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Rico Loosli 6934 Bioggio
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Markus 15 vo 16

 

Markus 15 vo 16

15:1 Sofort bi Tagesaabruch berietet sich d Oberprieschter, d Älteschte und d Schrift¬glehrte, ja de ganz Sanhedrịn mitenand. Dänn hät mer Jesus gfesselt abegfüehrt und hät en Pilạtus übergäh.

2 Als Pilạtus ihn gfrögt het: "Bisch du de König vo de Jude?", het er gantwortet: "Du hesch es selber gseit."

3 Doch die Oberpriester händ viel Aaklage geg ihn vor bracht.

4 Da hät en Pilạtus nomal befrogt: "Häsch kei Antwort vorzbringe? Du gsehsch doch, was sie dir alles vorwerfed."

5 jesus het jedoch kei wiiteri antwort geh was de pilạtus sehr wunderet het.

6 Bim Fäscht het er amel en gfangene frei gloh wo s Volk het dörfe bestimme.

7 Damals en gwüsse Bạrabbbas zäme mit Uufrüererer im Gfängnis gsässe, wo bi ihrem Uufstand en Mord begange händ.

8 Die Lüt sind jetzt cho und bätte drum, dass de Pilạtus wie üblich vorgange isch.

9 Er het erwideret: "Wöhnder, dass ich de König vo de Jude freilah?"

10 Pilạtus isch nämli klar gsi, dass d'Oberpriester ihn us Neid usgliferet händ.

11 Doch d Oberpriester händ d Mengi uufghänkt, lieber d Freilassig vo Bạrabbas z verlange.

12 Wieder wandt sich Pilạtus ad Volk: "Und was söll ich mit dem mache wo ihr König vo de Jude nännt?"

13 Und wieder händ sie gschroue: "An den Pfahl mit ihm!"

14 "Warum? Was für es Verbreche hät er denn agfange?", hät de Pilạtus wiiter gfröget. Doch sie händ nur no luuter gfröget: "An den Pfahl mit ihm!"

15 Pilạtus hät Bạrabbas also frei lah zum d'Mängi z'friede-zstelle, und hät de Befehl gäh, de Jesus uuszpitsche und zur Hinrichtig am Pfahl abzfüehre.

16 Die Soldate händ Jesus jetzt in Hof vom Prätorium bracht und die ganz Truppeeinheit zemme rüefe.

17 Sie hend en in Purpur kleidet, hend en Dornenkrone gflochte, hend sie ihm ufs hocked

18 und fange a, ihm zuezrüefe: "Sig grüesst du Kenig vo de Jude!"

19 Au händ s em mit eme Schilfrohr uf de Chopf gschlage, händ en aagspuckt, uf d'Chnü ghaue und händ sich vor em verbüüted.

20 Nachdem sie sich über ihn lustig gmacht händ, händ sie ihm s purpurrote Gwand abgnoo, ihm sini Obergewänder wieder aagleit und händ en usegführt zum en a de Pfahl z'nutze.

21 En gwüsse Sịmon us Kyrẹne, de Vater vom Alexander und Rụfus, wo vo de Fälder cho isch und grad verbii gange isch, isch zwangs¬verpflichtet worde, de Marterpfahl z träge.

22 Sie händ Jesus a d'Stell brocht, wo Gọlgotha gnennt wird, was übersetzt "Schädelstätte" bedüütet.

23 Hie hends versuecht, ihm Wy mit Myrrhe als betäubendem Zuesatz z gäh, doch er het en nöd gno.

24 Sie hend ihn a de Pfahl gschnitte und hend sini Obergewänder verteilt, idem sie Los gworfe hend zum entscheide wer was übercho sött.

25 Es isch die 3. Stund gsi wo sie ihn a de Pfahl bracht händ.

26 Uf eme Schild isch de Aaklaggrund gstande. Die Aufschrift hät gmüetet: "Der König der Jude."

27 Usserdem händs zwei Räuber näbed em an Pfahl gschlage, ä rächts und ä Links vo ihm.

28 ––

29 Die Lüüt wo verbiigange sind händ abfällig über Jesus gredt, händ de Chopf gschüttlet und gseid: "Ha! Du häsch doch welle de Tempel abriisse und i drü Täg wieder ufbaue!

30 Dänn rett dich selber und chum vom Marterpfahl abe!"

31 Genauso hend sich d'Oberpriester und die Schrift-gelehrte unterenand über ihn lustig gmacht und gseit: "anderi het er grettet, aber sich selber chan er nöd rette!

32 De Christus, de König vo Israel, söll jetzt vom Marterpfahl abecho, damit mers gsehnd und glaube chönd!" Au die Manne, wo näbed em am Pfahl hänge, händ en beleidigt.

33 Wo die 6. Stund isch cho, het über s ganze Land e Finsternis ine bracht, wo bis zu de 9. Stund aghalte het.

34 Zur 9. Stund hät Jesus luut gruefe: "Ẹli, Ẹli, lamá sabachtháni?", was übersetzt bedütet: "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?"

35 Einigi wo debiistande sind und das ghört hend, hend gseit "Gseht mal! Er rüeft Elịa."

36 Dänn hät eine loos gheisse, hät en Schwamm i suure Wi taucht, hät en an es Schilfrohr gsteckt, hät en Jesus zum Trinke geh und gseit: "Lass! Mir wänd gseh, ob Elịa chunnt und ihn abholt."

37 Doch Jesus isch en luute Schrei uusgstiege und isch gstorbe.

38 Und de Vorhang vom Heiligtum isch vo obe bis abe entzwiigrisse worde.

39 Wo etze de Offizier wo Jesus gägenüber gstande isch het, het er gseit: "Dä Mann war würkli Gottes Sohna."

40 Au händ einigi Fraue vo Wiitem zue gseh, drunder Maria Magdalẹne und Maria, d Mueter vom Jakobus em Chliinere und vo Jọses, sowie Sạlome.

41 Sie händ Jesus in Galilạ̈a begleitet und für ihn gsorgt. Es sind au no viel anderi Fraue gsi, wo mit ihm zäme nach Jerusalem cho sind.

42 Da es etzt scho später Namittag gsi isch und usserdem Vorbereitigstag – das isch de Tag vorem Sabbat –,

43 het de Joseph vom Arimathịa gnoh, es agsehs Mitglid vom Hohen Rot, wo ebefalls uf Gottes Königrich gwartet het, si Muet zämme, isch z Pilạtus gange und bitt ihn um de Leichnam vom Jesus.

44 Pilạtus wundert sich allerdings, wie Jesus scho tod hät chönne. Also hät er de Offizier gredt und gfrögt, ob das gstumme hät.

45 Wo de Offizier s em beschtätigt het, het er Josef d Leichnam überloh.

46 Joseph het feins Liichnam abkauft, het de Lichnam abegwickt, het ihn in Stoff iigwickt und in es Grab gleit, wo inen Felse ghaue gsi isch. Dänn hät er en Stei gwälzt vor de Grabeigang.

47 Maria Magdalẹne und Maria, d Mueter vom Jọses, hend wiiter uf d Stell gluegt, wo de Lichnam anegleit worde isch.

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Markus 14 vo 16

 

Markus 14 vo 16

14:1 Es sind no zwei Täg bis zum Passaha gsi und zum Fäscht vo de ungsüürete Brot. D Oberprieschter und d Schriftglehrte händ nach ere Glägeheit gsuecht, Jesus dur e Lischt feschtznäh und umzbringe,

2 wo si gseit händ: "Nöd bim Fäscht. Es chönt under em Volk villicht zu Unrueh cho."

3 Wo Jesus in Bethạnie gsi isch und im Huus vo Sịmon, em Ussätzige, aess isch e Frau cho, wo es Alabastergfäss mit ächtem, sehr tüürs duftende Nardeöl debii gha het. Sie hät s Gfässli uf bracht und hät aagfange, ihm s Öl über de Chopf z güsse.

4 Da händ einigi ärgerlich zuenand gseid: "Wieso isch das duftende Öl verschwendet worde?

5 Mer hetti das duftende Öl für meh als 300 Deạre verchaufe und das Gäld de Arme chönne geh." Sie händ sich sehr über d Frau ärgeret.

6 Doch Jesus het gseit: "Lönd sie in Rueh! Mached ihr doch s Läbe nöd schwer! Sie het öppis Guets für mich ta.

7 Die Arme hend ihr ja immer bi eu, und ihr chönd ihne guets tue wenn immer ihr wend aber mich werdet ihr ned immer ha.

8 Sie het ta, was sie het chöne, und het für mis Begräbnis scho im Vorus duftends Öl über min Körper gosse.

9 Ich versichere eu: Wo immer uf de ganze Welt die gueti Botschaft bekannt gmacht wird, da wird mer au das wo die Frau tah het zur Erinnerig ah sie verzelle."

10 Judas Iskạriot, eine vo de Zwölf, isch jetzt zu de Oberpriester gange zum en ah verrate.

11 Wo sie das ghört händ, händ sie sich gfreut und versproche, ihm Silbergäld z'gäh. Da het er agfange, nach ere Glegeheit z'sueche, ihn z'verrate.

12 Am erste Tag vo de ungsäuerte Brot, als mer, wie's Bruch gsi isch, s'Passahier opferte het, hend sich die Jünger bi Jesus erkundiget: "Wo sölle mer go, um s'Passahmahl für dich vorzbereite?"

13 Da het er zwei vo sinere Jünger mit em Uuftrag los gschickt: "Göhnd id Stadt, und ihr werdet en Maa träffe, wo en Wasserchrug us Ton treit. Folget ihm,q

14 und sobald er irgendwo inegaht, seit zum Huusherr: 'Der Lehrer laht frage: "Wo isch s Gaschtzimmer, wo ich mit mine Jünger s Passahmahl chan iihne?"

15 Er wird eu den en grosse, fertig hergrichtete Ruum im Obergschoss zeige. Bereitets det für eus vor."

16 Da sind die Jünger weg gange, sind id Stadt cho und hend alles so vorgfunde wie ers gseit het, und sie hend d Vorbereitige für s Passah troffe.

17 Nachdem s Obe worde isch, isch Jesus mit de Zwölf cho.

18 Un während sie am Disch liege un ässä hän, het Jesus gsait: "Ich vusichere äich: Eina vu äich wird mi vurote, eina, der mit ma isst.

19 Betroffe het en eine nach em andere gfrögt: "Ich bin's aber nicht, oder?"

20 Er het erwideret: "Es isch eine vo de Zwölf – dä wo sini Hand mit mir id Schüssle taucht.

21 Denn de Menschensohn gaht weg, so wies in Schrifte über ihn staht, aber wehe dem wo de Menschensohn verratet! Für die Mensche wärs besser, er wär nie gebore worde."

22 Und während si wyterrosse het, het er es Brot gno, het es Gebet, het s Brot brocht und hets ene mit de Wort gä: "Näh, es staht für mi Körpera."

23 Au het er en Bächer gno, het es Dankgebet gredet, het en wiiter geh und alli tranked drus.

24 Er het zu ihne gseit: "Das steht für mein 'Blut des Bundes' wo für viele vergosse wird.

25 Ich versichere eu: Vo jetzt a wird ich uf kein Fall meh vom Erzügnis vom Wyschtock trinke bis zu dem Tag woni in Gottes Königrich neue Wi trinke."

26 Nach Lobgsäng sinds schlüsslich usegange zum Ölberg.

27 Jesus het jetzt zue ihne gseit: "Ihr werdet alli is Stolper cho, denn i de Schrifte staht: 'Ich wird de Hirte agriffe und d Schof werded usenandlaufe.'

28 Aber nachdem ich uferweckt worde bin wird ich eu nach Galilạ̈a vorusgah."

29 Doch de Petrus entgägnet: "Sälbst wenn alli andere is Stolper chömmed - ich nöd."

30 Da het Jesus zu ihm gseit: "Ich versichere dir: Hüt, ja no i dere Nacht, bevor en Hahn zwei Mal kräht wirsch du mich drü Mal verlügnet."

31 Doch de Petrus beteuerte: "Und wenn ich mit dir stärbe muess, ich wird dich niemols verlügnet." Same händ au alli andere gseit.

32 Sie sind jetzt zunere Stell cho wo Gethsẹmanne gheisse het, und Jesus het zu sinene Jünger gseit: "Blibed da hocke, solang ich bette."

33 Petrus, Jakobus und Johạnnes het er mitgnoh. Uf einisch isch er tüüf bekümmeret gsi und ihn het en starchi inneri Unrueh überfloge.

34 Er het zu ihne gseid "Ich bin zu Tod betrüebt. Wartet do und bliibt wachsam!"

35 Er isch es paar Schritt witer gange, het sich an Bode gworfe und bätet drum, dass ihm die schwäri Stund wenn möglich erspart bliebe isch.

36 Und er het gseit: "Ạbba, Vater, dir isch alles möglich. Nimm dä Bächer vo mir wäg. Doch nöd, was i will, sondern was du willsch."

37 Won er zrug isch, het er gseh, das si gschlofe het. Do het er zum Petrus gseit: "Sịmon, schlofsch du? Häsch nöd d Chraft gha e einzigi Stund wach z bliibe?

38 Blibt wachsam und höret nöd uf zbätte, damit ihr nöd in Versuchig chömed. De Geist isch zwar voller Eifer, aber de Körper isch schwach."

39 Druf isch er wieder wäg gange und het nomol s gliche bätte.

40 Wo er zruggcho isch hend die Jünger wieder gschlafe. D Auge sind ihne zuegfalle und sie hend nöd gwüsst, was sie ihm erwidere sötted.

41 Won er zum dritte Mol zu ihne cho isch, het er gseit: "Wie chönd ihr nur zu sonere Ziit schlafe und eu usruehe! Aber gnueg demit. Die Stund isch cho! De Menschensohn wird jetzt Sünder usgliferet.

42 Staht uf, lönd ois go! Gseht nur! Min Verräter isch scho ganz nah."

43 I dem Moment, während er no gredt het, isch Judas, eine vo de Zwölf cho, mit eme Truppe Manne, wo mit Schwerter und Knüppel bewaffnet gsi sind. D Oberprieschter, Schrift¬gelehrti und Älteschte händs gschickt.

44 Sind Verräter het mit ihne es Zeiche veriibart gha: "Es isch de wo ich küsse. Der nimmt fescht und füehrt ihn unter Bewachig ab."

45 Er isch direkt uf ihn zue gange, isch nöcher cho, het gsait: "Rabbi!", und küsst en sanft.

46 Da händ en d Manne packt und en feschtgnoo.

47 Doch eine wo debiistand isch zoge si Schwert und het em Sklave vom Hohe Priester s Ohr abgschlosse.

48 Drufabe het Jesus zue nene gseit: "Bin ich en Verbrecher, dass ihr mit Schwerter und Chnüppel chömed zum mich fescht näh?

49 Ich bi jede Tag bi eu im Tempel gsi und han glehrt, doch da hend ihr mich nöd verhaftet. Aber es isch so cho, damit sich das erfüllt, was i de Schrifte staht."

50 Denn händ en alli im Stich gloh und floh.

51 Nur en junge Maa hät ihm in einere Entfernig gfolgt. Er hät lediglich es Gwand us feinem Liib treit, und wo mer en het welle packe,

52 riss er sich los und floh ohni sis Gwand.

53 Jesus isch jetzt zum Hohe Priester bracht worde und alli Oberpriester und die Ältiste und Schrift¬gelehrte händ sich versammlet.

54 der Petrus het ihm in sichere Abstand bis in Hof vom Hohen Priester gfolgt, het sich zu de Husdiener gsetzt und wärmti sich am Füür.d

55 Die Oberpriester und de ganz Sanhedrịn händ jetzt nach Züge gsuecht wo gäge Jesus würded ussäge, damit mer ihn chönnti umbringe - doch vergebens.

56 Es hend zwar vill falschi Züge gege ihn uusgseit, aber ihri Ussage hend nöd überi gstumme.

57 Au sind einigi falschi Züg ufgschtande und behauptet:

58 "Wir haben gehört, wie er gesagt hat: 'Ich werd diesen mit Händ erbauten Tempel abreissen und in drü Täg einen andere bauen, der nicht mit Händ gemacht ist.'"

59 Aber au i dem Punkt widerspreche sich ihri Ussage.

60 Schliesslich erhob sich de Hohe Priester in ihrere Mitti und hät Jesus gfragt: "Häsch kei Antwort vorzbringe? Was säged die Manne da geg dich us?"

61 Doch er het kei einzigi Antwort geh, sondern schwieg. Do het en de Hohe Prieschter vo Neuem befrogt und het welle wüsse: "Bisch de Christus, de Bueb vom Höchschte?"

62 Jesus git zantwort: "Das bin ich. Und ihr werdet de Menschensohn a de rechte Siite vo de Macht hocke und mit de Wulche vom Himmel chöme."

63 Druf zerriss de Hohe Priester sini Gwänder ab und reief: "Wozu bruchemer no Züg?

64 Ihr hend d Gottesläschterig ghört. Wie lutet eues Urteil?" Alli hend gurteilt, er seg schuldig und han de Tod verdient.

65 Einigi händ aagfange, ihn aazspucke, händ sis Gsicht verhüllt, händ en mit Füst gschlage und spotted: "Prophezeie!" Und d Grichtsdiener händ en gnoh und händ en is Gsicht gschlage.

66 Während Petrus jetzt abe im Hof gsi isch, isch es Dienstmaitli vom Hohen Prieschter cho.

67 Wo sie gseh het wie de Petrus sich wärmti, het sie ihn direkt a blicket und gseit: "Du bisch doch au mit dem Nazarẹner, dem Jesus zeme."

68 Doch er stritt s ab: "Ich kenn ihn nöd und weiss au nöd, vo wo du redsch." Damit isch er use zum Iigang gange.

69 Wo s'Dienschtmäitli ihn deet gsee het, het si wider zu de Umeständige gseit: "Das isch eine vo dene".

70 Wieder stritt ers ab. Doch churz drufabe au d'Umstehende ahgfange: "Du bisch bestimmt eine vo dene. Du bisch schlussendlich en Galilạ̈er."

71 Doch er isch en Fluech usgstiege und schwor: "Ich kenn de Maa nöd, vo dem ihr redet."

72 Im gliiche Moment het en Hahn zum zweite Mal kräht und de Petrus het sich a das erinneret wo Jesus zu ihm gseit het: "Bevor ein Hahn zwei Mal kräht wirsch du mich drü Mal verlügne. Da het er zäme bracht und het agfange brüele.

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Markus 13 vo 16

 

Markus 13 vo 16

13:1 Won er vom Tempel weggange isch, het eine vo sine Jünger gruefe: "Lehrer, siehe mal, was für herrliche Stei und Baute!"

2 Doch Jesus erwideret: "Gsehsch die grosse Baute? Hie wird kein einzige Stei ufem andere bliibe. Alles wird zerstört."

3 Spöter het Jesus gegeüber vom Tempel uf em Ölberg ghockt. Petrus, Jakobus, Johạnes und Andreas sind mit ihm ällei gsi, wo sie ihn gfröget händ:

4 "Säg eus: Wenn wird das passiere, und a welem Zeiche wird mer erkenne, wenn all das zumene Abschluss söll cho?"

5 Da het Jesus aagfange z erkläre: "Passet auf, dass niemand tüscht.

6 Viel werded unter mim Name ufträte und säged: 'Ich bin', und sie werded viel tüüsche.

7 Usserdem: Wänn ihr vo Kriege und Kriegsbricht ghöred, dänn gratet nöd in Panik. Es muess so cho, aber es isch nonig s End.

8 Denn es Volk wird sich gege s andere erhebe und es Land gege s andere; in einere Gegend nach em andere wird s Erdbebe geh; au zu Läbensmittel¬knappheit wird s cho. Das isch de Aafang vonere schmerzliche Ziit.

9 Aber ihr, passt guet uf eu uf. Mer wird eu vor Ortsgricht bringe, und ihr werded i de Synagoge gschlage und minetwäge vor Statthalter und Könige gstellt werded – als Zügnis für sie.

10 Au muess under allne Völcher zersch die gueti Botschaft bekannt gmacht werde.

11 Wenn mer eu abführt zum eu usliefere, denn mached eu nöd im Vorus Sorge über das, wo ihr schwätze sollt, sondern seit das, was eu i dem Momänt igäh wird, denn nöd ihr schwätze, sondern de heilige Geischt.

12 Au wird en Brüeder sin in Tod schicke und en Vater sis Chind, und Chind werded sich geg ihri Eltere stelle und sie töte loh.

13 Alli Mänsche werded eu wäg mim Name hasse, aber wer bis zum Endi usgharrt het, de wird grettet werde.

14 Doch wenn ihr de abscheulich Verwüeschter dete stönd, wo er nöd aneghört – de Läser muen guet underscheide chöne -, denn sölled die wo in Judạ̈a sind, afönd id Berge flieh.t

15 Wer ufem Dach isch söll nöd abestiige na inne gah zum irgendöppis us sim Huus hole,

16 und wer uf em Feld isch, söll nöd zu dem zruggkehre, was er hinder sich gloh het, und sis Obergwand hole.

17 Wehe de Schwangere und de stilleende Müettere i dene Täg!

18 betet immer wieder drum, dass es nöd im Winter passiert.

19 Denn de Däg wäre eina Däg vu nem Drangsal si, we`s sie sit Afang vu d Schöpfig Gottes bis döt ane nit gäh het, und au nie wieder geh wird.

20 Hätt Jehova die Täg nöd verchürzt, dänn würd kein Mensch grettet werde, aber wäg sinere Userwählte hät er die Täg verchürzt.

21 Und wenn dänn öppert zu eu seit: 'Gseht mal! Hie isch de Christus!' oder: 'Lueget! Det isch er!' , glaubs nöd.

22 Denn es werded falschi Christusse und falschi Prophete uftrete, und sie werded Zeiche und Wunder vollbringe, um wenn möglich d Uuserwählte irrezfüere.

23 Nähmed eu also in Acht! Ich han eu alles vorusgseit.

24 Doch i dene Täg, nach dene drangsal, wird sich d Sunne verfinsterre, de Mond hört uf lüchte,

25 d Sterne gheied vom Himmel und d Chräft im Himmel werded erschütteret.

26 Mer wird de Menschensohn de mit grosser Macht und Herrlichkeit in Wulche cho.

27 Und dänn wird er d'Ängel ussende und sini Uuserwählte vo de vier Himmels¬richtige her versammle – vom üsserschte Endi vo de Erde bis zum üsserschte Endi vom Himmel.

28 Lern folgendi Lektion vom Feigebaum: Sobald sini Zwääg saftig und grüen wäred, wüssed Ihr, dass de Summer nooch isch.

29 So erkenned ihr au wenn ihr die Sache gschehed das er nöch isch, ja vor de Türe staht.

30 Ich versichere eu: Die Generation wird uf kein Fall vergah bis das alles passiert.

31 Himmel und Erde werded vergah, aber mini Wort werded uf kein Fall vergange.

32 Doch de Tag oder die Stund kennt niemert, weder d'Engel im Himmel no de Sohn, sondern nur de Vater.

33 Haltet ständig Usschau, bliibt wach, denn ihr kenned de Ziitpunkt nöd.

34 Es isch wie miteme Maa wo sich ufere wiiti Reis gmacht het. Wo er sis Huus verlüürt het er d'Verantwortig sis Sklave übertreit. Er het jedem sini Ufgob gäh und de Türwächter beuftragt immer wachsam zbliibe.

35 Blibet also wachsam denn ihr wüsset nöd wenn de Husherr chunt, ob spat am Tag oder um Mitternacht oder vor em Morgegraue oder früehmorgen,

36 damit er eu wener plötzlich chunt nöd schlafend vorfindet.

37 Doch was ich eu säge, säg ich allne: Bliibt wachsam."

 

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Markus 12 vo 16

 

Markus 12 vo 16

12:1 Denn het er agfange, in Bilder zu ihne z rede: "E Maa het en Wiiberg pflanzt, het en Zuun drum zoge, het es Uffangbecke für d Wychelter aagleit und het en Turm baut. Dänn hät er de Wybärg a Wybuure verpackt und isch wiit wägg.

2 Wo's a de Ziit gsi isch, het er en Sklave zu de Wiibuure gschickt zum en Teil vo de Truubenerte abhole z'loh.

3 Doch sie hend ihn packt, hend ihn verprüglet und en mit leere Händ wegschickt.

4 Da het er en andere Sklave beuftragt, wo sie aber am Chopf verwundet und demüetiget händ.

5 De nächst woner gschickt het, hends umbracht und viel wiiteri verprüglet oder hends umbracht.

6 Schliesslich isch nur na eine übrig bliebe – sin gliebte Sohn. Ihn het er als Letschts gschickt und denkt: 'Vor min Sohn werde sie ja wohl Respekt ha.'

7 Doch d Wybuure händ zunenand gsäit: 'Das isch de Erb. Chunt, mir bringed en um, de ghört s Erbe is.'

8 Sie händ en packt, umbrocht und us em Wiiberg gworfe.

9 Was wird de Wybergbsitzer jetzt wohl tue? Er wird cho und d Wybuure töten und de Wybärg andere gä.

10 Hend ihr nie die Schriftstell gläse: 'Der Stein wo die Baulüt verworfe händ, dä isch zum Haupteckstei worde.

11 Das hät Jehova bewirkt und es isch grossartig i eusne Auge'?"

12 Da händ en sini Gegner wele festnäh, will sie gmerkt händ, dass er mit em Vergliich uf sie aspielt hät. Doch us Angst vor de Mängi händs ihn in Rueh gloh und sind weg.

13 Als nächschts händs einigi Pharisäer gschickt und Parteianhänger vo Herodes zu ihm. Sie sötted ihm mit sine eigene Wort en Fall stelle.

14 Bi ihm acho, händs gseid: "Lehrer, mir wüssed, dass du wahrheitsliebend bisch. Au isch dir d Anerkennig andere nit wichtig, denn dü luegsch nit uf des Üssere, sundern lehrsch wohrheitsgetreu, we ma nohch rem Wille Gottes läbä soll. Isch es richtig de Cäsar Chopfstüür zahle oder nöd?

15 Sölled mer si zahle oder nöd?" Doch er het ihri Heuchelei duregluegt und het erwideret: "Warum stellet ihr mich auf die Prob? Bringet mir ein Denạr. Ich will ihn mir sehen."

16 Das händs gmacht, wo er si gfröget hät: "Wüsse Bild und Ufschrift isch das?" "Cäsars", händs gantwortet.

17 Jesus het jetzt gseit: "Gäbet de Cäsar zrugg, was de Cäsar ghört,n und Gott, was Gott ghört." Do sind sie sprachlos gsi.

18 Denn sind die Sadduzạ̈er cho wo ja behaupted es gäb kei Uferstehig. Sie händ en gfrögt:

19 "Lehrer, Moses hat für öis aufgschreiben: Wänn öpper stirbt und e Frau ohni Chind hinterlaht, dänn söll sin Brüeder d'Witwe hürate, zum ihm Nachkomme z'sichere.

20 Es hät mal siebä Brüeder geh. De erst hüratet, isch aber gstorbe, ohni Nachkomme z hinderlah.

21 De het de zweiti d Witwe ghürate, isch aber ebefalls gstorbe, ohni Nachkomme z hinderlah, und de dritt ebeso.

22 Keine vo de siebe hinderlose Nachkomme. Als Letzte vo allne isch au d Frau gstorbe.

23 Wem wird die Frau bi de Uferstehig ghöre? Es sind ja alli siebe mit ihre verhürotet gsi."

24 Jesus het zu ihne gseid: "Siit Ihr nicht deswegen im Irrrtum, weil ihr weder die Schriften noch die Macht Gottes kennt?

25 Denn wenn sie vo de Tote uferstönd, hürate Männer nöd und Fraue werded nöd verhürotet, sondern sie sind wie Engel im Himmel

26 Was aber die Uuferweckig vo de Tote betrifft, händ ihr nöd im Buech vo Moses im Bricht über de Dornbusch gläse, dass Gott zu ihm gseit hät: 'Ich bin de Gott Abrahams, Gott Isaaks und Gott Jakobs'?

27 Er isch nöd en Gott vo de Tote, sondern de Lebende. Ihr sind sehr im Irrrtum."

28 En Schriftglehrte isch dezue cho und het die Diskussion mitverfolgt gha. Ihm isch klar gsi das Jesus e gueti Antwort geh het, und so het er en gfrögt: "Welches Gebot staht a erster Stell?"

29 Jesus git zantwort: "An erster Stell steht das Gebot: 'Höre, Israel: Jehova isch euses Gott, es git nur en Jehova.

30 Liebi Jehova, di Gott, mit dim ganze Herze, mit dinere ganze Seel, mit dim ganze Dänke und mit dinere ganze Chraft.'

31 An zweiter Stell steht das Gebot: 'Lieb deinen Mitmenschen wie dich selbst.' Kein anders Gebot ist grösser als die beiden.'

32 Der Schriftgelehrte erwiderte: "Lehrer, du häsch guet und wohrheitsgmäss gseit: 'Es git nur eine und usser ihm gits kei anderi.'

33 Und ihn mit ganzem Herz zliebe, mit ganzem Verstand und mit ganzer Chraft und Mitmensche zliebe wie sich sälber – das isch viel meh wärt als alli Ganzbrandopfer und andere Opfer.“

34 Da Jesus erkennt het das de Maa gschlage het, het er zu ihm gseit: "Du bisch nöd wiit vom Königrich Gottes entfernt." Danach het sich keine meh getrout, ihm Frage z stelle.

35 Wo de Jesus de wieter im Tempel glehrt het, het er gfragt: "Wie chunts, dass d Schrift¬gelehrte säge, de Christus seg David Sohn?

36 Dur de heilige Geist hät David doch sälber gseit: 'Jehova hät zu mim Herrn gseit: "Setz dich a mini rächte Siite, bis ich Dir dini Fäind under d'Füess leg."

37 David selber nennt en also Herr. Wie chan er dänn si Sohn sii?"

Die grossi Menschemengi hät ihm gern zue ghört.

38 Er het sie wiiter glehrt: "Nähmed eu vor de Schrift¬gelehrte in Acht, wo gern in lange Gwänder umelaufed und es liebed, uf de Marktplätz bsunders grüesst zwerde.g

39 Sie wönd die vordere Sitz i de Synagoge und die besti Plätz bim Znacht.

40 Sie bringed d Witwe um ihren Bsitz und reded langi Gebete zum sich wichtig zmache. Sie werded es herters Urteil übercho."

41 de Jesus het sich etzt gegenüber vo de Schatzchäste ane gsetzt und beobachtet wie d Lüt Geld iwarfed. Etlichi Riiche werfed vill Münze ii.

42 Debi isch e armi Witwe cho und het zwei chlini Münze vo ganz gringem Wert iigworfe.

43 Da het er siini Jünger zu sich gruefe und het ne gseit: "Ich versichere eu, dass die armi Witwe meh iigworfe het als alli andere wo Geld id Schatzchäste gworfe hend.

44 Denn die andere hend us ihrem überfluss öpis ihgworfe. Sie degege het us ihrem armuet use alles igworfe was sie gha het, ihre ganz Lebensunterhalt."