Niemert nimmts mir weg, sondern ich gibs us eigete Entschluss. Ich bin berechtigt, es z'gäh und ich bi berechtigt, es zrugg z'erhalte. Das Gebot hani vo mim Vater becho."

19 Wäge dere Wort isch wieder e Spaltig under de Jude entstande.

20 vieli hend gseit: "Er het en Dämon und isch verrückt. Warum höred ihr ihm zue?"

21 Anderi händ gmeint: "So redet doch kein Besesser. Chan en Dämon öppe Blinde d Auge öffne?"

22 Zu dere Ziit hät in Jerusalem s'Fäscht vo de Iiweihig stattgfunde. Es isch Winter gsi,

23 und de Jesus isch im Tempel umenand gange, i de Süülehalle Salomos.

24 Do umringet en d Jude und händ gfröget: "Wie lang losch du eus no im Ungwüsse? Wenn du de Christus bisch, denn segs eus klar und dütlich."

25 Jesus git zantwort: "Ich has euch gseit, aber ihr glaubed mer nöd. Die Tate wo ich im Name vo mim Vater vollbringe sind mis Züg.

26 Aber ihr glaubed mir nöd, will ihr nöd mini Schoof sind.

27 Mini schof höred uf mini stimm und ich kenn sie und sie folged mir.

28 Ich gib ihne ewigs läbe und sie werde uf kein fall jemals vernichtet werde und niemert wird sie us minere hand riisse.

29 Was min Vater mir geh het isch grösser als alles andere. Niemer chan sie us de Hand vom Vater riise.

30 Ich und de Vater sind eis."

31 Wieder höred d Jude Stei uf, um ihn z steinige.

32 Als Reaktion druf het Jesus zu ihne gseit: "Ich ha eu vo siite vom Vater viel gueti Tate gseh lah. Für weli vo dene Tate steiniged ihr mich?"

33 Die Jude antwortet ihm: "Mer steined dich nöd für e gueti Tat, sondern wege Gottesläschterig, denn obwohl en Mensch bisch, machsch dich selber zumene Gott."

34 Jesus erwideret: "Staht nöd in euem Gsetz: 'Ich han gseit: "Ihr sind Götter"?

35 Wänn er die 'Götter' nännt hät, geg die sich Gottes Wort richtet hät – und was i de Schrifte staht, chan ja nöd ungültig gmacht werde –,

36 wie chönd ihr do zu mir, wo de Vater gheiligt und i d Welt gschickt het, säge: 'Du bisch en Gottesläschterer' willi gseit han: 'Ich bin Gottes Sohn'?

37 Wenn ich nöd d Tate vo mim Vater vollbringe, dänn glaubt mer nöd.

38 Wenn ich sie aber vollbringe, denn glaubed de Tate, au wenn ihr mir nöd glaubed. So werded ihr erkenne und au witerhin wüsse, dass de Vater mit mir verbunde isch und ich mit em Vater."

39 Drufabe hends ihn wieder welle feschtnäh, aber er het sich ihrem Zugriff entzoge.

40 Er isch wieder wäg gange, uf die ander Jordansiite, a die Stell, wo Johannes zerscht dauft het, und dört isch er bliebe.

41 Vieli Lüt sind zu ihm cho und hend gseit "Johannes het zwar keis einzigs Zeiche vollbracht, aber alles was er über de Maa gseit het, isch wahr gsi."

42 Es sind vieli zum Glaube a ihn cho.

 

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Johannes 9 vo 21

 

Johannes 9 vo 21

9:1 Underwägs het er en Maa gseh wo vo Geburt a blind gsi isch.

2 Sini Jünger händ en gfröget: "Rabbi, wer het gsündigt, sodass er blind gebore worde isch – er sälber oder sini Eltere?"

3 Jesus git zantwort: "Weder er na sini Eltere hend gsündet, sondern es isch so cho, damit sich a ihm zeigt, wozue Gott imstand isch.

4 Mir münd die Ufgabe vo dem erfülle wo mich gschickt het solangs Tag isch. Es chunnt d'Nacht, wo niemert tätig chan sii.

5 Solang ich i de Wält bin, bin ich s Liecht vo de Wält."

6 Nachdem er das gseit het, het er ufe Bode gspuckt, het mitem Speichel e Paste gmacht, strich sie uf d Auge vom Maa

7 und gseid hed: "Gang und wäsch dich im Teich Silọam" (was übersetzt "Usgsandt" bedüütet). De Maa isch also go wäsche, und woner zrugg cho isch het er chönne luege.

8 Siini Nachbare und d Lüüt wo ihn früehner bättle händ, händ sich gwunderet: "Isch das nöd de Maa, wo immer daässe und bättlet hät?"

9 Die einte hend gmeint: "Ja das isch er", die andere: "Nei, er gseht ihm nur ähnlich", doch de Maa betürt het: "Ich bin es."

10 Da händs ihn gfrögt: "Wie sind deine Augen denn offnet worden?"

11 Er het antwortet: "De Maa wo Jesus gheisse het het, het e Paste gmacht und sie mir uf d Auge gstriche. Denn het er zu mir gseit: 'Gang zum Teich Silọam und wäsch dich.' Also bin ich anegange und han mich gwäsche und den hani chöne gseh"

12 "Wo isch dä Maa?", händs welle wüsse. "Ich han kei Ahnig", hät er gseit.

13 Sie händ de ehemalig Blinde zu de Pharisäer bracht.

14 Übrigens isch de Tag gsi wo Jesus d Paste gmacht het und d Auge vom Maa göffnet het, en Sabbat.

15 Au d Pharisäer händ en etzt befrogt wieso er uf eimal gseh hät chöne. Er het ene erchlärt: "Er het mer e Paste uf d Auge ta, de hani mi gwäsche und jetzt chani gseh."

16 Einigi vo de Pharisäer händ gmeint: "Dä Mann kommt nicht von Gott, denn er hebt den Sabbat nicht." Anderi händ gfunde: "Wie chan sone Sünder vollbringe?" Si sind also gspalte gsi.

17 Da wandte sie sich wieder an Blinde: "Was haltst du von dem Maa? Es sind ja schliesslich dini Auge, won er göffnet het." "Er ist ein Prophet", het der Maa gseit.

18 D Jude hend jedoch nöd glaubt, dass er blind gsi isch und jetzt het chönne gseh bis si sini Eltere riefe

19 und gfragt: "Isch das eue Sohn, vo dem ihr bhaupted, er seg blind gebore? Wie chunnts dänn, dass er jetzt gseh chan?"

20 Sini Eltere händ antwortet: "Mir wüssed, dass er euse Sohn isch und blind uf d Wält cho isch.

21 Aber wieso er jetzt cha gseh wüssemer nöd und au nöd wer sini Auge göffnet het. Fragt en. Er isch alt gnueg. Er söll für sich selber rede."

22 Siini Eltere händ us Angst vor de Jude so reagiert.n Die händ nämlich bereits beschlosse, jede wo Jesus als Christus anerkannt hät us dä Synagoge uszschliesse.

23 Us dem Grund händ sini Eltere gseit: "Er isch alt gnueg. Befragt ihn."

24 Also hends de Blindgeborene es zweits mol rüefed und fordered en uf: "Gib Gott die Ehre! Mir wüssed, dass de Mensch en Sünder isch."

25 Er het erwideret: "Öb er en Sünder isch, weissi nöd. Aber eis weissi: Ich bi blind gsi und chan jetzt gseh."

26 Do hends en gfröget: "Was het er mit dir gmacht? Wie het er dini Auge göffnet?"

27 Er het antwortet: "Das han ich eu doch scho gseit, aber ihr hend mer nöd zueglost. Warum wännd ihr's no mal ghöre? Wänd ihr öppe au sini Jünger werde?"

28 Voll Verachtig händ sie zu ihm gseit: "Du bisch en Jünger vo dem Maa, mer aber sind Jünger vo Moses.

29 Vo Moses wüssemer, dass Gott zu ihm gredet het, aber vo dem Maa wüssemer nöd, woher er isch."

30 De Maa erwideret: "Das isch scho seltsam, dass ihr nöd wüsset, woher er isch, debi het er doch mini Auge göffnet.

31 Mir wüssed, dass Gott Sünder nöd erhört, aber wenn öpper gottesfirchtig isch und das tuet, was Gott will – de erhört er.

32 Sit Menschedänke het mer no nie ghört, dass öpper d Auge vome Blindgeborene göffnet het.

33 Wäri de Maa nöd vo Gott cho, chönnt er gar nüt mache."

34 Si hend verwideret: "Du bisch ganz und gar in Sünd gebore und trotzdem willsch eus belehre?" Damit hends en usegheit!

35 Jesus het ghört, dass sie ihn usegrüert hend, und woner ihn gfunde het, het er en gfrögt: "Glaubsch an Menschensohn?"

36 De Maa het gantwortet: "Wer isch das, min Herr, damit ich a ihn glaub?"

37 "Du hesch en gseh", het Jesus gseit, "ja er redet grad mit dir".

38 Do het de Maa gseit: "Ich glaub an ihn, Herr", und het sich vor ihm verbüüted.

39 Jesus het wiiter erchlärt: "Ich bin zumene Gricht i die Welt cho, damit die wo nöd gsehnd, chönd und die Sehende blind werded."

40 Das händ die awesende Pharisäer ghört und gfröget: "Simmer öppe au blind?"

41 Jesus git zantwort: "Wärted ihr blind, hetet ihr kei Sünde. Aber will ihr seit: 'Mir sehen', blibed eui Sünde bestah."

 

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Johannes 8 vo 21

 

Johannes 8 von 21

8:1 Dänn hät Jesus wieder zu ihne gredt und gseit: "Ich bin das Liecht vo de Welt. Wer mir folgt, wird uf kein Fall im Dunkle tappe, sondern s Liecht vom Läbe bsitze."

2 Da händ d Pharisäer gmeint: "Du bisch dis eigete Züg, dini Ussag isch nöd wahr."

3 Jesus erwiderte: "Au wenn ich mis eigete Zügs bin, isch mini Ussag wohr, will ich weiss woher ich chume und wohi ich gang. Ihr aber wüssed nöd woher ich cho bin und wohi ich gang.

4 Ihr urteilet nach menschliche Massstäbli, ich urteile über niemert.

5 Doch selber wenni urteile stimmt mis Urteil mit de Wahrheit überi den ich bi nöd allei sondern de Vater wo mich gschickt het isch bi mir.

6 Usserdem staht ja in euem eigene Gsetz: 'Di Ussag vo zwei Züg isch wahr.'

7 Ich bin min eigete Züüg, und au de Vater wo mich gschickt het isch mis Züüg."

8 Do frööget si: "Wo isch denn di Vater?", und Jesus git zantwort: "Ihr kennt mich weder mi Vater. Würdet ihr mich kenne, den würdet ihr au mi Vater kenne."

9 Das hät er gseit, won er im Tempel glehrt hät – det, wo die Spendechäst gstande sind. Doch niemert hät en fescht gno, dänn sini Stund isch nonig cho.

10 Also het er nomol zu ihne gseit: "I gang weg und ihr werdet mich sueche, und doch werdet ihr in eure Sünd sterbe. Wohne ich gang, chönd ihr nöd anecho"

11 D Jude rätslet: "Will er sich öppe umbringe? Warum seit er suscht: 'Wo ich gang, chönd ihr nöd anecho'?"

12 Da het er wiiter erchlärt: "Ihr sind vu da unde, ich bin vu obe.n Ihr sind vu dere Welt, ich bin nöd vu dere Welt.

13 Deswege ha i zue äich gsait: Ihr werdet in äire Sinde schterbe. Denn wenn ihr nit glaubet, dass i der bi, wäre ihr in äire Sinde schterbe."

14 Da hends gmeint: "Wer bisch denn du?", wo Jesus gseit het: "Warum rede ich überhaupt mit eu?

15 Ich han na viel über eu z säge und hett na über vieles z urteile. Tatsach isch: Wo mich gschickt het, seit d'Wohrheit, und ich säge d'Wält genau das, wo ich vo ihm ghört han."

16 Doch sie begriffe nöd, dass er zu ihne über de Vater gredet het.

17 Jesus het jetzt gseit: "Nachdem ihr den Menschensohn aufgrichtet hend, werdet ihr erkenne das ich es bin und das ich nüt us eigener Initiative tue, sondern das säg wo de Vater mir bibracht hät.

18 Und wo mich gschickt het isch bi mir. Er het mich nöd sälber überloh, will ich immer das tue, wo ihm gfallt."

19 Woner das alles gseid hed, hend vieli a ihn glaubt.

20 Jesus wandt sich etze a d Jude, de zum Glaube an nen kumme ware: "Wenn ihr bi däm bliebet, was i äich gsait ha, dann sin ihr wirklich mi Jinger,

21 und ihr werdet d'Wohrheit erkenne und d'Wohrheit wird eu frei mache."

22 Sie erwideret: "Wir sind Nachkomme Abrahams und sind nie Sklave vo irgendöppertem gsi. Wieso seisch du also: 'Ihr werdet frei werdet frei?"

23 Jesus antwortet: "Es staht fescht: Jede wo sündiget, isch es Sklave vo de Sünd.

24 Devo abgseh: De Sklave bliibt nöd für immer im Huushalt. De Sohn bliibt für immer.

25 Wänn eu de Sohn also frei mached, werded ihr würkli frei sii.

26 Ich weiss, dass ihr Nochkumme Abrahams sin. Trotzdem sin ihr druf üs, mich z umbringe, wel mini Wort bi äich nigs erreiche.

27 Ich rede über das wo ich gseh han woni bi mim Vater gsi bin, ihr aber mached das wo ihr vo eurem Vater ghört händ."

28 Sie hän gsait: "Euses Vada isch Abraham", wo Jesus gsait het: "Wenn ihr Abrahams Kinda wäret, dann würde ihr Handle wie Abraham.

29 aba ihr sin druf üs, mich z umzbringe, ä Mensch, der äich d Wohret gsait het, de na vu Gott ghärt het. So het Abraham nit ghandlet.

30 Ihr handlet wie eure Vater." Sie händ protestiert: "Wir sind nicht durch Unmoral gezügt worde! Mir händ nur de einte Vater: Gott."

31 Da het Jesus zue nene gseit: "Wenn Gott eure Vater wär, würde ihr mich liebe, denn i bi vo Gott cho und bi hie. Bi nöd us eigeter Initiative cho, sondern er het mich gschickt.

32 Wieso verstönd ihr nöd was ich sege? Will ihr nöd fähig sind uf mini Wort z ghöre.

33 De Tüüfel isch eurer Vater und ihr wend mache was eue Vater wünscht. Er het als Mörder agfange und het nöd a de Wahrheit festghalte, will er kei Wohrheit in sich het. Wän er lügt, dänn zeigt sich, wer er würkli isch, dänn er isch en Lügner und de Vater vo de Lüg.

34 Ich degege sege d'wohrheit und deswege glaubed ihr mir nöd.

35 Wer vo eu chan mich einere Sünd überführe? Wenni d Wahrheit säge, wieso glaubed ihr mir denn nöd?

36 Wer vo Gott chummt, hört uf die Wort Gottes. Drum ghöred ihr nöd, will ihr nöd vo Gott chömed."

37 Die Jude entgägnet: "Haben wir nicht recht, wenn wir sagen: 'Du bist en Samariter und hast einen Dämon'?

38 Druf het Jesus gseit: "Ich ha kei Dämon, sundern i ehre mi Vada, aba ihr beraubt mi d Ehri.

39 Debi bin ich gar nöd uf mini Ehr bedacht. Doch es git eine wo druf bedacht isch, und er isch de Richter.

40 Eis staht fest: Wer sich a minere Wort haltet, wird de Tod überhaupt nie gseh."

41 Die Jude erwideret: "Jetzt wüssemer sicher, dass du en Dämon hesch. Abraham isch gstorbe und d Prophete au, aber du seisch: 'Wer sich a mi Wort haltet, wird überhaupt nie sterbe.'

42 Bisch dü öppe grösser als üse Vada Abraham, der gschtorbe isch? Und au d Prophete sin gschtorbe. Wer behauptisch dü zue si?"

43 Jesus git zantwort: "Wenn ich mich selber verherrlich, bedütet mini Herrlichkeit nüt. Es isch min Vater, wo mich verherrlicht – de wo ihr seit, er seg eu Gott.

44 Debii hend ihr ihn nie kenned, aber ich kenn ihn. Und wenn ich säge wür, dass ich ihn nöd kenn, wäri wie ihr: en Lügner. Ich kenn ihn aber und halt mich a sis Wort.

45 Eure Vater Abraham het sich sehr über d Ussicht gfreut min Tag z'gseh und er het en gseh und sich gfreut."

46 Druf hend d Jude gmeint: "Du bisch nonig mal 50 Jahr alt und willsch Abraham gseh ha?"

47 Jesus git zantwort: "Eis stoht fescht: Ehe Abraham is Dasein cho, bini scho da gsi."

48 D Jude entgägnet: "Hend mer nöd recht wenn mer säged: "Du bisch en Samariter und hesch en Dämon'?"

49 Druf het Jesus gseit: "Ich ha kei Dämon, sondern i ehre min Vater, aber ihr beraubed mich d Ehri.

 50 Debi bin ich gar nöd uf mini Ehr bedacht. Doch es git eine wo druf bedacht isch, und er isch de Richter.

51 Eis staht fest: Wer sich a minere Wort haltet, wird de Tod überhaupt nie gseh."

52 D Jude erwideret händ: "Jetzt wüssemer sicher, dass du en Dämon häsch. Abraham isch gstorbe und d Prophete au, aber du seisch: 'Wer sich a mi Wort haltet, wird überhaupt nie sterbe.'

53 Bisch öppe grösser als üse Vater Abraham, wo gstorbe isch? Und au d Prophete sind gstorbe. Wer behauptisch du si?"

54 Jesus git zantwort: "Wenn ich mich selber verherrlich, bedütet mini Herrlichkeit nüt. Es isch min Vater, wo mich verherrlicht – de wo ihr säged, er seg eu Gott.

55 Debii hend ihr ihn nie kennt, aber ich kenn ihn. Und wenn ich säge wür, dass ich ihn nöd kenn, wäri wie ihr: en Lügner. Ich kenn ihn aber und halt mich a sis Wort.

56 Euer Vater Abraham het sich sehr über d Ussicht gfreut min Tag z'gseh und er het en gseh und sich gfreut."

57 Druf hend d Jude gmeint: "Du bisch nonig mal 50 Jahr alt und willsch Abraham gseh ha?"

58 Jesus git zantwort: "Eis staht fescht: Ehe Abraham is Dasein cho, bini scho da gsi."

59 Do höreds Stei uf zum ihn demit bewerfe, aber Jesus het sich versteckt und de Tempel verletzt.