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Rico Loosli 6934 Bioggio
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Lukas 14 vo 24

 

Lukas 14 vo 24

14:1 Binere andere Glägeheit het er amene Sabbat eine vo de füehrende Pharisäer bsuecht um bi ihm dihei z esse. Mer het en ganz genau beobachtet.

2 Ufzmal isch en Maa vor ihm gsi, wo a Wassersucht litt.

3 Da hät Jesus die Gsetzsexperte gfröget und d Pharisäer: "Isch es erlaubt am Sabbat zheile, oder nöd?"

4 Doch sie schwiege. Druf het er de Maa berührt, het en gsund gmacht und het en weg gschickt.

5 Dänn hät er si gfröget: "Angenommen, eure Sohn oder Stier fallt in einen Brunne. Wer vo eu wür en dänn nöd sofort usezieh – au amene Sabbat?"

6 druf hends nüt chönne antworte.

7 Won er etze beobachtet hät, wie sich d Gäscht d Ehreplätz usgsuecht händ, hät er ä Vergliich brocht. Er hät zue nene gsait:

8 "Wenn du zunere Hochziitsfiir iiglade bisch, suech der nöd de besti Platz us. Vilicht befindet sich under de Gäst öpper wo agsehener isch als du.

9 De wo eui beidi iiglade het, wird de cho und zu dir säge: 'Überlass däm Maa din Platz' und du wirsch beschämt ufstah und zum underste Platz gah.

10 Bisch also iiglade, leg dich am underste Platz z Tisch. Wänn dänn de Gaschtgäber chunt und zu dir säit: 'Rück uf en höchere Platz, min Fründ', wirsch du dadurch vor allne Gäscht geehrt.

11 Denn jede wo sich selber erhöht wird erniedrigt, und wer sich selber erniedrigt, wird erhöht."

12 Danach hät sich Jesus au an sin Gaschtgäber gwanderet: "Wenn du es Esse gisch, ob am Mittag oder am Abig, dänn ladet nöd dini Fründe, Brüeder, Verwandte oder riche Nochbere ii, denn sie werded sich wahrschinlich mit ere Gägeiladig revanchiere.

13 Lade lieber Arme, Verchrüpplete, Lahme und Blinde ii, wänn es Fästli gisch,

14 und du wirsch glücklich si will sie nüt hend wo sie sich revanchiere chönd. Denn dini Belohnig bechunsch bide Uferstehig vo de Grechte."

15 En Gast wo das ghört het, het zu ihm gseit: "Glücklich isch wer im Königrich Gottes darf esse."

16 Jesus erwideret: "En Maa het en grosses Znacht gäh und het viel dazue iiglade.

17 Zur Ässensziit het er sin Sklave los gschickt zum de Iiglade säge: 'Chunnt es isch scho alles vorbereitet.'

18 Doch alli händ irgendwelchi Usrede gha. De Erschti het zu ihm gseit: 'Ich han es Feld kauft und muess anegah und es mir gah. Bitte entschuldige mich.'

19 En andere hät gseit: 'Ich han 5 Rindergspanne kauft und han sie grad welle beguetachte. Bitte entschuldige mich.'

20 No en andere gseid: 'Ich han grad ersch ghüratet, deswege chani ned cho.'

21 De Sklave isch also zrugg zu sim Herr und het em alles brichtet. Do isch de Husherr zornig worde und het zu sim Sklave gseit: 'Gang schnell uf d Hauptstrosse und i d Gasse vo de Stadt und bring die Arme, Verchrüppelte, Blinde und Lahme her.‘

22 Bald druf gmäldet de Sklave: 'Herr, dis Befehl isch usgfüert, aber es isch immerno Platz.'

23 Also het de Herr zum Sklave gseit: 'Gang uf d Landstrasse und Wäge und dräng d Lüüt z cho, damit mis Huus voll wird.

24 Denn ich säg eu: Keiner vo de ursprünglich Iiglade wird öppis vo mim Znacht abbecho.'"

25 Nun sind grossi Mensche mit Jesus unterwegs gsi. Er dreht sich um und het gseit:

26 "Wenn öpper zu mir chunnt und nöd sin Vater, sini Mueter, sini Frau, sini Chind und sini Brüeder und Schwöschter hasst, ja sälber sis eigete Läbe, dänn chan er nöd min Jünger sii.

27 Wer nöd sin Marterpfahl treit und mir folgt chan nöd min Jünger sii.

28 Es Bispiel: Wenn eine vo euch en Turm wott baue, wird er sich dänn nöd zerst anesetze und d Chöschte berächne zum gseh, ob er gnueg hät zum ihn dänn au fertig baue?

29 Suscht leit er villicht s Fundament, chan aber nöd z End baue, und alli wo das beobachte fönd a ihn uszlache.

30 Si werded säge: 'De Maa hät agfange und hät dänn nöd chöne fertig baue!'

31 Oder wele König wird geg en andere König in Chrieg zieh ohni sich vorher anezsetze und z beratschle, ob er mit sine 10'000 Soldate gege de 20'000 Ma starche Gegner achunnt?

32 Wener dezue nöd i de Lag isch, wird er, solang de ander König na wiit weg isch, en Abordnig losschicke und Friedensverhandlige füehre.

33 Genauso chönder sicher sii, dass keine vo euch min jünger sii chan, wenn er sich nöd vo allem woner het verabschiedet.

34 Salz isch eidütig öppis guets. Doch wenn s Salz sini Chraft verlürt, wie söll sini Würzchraft de wider¬gstellt werde?

35 Es eignet sich weder für de Bode no als Dünger. Mer wirfts weg. Wer Ohre het söll guet zuelose."

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Lukas 13 vo 24

 

Lukas 13 vo 24

13:1 Um die Ziit händ ihm einigi Awesendi vo Galilạ̈ern brichtet, wo ihre Bluet Pilạtus mit ihrne Opfer vermischtet hät.

2 Er het erwideret: "Denket ihr das Galilạ̈ern isches so ergange will sie schlimmeri Sünder gsi sind als alli andere Galilạ̈er?

3 Nei säg ich eu! Aber wenn ihr nöd bereut, werded ihr alli ebeso umcho.

4 Oder die 18, wo de Turm in Silọam gfloge isch und sie umbrocht het - meined ihr sie hend grösseri Schuld gha als alli andere Iwohner Jerusalems?

5 Nei säg ich eu! Aber wenn ihr nöd bereut, werded ihr alli ebeso umcho."

6 Aaschlüüsend hät er folgende Vergliich bracht: "En Maa hät en Feigebaum i siinen Wigarte pflanzt und isch zum noluege, öb er Frücht agha hät, aber käini gfunde.

7 Da hät er zum Winzer gseit: 'Ich chume jetzt scho sit drü Jahr zu däm Fiegebaum und wart uf Frücht, han aber keini gfunde. Hau ne um! Warum sött de Bode dur ihn ungnützt bliibe?'

8 De Winzer hät erwideret: 'Herr, lass en no es Jahr stah. So chan ich um ihn ume grabe und en dünge.

9 Wenn er in Zuekunft Frücht treit, guet, wenn aber nöd, dänn hau en um.'"

10 Am Sabbat het Jesus innere Synagoge glehrt.

11 Det isch e Frau gsi, wo sit 18 Jahr vo eim Dạ̈mon mitere Chrankheit plaget worde isch. Sie isch verchrüglet gsi und het sich überhaupt nöd chönne ufrichte.

12 Woner sie gseh het, het er sie aagsproche: "Frau, du bisch vo dinere Krankheit befreit."

13 Er het ihr d Händ uf gleit und sie het sich sofort grad hiigstellt und agfange, Gott z verherrliche.

14 Doch de Synagoge¬vorsteher hät sich gmerkt, dass Jesus d'Frau am Sabbat gheilt hät. Drum het er zu de Menschemengi gseit: "Es git sechs Täg zum schaffe. Also chunnt a dene Täg zum eu heile loh und nöd am Sabbat."

15 Doch de Herr entgägnet: "Ihr Heuchler! Bindet nöd jede vo eu am Sabbat sin Stier oder sin Esel los und füehrt en vom Stall zu Tränk?

16 Sött da nöd die Frau wo en Tochter Abrahams isch und d Satan 18 Jahr gfange het, am Sabbat vo dene Fessle befreit werdet?"

17 Woner das gseit hät schämed sich all sini Gegner, aber die gsamte Mensche hät sich über all das Wunderbari gfreut.

18 Drum het er witer gseit: "Wie isch s Königrich Gottes, womit chan ich s vergliche?

19 Es isch wie mit eme Sänfkorn, wo en Maa i sim Garte hockt. Es isch zumenen Baum ane gwachse und d Vögel vom Himmel sind in siine Zwäige gstanden."

20 Und wieder gfragt het er: "Womit chani s'Königrich Gottes vergliiche?

21 Es isch wie mit Suurteig wo e Frau under drü grossi Mass Mehl mischti, bis die ganz Masse dursüürt gsi isch."

22 Uf em Weg nach Jerusalem het er vo Stadt zu Stadt und vo Dorf zu Dorf glehrt und het glehrt.

23 Deno hät en Maa von ihm wele wüsse: "Herr, werden nur wenig grettet?", woruf er gseit hät:

24 "Bemühe euch mit aller Kraft, durch die engi Türe zcho, denn ich seg eu: Viel werded versueche inezcho, es aber nöd schaffe.

25 Wänn de Huusbsitzer ufstaht und d Türe verschlüsst, werded ihr dusse stah, ad Tür chlopfe und säge: 'Herr, mach eus uf!"Mol er wird eu antworte: "Ich weiss nicht, woher ihr sind."

26 Ihr werdet dänn afange säge: 'Mir händ i dinere Gägewart gässe und trunke und du häsch uf euse Hauptstrosse glehrt.'

27 Aber er wird entgegne: 'Ich weiss nöd woher ihr sind. Verschwindet, ihr Ungrecht!'

28 Dört wäre ihr brüele un mit de Zähne knirsche, wenn ihr Abraham, Isaak, Jakob un alli Prophete im Kenigrich Gottes sähn, selbscht aba üsegworfe wore sin.

29 Au werded Mensche us Ost und West und us Nord und Süd chömed und im Königrich Gottes zum Tisch ligge.

30 Denk dra: Es git Letschti wo die Erschti werdet, und es git Ersti wo Letschti werdet sii."

31 Zu de gliiche Stund sind einigi Pharisäer cho und händ zu ihm gseit: "Gang weg, verloh dä Ort, Herodes will dich umbringe!"

32 Er het erwideret: "Goht und sagt diesem Fuchs: 'Hüt und morn treiben ich Dämọnen aus und heile Chranke und am dritte Tag wird ich fertig sii.'

33 Doch ich muen hüt, morn und übermorn wiitergah, denn es dörf nöd si, dass en Prophet usserhalb vu Jerusalem umbrocht wird.

34 Jerusalem, Jerusalem, dü tösch d Prophete un schteinigsch die Bote, de zue dir gschickt wäre! Wie oft han ich dini Chind wölle zämmebringe, so wie en Henne ihre Brut under ihrne Flügel zämmebringt! Aber ihr händ nöd welle.

35 Eues Huus wird verlah für eu zruggblibe. Ich säg eu: Ihr werdet mi uf kein Fall meh gseh bis ihr seit: 'Gesägnet isch de wo im Name Jehovas chunt!'''

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Lukas 12 vo 24

 

Lukas 12 vo 24

12:1 Inzwüsche händ sich tuusigi vo Mensche versammlet gha, so viel dass sie sich gegesiitig uf d'Füess treit händ. Da het er zunen Jünger gseit: "Nähmed Eui vorem Suurteig vo de Pharisäer in Acht, also vor irem Hüüchelei.

2 Es isch jedoch nüt sorgfältig verborge, was nöd offebar werded, und nüt gheim wo nöd bekannt wird.

3 Drum wird das wo ihr im Dunkle säged, im Hälle ghört werded, und was ihr in Privaträum flüschtered, wird vo de Dächer verkündet.

4 Au seg ich eu, mine Fründe: Hend kei Angst vor dene wo zwar de Körper umbringed, aber nachher nüt wiiter chönne arichte.

5 Ich wird eu aber sege wän ihr fürchte sölled: Fürchte dä wo d Macht hät z töte und nachher id Ghẹnna z rüere. Ja, ich säg eu: Ihn sölled ihr fürchte.

6 Was zahlt mer scho für foif Spatze? Zwei Münze wo chum öppis wärt sind. Doch Gott vergisst kei einzige vo ihne.

7 Und sogar d Hoor uf euem Chopf sind alli zählt. Hend kei Angst: Ihr sind meh wert als en ganze Spatzeschwarm.

8 Ich sag äich: Jede, wo sich vor d Mensche zue ma bekennt, zue däm wird sich au dr Menschebueb vor d Engel Gottes bekenne.

9 Doch wer mich vor d Mensche verlügnet, der wird au vor d Engel Gottes verlügnet wäre.

10 Und jede wo öpis gäg de Menschensohn seit dem wird vergäh. Aber wer gege de heilige Geist läschteret dem wird nöd vergäh.

11 Wenn mer eu vor öffentlichi Versammlige, Regierigsbeamti und höchi Instanze bringt, dänn mached eu kei sorge drüber wie ihr eu verteidige oder was ihr sötted sege,

12 de heiligi Geist wird eu i dem Moment lehre was ihr sölled säge."

13 Es het ihn jetzt öpper us de Mängi gseit: "Lehrer, seg min Brüeder, er söll s Erbe mit mir teile."

14 Er het erwideret: "Mensch, wer het mich zum Schlechter zwüsche euch beidne igsetzt?"

15 Dänn hät er zu ihne gsäit: "Haltet d'Auge offe und höckled eu vor jedere Art vo Gier, will wenn öper au no so vill hät, sis Bsitz git ihm keis Läbe."

16 Derzue hät er en Vergliich brocht: "Das Land eines Riichen hatte gueti Erträg liefert.

17 Da überleit er: 'Ich weiss nöd wo ich mini ganz Ernte söll unterbringe. Was machi jetzt nur?'

18 Schliesslich beschlosse er: 'So machi's: Ich risse mini Vorratshüüser ab, baue grösseri, bring mis ganze Getreide und alli mini Güeter det ane

19 und säg mer: "Du hesch so viel Guets agsammlet, dass es für vieli Jahr langet. Lehn dich zrugg, iss, trink und gniess s Läbe.""

20 Doch Gott het zue nem gseit: 'Du Unvernünftiger, no hüt Nacht wird mä dis Läbe vo dir fordere. Wer söll den alles becho was du agsammlet hesch?'

21 So ergits öpperem wo Schätz für sich asammlet, aber in Gottes Auge nöd riich isch."

22 Er wandt sich etze a sini Jinger: "Deswege sag ich äich: Höred uf, eu iba eure Läbä Sorge z mache, so was ihr ässä solltet oder iba äire Körper, also was ihr azieh sollt.

23 S Lebe isch nämlich meh wert als s Esse und de Körper isch meh wert als d Chleidig.

24 Denkt nur eimal a die Rabe: Sie sähned nöd und ernted nöd und händ weder Schüli no Vorratshuus. Trotzdem ernährt Gott sie. Sind ihr nöd viel meh wert als Vögel?

25 Wer vo euch chan dadurch, dass er sich Sorge macht, sini Läbensduur au nur es chlises bitz verlängere?

26 Wenn ihr also scho so e chlinheit ned zstand bringt, warum eu denn über die andere Sache mache?

27 Achtet eimal druf, wie d Lilie wachsed: sie müend sich nöd ab und spinned keis Garn. Aber ich säg eu: Nöd mal Sạlomo in all sinere Pracht isch so schön gchleidet gsi wie eine vo ihne.

28 Wänn Gott scho die Pflanze uf de Fälder wo hüt da sind und morn inen Ofe gworfe werded, so chleidet, dänn wird er doch erscht rächt eu chleidä! Hend ihr so wenig Glaube?

29 Höred also uf, eu Sorge drüber zmache, was ihr ässe und was ihr trinke sölled, und höred uf, vor Ungwüssheit aagspannt zsi.

30 Denn all dem laufed d Völker vu de Welt hinterher doch eure Vater wüssed, dass ihr das alles bruuched.

31 Macht stattdesse immer sis Königrich zum wichtigste i euem Lebe und ihr werdet all das na dezuebecho.

32 Han kei Angst, chlini Herde, denn üche Vater häts für guet befunde euch s'Chönigrich z'gäh.

33 Verchaufed eui Bsitz und gebed devo de Arme. Mached eui Geldbiidel wo sich nöd abnutzed - en unerschöpfliche Schatz im Himmel wo kei Dieb anechunnt und kei Motte öppis zerfrisst.

34 Denn wo eu Schatz isch, do wird au eues Herz si.

35 Seid fertig azoge und parat, und lönd eui Lampe brenne.

36 Sid wie Mänsche, wo druf warted, dass ihre Herr vo de Hochziit zruggkehrt, damit sie ihm, wenn er chunnt und aaklopft, sofort chönd öffne.

37 Glücklich sind die Sklave wo de Herr wachend vorfindet wenn er chunnt! Ich versichere eu: Er wird sich zum Bediene fertig mache, sie am Tisch platz neh lah und denn chömed sie bediene.

38 Und wenn er i de zweite Wach chunnt oder sogar i de dritte und gseht, dass sie parat sind, wie glücklich chönd sie sich dänn schätze!

39 Eis isch klar: Wänn de Huusbsitzer wüssed, wänn de Dieb chund, dänn laht er en nöd bi sich iibräche.

40 Haltet au ihr eu parat, denn de Menschensohn chunnt zumene Ziitpunkt wo ihr nöd für wahrschinlich haltet."

41 Drufhin het de Petrus gfrögt: "Herr, bringsch dä Vergliich nur für eus oder für alli?"

42 Der Herr erwideret: "Wer ist in Würklichkeit der treue Verwalter, der verständigen, dem sein Herr die Verantwortung für seine Dienerschaft übertragen wird, damit er ne immer zur richtige Ziit ihren Mass an Nahrung gibt?

43 Glücklich isch dä Sklave, wenn sin Herr chund und gseht, dass er genau das macht!

44 Ich säg eui d'Wohrheit: Sin Herr wird ihm d'Verantwortig für sin ganze Bsitz überträge.

45 Falls sich aber vo dene Sklave jemals sötti säge: 'Min Herr verspötet sich', und afangt d'Diener und Dienerinne schlah, und fangt a ässe und trinke, ja sich z'betrinke,

46 wird dr Herr vu däm Sklave an eim Dag kumme, an däm er nen nit erwartet, un zue nere Schtund, wo er nit kennt, un er üsserscht hert bschtrofe un ihm si Platz unda d Untröue zuewiise.

47 Denn wird dere Sklave wo zwar verstande was sin Herr het welle, sich aber weder bereit het sin Uuftrag erfüllt, viel Schläg überchömed.

48 Degege wos nöd verstande aber öppis gmacht het, für was er Schläg verdient, wird wenig becho. Vo jedem wo viel geh worde isch wird viel verlangt werde und wäm viel avertraut worde isch vo dem wird mer meh als s übliche verlange.

49 Ich bi cho zum es Füür uf de Erde z entfache, und was wünschi meh, als dass es scho entzündet wär!

50 Aber da gits no e Taufi wo mir bevorstaht und wie sehr bin ich doch in Sorg bis sie vollzoge isch.

 51 Denked ihr, ich bi cho zum de Erde Friede bringe? Nei, ich säg eu, sondern zum trenne.

52 Denn vo jetzt a werdet füf imene Huus entzweit sii: drü gäge zwei und zwei gäg drü.

53 Si werded entweit sii: Vater mit Sohn und Sohn mit Vater, Mueter mit Tochter und Tochter mit Mueter, Schwiegermueter mit Schwiegertochter und Schwiegertochter mit Schwiegermueter.“

54 Danach isch er sich au an d Mengi gwandlet: "Wenner im Weschte e Wulche ufstiege gseht, säged ihr sofort: 'En Unwetter zieht auf', und so chunnts.

55 Und wänner gsend, das Südwind weht, säget ier: 'S git e Hitzwelle', und es trifft ii.

56 Ihr Heuchler! Das Ausgseh vom Erde und Himmel wüsset ihr izschätze – warum chönd ihr dänn die bsunders Ziit nöd iischätze?

57 Und warum chönd ihr nöd selber beurteile, was recht isch?

58 Wennd zum Bispiel mit dim Prozessgegner zumene Vorsteher gasch, denn tuen unterwägs dis Möglichste dich mit ihm z einige, damit er dich nöd vor de Richter schleppt und de Richter dich em Grichtsbeamte übergit und de Grichtsbeamte dich is Gfängnis wirft.

59 Ich säg dir: Du chunnsch det uf kein Fall use bis dini letzti chlini Münze zahlt hesch."

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Lukas 11 vo 24

 

Lukas 11 vo 24

11:1 Mal het Jesus amene bestimmte Platz inne ghebet und bätte. Won er fertig gsii isch, hät eine vo sine Jünger zue ihm gseit: "Herr, bring eus bi, wie mer bätet, so wies au Johạnes sini Jünger biibrocht hät."

2 Do hät er zue nene gsäit: "Wenn ihr bäted, säit: "Vater, dein Name soll gheiligt werden. Loss dein Königrich kommen.

3 Gib eus jede Tag s Brot nach eusem tägliche Bedarf.

4 Und vergib eus eusi Sinde, denn au mir sälber vergäbed jedem wo bi eus verschuldet isch. Und bring eus nöd in Versuechig.'"

5 Dänn hät er no gseit: "Aagnoh, eine vo eu gaht um Mitternacht zumene Fründ und bittet en: 'Min Fründ, leih mir doch drei Brot.

6 En Fründ vo mir isch nämlich grad agreist und ich han nüt zum Aabüte.'

7 Doch vo inne chunnt d Antwort: 'Hör uf mich störe. D Türe isch scho verschlosse und mini Chind liged bi mir im Bett. Ich chan jetzt nöd ufstah und dir öppis gäh.'

8 Ich säg eu: Er wird ganz sicher ufstah und ihm alles gä wo er brucht – selbst wänn ers nöd us Fründschaft tuet, sondern will de ander so hartnäckig isch.

9 Drum säg i äich: Bittet immer wieda und ihr werdet becho, suechet witer und ihr werdet finde, klopfet immer wieder a und es wird eu göffnet werde.

10 Denn jede wo bittet bechunnt, und jede wo suecht, findet und jedem wo aaklopft wird offe.

11 Welle Vater unter eu wird sim Chind scho e Schlange geh wänns um en Fisch bittet?

12 Oder au wenns um es Ei bitte git er ihm denn öppe en Skorpion?

13 Wenn also scho ihrs verstönd euri Chind Guets z schänke obwohl ihr schlecht sind wieviel meh wird den de Vater im Himmel dene wo ihn bitte heilige Geischt gäbe!“

14 Spöter het er en triebe Dạ̈mon us, de Stummheit verursachte. Wo de Dạ̈mon verschwunde gsi isch, het de Stumme agfange rede und d Lüüt sind nur so gstunne.

15 Doch einigi hängen: "Dä cha die Dämọnen doch nur durch Beelzebub, de Herrscher vo de Dämọne, ustriibe."

16 Anderi händen welle uf d Prob stelle und händ vo ihm es Zeiche vom Himmel verlangt.

17 Do er gwüsst het, was sie gmeint hend, het er zu ihne gseit: "Jedes Riich wo in sich gspalte isch gaht under, und jedi Familie, wo i sich gspalte isch, verfallt.

18 So isches au mit Satan. Wenn er i sich selber gspalte isch, wie söll sis Riich bestah? Schliesslich behauptet ihr ja, ich wür die Dämọnen mithilf vo Beelzebub ustriibe.

19 Wenn ich die Dämọne dur Beelzebub ustriibe, wie triibed eui Söhn sie denn uus? Drum werded sie euri Richter sii.

20 Wenn ich die Dämọnen aber dur de Finger Gottes ustriibe, denn isch Gottes Königrich scho cho ohni das ihrs gmerkt hend.

21 Solang en starche, guet bewaffnete Maa sin Palast bewacht, isch sin Bsitz in Sicherheit.

22 Doch wenn en no Stärker ihn agrifft und besiegt, nimmt er ihm alli Waffe weg, woner vertraut hät. Und dänn verteilt er, was er ihm weggno hät.

23 Wer nicht für mich ist ist ist gegen mich, und wer nicht mit mir einsammelt wo zerstreut.t

24 Wenn en böse Geischt us emene Mönsch uszieht, irrt er uf de Suechi nach eme Ruheplatz in verlassene Gägend umenand. Nachdem er käi gfunde het, seit er sich: 'Ich kähre in mis Huus zrugg, wo ich uszoge bin.'

25 Und bi sinere Akunft findet er s Huus suuber gfägt und schön hergrichtet vor.

26 Er nimmt dänn siebe witeri Geister mit, wo na bösartiger sind als er sälber, und sie ziehnd ii und bliibed. So isch dä Mänsch am Ändi schlimmer dra als vorher."

27 Wo er das alles gseit het, het e Frau us de Menschemengi gruefe: "Glücklich isch de Mueterlib wo dich treit het, und glücklich sind die Brüst wo dich gstillt hend!"

28 Doch er entgägnet: "Nei, sondern glücklich isch wer Gottes Wort hört und nachher läbt!"

29 Wo die Lüt in Masse zämeglüfe het er agfange z erkläre: "Diese Generation ist eine bösi Generation. Sie verlangt es Zeiche, wird aber keis übercho – nur s' Zeiche Jonas.

30 Denn so wie Jona für die Ninivịte zumene Zeiche worde isch, wirds au de Menschensohn für die Generation sii.

31 Die Königin vom Süde wird mit de Männer vo dere Generation im Gricht ufstah und sie verurteile, will sie isch vo de Ändi vo de Erde cho zum d Wiisheit Sạlomos z ghöre. Aber gseht! Da isch öpper wo bedütender isch als Sạlomo.

32 Die Iwohner vo Nịnive werded mit dere Generation im Gricht ufstah und sie verurteiled, will sie bereitet uf das ane wo de Jona predigt het. Aber gseht! Da isch öpper wo bedütender isch als Jona.

33 Nachdem mer e Lampe azündet het versteckt mer sie nöd und stellt sie au nöd under es Messgfäss sondern uf de Lampeständer sodass jede wo inechunnt s Liecht gseh chan.

34 Das Aug isch d Lampe vom Körper. Wenn dis Aug fokussiert isch, dänn isch au din ganz Körper voller Liecht. Doch wenns niidisch isch, dänn isch au din Körper finster.

35 Achti deshalb druf, dass das Liecht i dir nöd Finsternis isch.

36 Wenn also din ganz Körper voller Liecht isch und nüt devo finster, dänn wird er so hell sii als wür dir e Lampe dur ihri Strahle Liecht spende."

37 Nachdem er das gseit het, isch er vomene Pharisäer zum Ässe iglade worde. Also isch er zu ihm gange und het sich zu Tisch gleit.

38 De Pharisäer isch aber überrascht gsi woni gseh het das er sich vor em Ässe nöd gwusched.

39 Do het dr Herr zue nem gsait: "Ihr Pharisäer, ihr machet d Bächer un d Schüssel usse suuber, aba inne sin ihr voll Gier un Schlechtheit.

40 Ihr Unvernünftige! Het nöd de wo s üssere gmacht het, au s inneri gmacht?

41 Gebed de Arme wo usem Innere chund, und ihr werdet gseh: Alles a eu wird ine sii.

42 Wehe eu, ihr Pharisäer! Denn ihr gebet ä Zehntel vu d Minze un dr Raute un vu jedem andere Gartekrut, aba d Grechtigkeit un de Liebi zue Gott vernachlässigt ihr! S einte isch zwar eui Pflicht gsi, aber s andere hetted ihr nöd dörfe vernachlässige.

43 Wehe äich, ihr Pharisäer! Denn ihr liebt's, in de Synagoge de vordere Sitz z'becho und uf de Marktplätz bsunders grüesst zwerde.

44 Wehe eu, denn ihr sind wie die Gräber wo nöd klar z'erkenne sind und über wo mer unwissentlich hinweg lauft!"

45 Druf hed es Gsetzsexperte erwideret: "Lehrer, damit du au eus beleidigsch."

46 Er aber gseit: "Weh au eu, ihr Gsetzestexperte, wel ihr de Mensch Laste ufladed, wo sie chuum chönd träge, doch ihr sälber rüered d Laschte mit keim Finger a!

47 Wehe eu, denn ihr baued Gräber für d Prophete, debi hend euri Vorfahre sie umbrocht!

48 Zweifel sin ihr Ziige vu d Tade äire Vorfahre un trozdem heisst ihr sie guet. Sie hän d Prophete umbrocht, aba ihr errichtet ihre Gräba.

49 Deswäge het de Wiisheit Gottes au gsait: "Ich wirde Prophete un Aposchtel zue nene schicke, un sie wäre ä baar vu nene umbringe un vufolge.

50 So wird die Generation für s Bluet vo allne Prophete wo sit Grundlegig vo de Wält vergosse worde isch, zur Rächeschaft zoge,

51 vom Bluet Abels ah bis zum Bluet Sachạrjas wo zwüsche em Altar und em Tempel umbracht worde isch.' Ja, ich säg eu die Generation wird defür zoge.

52 Wehe euch, ihr Gsetzestexperte! Denn ihr hend de Schlüssel vo de Erkenntnis weggnoh. Selbst sind Ihr nöd inegange, hinderet aber au alli wo inewend."

53 Won er den nach dusse gange isch, händ en d'Schrift glehrt und d'Pharisäer heftig unter Druck gsetzt und händ en mit vielne witere Frage bestürmt.

54 Sie hend nur druf gwartet, ihn mit sine eigene Wort id Fall z locke.