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Rico Loosli 6934 Bioggio
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Johannes 7 vo 21

 

Johannes 7 vo 21

1:1 Nochdem zoge Jesus wiiter dur Galiläạ. Er het sich nämlich nöd welle in Judäa ufhalte, will d Jude druf us gsi sind, ihn z töte.

2 Allerdings isch s jüdische Laubhüttefest gstande bevor.

3 Drum händ sini Brüedere zue nem gseit: "Gang vo do wäg uf Judäa, damit au dini Jünger gsehnd, was für Tate du vollbringsch.

4 Denn wenn öpper ide Öffentlichkeit will bekannt werde, tuet er nüt heimlich. Wenn du scho so öppis machsch, zeig di doch de Welt."

5 Sini Brüeder händ nämli nöd a ihn glaubt.

6 Drum het Jesus zu ihne gseit: "Mini Ziit isch nonig cho, für eu degege isch immer die richtig Ziit.

7 D'Welt het kei Grund eu z'hasse, mich aber hasst sie, will ich bezüge, dass ihri Tate schlecht sind.

8 Gönd ihr nur zum Fäscht duruf, ich gang aber nonig zu dem Fäscht, will mini Ziit nonig isch cho."

9 Nachdem er das gseit het, isch er in Galiläa bliebe.

10 Wo sini Brüedere zum Fäscht ufegange gsi sind, het er sich jedoch au uf de Wäg gmacht - nöd in aller Öffentlichkeit, sondern heimlich.

11 Ufem Fäscht händ d Jude nach ihm gsuecht. "Wo isch dä Maa?", händs gfröget.

12 In de Mengi isch viel über ihn tuschlet worde. Die einte hend gseit: "Er isch en guete Mensch", die andere: "Das stimmt nöd, er tüscht d Lüt".

13 Us Angst vor de Jude het natürlich niemert öffentlich über ihn gredt.

14 S'Fäscht isch zur Hälfti vorüber gsi, da isch Jesus zum Tempel duruf gange und het agfange lehre.

15 erstuunt händ d Jude gfröget: "Wieso kennt sich de Maa so guet i de Schrifte us wo er doch nöd a de Schuele studiert hät?"

16 Jesus erwideret: "Was ich lehr chummt nöd vo mir, sondern vo dem wo mich gschickt het.

17 Wer de Wunsch het nach Gottes Wille z läbe, wird erkenne, ob d Lehr vu Gott isch oder ob ich vu mir sälber us red.

18 Wer vo sich sälber us redet, däm gahts um sini eigeni Ehr. Wem s aba um d Ehri gehn, vu däm er gschickt worde isch, der isch glaubwürdig un het nigs Falsches an sich.

19 Moses het euch doch das Gsetz gä, oder? Doch keine vo euch halted sich as Gsetz. Warum wennd ihr mich unbedingt umbringe?"

20 Die Lüüt erwideret: "Du hesch en Dạ̈mon. Wer will dich denn töte?"

21 Jesus git zantwort: "E einzigi Tat hani vollbracht und ihr wundered eu alli.

 22 Überleit doch: Moses het eu die Beschneidig geh – allerdings gaht sie nöd uf Moses zrugg, sondern uf d'Stammväter, und ihr beschniidet en Mensch amene Sabbat.

23 Wenn öpper amene Sabbat beschnitte wird, damit s Gsetz vo Moses nöd broche wird, wieso reged ihr eu denn dermasse uf das ich en Mensch amene Sabbat völlig gsund gmacht han?

24 Höret uuf, nach em üssere Idruck z Urteile – urteilt gerecht."

25 Dänn händ einigi Bewohner Jerusalems gseit: "Isch das nöd de Maa, wo sie umbringe wänd?

26 Doch gseht! Er redt da in aller Öffentlichkeit und keiner seit öppis degege. Sind die füehrende Männer öppe zu de Gwüssheit glanget dass er de Christus isch?

 27 Anderersiits: Mer wüssed woher de Maa isch. Doch wenn de Christus chunnt, wird keine wüsse, woher er isch."

28 Wo de Jesus de im Tempel glehrt het, het er g'ruefe: "Ihr kenned mich und wüssed au woher ich bi. Und ich bi nöd us eigener Initiative cho. Aber de mich gschickt het, de gits würkli, und ihr kenned ihn nöd.

29 Ich kenn ihn, will ich en Repräsentant vo ihm bin und er mich gschickt het."

30 Da händs ihn wele festnäh, aber keine hät en aagrüert, denn sini Stund isch nonig cho.

31 Dennoch hend vieli us de Mängi a ihn glaubt und gseid: "Wenn de Christus chunnt, wird er doch nöd meh Zeiche vollbringe als de Maa?"

32 D Pharisäer händ s Gmurmel über ihn mit übercho, und so händ d'Oberpriester und d' Pharisäer Beamte beamte ihn feschtznäh.

33 Jesus het jetzt gseit "Ich bliib no chli bi eu, bevor i zu dem gang wo mi gschickt het.

34 Ihr werdet mich sueche aber nöd finde und wo ich denn bin, daher chönder nöd cho."

35 Da händ d Jude zunenand gseid: "Wo will er denn ane, dass mir ihn nöd chönd finde? Er will doch nit etwa zue d Jude, de vuschtreut unda d Grieche läbä, un unda d Grieche lehre?

36 Was meint er denn mit 'Ihr werdet mich sueche aber nöd finde und wo ich den bin, daher chönder nöd cho'?"

37 Am letschte Dag, em grosse Dag vum Fescht, isch Jesus ufgschtande un het gsait: "Wer Durscht het, soll zue ma kumme und trinke.

38 Wer a mich glaubt, 'us dem tiefste Inneren werden Ströme von lebendigem Wasser flüssen', wie es in den Schriften heisst.'

39 Damit het er uf de Geischt gspilt, wo die, wo a ihn glaubet, bald sötted übercho. No isch de Geischt nämlich nöd do gsi, will de Jesus nanig verherrlicht worde isch.

40 Einigi i de Mengi wo das ghört hend hend: "Das isch würkli de Prophet."

41 Anderi händ gmeint: "Das isch de Christus", und wieder anderi: "Dä Christus chunnt doch nöd us Galiläa!

42 Heisst es nicht in den Schriften, dass der Christus aus der Nachkommenschaft David und aus Bethlehem kommt, aus dem Dorf, wo David glebt hat?"

43 Es isch also sinetwäge e Spaltig under de Mengi entstande.

44 Es paar vo ihne hend ihn jedoch wele festnäh, aber keine het en aagrüert.

45 Die Beamte sind jetzt zu de Oberpriester und Pharisäer zrugg gange und sind vo ihne gfröget worde: "Warum hend ihr ihn nöd herbrocht?"

46 Die Beamte antwortet: "No nie het en Mensch so gredet."

47 "Hend ihr euch öppe au tüsche lah?", händ d Pharisäer erwideret.

48 "Glaubt au nur ein einzige vo de Vorsteher oder de Pharisäer a ihn?

 49 Die Mengi jedoch wo das Gsetz nöd kennt, das sind verfluechti Lüüt."

 50 Nikodẹmus wo scho früener zu ihm cho isch und zu de Pharisäer ghört het, het zu ihne gseit:

51 "Nach eusem Gsetz wird doch keis Urteil über öpper gredet, es segi denn, mer het en vorher aaghört und festgstellt was er ta het?"

52 Sie antwortet: "Bisch du öppe au us Galiläa? Forsche nach, und du wirsch gseh, dass kein Prophet us Galiläa wird cho."

 

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Johannes 6 vo 21

 

Johannes 6 vo 21

6:1 Danach isch Jesus über de See vo Galilạ̈ beziehigswiis de See vo Tibẹrias gfahre.

2 En grossi Menschemengi het ihm gfolgt, will sie die Wunderzeiche gsäh het, won er vollbracht het, als er die Kranke gheilt het.

3 Da isch Jesus uf ein Berg gange und het sich det mit sine Jünger ane gsetzt.

4 S jüdische Passahfest isch churz bevor gstande.

5 Wo Jesus uufblicket und e grossi Menschemengi cho het, het er de Philịppus gfröget: "Wo söllemer Brot chaufe, demit d Lüüt öppis z esse hend?"

6 Er het das allerdings gseit zum ihn uf d Prob z stelle, denn er sälber gwüsst het ja, was er vor gha het.

7 Philịppus hät ihm gantwortet: "Sälbscht wemmer für 200 Deạre Brot chaufed, chönted mer nöd mal jedem es chlises Stückli geh".

8 Und eine vo sine Jünger, und zwor em Andreas, de Brüeder vom Sịmon Petrus, het zue em gsäit:

9 "Der chli Bueb do het fünf Gerstebrot und zwei kleini Fisch. Doch was isch das scho bi so vielne Lüt?"

10 Jesus hät jedoch gseit: "Forderet die Lüt auf, sich anzusetzen." Die Stell wo die öppe 5000 Manne Platz gno hend isch dicht mit Gras bewachse.

11 Jesus het s Brot gnoh, het es Dankgebet gredt und es a alli verteilt, wo dört gsässe hend. S gliche het er mit de chline Fische gmacht und jede het übercho, so viel er het welle.

12 Wo all satt gsi sind, hät er zu sine Jünger gseit: "Sammlet die übrig bliebenen Stück ii, damit nüüt verschwändet wird."

13 Also hends das i sammlet, wo nachem Ässe vo de füf Gerschtebrot übrig bliebe isch, und händ demit zwölf Chörbe gfüllt.

14 Die Lüt wo das Zeiche gsend händ gseit: "Das isch würkli de Prophet wo sött id Welt cho."

15 Da de Jesus gwüsst het, dass d Mensche druf und dra gsi sind, ihn mit allne Gwalt zum König zmache, het er sich wieder uf de Berg zrugg zoge – ganz elei.

16 am abig sind sini jünger abe zum seel gange

17 und sind ines Boot gstiege zum uf Kapẹrnaum überzsetze. Es isch inzwüsche scho dunkel gsi und de Jesus isch immernonig bi ihne gsi.

18 Usserdem isch en starche Wind bliebe und het de See uf gwählt.

19 Wo sie jedoch öppe 5 oder 6 Kilometer grüert gsi sind, hend sie gseh wie Jesus über de See gange isch und ufs Boot zuegloh isch. Sie hend Angst übercho,

20 doch er het sie beruhigt: "Ich bin's! Het kei Angst."

21 Da sinds parat gsi, en an Bord z hole, und grad nachher erreicheds s Ufer wo si aagstüret hend.

22 Am nächste Tag händ die Lüt gseh wo am andere Seüfer bliebe sind, dass keis Boot da gsi isch. Es chlises Boot isch det gsi, d Jünger sind allerdings ohni Jesus a Bord gange und abgfahre.

23 Doch dänn händ Boot us Tibẹrias i de nöchi vom Ort iighalte, wo sie nach em Dankgebet vom Herrn s Brot gässe händ.

24 Nachdem de Lüüt also bewusst worde isch, dass weder de Jesus na sini Jünger da gsi sind, sind sie id Boot gstiege und hend uf Kapẹrnaum gfahre zum Jesus sueche.

25 Wo si en dänn uf de andere Siite vom See gfunde händ, händ si en gfröget: "Rabbi, wenn bisch Du do anecho?"

26 Jesus git zantwort: "Es stoht fescht: Ihr sueche mi nit, wel ihr Zeiche gsäh hän, sundern wel ihr d Brot gässe hän un satt wore sin.

27 Bemühed eu nöd um d Nahrig, wo vergänglich isch, sondern um die unvergänglich Nahrig wo zu ewigem Läbe füert und wo eu de Menschensohn geh wird. Denn en het de Vater, also Gott selber, mit dem Siegel vo de Anerkennig versehe."

28 Da händs welle wüsse: "Was mümmer mache? Wie chönd mir mache, was Gott will?"

29 Jesus git zantwort: "Gott will dass ihr a den glaubed woner gschickt het."

30 Druf hend sie gfröget: "Was für es Zeiche vollbringsch, damit mers gsehnd und dir glaubet? Was wirsch mache?

31 Eusi Vorfahre hend i de Wildnis s'Manna gässe, so wies i de Schrifte staht: 'Er het ene Brot vom Himmel z'ässe gäh.''"

32 Jesus erwideret: "Es steit fescht: Nöd Moses het eu s Brot vom Himmel gäh, sondern min Vater git eu s wahre Brot vom Himmel.

33 Denn s Brot Gottes isch de wo vom Himmel herabchunnt und de Wält Läbe git."

34 Da händs gseit: "Herr, gib eus immer das Brot"

35 "Ich bin das Brot des Leben", het Jesus erklärt. "Wer zu mir kommt, wird überhaupt nicht hungrig werden, und wer an mich glaubt, wird überhaupt nie durchstig werden.

36 Aber wie gseit, ihr hend mich sogar gseh und glaubed trotzdem nöd.

37 Alli wo de Vater mir git werded zu mir cho und wer zu mir chunnt de wirdi niemols wegjagge.

38 Denn ich bi nöd vom Himmel herabcho zum mache was ich selber will, sondern was de will, wo mich gschickt het.

39 Das isch de Wille vo dem wo mich gschickt het: das ich vo all dene wo er mir geh het kei verlüre, sondern das ich sie am letschte Tag uferwecke.

40 Denn de Wille vo mim Vater isch, dass jede wo de Bue anerkennt und an ihn glaubt ewigs Läbe het,h und ich wird ihn am letschte Tag uferwecke."

41 D Jude händ en jetzt kritisiert, dass er gseit hät: "Ich bin des Brot, des vom Himmel herabgekommen isch."

42 Sie händ zunenand gseid: "Isch das nöd Jesus, de Bue vom Joseph? Mir kenned doch sin Vater und sini Muetter! Wie chan er da jetzt behaupte: 'Ich bin vom Himmel herabgekommen'?"

43 Druf hät Jesus gseit: "Höret uf, underenand z'tuschle!

44 Niemert chan zu mir cho, es seg denn de Vater wo mich gschickt het, zieht ihn, und ich wird ihn am letschte Tag uferwecke.

45 I de Schrifte vo de Prophete stoht: 'Sie werded alli vo Jehova gschuld werde.' Jede wo em Vater zuegloset und vo ihm glernt het, chunnt zu mir.

46 Nöd dass öpper de Vater gseh hät usser dem, wo vo Gott chonnt – er hät de Vater gseh.

47 Eis staht fescht: Wer glaubt, hät ewigs Läbe.

48 Ich bi das Brot vom Läbe.

49 Euri Vorfahre hend i de Wildnis s'Manna gässe und doch sind sie gstorbe.

50 Wer aber das Brot wo vom Himmel herabchunnt isst wird nöd sterbe.

51 Ich bi das lebändige Brot wo vom Himmel herabcho isch. Wenn öpper vo dem Brot isst, wird er für immer läbe. Und i de Taat, s Brot woni geh werde, isch mis Fleisch, woni fürs Lebe vo de Wält opfere wird."

52 Das löst under de Jude en Striit uus und sie händ gseid: "Wie chan er eus sis Fleisch z ässe?"

53 Jesus het ihne erchlärt: "Eis staht fescht: Wänn ihr nöd s Fleisch vom Menschesohn issed und sis Bluet trinked, händ ihr keis Läbe i eu sälber.

54 Wer sich vo mim Fleisch ernährt und mis Bluet trinkt, het ewigs Läbe und ich wird en am letschte Tag uferwecke.

55 Mis Fleisch isch nämli die wahri Nahrig und mis Bluet das wahre Getränk.

 56 Wer sich vo mim Fleisch ernährt und mis Bluet trinkt, bliibt mit mir verbunde und ich mit ihm.

57 So wie de lebändig Vater mich gschickt het und ich durch de Vater läbe, so wird au de, wo sich vo mir ernährt, dur mich läbe.

58 Das isch s Brot wo vom Himmel herabcho isch. Es isch nöd wie damals wo eui Vorfahre ässed und dennoch gstorbe sind. Wer sich vo dem Brot ernährt, wird für immer lebe."

59 Das alles erchlärt het, won er in Kapẹrnaum inere Synagoge glehrt het.

60 Wo si das ghört händ, händ vili vo sine Jünger gmeint: "Was er seit, isch schockierend! Das cha sich doch keine lose!"

61 Jesus hät gwüsst, dass sini Jünger sini Wort kritisiert händ, und sie drum gfröged: "Nämed ihr dra Astoss?

62 Was isch denn erst wenn ihr de Menschensohn det hii uffahre gseht wo er vorher gsi isch?

63 Es isch de Geischt, wo Läbe git. S Fleisch isch vo gar kenem Nutze. Mini Wort, wo ich a eu grichtet han, sind Geischt und sind Läbe.

64 Aber es git einigi unter eu wo nöd glaubed." Jesus het nämlich vo Afang ah gwüsst wer nöd glaubt und wer sin Verräter würd sii.

65 Er hät dezue gfögt: "Darum han ich zu Eui gseit, dass niemert zu mir cha cho, es segi denn de Vater gwährt ihm."

66 Viel vo sine Jünger sind drum zum zrugg gange, was sie hinder sich gloh händ, und begleitet en nümme.

67 Da hät Jesus d Zwölf gfröget: "Wönd ier öppe au weg?"

68 Sịmon Petrus antwortete: "Herr, zu wem söue mer ga? Du hesch Wort vom ewige Läbe.

69 Mir glaubed und wüssed, dass du de Heiligi Gottes bisch."

70 Jesus erwideret: "Hani nöd eu zwölf uusgsuecht?i Eine vo eu isch jedoch en Verlümder."

71 Er hät demit Judas gmeint, de Sohn vo Sịmon Iskạriot, wo ihn verraten wür, obwohl er zu de Zwölf ghört hät.

 

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Johannes 5 vo 21

 

Johannes 5 vo 21

5:1 Danach het es jüdisches Fäscht stattgfunde und Jesus isch nach Jerusalem ufe gange.

2 In Jerusalem gits am Schaftor es Wasserbecki, wo uf Hebräisch Bethzạtha heisst, mit füf Süülehalle.

3 I dene Hallo sind en Mengi Kranki, Blindi, Lahmi und Mänsche mit verkümmerte Körperglieder.

4 ––

5 Doch isch au en Maa det gsi wo sit 38 Jahr chrank gsi isch.

6 Jesus het de Maa damals gseh, und will ihm bewusst gsi isch, dass er scho lang chrank gsi isch, het er en gfragt: "Wotsch gsund werde?"

7 De Kranki het antwortet: "Herr, ich han niemert wo mich is Becke bringt wenn s Wasser i Bewegig grät. Und bis ichs det ane gschafft han isch scho en andere inegstiege."

8 Jesus het zue ihm gseit: "Stah uf! Nimm dini Matte und gang umenand."

9 Sofort isch de Maa gsund worde, het sini Matte gno und isch umenand gange.

Das isch amene Sabbat passiert.

10 Drum händ d Jude zum Gheilte gseit: "Es isch Sabbat! Du dörfsch d Matte nöd träge."

11 Doch er erwideret het: "De Maa wo mi gsund gmacht het, het zu mer gseit: "Nimm dini Matte und gang umenand."

12 Da händs welle wüsse: "Wer isch de Maa gsi? Wer het zu dir gseit du söllsch sie näh und umegah?"

13 De Gheilt het aber nöd gwüsst, wer's gsi isch, denn Jesus isch det i de Mängi verschwunde gsi.

14 Spöter het Jesus ihn im Tempel entdeckt und gseit: "Du gsehsch, bisch gsund. Sündig nüm, damit dir nüt no schlimmers passiert."

15 Da isch de Maa weggange und het de Jude verzellt, dass es Jesus gsi isch, wo ihn gheilt het.

16 Will de Jesus so öppis am Sabbat gmacht het, händ en d Jude verfolgt.

17 Er het jedoch erwideret: "Min Vater isch bis jetzt unufhörlich tätig gsi, und au ich bin unufhörlich tätig."

18 Do sin d Jude ersch recht druf üsgange, nen z umzbringe, denn na het nit nur d Sabbat missachtet, sundern het Gott au no als si Vater bezeichnet, dmit er sich Gott glichgstellt het.

19 D Reaktion vom Jesus gsi isch: "Es staht fescht: De Sohn chan vo sich us gar nüt mache, sondern nur das woner de Vater gseht. Was immer de Vater macht, das macht de Sohn genauso.

20 Denn dr Vater het d Bueb leb un zeigt nem alles, was sa selbscht macht. Un na wird nem gresseri Werke zeige als de, so dass sa schtue wäre.

21 Denn so, wie de Vater die Tote uferweckt und sie lebendig macht, so macht au de Sohn lebendig woner will.

22 De Vater redet nämli über niemert es Urteil, sondern er het die gsamti Rächtsprächig em Sohn übergeh,

23 dmit alli de Bueb ehre, so wie sie de Vater ehre. Wer d Bueb nit ehrt, ehrt au nit de Vater, der nen gschickt het.

24 Eis staht fest: Wer uf mis Wort hört und dem glaubt wo mich gschickt het, het ewigs Läbe und wird nöd verurteilt, sondern isch vom Tod zum Läbe übergwechslet.

25 Eis staht fescht: Die Zeit kommt – ja sie ist schon da – wo die Dote die Schtimm vum Bueb Gottes ghöre werded. Und wer druf ghört het, wird läbe.

26 Denn so, wie de Vater Läbe in sich sälber het, het er au em Bueb gwährt, Läbe i sich sälber z ha.

27 Au het er en, will er de Menschensohn isch, dezue autorisiert, Gricht z halte.

28 Das sött eu nöd wundere, denn es chunt d Ziit wo all wo i de Gräber sind, sini Stimm ghöred

29i und usecho werded. Für die wo Guets gmacht hend wirds e Uferstehig zum Läbe sii und für die wo Schlächts tribe hend e Uferstehig zum Gricht.

30 Ich chan gar nüt vo mir us tue. Ich uurteile so, wie ich's ghöre, und mini Urteil sind Grecht, denn es gaht mir nöd um min eigene Wille, sondern um de Wille vu däm, wo mich gschickt het.

31 Wänn nur ich allei als Züg für mich uufträtte, dänn isch mini Züügnussag nöd wahr.

32 Es git en andere wo als Züg für mich uftritt, und ich wüsst: Das wo er als Züg über mich usseit, isch wohr.

33 Hend Lüt zu Johạnes gschickt und er isch als Züg für d Wahrheit ufträtte.

34 Ich akzeptiere jedoch kei Zügeussag vomene Mensch, sondern seg das, demit ihr grettet werded. 35 Dä Maa isch e brennendi gsi, hell lüüchtendi Lampe, und für churzi Ziit sind Ihr parat gsi, eu sehr a sim Liecht z freue.

36 Doch das Zügnis woni vorbringe isch grösser als das vom Johạnnes, denn die Tate, wo ich im Uftrag vo mim Vater vollbringe, grad die Tate bezüge, dass de Vater mi gschickt het.

37 Au het de Vater wo mich gschickt het, selber als Züg für mich uusgseit. Ihr hend weder jemals sini Stimm ghört no sis Erschiinigsbild gseh,

38 und sis Wort bliebt nit in äich, wel ihr genau dem, woner gschickt het, nit glaubet.

39 Ihr forscht i de Schrifte, will ihr meinet dass ihr durch sie ewigs Läbe hend und grad sie seged als Züg über mich us.

40 Trotzdem wet ihr nöd zu mir cho zum Lebe z ha.

41 Ich akzeptiere kei Ehr vo Mensche,

42 doch ich weiss genau, dass ihr kei Liebi zu Gott in eu händ.

43 Ich bi im Name vo mim Vater cho, aber ihr mached mich nöd uf. Wür öppert andersch i sim eigene Name cho, den würed ihr ufnäh.

44 Doch woher sölled ihr au Glaube ha, wenn ihr vonenand Ehr ahnämed und eu nöd um d Ehr bemüehed, wo vu dem einzige Gott chunt?

45 Denkt aber nöd, ich wird eu bim Vater ahklage. Es git öper wo eu aklagt: Moses, auf den ihr euren Hoffnung gesetzt händ.

46 Würd ihr nämlich Moses glaube, würde ihr au mir glaube, denn er het über mich gschriebe.

47 Doch wenn ihr sine Schrifte nöd glaubet, wie werded ihr den glaube was ich seg?"

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Johannes 4 vo 21

 

Johannes 4 vo 21

4:1 De Herr erfahre, was d Pharisäer über ihn ghört händ, nämlich das Jesus meh Mensche zu Jünger gmacht hät und hät als Johạnnnes tauft –

2 wobi Jesus nöd sälber tauft hät sondern sini Jünger.

3 Drufhin het er verlore Judạ̈a und wieder nach Galilạ̈a ufbracht.

4 Allerdings het er de Samạria müesse durequere.

5 So isch er ine samarịtischi Stadt namens Sỵchar i de nöchi vom Feld wo Jakob sim Sohn Joseph geh het.

6 Det het sich au de Jakobsbrunne befunde. A dene Brunne het sich Jesus gsetzt, will er vo de Reis erschöpft gsi isch. Es isch um die 6te Stund gsi.

7 E Samarịterin isch cho zum Wasser hole, und Jesus het sie gfällt: "Gib mer bitte öppis z trinke."

8 (Sini Jünger sind id Stadt gange zum esse chaufe.)

9 Die Samarịterin hat nen gefragt: "Wieso bitte du als Jude mich, eine samarịtische Frau zum öppis trinke?" (D Jude haben nämlich kein Umgang mit den Samarịtern.)

10 Jesus git zantwort: "Wenn du gwüsst hettisch, worin Gottes Gschenk bestoht und wer zu Dir seit: 'Gib mer öppis z trinke', de hettisch en gfrögt und er heig der lebändig Wasser gä."

11 "Herr, du hesch nöd mal en Eimer debi", het sie entgägnet, "und de Brunne isch tüüf. Woher hesch de das lebändige Wasser?

12 Euse Vorfahr Jakob het eus de Brunne gäh und scho mit sine Sohn und sim Veh druus trunke. Bisch öppe grösser als er?"

13 Jesus hät gantwortet: "Jede wo das Wasser trinkt, wird wieder durschtig.

14 Wer aber s'Wasser trinkt, wo ich ihm gib, wird nie wieder Durscht ha. Das Wasser wird in ihm zunere sprudlige Quelle, wo ewigs Läbe git."

15 D Frau hät zu ihm gseit: "Herr, gib mer das Wasser, damit ich nüme durstig wird und au nöd ständig mues hercho zum Wasser hole."

16 Er het sie etzt forderet: "Gang und hol din Maa".

17 "Ich ha kein Maa", hät d Frau gmeint, wo Jesus erwideret hät: "Es stimmt, wenn du seisch: "Ich han kein Maa."

18 Du bisch zwar mit füf Männer verhürotet gsi, doch de Maa wod jetzt zäme bisch, mit dem bisch nöd verhürotet. Du hesch also d Wahrheit gseit."

19 "Herr, ich merk du bisch en Prophet", hät d Frau gseit.

20 "Eusi Vorfahre händ Gott uf dem Bärg do aabetetet, aber ihr behauptet, dass man ihn in Jerusalem abäte muss."

21 Jesus erwideret: "Glaub mer, Frau, die Ziit kummt, do wird mer de Vater weder uf dem Berg no in Jerusalem abäte.

22 Ihr betet ah was ihr nöd kennet, mir aber bätet ah was mir kennet. D'Rettig faht nämli mit de Jude.

23 Doch die Ziit chunt – ja sie isch scho da – da werded die wahre Aabeter de Vater mit Geist und Wahrheit abäte, denn nach so Aabätere suecht de Vater.

24 Gott isch en Geist und wo ihn abätet müend en mit Geist und Wahrheit abätte."

25 Drufa hät d Frau entgägnet: "Ich weiss, dass de Messịas chunt, de Christus gnennt wird. Wenn er chunnt, wird er eus alles erchläre."

26 Da hät Jesus gseit: "Du redsch grad mit ihm - ich bin's."

27 I dem Momänt händ sini Jünger iitroffe und händ sich gwunderet, das er mit ere Frau gredt hät. Natürlich het keine gfrögt: "Was machsch du da?" oder: "Warum sprichst du mit ihr?" 28 Die Frau het ihre Wasserchrug lah stah, isch id Stadt gange und het de Lüt brichtet:

29 "Chunnt und gsehn eu de Maa ah wo mir alles gseit het wasi dod ha. Ob das wohl de Christus isch?"

30 drufabe sind d Lüt us de Stadt use cho und sind zu ihm gange.

31 Inzwüsche händ die Jünger uf ihn gredt: "Rabbi, iss doch öppis."

32 Er entgägnet: "Ich ha en Nahrig wo ihr nüt wüssed."

33 Da händ die Jünger zunenand gseid: "Aber es hät ihm doch niemer öppis z'ässe bracht, oder?"

34 Jesus het ihne erchlärt: "Mini Nahrig isch de Wille vu dem uszfüehre wo mich gschickt het und sini Werk z End z füehre.

35 Seged ihr nöd, dass es no vier Mönet bis zur Ernte sind? Ich degege sege eu: Gsehnd eu d Felder ah, dass sie riif sind für d Ernte. Scho jetz

36 chunt de Erntearbeiter sin Lohn über und sammlet Frucht für s ewige Läbe, so dass sich beidi chönd freue – de gsät het und de erntet.

37 Da trifft s Sprichwort zue: De eint sät und de ander erntet.

38 Ich han eu uusgsend, damit ihr das ernted, wofür ihr eu nöd abgmüehed. Anderi händ sich abgmüehed und ihr profitiered vu ihrere herte Arbeit."

39 Viel Samarịter us dere Stadt hend a ihn glaubt, will die Frau bezügt het: "Er het mer alles gseit, was ich doh han".

40 Woher d Samarịter zu ihm cho sind, händsne z bliebe und er isch zwei Täg det bliebe.

41 S'Ergäbnis isch gsy: Dur das, won er gseit het, si no vil meh zum Glaube cho,

42 und sie händ zu de Frau gsäit: "Mir glaubed jetzt nöd nur wäg dim Bricht, dänn mir händs sälber ghört und wüssed, dass dä Maa würkli de Retter vo de Wält isch."

43 Nach de zwei Täg isch er wiiter nach Galilạ̈a zoge.

44 Jesus hät allerdings selber bezügt, dass en Prophet im eigene Heimatland nöd geehrt wird.

45 Wo er etze in Galilạ̈a aacho isch, hän nen d Lit gheisse, wel sie in Jerusalem bim Fescht gsi sin un gsähne hän, was er dört alles gmacht het.

46 Er isch dänn wieder uf Kạna in Galilạ̈a gange, wo er Wasser in Wy verwandlet hät. Än möglichä Beamter in Kapẹrnaum hät än chranke Sohn gha.

47 Wo de Maa erfahre het, dass Jesus vo Judạ̈a nach Galilạ̈a cho isch, isch er zu ihm ane gange und bitt ihn, nach Kapẹrnaum abezcho und sin Sohn wo im Stärbe gläge isch heile.

48 Doch Jesus het zue nem gseit: "We ihr nöd Zeiche und Wunder gseht, werded ihr nie glaube."

49 "Herr, chum, bevor mis Chind stirbt!", het de königlich Beamte gflegt.

50 Jesus erwideret: "Gang heim, dis Sohn läbt." De Maa hät dem glaubt wo Jesus gseit hät und isch weggange.

51 Er isch no unterwegs gsi wo sini Sklave ihm entgegecho sind und gseid hend, dass sin Bueb läbt.

52 Do het er si gfragt, sit wenn genau s ihm besser gange isch, woruf sie antwortet händ: "Gestern zur 7. Stund isch s Fieber weg gsi."

53 Dem Vater isch jetzt bewusst worde, dass es genau i de Stund gsi isch, wo Jesus zu ihm gseit het: "Din Sohn lebt." Und so sind er und sini gsamti Husgmeinschaft gläubig worde.

54 Das isch s zweite Zeiche gsi wo Jesus vollbracht het wo er us Judạ̈a nach Galilạ̈a cho isch.