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Rico Loosli 6934 Bioggio
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Lukas 10 vo 24

 

Lukas 10 vo 24

10:1 Danach het de Herr 70 witer bestimmt und het sie zu zweit i alli Städt und Ort vorus gschickt, woner sälber het welle gah.

2 Er het zu ihne gseit: "Ja, d Ernte isch gross, aber es git nur wenig Arbeiter. Bitte drum de Herr vo de Ernte, meh Arbeiter für sini Ernte uszsende.

3 Goht also! Aber passed uf, ich schick eu uus wie Lämmer zmitzt unter Wölf.

4 Nämet weder en Gäldbeutel no e Provianttäsche no Sandale mit und grüesst niemer underwägs.

5 Wo immer ihr es Huus betretet, seit zersch: 'Friede seg mit dem Huus.'

6 Wänn det öpper isch wo Friede liebt, bliibt eure Friede bi ihm, wenn aber nöd, chunt er zu eu zrüg.

7 Blibed i dem Huus und essed und trinkt was mer eu aabietet, will de Büezer hät sin Lohn verdient. Wächslet nöd ständig vomene Huus ines anders.

8 Und wänner in e Stadt gaht und mer eu det ufnimmt, dänn isset was mer eu aastellt,

9 heilt die Kranke wo dört sind und seit: 'Das Königrich Gottes ist nöch bei euch.'

10 Wenn ihr aber inere Stadt chömed und mer eu nöd ufnimmt, dänn gaht det uf d Hauptstross und seit:

11 'Als Warnig für eu wünsched mir sogar de Staub eurer Stadt ab, wo a euisne Füess haftet. Aber eis sölled ihr wüsse: Das Königrich Gottes ist nah.'

12 Ich säg eu: Sọdom wirds a dem Tag nöd so schlimm ergah wie die Stadt.

13 Wehe dir, Chọrazin! Wehe dir, Betsaida! Wenn in Tỵrus und Sịdon die gliiche mächtige Tate gscheh wäred wie bi eu, denn hetteds sich längst in Sack und Asche anegsetzt und bereut.

14 Deshalb wirds Tỵrus und Sịdon im Gricht nöd so schlimm ergah wie eu.

15 Und du, Kapẹrnaum, denksch öppe du wirsch is Himmel ghobe? Abe is Grab wirsch cho!

16 Wer uf eu hört, hört uf mich. Und wer eu missachtet, missachtet mich au. Und wer mich missachtet, missachtet au de wo mich gschickt het."

17 Schliesslich sind die 70 voller Fröid zrugg cho und händ gseit: "Herr, selbst die Dämọne werded euis unterworfe, wenn mir din Name benutzed."

18 Da het er zu ihne gseit: "Ich gseh scho, wie de Satan wie en Blitz usem Himmel gheit isch.t

19 Gseht, ich han eu autorisiert, Schlange und Skorpione z träte und die ganz Macht vom Feind z'bezwinge, und absolut nüt wird eu schade.

20 Denoch: Freut äich nit drüber, dass de Geischter äich undaworfe wäre, sundern freut äich, dass äiri Name im Himmel ytreit sin.

21 Im Moment het de heiligi Geist grossi Fröid bi ihm usglöst und er gseit: "Ich priis dich öffentlich, Vater, Herr vom Himmel und Erde, will du das alles vor de Wiise und Intellektuelle guet verborge und chlini Chind mitteilt hesch. Ja Vater, denn genau so heschs welle.

22 Mir isch alles vo mim Vater übergäh worde. Nemad weiss, wer dr Bueb isch, nur dr Vater, un nemads weiss, wer dr Vater isch, nur dr Bueb un jede, däm dr Bueb nen offebare möcht.

23 Drufabe isch er sich de Jünger zue gwanderet und het zu ihne ellei gseit: "Glücklich sind die Auge, wo gsehnd, was ihr gsend.

24 Denn ich sag äich: Vieli Prophete und Kenigi hän unbedingt welle luege, was ihr gsend, hän s aber nit gsähne, und hän welle lose, was ihr ghöre, hän's aber nit ghärt.

25 Da isch en Gsetzsexperte ufgschtande zum ihn uf d Prob z stelle. Er het gfragt: "Lehrer, was mues ich mache zum ewigs Läbe erbe?"

26 Er entgägnet: "Was staht denn im Gsetz? Was lisisch du det?"

27 De Maa het antwortet: "'Liebi Jehova, diin Gott, mit dim ganze Herze, diin ganze Seel, diinere ganze Chraft und dim ganze Denke' und 'dine Mitmensche wie dich selbst'."

28 Er het gseit: "Du hesch richtig gantwortet. Heb di witer dra und du wirsch Läbe becho."

29 Da de Maa aber bewiise het welle, dass er gerecht isch, het er Jesus gfragt: "Wer isch denn eigentlich min Mitmensch?"

30 Jesus git zantwort: "Ein Maa isch vo Jerusalem durab nach Jẹricho gange und isch vo Räuber überfalle. Sie händ ihm alles weggnoh, schlönd uf ihn ih und lönd en dänn halb döt zrug.

31 Zuefällig isch en Prieschter de gliich Wäg durab cho, doch woner de Verletzti gseh het, ischer uf de andere Strossesiite verbi gange.

32 Au en Levịt wo a die Stell cho isch und de Maa gseh het, isch uf de andere Strossesiite verbi gange.

33 Aber als en gwüsse Samarịter wo uf de gliche Stross unterwägs gsi isch, dörthi isch cho und en het gseh, het er tüüfs Mitgefühl empfunde.

34 Er isch zum Maa ane gange, het sini Wunde mit Öl und Wii versorgt und het si verbunde. Dänn het er en uf sis eigete Tier ghöret, het en in e Herberge brocht und sich um ihn kümmeret.

35 Am nächste Tag het er 2 Deạre gnoh, het sie em Wert gäh und gseid: 'Sorg für ihn und wenn s Gäld nöd langet zahli de Rest sobald ich wieder chume.'

36 Wer vo de drü het sich dinere Meinig na für de Überfallene als Mitmensch erwiese?"

37 Dä Maa hät gantwortet: "Der wo ihn barmherzig behandlet hät." Druf hät Jesus gseit: "Gang und machs au so".

38 Wo si witerzoge het, isch er in es Dorf cho, wo en e Frau namens de Martha i ihres Huus iglade het.

39 Sie hät au e Schwöschter gha wo Maria gheisse het. Maria het sich zu de Füess vom Herrn gsetzt und ihm die ganz Ziit zueglost.

40 Martha degäge het sich dur ihri vile Arbeite ablenke la. Schliesslich isch sie zu Jesus gange und het en gfrögt: "Herr, störts dich nöd, dass mini Schwöster mir die ganzi Arbeit überloht? Säget ihr, sie söll cho und mir hälfe."

41 De Herr hät gantwortet: "Martha, Martha, du machsch der um so viel Gedanke und Sorge.

42 Debii brucht mer doch nur wenig, eigentli nur ei Sach. Maria het sich fürs guete entschiede und es wird ihre nöd weggnoh werde."

 

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Lukas 9 vo 24

 

Lukas 9 vo 24

9:1 Dänn hät er de Zwölf zemme gheisse und hät ene Macht und Autorität über all Dämọnen und die Macht chrankheite z heile.

2 Er het sie usgschickt, s'Königrich Gottes z' predige und Chranke gsund z'mache.

3 "Nähmet für unterwägs nüt mit", wies er sie aah, "weder en Stab no en Provianttäsche no Brot no Geld und au kei zuesätzlichs Gwand.

4 Doch wo immer ihr ines Huus iitretted, det blibed und vo det gaht wiiter.

5 Und womer eu nöd ufnimmt, da schüttled bim Verlasse vo de Stadt de Staub vo eune Füess als Warnig für d Bewohner."

6 Da sinds los gange und durs Gebiet vo Dorf zu Dorf zoge, händ überall die gueti Botschaft bekannt gmacht und händ Chranki gheilt.

7 Das alles isch au Herodes cho, em Bezirksherrscher, z Ohre, und er isch zimli irritiert gsi, will die einte gseid hend, Johạnnes seig vo de Tote uferweckt worde,

8 die andere, elịa seig erschine, und no anderi, en Prophet vo früener seig uferstande.

9 Herodes wundert sich: "Ich habe Johạnnes doch enthaupten lassen. Wer isch denn bloss dä Maa, wo ich das alles ghöre?" Er hät en drum wele unbedingt gseh.

10 Wo d Aposchtel zrugg cho sind, händ sie Jesus verzellt, was sie alles gmacht händ. Danach het er sie mitgnoh und sich id Stadt Betsaida zruggzoge, um elei zsi.

11 Mol vieli erfahre devo und händ ihm gfolgt. Er hät sie fründlich empfunde, hät ene vo Gottes Königrich verzellt und d'Kranke gheilt.

12 Denn isch de Tag allmählich z End gange und die Zwölf sind cho und hend zue ihm gseit: "Schick d Lüt weg, damit sie sich in de Dörfer ringsum und ufem Land e Unterkunft chönd go sueche und Proviant beschaffe, denn do dusse simmer amene abglägene Ort."

13 Er het erwideret: "Gänd ihr ihne öppis z'ässe", wo sie gseid händ: "Mir händ nur fünf Brot und zwei Fisch. Ussert vilicht, mir gönd sälber go chaufe für alli Esse."

14 Es sind nämlich um die 5000 Maa gsi. Er het jetzt zu sine Jünger gseit: "Sorgt defür, dass sie sich i Gruppe vo ungefähr 50 zämesetzed."

15 Das händs gmacht und alli händ sich gsetzt.

16 Er het etze die fünf Brot gno und die zwei Fisch, het zum Himmel blickt und segnet sie. Denn het er d Brot brocht und het sie de Jinger glängt, damit sie de Lüt gä het.

17 Alli ässe und sind satt worde. Die übrig bliebne Stück sammlet mer ii und füllt demit zwölf Chörbe.

18 Spöter, won er ällei bätet het, sind die Jünger zue ihm cho, und er het si gfragt: "Für wen halte die Lüt mich?"

19 Sie antwortet: "Für Johạnnes de Täufer. Aber anderi säged: Elịa, und no anderi säge: E Prophet vo früener isch uferstande."

20 Do het er si gfragt: "Und ihr, für wer haltet ihr mich?" Petrus het zur Antwort geh: "Für den Christus Gottes."

21 Nachher weis er sie inere ärnste redet das niemerem z'säge.

22 Er hät dezue gführt: "Der Menschensohn muss viel durchmache und von den Ältesten, Oberpriester und Schriftgelehrten abglehnt werden, man wird ihn umbringen, und am dritte Tag wird er auferweckt werden."

23 Dänn hät er no zu allne gseit: "Wer en Nachfolger vo mir sii will, muess sich sälber verlügnet, Tag für Tag sin Marterpfahl neh und mir ständig folge.

24 Denn wer sis Läbe will rette, wird's verliere, aber wer sis Läbe minetwäge verlürt, de wird's rette.

25 Was bringts eim Mensch scho wenn er die ganz Welt gwünnt aber sich selber verlührt oder sich zgrunde richtet?

26 Denn wer sich für mich un mini Wort schämt, fir den wird sich de Menschensohn schäme, wenn na in sinere Herrlichkeit un de heilige Engel kummt.

27 Doch ich versichere euch: Einigi vo dene wo do stönd, werded uf kein Fall sterbe, ohni s Königrich Gottes gseh z ha."

28 Und so hät er gno, öppe acht Täg nachdem er das gseit hät, Petrus, Johạnnnes und Jakobus mit und isch uf en Berg gstiege zum bätte.

29 Bim Bätt het sich s'Usgseh vo sim Gsicht veränderet und sini Chleidig isch strahlend wiis worde.

30 Uf eimol händ sich zwei Manne mit ihm unterhalte – Moses und Elịa. 31 Sie erschine in Herrlichkeit und schwätze über sin Weggang, wo sich in Jerusalem an ihm erfülle sötti.

32 Petrus und die andere sind vom Schlaf überwältigt worde, doch wo sie wieder hellwach gsi sind, händ sie sini Herrlichkeit gseh und die zwei Manne wo bi ihm gstande sind.

33 Wo nen die beide Manne grad hend welle verlah, het de Petrus zu Jesus gseit: "Lehrer, wie guet das mir da sind! Lönd eus drei Zelte ufbaue: eis für dich, eis für Moses und eis für Elịa" Er het nöd gwüsst was er da gredet het.

34 Doch während er das gseit het, het sich e Wulke bildet und bedeckt sie. Wo die Wolke sie iihüllt het, hend sie Angst übercho.

35 Denn isch e Stimm us de Wolke cho: "Das isch min Sohn, wo userwählte. Höret uf ihn!"

36 Wo die Stimm gseit hät isch Jesus wieder elei gsi. Die Jünger händ das Ganze für sich bhalte und verzellt damals niemertem was sie gseh händ.

37 Am Tag druf sinds de Berg durab gange und e grossi Menschemengi isch Jesus entgägecho.

38 Uf einisch en Maa us de Mengi gruefe: "Lehrer, ich bitte dich, en Blick uf min Sohn z werfe – ich han nur de einti!

39 Es Geist packt ihn und er fangt plötzlich ah schreie, wird in Krämpf gstürzt und het Schuum vor em Muul. De Geischt verletzt en und loht en nöd so liecht wieder los.

40 Ich han dini Jünger bätte ihn usztriebe, aber sie händs nöd chönne."

41 Als Reaktion druf hät Jesus gseit: "Was für eine ungläubige, verdreht Generation! Wie lang muess ich na bi eu blibe und eu ertrage? Bring din Sohn her."

42 Sogar wo de Bueb nöcher cho isch, het de Dạ̈mon en uf de Bode gschluderet und en mit heftige Chrämpf plaget. Doch Jesus isch de böse Geischt aagfahre, het de Junge gsund gmacht und het en sim Vater zrugg geh.

43 Alli händ nur so gstunke über die grossi Macht Gottes.

Während sich d Lüüt über all sini Tate wundered, het er zu sine Jünger gseit:

44 "Höred guet zue und merked eu die Wort, denn de Menschensohn wird a Mensche verrate."

45 Doch sie hän nit verstande, was er da gseit het. Es isch ihne verborge gsi, damit sie s nit begriffe, und sie trout sich au nit nachefroge.

46 Nochane afo diskutiere wer vo ihne wohl de Grössti seg.

47 Da Jesus gwüsst het was sie i ihrem Herz überleit hend, het er es Chind gnoh, hets näbed sich gstellt

48 un sait: "Wer in minem Name des Kind ufnimmt, der nimmt mi au uf. Un wer mich ufnimmt, nimmt au den uf, der mich gschickt het. Denn wer sich unda äich alle dämütig vuhaltet, der isch gross."

49 Als Reaktion druf hät de Johạnnes gseit: "Lehrer, mir händ gseh wie öpper di Name benutzt hät zum Dämọnene ustriibe. Mir händ ihn versuecht, ihn drah z'hinderä, will er dir nöd mit eus zämme folgt."

50 Jesus entgägnet: "Hinderet ihn nöd dra, denn wer nöd gege eu isch, isch für eu."

51 Da die Täg vo sinere Himmelfahrt nöcher cho sind, isch er entschlosse gsi, nach Jerusalem z'gah.

52 Er schickti Bote vorus, wo ines samarịtisches Dorf gange sind, um Vorbereitige für ihn z treffe.

53 Doch mer en nöd ufgnoh, will er fescht vor gha het, nach Jerusalem z'gah.

54 Wo die Jünger Jakobus und Johạnnnes das gseh händ, händ sie gfröget: "Herr, wotsch, dass mer Füür vom Himmel herabrüefed und sie vernichted?"

55 Doch er dräit sich um und het ihne deswege vorhaltige gmacht.

56 Drufhin sinds in es anders Dorf gange.

57 Underwägs het öpper zu ihm gseit: "Ich folg dir, wo du au gosch."

58 Doch Jesus erwideret: "D Füchs händ ihren Bau und die Vögel vom Himmel ihres Nest, aber de Menschensohn hät keis eigets Dihei."

59 En andere Maa hät er uufgforderet: "Folg mer noche!", doch de entgägnet: "Herr, erlaub mer, dass ich zerscht gang und mi Vater begrabe."

60 Druf hät Jesus gseit: "Lass die Tote ihri Tote Begrabe, du aber gang und mach s'Königrich Gottes wit und breit bekannt."

61 No en andere gseid: "Ich werd der folge, Herr, doch erlaub mer zerscht, mich vo dene zverabschiede, wo i mim Huus sind."

62 Jesus erwideret: "Niemert wo sini Hand a de Pflug legt und hinedra blickt, eignet sich für Gottes Königrich."

 

 

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Lukas 8 vo 24

 

Lukas 8 vo 24

8:1 Kurz denoch isch er vo Stadt zu Stadt und vo Dorf zu Dorf z Dorf gange, wobi er predigt het und die gueti Botschaft vom Gottes Königrich bekannt gmacht het. Die Zwölf sind bi ihm gsi

2 sowie einigi Fraue wo vo böse Geischter befreit und vo Krankheite gheilt worde sind: Maria gnennt Magdalẹne, us de sibe Dämọnen usgfahre sind,

3 Johạnna, d Frau vo Chụsa, em höche Beamte vom Herodes, Susạnna und vyli anderi Fraue, wo ihn und d Aposchtel mit em unterstützt händ, was sie bsoesse händ.

4 En grossi Menschemengi het sich etze gmeinsam mit dene versammlet, wo us einere Stadt nach em andere zue ihm cho sind. Do het Jesus en Vergliich brocht:

5 "Es Sämann isch losgange, um Same z'säie. Bim Säie sind einigi Samenkörner uf de Wäg gfloge und sind verträtte worde, und d'Vögel vom Himmel händs ufghänkt.

6 Anderi sind uf de Felse gheit und nachdems ufgange sind, hends vertrochnet wills kei Füechtigkeit gha hend.

7 Wieder anderi gheied under d Dorne, und d Dorne sind zäme mit ihne gwachse und hends erstickt.

8 Anderi gheit jedoch uf guete Bode und nachdems ufgange sind, händs hundertfache Ertrag bracht." Dänn hät er no gruefe: "Wer Ohre hät, söll guet zuelose."

9 Sini Jünger händ jetzt welle wüsse was dä Vergliich bedütet.

10 Do hät er gsäit: "Ihr dörfed die heilige Gheimnis vom Kenigrich Gottes verstoh, für die Übrige aber bliibeds Vergliich, sodass sie, obwohl sie sähn, vergeblich gsehnd, und obwohl sie ghöred, nöd d Bedütig verstönd.

11 Mit em Vergliich isch Folgendes gmeint: De Same isch s Wort Gottes.

12 Mit dene uf em Weg isch es so: Sie händ s Wort Gottes ghört, aber dänn chunt de Tüüfel und nimmt s us ihrem Herze weg, damit sie nöd glaube und grettet werded.

13 Mit dene uf em Felse isch es eso: Sie ghöred s Wort Gottes und nähmeds mit Freud a, bilde aber kei Wurzle. Sie glaubed es Ziitli lang, aber i ere Ziit vo de Erprobig falleds ab.

14 Mit dene under de Dorne isch es eso: Sie händ s Wort Gottes ghört, lönd sich aber vo de Sorge, em Richtum und de Vergnüegige vo dem Läbe fort träge, werded völlig erstickt und bringed nüt zur Reife.

15 Mit dene uf em guete Bode isch es eso: Sie ghöred s Wort Gottes mit eme ufrichtige und guete Herze, lönd's nüme los, harre us und bringe debi Ertrag.

16 Niemert, wo en Lampe azündet het, deckt si mit eim Gfäss zue oder stellt si under es Bett, sondern er stellt si uf en Lampeständer, sodass jede wo inechunnt s Liecht gseh chan.

17 Denn es isch nüt versteckt wo nöd offebar wird, no chli sorgfältig verborge wo niemals bekannt werdet und as liecht cho wird.

18 Achtet also druf, wie ihr zueloset, denn wer het, dem wird no meh geh. Aber wer nöd het, dem wird selber das, woner meint, weggnoh."

19 Sini Muetter und sini Brüeder händ jetzt welle zu ihm, aber wäg de villne Lüüt sind sie nöd dure cho.

20 Drum het mer em usgrichtet: "Dini Mueter und dini Brüeder stönd dusse und wänd dich gseh."

21 Er het erwideret: "Mini Mueter und mini Brüeder sind die Mänsche da, wo Gottes Wort ghöred und danach lebed."

22 Eines Tages isch er mit sine Jünger ines Boot gstige und hät gseit: "Lönd ois a s andere Seeufer fahre." Also händs d Segle gsetzt.

23 Während sie seglet händ er iigschlafe. Doch dänn isch en gwaltige Sturm uf de See abe gfloge und ihres Boot isch voll Wasser gloffe und sie händ in Gfahr grüert.

24 Die Jünger sind zu ihm gwecklet, händ ihn gweckt und griffe: "Lehrer, Lehrer, mir stärbe!" Do isch er ufgschtande und hät es Machtwort zum Wind und de tosende Wälle gseit. Druf het sich de Sturm gleit und e Still isch iigange.

25 Dänn hät er si gfröget: "Wo isch eues Glaube?" Doch sie händ gseid voller Angst und Stuune zunenand: "Wer isch das nur? Er git sogar am Wind und de Wälle Befehl und sie höred uf ihn."

26 In der Gegend der Gerasẹner gegenüber vo Galilạ̈a hän sie aagleit.

27 Wo Jesus a Land isch, het ihm es vo Dämọnen Besessner us de Stadt begägnet. Er het scho sit längerer Ziit kei Chleidig meh treit und nöd imene Huus gwohnt, sondern i de Grabhöhle.

28 Wo si Blick uf Jesus gfloge isch, het er ufgruefe, isch vor ihm ufe Bode gworfe und het luut gruefe: "Was han ich mit dir ztue, Jesus, Bueb vum höchschte Gott? Ich fleh dich a, quäle mich nöd!"

29 (Jesus het em böse Geist nämli befohle gha us em Maa usezcho. De Dạ̈mon het en scho oft packt gha und mer het de Maa wiederholt a Händ und Füess gfesslet und bewacht, aber er zerriss jedes mal d Chette und isch vo dem Dạ̈mon a eisame Ort tribe worde.)

30 Jesus het en gfrögt: "Wie heisst du?", was er antwortet het: "Legiọn" will vieli Dämọne im Maa gfahre sind.

31 Mehrmaus händs ihn aagfleht, ihne nöd z'befähle, in Abgrund z'gah.

32 Nun het e grossi Schweineherde dört am Berg gwidmet, und so bade d'Dämọne bätte ihn, sie in die Schweine fahre z'loh. Das het er ne erlaubt.

33 Sofort sind die Dämọne us em Maa use cho und sind id Schweine gfahre. D Herde het über de Steilhang in See gstürmt und ertrunke.

34 Wo d Schweinehirte das gseh händ, händs d Flucht ergriffe und brichtet i de Stadt und uf em Land was passiert isch.

35 Die Lüt hend sich uf gmacht zum sich das alles ahzluege. Wo sie zu Jesus khoo sind, händ sie gsäh, dass de Maa, wo d Dämọne usgfahre sind, bekleidet und bi klarem Verstand gsi isch und Jesus z Füess hockt. Da händs es mit de Angst ztue übercho.

36 Die Augzüüg händ ene brichtet, wie de vo Dämọne bsessene Maa gheilt worde isch.

37 Drufhin isch Jesus vonere Mengi Lüt us de Gegend vo de Gerasẹner bätte wegzgah worde, denn es het sie grossi Angst packt gha. Er isch also is Boot gstiege zum abfahre.

38 De Maa, wo d Dämọne usgfahre sind, het en widerholt, bi ihm dörfe z bliebe, doch er het en mit de Wort weg gschickt:

39 "Gang wieder hei und verzell allne was Gott für dich ta het." Da isch de Maa weggange und het i de ganze Stadt bekannt gmacht, was Jesus für ihn gmacht het.

40 Wo Jesus zruggcho isch, isch er vo de mensche herzlich empfange worde, denn alli hend scho uf ihn gwartet.

41 Uf einisch isch en Maa namens cho Jaịrus, a Synagogevorsteher. Er flegt Jesus z Fess un flegt nen a, nen heim z begleite.

42 Sini einzigi Tochter, wo ungefähr zwölf Jahr alt gsi isch, isch nämli im Stärbe gläge.

De Jesus het sich also uf de Wäg gmacht, dicht gfolgt vonere Menschemengi wo sich um ihn drängt het.

43No isch da e Frau gsi wo sit zwölf Jahr a Bluetige litt und niemert gfunde het, wo si het chönne heile.

44 Sie het sich vo hinte nöcheret, het d Franse vo sim Obergwand berüert, und d Bluetige händ sofort ufghört.

45 Da het Jesus gfragt: "Wer het mich berührt?" Wo s alli abstritte het de Petrus gseit: "Lehrer wo vielne Mänsche drucked und dränged vo allne Siite."

46 Jesus entgägnet: "Doch, mich hät öpper berührt will ich weiss, dass Chraft vo mir usgange isch."

47 Wo de Frau klar worde isch, dass sie nöd unbemerkt bliebe gsi isch, isch sie zitternd nöcher cho, isch sie vor ihm ufe Bode gworfe und het vor allne Lüt verzellt, warum sie ihn berührt het und wie sie auwäglich gheilt worde isch.

48 Da het er zu ihre gseit: "Tochter, dis Glaube het dich gsund gmacht. Gang in Friede."

49 Während er no redt het, isch en Vertreter vom Synagogevorsteher mit de Nachricht cho: "Dini Tochter ist gstorbe. Mach em Lehrer kei wiiteri Umständ."

50 Wo Jesus das ghört het, het erwideret: "Ha kei Angst, ha eifach nur Glaube und sie wird grettet werde."

51 Won er bim Huus aacho isch, het er niemert mit inego usser Petrus, Johạnnes, Jakobus und d Eltere vom Meitli loh.

52 Alli Lüt grännet und schlönd sich vor Truur ad Bruscht, und so hät er gseit: "Höred uf brüele, will sie isch nöd gstorbe, sondern schlaft."

53 Da hends ihn usglachet, will sie ja gwüsst händ, dass sie tot gsi isch.

54 Doch er het ihri Hand gno und het gheisse: "Chind, stah uf!"

55 Da isch ihri Läbenskraft zrugg cho und sie isch sofort ufgstande, und er het gseit mer söll ihre öppis ässe gäh.

56 Ihri Eltere sind usser sich vor Fröid gsi, doch er het ihne gschärft ihne i, niemertem z verzelle.

 

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Lukas 7 vo 24

 

Lukas 7 vo 24

7 Woner met dem was er de Lüüt hed welle säge, fertig esch er nach Kapẹrnaum gange.

2 En Offizier hed en Sklave gha woner sehr gange esch, wo jetzt aber schwer chrank gsi esch und im Stärbe gläge esch.

3 Wo er vom Jesus ghört het, het er einigi Älteschte vo de Jude zu ihm gschickt mit de Bitte z'cho und sine Sklave gsund z'mache.

4 Sie sind also zu Jesus gange und hend ihn idringlich bite: "Er isch es wert, dass du ihm sini Bitte erfüllsch,

5 den er liebt euses Volk und het sogar eusi Synagoge baut."

6 Da het sich Jesus mit ihne uf de Wäg gmacht. In einere Entfernig vo dem Huus sind ihm Fründe vom Offizier entgege cho. Sie sötted ihm usrichte: "Herr, mach der kei Umständ, denn ich bins nöd wert das du under mis Dach chunsch.

7 Deshalb hani mich au nöd für würdig ghalte, zu dir zcho. Aber es Wort vo dir gnüegt und min Diener isch gsund.

8 Denn au ich understahn höherem Befehl und han Soldate unter mier, und wenn ich zu eim vo ihne säge: 'Gah!', denn gaht er. Und befähl ich emne andere: 'Chum!', dänn chunt er. Und wenn ich mim Sklave säge: 'Tu das!', dänn duet er s."

9 Wo Jesus das ghört het, het er über ihn gstunke, het sich umegmacht und het zu de viele Lüt gseit, wo ihm gfolgt hend: "Ich sag eu: Nöd mal in Israel han ich sonen starke Glaube entdeckt."

10 Wo d Überbringer vo de Nochricht is Huus zrugg cho sind händs gseh dass de Sklave gsund gsi isch.

11 Kurz danach isch Jesus unterwägs zunere Stadt namens Nạin gsi. Sini Jünger und ä grossi Mängi zoge mit ihm.

12 Woner sich am Stadtor nöcher het, isch grad en Toter useghaue worde, de einzig Sohn vo sinere Muetter, wo no dezue en Witwe gsi isch. En beachtlichi Mängi us de Stadt het sie begleitet.

13 Wo de Herr si entdeckt hät, hät er tüüfs Mitgfühl empfunde und hät zu ere gsäit: "Hör uf brüele."

14 Druf isch er nöcher cho, het d Bahne und d Träger bliebe stönd. Er beforderet: "Junge Maa, ich säg dir: Stah uf!"

15 Da het sich de Toti ufgsetzt und aagfange rede, und Jesus het en sinere Muetter zrugg geh.

16 Alli sind vo Angst ergriffe worde, verherrlicht Gott und hend gseit: "En grosse Prophet ist unter uns aufgetreten", und: "Gott het sinem Volk Beachtig gschenkt."

17 Was er gmacht het, het sich in ganz Judạ̈a gredt und i de ganze Gegend ume gsproche.

18 Johạnes erfahre vo sine Jünger, was alles gschehe isch.

19 Do het Johạnes zwei vo sinne Jünger zu sich g'ruefe und het sie zum Herrn gschickt mit de Frag: "Bisch du dä wo söll cho oder söllemer no uf en andere warte?"

20 Bi Jesus aacho hend die Männer gseit: "Johạnnnes de Täufer hät eus zu dir gschickt. Mer sölled dich fröge: 'Bisch du dä wo söll cho oder söllemer no uf en andere warte?'"

21 Jesus hät zu dem Ziitpunkt viel vo Chrankheite und schwere Liidä gheilt, trieb bös Geischter uus und hät villne Blindä s Augelicht gschänkt.

22 Er hät zur Antwort geh: "Goht und verzellt Johạnnes was ihr gseh händ und ghört händ: Blindi chönd jetzt gseh, Lahme chönd laufe, Ussätzigi sind wieder gsund, ghörlosi chönd lose, Toti werded uferweckt und die Arme erfahred vo de guete Botschaft.

23 Glücklich isch wer nöd a mir ahstoss nimmt."

24 Wo die Bote wo Johạnnes gschickt het, weg gsi sind, isch Jesus uf Johạnes cho und het zu de Menschemengi gseid: "Was hender ghofft wo ihr id Wildnis sind gange? En Schilfrohr wo vom Wind hin und her bewegt wird?

25 Was wönd ihr det drusse xeh? En Maa in edle Gwänder? Lüt wo Kostbari Gwänder träged und in Luxus lebed findet mer in möglichi Hüser.

26 Was wender also gseh wo ihr losgange sind? En Prophete? Ja, und ich säg eu: Ihr hend sogar no viel meh als en Prophete gseh.

27 Er isch es, wo s i de Schrifte heisst: 'Ich schick der min Bote vorus. Er wird de Weg vor dir vorbereite.'28 Ich säg eu: Unter de Mensche gits kei Grössi als Johạnes. Und doch isch öpper wo in Gottes Königrich e gringi Stellig het, grösser als er."

29 (Wo alli Lüt und d Stüreinnehmer das ghört händ, händ sie Gott für grächt erchlärt, will sie vo Johạnnnes tauft worde sind.

30 Doch d Pharisäer und d Gsetzesexperte hend nöd de Rata beachtet, wo Gott ihne gäh het,y denn sie sind nöd vo ihm tauft worde.)

31 "Mit wäm sölli also d'Mensche vo dere Generation vergliche? Wem sinds ähnlich?

32 Sie sind wie Chind, wo ufeme Marktplatz hocked und sich gegesiitig zrugg rüefed: 'Mer händ für eu Flöte gspielt, aber ihr händ nöd welle tanze. Mir händ Trauerlieder gsunge, aber ihr händ nöd brüelet.'

33 Ähnlich bi Johạnnnes em Täufer: Er isch cho, het keis Brot gässe und kei Wy trunke, und ihr seit: 'Er isch vomene Dạ̈mon bsesse.'

34 De Menschensohn isch cho und het gässe und trunke, und ihr seit: 'Gsehnd eu de a! De frisst und chan vom Wii nöd gnueg übercho und isch mit Stüreinnehmer und Sünder befründet!'

35 Wie au immer: Wiisheit zeigt sich a ihrne Ergäbnis."

36 Jesus isch wiederholt vomene Pharisäer zum Esse iglade worde. Schliesslich isch er zu ihm hei gange und het sich zum Tisch gleit.

37 Als e Frau, wo mer i de Stadt als Sünderin kennt het, het erfahre, dass er bi dem Pharisäer iiglade gsi isch, het sie es Alabastergfäss mit duftendem Öl bracht.

38 Sie isch hinder ihm gange, hiilft zu sinene Fess, het sie mit ihre Träne bnetzt und het sie tröchnet mit ihrne Hoor ab. Au het siini Füess zärtlich küsst und isch s duftende Öl drüber gossä.

39 De Pharisäer wo en iiglade gha hät, hät das gseh und hät sich gseit: "Wenn de Maa würkli en Prophet wär, dänn wüsst er, wer oder was für en Frau ihn da berüehrt, dass sie e Sünderin isch."

40 Jesus druf reagiert mit de Wort: "Sịmon, ich han der öppis z säge." – "Sag es, Lehrer."

41 "Zwöi Manne händ bimne Gäldverleiher Schulde gha. De eint het ihm 500 Deạre und de ander 50 gschuld.

42 Da sie nüt gha hend zum ihri Schulde zrugzahle, het er si grosszügig erlese. Welle vo de beide wird ihn wohl meh liebe?"

43 Sịmon het antwortet: "Ich nimme a dä wo er meh erlese het", wo Jesus gseit het: "Du hesch richtig gurteilt."

44 Denn het er sich de Frau zuegwandt und het zu Sịmon gseit: "Siehst du die Frau? Bi i dis Huus cho, aber du hesch mer kei Wasser für mini Füess gä. Doch die Frau hät miini Füess mit irne Träne benetzt und mit ihrne Hoor abtrocknet.

45 Du hesch mer kei Chuss geh, aber die Frau het sit ich inecho bin nöd ufghört mini Füess zärtlich z'küsse.

46 Du hesch kä Öl uf min Chopf gosse, aber die Frau hät duftends Öl uf mini Füess gosse.

47 Deshalb säg ich dir: Ihri Sinde - und sie het viel Sünde begange - sind vergäh, denn sie het viel Liebi zeigt. Doch wäm wenig vergege wird, de liebt wenig."

48 Denn het er zu ihre gseit: "Dini Sinne sind vergäh."

49 Da händ die andere am Tisch zunenand gmeint: "Wer isch dä Maa, dass er sogar Sünde vergit?"

50 Doch er het zu de Frau gseit: "Dein Glaube hat dich grettet. Gang in Frieden."