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Rico Loosli 6934 Bioggio
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Jeremia 40 vo 52

 

Jeremia 40 vo 52

40:1 Jeremia het vo Jehova e Botschaft übercho, nachdem Nebusạradan de Obersti vo de Wach, ihn in Rạma freigloh het. Er het nen in Handschelle dert anebrocht, un so het sich Jeremia vu alle gfangene Jerusalems un Judas gfunde, de uf Babylon solle deportiert wäre.

2 Dänn hät de Obersti vo de Wach Jeremia gno und hät zue ihm gseit: "Dein Gott Jehova hät däm Ort das Unglück aakündet,

3 und Jehova häts wahr gmacht, so wie ers gseit hät, will ihr gäge Jehova gsündet und nöd uf sini Stimm ghört händ. Drum isch eu das alles widerfahre.

4 Ich befreie Dich jetzt vo Dine Handschelle. Wennd's für guet hebsch, mit mir uf Babylon z'gah, denn chum mit, und ich wird mich um dich kümmere. Aber wennd nöd mit mir uf Babylon wilsch gah denn chum nöd mit. Lueg! Das ganze Land liit vor dir. Gang, wohi du möchtisch."

5 Noch bevor sich Jeremia umdräit hät, hät Nebusạradan gseit: "Kehr doch zrugg zu Gedạlja, Sohn vo Ạhikam, Sohn vo Schạphan, wo de König vo Babylon d Verantwortig für d Städt vo Juda gäh hät, und bliib bi ihm und em Volk. Du chasch aber au go, wohin du möchtisch." De Oberschte vo de Wache het em de Proviant und es Gschänkli mitgäh und en entloh.

6 Jeremia isch also uf Mịzpah zu Gedạlja, em Sohn Ạhikam, und isch bi ihm und em Volk bliebe wo im Land übrig bliebe isch.

7 Mit de Ziit erfahred alli Heerführer, wo mit ihrne Männer uf em offene Gländ gsi sind, dass de König vo Babylon Gedạlja, em Sohn Ạhikam, d Verantwortig für das Land gäh het, sowie für d Männer, Fraue und Chind vo de ärmerere Bevölkerig, wo nöd nach Babylon deportiert worde sind.

8 Also sinds zu Gedạlja nach Mịzpa cho. Es sind Ịsmael gsi, de Sohn Nethạnjas, Jọhanl und Jọnathan, d Söhn Karẹachs, Serạja, de Sohn Tanhụmeths, d Söhn Ẹphais, vom Netophathịters, und Jesạnja, de Sohn vom Maachathịters, zäme mit ihrne Manne.

9 Gedạlja, Sohn vo Ạhikam, Sohn vom Schạphan, hät ene versproche und ihre Männer under Eid: "Habt keine Angst dervo, den Chaldạ̈ern zu diene. Bliibt im Land und dient em König vo Babylon, de wirds eu guet gah.

10 Ich selber werd in Mịzpa bliibe zum eu vor de Chaldạ̈ern zverträte wo zu eus chömed. Ihr aber, sammled Wii, Summerfrücht und Öl, fülled demit eui Vorratsbehälter und hocked eu in de Städt aa, woner in Bsitz gno hend."

11 Alli Jude in Mọab, Ạmon, Ẹdom und all de andere Länder erfahred ebefalls, dass de König vo Babylon in Juda en Überrest zruggloh het und dass er Gedạlja, Sohn vo Ạhikam, Sohn vom Schạphan, wo Verantwortig für die Mensche det übertreit het.

12 Drufhin hend alli Jude us all de Ort agfange, wos zerstreut worde sind, zruckzkehre. Sie sind is Land Juda zu Gedạlja nach Mịzpa cho. Und sie sammlets Wii und Summerfrücht in sehr grosse Mängi.

13 Jọhananan, de Sohn Karẹach, und alli Heerführer wo sich im offene Gländ ufghalte hend sind zu Gedạlja nach Mịzpa cho.

14 Sie händ zue ihm gseit: "Weisst du nicht, dass Baalis, der König der Ammonịter, Ịsmael, der Sohn Nethạnjas, gschickt hät zum dich umbringe?" Aber Gedạlja de Sohn Ạhikam het ene glaub nöd.

15 Jọhanan, de Sohn Karẹach, het sich in Mịzpa heimlich an Gedạlja gwohnt und ihm vorgfahre: "Lass mich goh und Ịsmael, de Sohn Nethạnjas, niederstrecke, und niemert wirds erfahre. Warum sött er dich umbringe und warum sötted alli us Juda wo sich bi dir gsammlet händ zerstreut werde und de Überrest vo Juda umcho?"

16 Doch Gedạlja, de Sohn Ạhikam, het zu Jọhanan gseit, em Sohn Karẹach: "Du das nöd, denn das wo du über Ịsmael seisch, isch e Lüg."

 

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Jeremia 39 vo 52

 

Jeremia 39 vo 52

39:1 Im 9. Johr König Zedekịas von Juda, im 10. Monet sind de König Nebukadnẹzar vo Babylon und sin ganzes Heer nach Jerusalem cho und hets belageret.

2 Im 11. Jahr Zdekịas, am 9. Tag vom 4. Monet isch d Stadtmuur durebroche worde.

3 Alli Oberschte vom König vo Babylon zoge und händ sich is Mitteltor ghocket, und zwar Nẹrgal-Sarẹzer, de Sạmgar, Nẹbu-Sạrsechim, de Rạbsarisa, Nẹrgal-Sarẹzer, de Rạbmag, und alli übrige Oberschte vom Chönigs vo Babylon.

4 Als König Zedekịa vo Juda und alli Soldate wos gseh hend, floheds. Si hend d Stadt bi Nacht über de Königgarte durs Tor zwüschet de Doppelmauer verlüred und wiiter Richtig zoge Ạraba.

5 Doch das chaldạ̈ische Heer het ihne na gjagt und het Zedekịa i de Wüeschtebeni vo Jẹricho iighalte. Es hät en gfange und hät en nach Rịbla im Land bracht Hạmathh zu König Nebukadnẹzar vo Babylon, wo det s Urteil über ihn gredt hät.

6 Det in Rịbla het de König vo Babylon d Söhn Zedekịas vor de Auge vo ihrem Vater töte lo. Au alli Edle vo Juda het er umbringe lo.

7 Aaschlüssend het er Zedekịa bländet und het en dänn in chupfernä Chettä gleit, zum en uf Babylon z bringe.

8 Die Chaldạ̈er händ jetzt de Palast vom König und d'Hüüser vom Volk nieder brennt und rissed d'Muure vo Jerusalem i.

9 Nebusạradan, de Obersti vo de Wach, het die restliche Lüüt verschleppt, wo i de Stadt übrig blibe sind, d Überläufer, wo sich uf sini Siite gschlage hend, und alli andere Übrigbliebene nach Babylon.

10 Einigi vo de Ärmschte vom Volk, wo überhaupt nüt bsässe händ, Nebusạradan, de Obersti vo de Wach, jedoch im Land Juda zrug. Er het ene a dem Tag au Wigärte und Fälder zum Bearbeite geh.

11 König Nebukadnẹzar vo Babylon het nun Nebusạradan geh, em Oberste vo de Wach, e Aawiisig, wo Jeremia betraffe het:

12 "Hol ihn und kümmere dich um ihn. Füeg ihm kein Schade zue und gewähr ihm jede Wunsch."

13 Da händ Nebusạradan gäh, de Obersti vo de Wach, Nebuschạsban, de Rạbsarisa, Nẹrgal-Sarẹzer, de Rạbmag, und alli füehrende Manne vom König vo Babylon de Uftrag,

14 Jeremia usem Wachthof zhole. Sie hend en Gedạlja, Sohn vo Ạhikam, Sohn vo Schạphan wo ihn in sis Huus bringe sött. So gwohnt er denn bim Volk.

15 Wo d Jeremia no im Wachthof gfange ghalte worde isch, het er folgendi Botschaft vo Jehova übercho:

16 "Gh und richte dem Äthiopier Ẹbed-Mẹlechu us: 'Das sagt Jehova, de Herr vo de Heere, de Gott Israels: "Ich lah mini Wort über die Stadt in Erfüllig gah – zum Unglück und nöd zum Guete. A dem Tag wirsch es miterläbe."

17 'Dich aber wird ich a dem Tag retten', erklärt Jehova, 'und du wirsch den Männer wo Angst hesch, nicht übergeben werden.'

18 'Ich wirde mit Sicherheit für dis Entkomme sorge und du wirsch nöd durs Schwert gheie. Du wirsch mit em Läbe devo cho will du uf mich vertrauet hesch', erklärt Jehova.'

 

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Jeremia 38 vo 52

 

 

Jeremia 38 vo 52

38:1 Schephạtja, de Sohn Mạttans, Gedạlja, de Sohn Pạschhurs, Jụchal, de Sohn Schelẹmjas, und Pạschuur, de Sohn Malkịjas, hänn die Wort, wo Jeremia as ganzi Volk grichtet het:

2 "Das seit Jehova: 'Wer i dere Stadt bliibt, wird dur Schwert, Hunger und Pest sterbe. Doch wer sich de Chaldạ̈ern ergit, wird am Läbe bliibe, ja sis Läbe als Büüti erhaltend und lebe.'

3 Das seit Jehova: 'Diese Stadt wird mit Sicherheit em Heer vom König vo Babylon übergäh und er wird si iinäh.'

4 Die füehrende Männer hend zum König gseid: "Bitte lass diesen Maa herrichte, denn mit sine Wort schwächt er d Moral vo de Soldate, wo i dere Stadt übrig blibe sind, wie au d Moral vo allne andere. De Maa isch nöd uf de Friede vo dem Volk us, sondern uf dem Unglück."

5 König Zedekịa erwideret: "Er isch in eurer Hand, denn de König chan eu nöd ufhalte".

6 Also hends Jeremia gno und in Wachthof id Zisterne vo Malkịja, em Sohn vom König. Si hend Jeremia a Seile lah. I de Zischterne isch kei Wasser gsi, sondern nume Schlamm, und Jeremia het drin agfange versinke.

7 Der Äthiopier Ẹbed-Mẹlech, e Eunuch im Palast vom König, erfuehre, dass me d Jeremia i d Zischtere gworfe het. Da de König grad im Bẹnjamintor ghocket het,

8 verliess Ẹbed-Mẹlech de Palast zum mit em König rede. Er het gseit:

9 "Mein Herr und König, die Männer haben dem Prophet Jeremia übel mitgspielt! Sie haben ihn in die Zisterne geworfen und dort wird er wegen der Hungersnot sterben. Schliesslich gibt es ja kein Brot mehr in der Stadt".

10 Da bevor de König em Äthiopier Ẹbed-Mẹlech: "Nimm 30 Männer vo hier mit und zieh de Prophet Jeremia us de Zischtern, bevor er stirbt."

11 Also isch gange Ẹbed-Mẹlich mit de Männer in Palast vom Chönigs ane Stell unterhalb vo de Schatzchammere. Sie händ sich dert abgnutzti Lumpe und verschlissnigi Läppe gholt und händs a Seilen in Jeremia in d Zischtern abloh.

12 Der Äthiopier Ẹbed-Mẹlech het zu Jeremia gseit: "Leg bitte die Lumpe und Lappe unter dini Achselhöhli als Schutz vor de Seile." Das het Jeremia gmacht

13 und sie händ en a de Silene ufezoge und händ en us de Zischterne gholt. Jeremia isch den im Wachthof bliebe.

14 König Zedekịa het de Prophet Jeremia zu sich cho – a de dritte Igang vom Huus Jehovas. De König het zu Jeremia gseit: "Muess dich öppis fröge. Verschwig mer nüt."

15 Jeremia erwiderte Zedekịa: "Wenn ich es dir sagen, bringst du mich mit Sicherheit um. Und wenn ich dir etwas rate, wirsch nicht auf mich hören."

16 König Zedekịa schwor Jeremia heimlich: "So wahr Jehova lebt, wo eus das Lebe gäh het: Ich wird dich nöd umbringe und dich nöd dene Männer übergeh, wos uf dis Lebe abgseh hend"

17 Jeremia teilt Zedekịa nun mit: "Das sagt Jehova, de Gott vo de Heere, de Gott Israels: 'Wenn du dich de Oberste vom König vo Babylon ergisch wird dis Läbe verschont und die Stadt wird nöd verbrennt – du und dini Huusgmeinschaft werded verschont.

18 Doch wenn du dich de Oberste vom König vo Babylon nöd ergisch, wird die Stadt de Chaldạ̈ern übergäh und sie werded verbränne und du wirsch ihre Hand nöd entcho.‘

19 Druf het de König Zedekịa zu Jeremia gseit: "Ich han Angst vor de Jude, die zu de Chaldạ̈ern übergloffe sind, denn wämmer ene usliferet, werded si mich womöglich grausam behandle."

20 Jeremia entgägnet: "Me wird dich ihne nöd uusliferä. Hör bitte uf d stimm Jehovas uf das wo ich dir säge und es wird dir guet gah und du wirsch am läbe bliibe.

21 Doch für dä Fall, dass du dich weigerisch, dich z ergäh, hät mir Jehova Folgendes enthüllt:

22 Alli Fraue, wo im Palast vom König vo Juda übrig bliebe sind, werded zu de Oberschte vom König vo Babylon usegbrocht, und si säged: 'D Manne, wo du vertrauet hesch, händ dich betrooge und bezwunge. Sie händ din Fuess in Schlamm sinke lah. Jetzt händs de Rückzug aatrette.'

23 Und all dini Fraue und dini Söhn bringt mer zu de Chaldạ̈ern use. Du wirsch ihre Hand nöd entcho, sondern vom babylonische König gfasst werde, und dinetwäge wird die Stadt verbrennt werde."

24 Da hät Zedekịa zu Jeremia gseit: "Niemer dörf vo alldem erfahre, damit nöd stirbsch.

25 Und falls die füerende Männer erfahred, dass ich mit Dir gredet han und sie zu Dir chömed und verlange: 'Teil eus doch bitte mit was du em König gseit hesch. Verschwörig eus nüt und mir werded dich nöd umbringe. Was het dir de König gseit?',

26 den söttsch ihne antworte: 'Ich han em König d Bitte vorgetrait mich nöd zum Huus Jọnathans zruckzschicke will das min Tod bedüte würd.'

27 Mit de Ziit sind all füehrende Männer z Jeremia cho und händ en gfrogt. Er hät ene gsäit, wo de Kenig im ufträit hät. Do hän sie nen in Rueh glo, denn nemads het des Gspröch mitbecho.

28 Bis zu dem Tag wo Jerusalem igno worde isch, isch Jeremia im Wachthof bliebe, ja bi de Eroberig Jerusalems isch er immer no dört gsi.

 

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Jeremia 37 vo 52

 

Jeremia 37 vom 52

37:1 König Zedekịa, de Sohn Josịas, agfange anstatt Kọnja, em Sohn Jọjakims, z regiere, denn de König Nebukadnẹzar vo Babylon het ihn im Land Juda zum König gmacht.

2 Doch er und sini Diener und s Volk vom Land händ nöd uf d Wort Jehovas ghärt, won er dur de Prophet Jeremia gsäit hät.

3 König Zedekịa het Jẹhuchal gschickt, de Sohn Schelẹmjas, und Zephạnja, de Sohn Maasẹjas, de Prieschter, zu dem Prophet Jeremia und het em loh säge: "Bätte bitte für eus zu eusem Gott Jehova."

4 Jeremia het sich no frei under em Volk bewegt, will mer en nonig is Gfängnis gworfe het.

5Nun isch s Heer vom Pharao us Ägypte ufbroche gsi, und die Chaldạ̈er wo Jerusalem belageret händ, händ Nachricht devo erhalte. Do zoge sie vu Jerusalem ab.

6 Dänn hät de Prophet Jeremia folgendi Botschaft vo Jehova übercho:

7 "Das sagt Jehova, de Gott Israels: 'Seit dem Kenig vu Juda, wo Eu zu mir gschickt het, um mich z'befröge: "Das Heer vom Pharao, wo Eu z'Hilf chunnt, wird in sis Land Ägypte müesse zruggkehre.

8 Und die Chaldạ̈er werded zrugg cho, geg die Stadt kämpfe und sie iihled und verbränne."

9 Das seit Jehova: "Betrüged eu nöd selber mit de Wort: 'Die Chaldạ̈er werded ganz bestimmt vo eus abzieh', denn sie werded nöd abzieh.

10 Selbst wenn ihr das ganze Heer vo de Chaldạ̈er wo geg euch kämpft, schloh würed und nur die verwundete Männer übrig blibed, würeds us ihrne Zält usecho und die Stadt verbränne.

11 Wo s chaldạ̈ische Heer vo Jerusalem abzoge isch, will s Heer vom Pharao vorruckt het,

12 het sich Jeremia vo Jerusalem us uf de Weg is Land Bẹnjamin gmacht, zum det sin Aateil under sim Volk entgäge näh.

13 Sobald er jedoch s Bẹnjamintor erreicht, het de Beamte packt wo d'Ufsicht über d'Wach gha het – er het de Jirịja sohn vo Schelẹmja, Sohn vom Hanạnja –, de Prophet Jeremia und gseit: "Du laufsch zu den Chaldạ̈ern über!"

14 Jeremia entgägnet: "Das isch nöd wahr! Ich laufe nöd zu de Chaldạ̈ern über." Aber de Jirịja het nöd uf ihn ghört, sondern het en fest gnoh und het en vor de füehrende Manne brocht.

15 Die füehrende Manne sind hässig gsi uf Jeremia. Sie hend ihn gschlage und hend en is Huus vom Sekretär Jọnathan gsperrt, wo mer zumene Gfängnis gmacht het.

16 Jeremia isch in Kerker cho, in die gwölbte Rüüm, und isch viel Täg dete blibe.

17 Eines Tages hät en König Zedekịa hole und hät en heimlich i sim Palast befrogt. "Gits irgend e Botschaft vo Jehova?", hät er wele wüsse. "Ja!", het Jeremia gantwortet: "Du wirsch id Händ vom König vo Babylon gheie!"

18 Wiiter het d Jeremia zu König Zedekịa gseit: "Womit hani gege dich und gege dini Diener und gege das Volk gsündiget, dass ihr mich is Gfängnis gworfe hend?

19 Wo sind denn jetzt euri Prophete, wo eu vorusgseit händ: 'Der König vo Babylon wird nöd gege eu und gäge das Land vorrücke'?

20 Ghör bitte, min Herr und König! Lah doch bitte mis Flehe um Gunst bi dir Ghör finde! Schick mich nöd zrugg is Huus vom Sekretär Jọnathans – das wär min Tod.“

21 Da het König Zedekịa de Befehl geh Jeremia im Wachthof in Gwahrsam zneh. Me het ihm täglich en runde Laib Brot us de Bäckergasse geh, bis s Brot i de Stadt völlig ufbrucht gsi isch. Und Jeremia isch im Wachthof bliebe.