GTranslate Wähle deine Sprache

Suchen und Finden

Johannes 11 vo 21

von Rico Loosli 6934 Bioggio
Zugriffe: 435

 

Johannes 11 vo 21

11:1 En Maa namens Lazarus isch chrank worde. Er isch us Betanien cho, em Dorf vo Maria und ihrer Schwöster Martha.

2 Das isch d Maria gsi, wo duftendes Öl uf d Füess vom Herr gosse und sie mit ihrem Hoor abtrochnet het, und de erchranke Lazarus isch ihre Brüeder gsi.

3 Sini Schwöschter händ Jesus usrichte loh: "Herr, de Maa wo du so sehr liebsch isch chrank."

4 Wo Jesus das ghört het, het er jedoch gseit: "Diese Krankheit soll letztendlich nicht im Tod ende, sondern Gott verherrlichen, damit der Bueb Gottes durch sie verherrlicht wird."

5 Jesus het d'Martha und ihri Schwöschter und Lazarus gliebt.

6 Trotz de Nachricht, dass Lazarus chrank gsi isch, isch er no zwei Täg det gsi, woner grad gsi isch.

7 Danach het er zu de Jünger gseit: "Lönd ois wieder nach Judäa gah."

8 Die Jünger sind iigwandt: "Rabbi, in Judäa het mer dich welle vor Churzem na steinige und jetzt wotsch wieder det ane?"

9 Jesus antwortet: "Gits nöd zwölf Stunde Tagesliecht? Wenn öpper im Tagesliecht wanderet stöst er niene ah will er s Liecht vo dere Welt gseht.

10 Wänn degäge öpper i de Nacht wanderet, stolperet er, will s Liecht nöd i ihm isch."

11 Dänn hät er no dezue gführt: "Euse Fründ Lazarus isch iigschlafe, aber ich gang ez ane zum ihn wecke."

12 Die Jünger händ gseit: "Herr, wenn er schlaft, wird er gsund werde."

13 Jesus het jedoch vo sim Tod gredt. Sie hend aber denkt er heig vom normale Schlof gredet.

14 Da hät Jesus klar und düütlich gseit: "Lazarus isch gstorbe,

15 und ich freu mich für eu, dass ich nöd det gsi bin, damit ihr glaube chönd. Aber jetzt lönd eus zu ihm gah."

16 Druf het de Thomas gseit, wo mer au "Zwilling" gheisse het, zu de andere Jünger: "Lönd ois mitgah und mit ihm sterbe."

17 Wo Jesus iigroffe het, het er gfahre, dass Lazarus scho vier Täg im Grab gsi isch.

18 Betanien isch übrigens i de nöchi vo Jerusalem gläge – öppe 3 Kilometer entfernt.

19 Viel Jude sind zu de Martha und Maria cho, zum sie wäg ihrem Brüeder z'tröschte.

20 Wo d'Martha ghört het, dass Jesus cho isch, isch sie ihm entgäge gange, Maria aber bliebe im Huus hocke.

21 De Martha het zum Jesus gseit: "Herr, wenn du da gsi wärsch, wär min Brüeder nöd gstorbe.

22 Aber ich glaube sälber jetzt, dass Gott dir alles wird gä worum du en bittesch."

23 Jesus sichered ihr zue: "Dein Brüeder wird auferstah",

24 woruf de Marta erwideret het: "Ich weiss, dass er auferstah wird – in der Uuferstehung am letzten Tag."

25 Jesus erchlärt ihr: "Ich bin die Uuferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt wird zum Läbe cho au wenn er stirbt.

26 Und jede wo läbt und a mich glaubt wird überhaupt nie sterbe. Glaubsch du das?"

27 "Ja, Herr", het sie gantwortet. "Ich glaub, dass du de Christus bisch, de Sohn Gottes, wo id Welt cho söll."

28 Nach dene Wort isch sie weggange, het ihri Schwöster Maria gruefe und het unuffällig zu ihre gseid: "De Lehrer ist da und lasst dich rufen."

29 Da isch sie sofort ufgstande und isch zu ihm gange.

30 Jesus isch nonig is Dorf gange, sondern isch a de Stell bliebe, wo ihn d Martha trage het.

31 Die Jude wo bi Maria im Huus gsi sind und sie tröschtet händ, händ gseh wie sie ufgsprunge und usegange isch. Sie händ ire gfolgt, will sie gmeint händ, dass sie zum Grab goht zum dört brüele.

32 Wo de Maria a de Stell acho isch, wo Jesus gsi isch, und ihn entdeckt het, isch sie ihm z'Füess gfalle und gseit het: "Herr, wenn du do gsi wärsch, wär min Brüeder nöd gstorbe."

33 Wo Jesus gseh het wie sie brüelet und wie au d Jude hiiled, wo mit ihr cho sind, het er innerlich gsüüfzt und isch ganz ufgwühlt gsi.

34 Er frogt: "Wo hender en ane?" "Chum mit und luegs der a, Herr", händs gantwortet.

35 Da sind Jesus d Träne cho,

36 und d Jude hend gseit "Gseht nur wie sehr er ihn liebt!"

37 Doch einigi händ gmeint: "Hätt dä Maa, wo d'Auge vom Blinde göffnet hät, nöd dä Tod vo Lazarus chönd verhindere?"

38 Jesus het namal innerlich gsüfz und isch den zum Grab gange. Es isch e Höhli mit eme Stei devor gsii.

39 "Nähmt den Stein weg", hät Jesus gseit, aber d'Martha, d'Schwöschter vom Verstorbene, hät iigwändet: "Herr, er schmöckt bestimmt scho. Es sind nämli scho vier Täg vergange."

40 Jesus erwideret: "Hani dir nöd gseit, dass du d Herrlichkeit Gottes gseh wirsch, wenn du glaube hesch?"

41 Da hends de Stei weggnoh. Jesus het zum Himmel blickt und gseit: "Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hesch.

42 Ich han zwar gwüsst das du mich immer erhörsch aber ich han das weg de menschemengi ringsum gseit demit sie glaubed das du mich gschickt hesch."

 43 Nach dene Wort het er luut gruefe: "Lazarus, chumm use!"

44 De Maa, wo grad no tot gsi isch, isch usecho – Füess und Händ umwicklet und s Gsicht mit eme Tüechli verhüllt. Jesus hät die Lüt gforderet: "Befritet ihn devo und lönd en goh".

45 Vieli Jude wo zu de Maria cho sind und gsäh hend was er gmacht het, hend druff a ihn glaubt.

46 Einigi vo ihne sind jedoch zu de Pharisäer gange und hend ihne verzellt, was Jesus gmacht het.

47 Da händ d Oberpriester und d Pharisäer de Sanhedrin zämme gheie und gsäit: "Was söllemer nur mache? De Maa vollbringt vieli Zeiche.

48 Wemmer ihn so wiitermache lönd, werded alli a ihn glaube, und d'Römer werded cho und eus sowohl eusi heiligi Stätt als au euses Volch nehmed."

49 Eine vo ihne – Kaiphas, wo i däm Jahr Hoher Priester gsi isch – het jedoch gseit: "Ihr begriifed gar nüt

50 und hend nöd bedacht, dass es für eu besser isch, wenn en einzige Mensch fürs Volk stirbt, als wenn das ganze Volch vernichtet wird."

51 Das isch jedoch nöd vo ihm selber cho. Er isch ja i dem Jahr Hoher Priester gsi, und so prophezite er dass Jesus fürs Volch sterbe sött,

52 aber nöd nur für s Volch ellei, sondern au um die verstreuti Chind Gottes zumene Ganze zämezfüehre.

53 Vo dem Tag hends Plän gschmiedet, ihn z töte.

54 Drufa zeiget sich Jesus nümma öffentlich unders de Jude, sondern isch in d Gegend nöch vu de Wildnis gange, in d Stadt Ephraim, un bliebt mit de Jinger dört.

55 S Jüdische Passah isch bevor gstande und villi Lüüt vom Land sind nach Jerusalem duruf gange, um sich vor em Fäscht rituell z reinige.

56 D'Lüüt händ nach Jesus Uusschau ghalte, und während sie im Tempel umestande händ, hät eine de ander gfrögt: "Was meined ihr? Denket ihr, er chunnt gar nöd zum Fäscht?"

57 Inzwüsche händ d Oberpriester gha und d Pharisäer agordnet, Aazeig z erstatte, sobald mer gwüsst hät, wo Jesus gsi isch, damit sie ihn händ chönne festnäh.