Johannes 8 vo 21
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Johannes 8 von 21
8:1 Dänn hät Jesus wieder zu ihne gredt und gseit: "Ich bin das Liecht vo de Welt. Wer mir folgt, wird uf kein Fall im Dunkle tappe, sondern s Liecht vom Läbe bsitze."
2 Da händ d Pharisäer gmeint: "Du bisch dis eigete Züg, dini Ussag isch nöd wahr."
3 Jesus erwiderte: "Au wenn ich mis eigete Zügs bin, isch mini Ussag wohr, will ich weiss woher ich chume und wohi ich gang. Ihr aber wüssed nöd woher ich cho bin und wohi ich gang.
4 Ihr urteilet nach menschliche Massstäbli, ich urteile über niemert.
5 Doch selber wenni urteile stimmt mis Urteil mit de Wahrheit überi den ich bi nöd allei sondern de Vater wo mich gschickt het isch bi mir.
6 Usserdem staht ja in euem eigene Gsetz: 'Di Ussag vo zwei Züg isch wahr.'
7 Ich bin min eigete Züüg, und au de Vater wo mich gschickt het isch mis Züüg."
8 Do frööget si: "Wo isch denn di Vater?", und Jesus git zantwort: "Ihr kennt mich weder mi Vater. Würdet ihr mich kenne, den würdet ihr au mi Vater kenne."
9 Das hät er gseit, won er im Tempel glehrt hät – det, wo die Spendechäst gstande sind. Doch niemert hät en fescht gno, dänn sini Stund isch nonig cho.
10 Also het er nomol zu ihne gseit: "I gang weg und ihr werdet mich sueche, und doch werdet ihr in eure Sünd sterbe. Wohne ich gang, chönd ihr nöd anecho"
11 D Jude rätslet: "Will er sich öppe umbringe? Warum seit er suscht: 'Wo ich gang, chönd ihr nöd anecho'?"
12 Da het er wiiter erchlärt: "Ihr sind vu da unde, ich bin vu obe.n Ihr sind vu dere Welt, ich bin nöd vu dere Welt.
13 Deswege ha i zue äich gsait: Ihr werdet in äire Sinde schterbe. Denn wenn ihr nit glaubet, dass i der bi, wäre ihr in äire Sinde schterbe."
14 Da hends gmeint: "Wer bisch denn du?", wo Jesus gseit het: "Warum rede ich überhaupt mit eu?
15 Ich han na viel über eu z säge und hett na über vieles z urteile. Tatsach isch: Wo mich gschickt het, seit d'Wohrheit, und ich säge d'Wält genau das, wo ich vo ihm ghört han."
16 Doch sie begriffe nöd, dass er zu ihne über de Vater gredet het.
17 Jesus het jetzt gseit: "Nachdem ihr den Menschensohn aufgrichtet hend, werdet ihr erkenne das ich es bin und das ich nüt us eigener Initiative tue, sondern das säg wo de Vater mir bibracht hät.
18 Und wo mich gschickt het isch bi mir. Er het mich nöd sälber überloh, will ich immer das tue, wo ihm gfallt."
19 Woner das alles gseid hed, hend vieli a ihn glaubt.
20 Jesus wandt sich etze a d Jude, de zum Glaube an nen kumme ware: "Wenn ihr bi däm bliebet, was i äich gsait ha, dann sin ihr wirklich mi Jinger,
21 und ihr werdet d'Wohrheit erkenne und d'Wohrheit wird eu frei mache."
22 Sie erwideret: "Wir sind Nachkomme Abrahams und sind nie Sklave vo irgendöppertem gsi. Wieso seisch du also: 'Ihr werdet frei werdet frei?"
23 Jesus antwortet: "Es staht fescht: Jede wo sündiget, isch es Sklave vo de Sünd.
24 Devo abgseh: De Sklave bliibt nöd für immer im Huushalt. De Sohn bliibt für immer.
25 Wänn eu de Sohn also frei mached, werded ihr würkli frei sii.
26 Ich weiss, dass ihr Nochkumme Abrahams sin. Trotzdem sin ihr druf üs, mich z umbringe, wel mini Wort bi äich nigs erreiche.
27 Ich rede über das wo ich gseh han woni bi mim Vater gsi bin, ihr aber mached das wo ihr vo eurem Vater ghört händ."
28 Sie hän gsait: "Euses Vada isch Abraham", wo Jesus gsait het: "Wenn ihr Abrahams Kinda wäret, dann würde ihr Handle wie Abraham.
29 aba ihr sin druf üs, mich z umzbringe, ä Mensch, der äich d Wohret gsait het, de na vu Gott ghärt het. So het Abraham nit ghandlet.
30 Ihr handlet wie eure Vater." Sie händ protestiert: "Wir sind nicht durch Unmoral gezügt worde! Mir händ nur de einte Vater: Gott."
31 Da het Jesus zue nene gseit: "Wenn Gott eure Vater wär, würde ihr mich liebe, denn i bi vo Gott cho und bi hie. Bi nöd us eigeter Initiative cho, sondern er het mich gschickt.
32 Wieso verstönd ihr nöd was ich sege? Will ihr nöd fähig sind uf mini Wort z ghöre.
33 De Tüüfel isch eurer Vater und ihr wend mache was eue Vater wünscht. Er het als Mörder agfange und het nöd a de Wahrheit festghalte, will er kei Wohrheit in sich het. Wän er lügt, dänn zeigt sich, wer er würkli isch, dänn er isch en Lügner und de Vater vo de Lüg.
34 Ich degege sege d'wohrheit und deswege glaubed ihr mir nöd.
35 Wer vo eu chan mich einere Sünd überführe? Wenni d Wahrheit säge, wieso glaubed ihr mir denn nöd?
36 Wer vo Gott chummt, hört uf die Wort Gottes. Drum ghöred ihr nöd, will ihr nöd vo Gott chömed."
37 Die Jude entgägnet: "Haben wir nicht recht, wenn wir sagen: 'Du bist en Samariter und hast einen Dämon'?
38 Druf het Jesus gseit: "Ich ha kei Dämon, sundern i ehre mi Vada, aba ihr beraubt mi d Ehri.
39 Debi bin ich gar nöd uf mini Ehr bedacht. Doch es git eine wo druf bedacht isch, und er isch de Richter.
40 Eis staht fest: Wer sich a minere Wort haltet, wird de Tod überhaupt nie gseh."
41 Die Jude erwideret: "Jetzt wüssemer sicher, dass du en Dämon hesch. Abraham isch gstorbe und d Prophete au, aber du seisch: 'Wer sich a mi Wort haltet, wird überhaupt nie sterbe.'
42 Bisch dü öppe grösser als üse Vada Abraham, der gschtorbe isch? Und au d Prophete sin gschtorbe. Wer behauptisch dü zue si?"
43 Jesus git zantwort: "Wenn ich mich selber verherrlich, bedütet mini Herrlichkeit nüt. Es isch min Vater, wo mich verherrlicht – de wo ihr seit, er seg eu Gott.
44 Debii hend ihr ihn nie kenned, aber ich kenn ihn. Und wenn ich säge wür, dass ich ihn nöd kenn, wäri wie ihr: en Lügner. Ich kenn ihn aber und halt mich a sis Wort.
45 Eure Vater Abraham het sich sehr über d Ussicht gfreut min Tag z'gseh und er het en gseh und sich gfreut."
46 Druf hend d Jude gmeint: "Du bisch nonig mal 50 Jahr alt und willsch Abraham gseh ha?"
47 Jesus git zantwort: "Eis stoht fescht: Ehe Abraham is Dasein cho, bini scho da gsi."
48 D Jude entgägnet: "Hend mer nöd recht wenn mer säged: "Du bisch en Samariter und hesch en Dämon'?"
49 Druf het Jesus gseit: "Ich ha kei Dämon, sondern i ehre min Vater, aber ihr beraubed mich d Ehri.
50 Debi bin ich gar nöd uf mini Ehr bedacht. Doch es git eine wo druf bedacht isch, und er isch de Richter.
51 Eis staht fest: Wer sich a minere Wort haltet, wird de Tod überhaupt nie gseh."
52 D Jude erwideret händ: "Jetzt wüssemer sicher, dass du en Dämon häsch. Abraham isch gstorbe und d Prophete au, aber du seisch: 'Wer sich a mi Wort haltet, wird überhaupt nie sterbe.'
53 Bisch öppe grösser als üse Vater Abraham, wo gstorbe isch? Und au d Prophete sind gstorbe. Wer behauptisch du si?"
54 Jesus git zantwort: "Wenn ich mich selber verherrlich, bedütet mini Herrlichkeit nüt. Es isch min Vater, wo mich verherrlicht – de wo ihr säged, er seg eu Gott.
55 Debii hend ihr ihn nie kennt, aber ich kenn ihn. Und wenn ich säge wür, dass ich ihn nöd kenn, wäri wie ihr: en Lügner. Ich kenn ihn aber und halt mich a sis Wort.
56 Euer Vater Abraham het sich sehr über d Ussicht gfreut min Tag z'gseh und er het en gseh und sich gfreut."
57 Druf hend d Jude gmeint: "Du bisch nonig mal 50 Jahr alt und willsch Abraham gseh ha?"
58 Jesus git zantwort: "Eis staht fescht: Ehe Abraham is Dasein cho, bini scho da gsi."
59 Do höreds Stei uf zum ihn demit bewerfe, aber Jesus het sich versteckt und de Tempel verletzt.