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Markus 15 vo 16

von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Markus 15 vo 16

15:1 Sofort bi Tagesaabruch berietet sich d Oberprieschter, d Älteschte und d Schrift¬glehrte, ja de ganz Sanhedrịn mitenand. Dänn hät mer Jesus gfesselt abegfüehrt und hät en Pilạtus übergäh.

2 Als Pilạtus ihn gfrögt het: "Bisch du de König vo de Jude?", het er gantwortet: "Du hesch es selber gseit."

3 Doch die Oberpriester händ viel Aaklage geg ihn vor bracht.

4 Da hät en Pilạtus nomal befrogt: "Häsch kei Antwort vorzbringe? Du gsehsch doch, was sie dir alles vorwerfed."

5 jesus het jedoch kei wiiteri antwort geh was de pilạtus sehr wunderet het.

6 Bim Fäscht het er amel en gfangene frei gloh wo s Volk het dörfe bestimme.

7 Damals en gwüsse Bạrabbbas zäme mit Uufrüererer im Gfängnis gsässe, wo bi ihrem Uufstand en Mord begange händ.

8 Die Lüt sind jetzt cho und bätte drum, dass de Pilạtus wie üblich vorgange isch.

9 Er het erwideret: "Wöhnder, dass ich de König vo de Jude freilah?"

10 Pilạtus isch nämli klar gsi, dass d'Oberpriester ihn us Neid usgliferet händ.

11 Doch d Oberpriester händ d Mengi uufghänkt, lieber d Freilassig vo Bạrabbas z verlange.

12 Wieder wandt sich Pilạtus ad Volk: "Und was söll ich mit dem mache wo ihr König vo de Jude nännt?"

13 Und wieder händ sie gschroue: "An den Pfahl mit ihm!"

14 "Warum? Was für es Verbreche hät er denn agfange?", hät de Pilạtus wiiter gfröget. Doch sie händ nur no luuter gfröget: "An den Pfahl mit ihm!"

15 Pilạtus hät Bạrabbas also frei lah zum d'Mängi z'friede-zstelle, und hät de Befehl gäh, de Jesus uuszpitsche und zur Hinrichtig am Pfahl abzfüehre.

16 Die Soldate händ Jesus jetzt in Hof vom Prätorium bracht und die ganz Truppeeinheit zemme rüefe.

17 Sie hend en in Purpur kleidet, hend en Dornenkrone gflochte, hend sie ihm ufs hocked

18 und fange a, ihm zuezrüefe: "Sig grüesst du Kenig vo de Jude!"

19 Au händ s em mit eme Schilfrohr uf de Chopf gschlage, händ en aagspuckt, uf d'Chnü ghaue und händ sich vor em verbüüted.

20 Nachdem sie sich über ihn lustig gmacht händ, händ sie ihm s purpurrote Gwand abgnoo, ihm sini Obergewänder wieder aagleit und händ en usegführt zum en a de Pfahl z'nutze.

21 En gwüsse Sịmon us Kyrẹne, de Vater vom Alexander und Rụfus, wo vo de Fälder cho isch und grad verbii gange isch, isch zwangs¬verpflichtet worde, de Marterpfahl z träge.

22 Sie händ Jesus a d'Stell brocht, wo Gọlgotha gnennt wird, was übersetzt "Schädelstätte" bedüütet.

23 Hie hends versuecht, ihm Wy mit Myrrhe als betäubendem Zuesatz z gäh, doch er het en nöd gno.

24 Sie hend ihn a de Pfahl gschnitte und hend sini Obergewänder verteilt, idem sie Los gworfe hend zum entscheide wer was übercho sött.

25 Es isch die 3. Stund gsi wo sie ihn a de Pfahl bracht händ.

26 Uf eme Schild isch de Aaklaggrund gstande. Die Aufschrift hät gmüetet: "Der König der Jude."

27 Usserdem händs zwei Räuber näbed em an Pfahl gschlage, ä rächts und ä Links vo ihm.

28 ––

29 Die Lüüt wo verbiigange sind händ abfällig über Jesus gredt, händ de Chopf gschüttlet und gseid: "Ha! Du häsch doch welle de Tempel abriisse und i drü Täg wieder ufbaue!

30 Dänn rett dich selber und chum vom Marterpfahl abe!"

31 Genauso hend sich d'Oberpriester und die Schrift-gelehrte unterenand über ihn lustig gmacht und gseit: "anderi het er grettet, aber sich selber chan er nöd rette!

32 De Christus, de König vo Israel, söll jetzt vom Marterpfahl abecho, damit mers gsehnd und glaube chönd!" Au die Manne, wo näbed em am Pfahl hänge, händ en beleidigt.

33 Wo die 6. Stund isch cho, het über s ganze Land e Finsternis ine bracht, wo bis zu de 9. Stund aghalte het.

34 Zur 9. Stund hät Jesus luut gruefe: "Ẹli, Ẹli, lamá sabachtháni?", was übersetzt bedütet: "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?"

35 Einigi wo debiistande sind und das ghört hend, hend gseit "Gseht mal! Er rüeft Elịa."

36 Dänn hät eine loos gheisse, hät en Schwamm i suure Wi taucht, hät en an es Schilfrohr gsteckt, hät en Jesus zum Trinke geh und gseit: "Lass! Mir wänd gseh, ob Elịa chunnt und ihn abholt."

37 Doch Jesus isch en luute Schrei uusgstiege und isch gstorbe.

38 Und de Vorhang vom Heiligtum isch vo obe bis abe entzwiigrisse worde.

39 Wo etze de Offizier wo Jesus gägenüber gstande isch het, het er gseit: "Dä Mann war würkli Gottes Sohna."

40 Au händ einigi Fraue vo Wiitem zue gseh, drunder Maria Magdalẹne und Maria, d Mueter vom Jakobus em Chliinere und vo Jọses, sowie Sạlome.

41 Sie händ Jesus in Galilạ̈a begleitet und für ihn gsorgt. Es sind au no viel anderi Fraue gsi, wo mit ihm zäme nach Jerusalem cho sind.

42 Da es etzt scho später Namittag gsi isch und usserdem Vorbereitigstag – das isch de Tag vorem Sabbat –,

43 het de Joseph vom Arimathịa gnoh, es agsehs Mitglid vom Hohen Rot, wo ebefalls uf Gottes Königrich gwartet het, si Muet zämme, isch z Pilạtus gange und bitt ihn um de Leichnam vom Jesus.

44 Pilạtus wundert sich allerdings, wie Jesus scho tod hät chönne. Also hät er de Offizier gredt und gfrögt, ob das gstumme hät.

45 Wo de Offizier s em beschtätigt het, het er Josef d Leichnam überloh.

46 Joseph het feins Liichnam abkauft, het de Lichnam abegwickt, het ihn in Stoff iigwickt und in es Grab gleit, wo inen Felse ghaue gsi isch. Dänn hät er en Stei gwälzt vor de Grabeigang.

47 Maria Magdalẹne und Maria, d Mueter vom Jọses, hend wiiter uf d Stell gluegt, wo de Lichnam anegleit worde isch.