Richter 9 vo 21
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
-
Zugriffe: 452
Richter 9 vo 21
9:1 Nach einere Ziit isch Abimẹlech gange, de Sohn Jerubbaals, zu de Brüedere vo sinere Muetter in Sịchem und het zu ihne gseid und zu de ganze Familie vo sim Grossvater:
2 "Bitte fragt die füehrende Männer vo Sịchem: 'Was isch besser für eu: dass all 70 Söhn vo Jerubbaal über euch regiered oder nur ein einzige Maa? Dänket au dra: Ich bin euer Bluetsverwandter.'''"
3 D Brüeder vo sinere Mueter händ das de füehrende Manne vo Sịchem usgrichtet, und die händ sich uf d Siite Abimẹlechs gstellt, will sie sich gseit händ: "Er isch euse Brüeder."
4 Dänn händs ihm 70 Silberstück us em Tempel vom Baal-Bẹrith gä. Abimẹlech isch dermit unbeschäftigti, unverschämti Männer aagworfe, wo ihn sötted begleite.
5 Danach isch er nachegange Ọphrad zum Huus sim Vater und hät sini Brüedere, d'Söhn Jerubbaals, 70 Manne, uf emene einzige Stei umbrocht. Nur Jọtham, de jüngsti Sohn vo Jerubbaal, het überlebt will er sich versteckt ghalte het.
6 Die füehrende Männer vo Sịchem und ganz Beth-Mịllo händ sich dänn bim grosse Baum versammlet, bi de Süüle, wo in Sịchem gsi isch, und händ Abimẹlich zum König gmacht.
7 Wo mers Jọtham brichtet het, isch er sofort losgange, het sich uf de Gipfel vom Berg Gẹrisim gstellt und het en luut zuegruefe: "Höred mer zue, ihr füehrende Männer vo Sịchem, denn wird Gott eu zuelose:
8 Eimal händ sich d Bäum uf gmacht, zum en König für sich z salbe. Si händ zum Olivebaum gseit: 'Regiere über uns.'
9 Doch de Olivebaum erwideret: 'Söll ich mis Öl, wo Gott und Mensche verherrlicht werdet, ufgäh und mich über de andere Bäum hin- und herwiege?'
10 Da händ d Bäum zum Fiigebaum gseit: 'Chum, regiere über eus.'
11 Aber de Fiigebaum het gantwortet: 'Söll ich mini Süess und mini guete Frücht uufgee und mich über de andere Bäum hin- und herwiege?'
12 Als nächschts händ die Bäum zum Wyschtock gseit: 'Chum, regiered über eus.'
13 Dä Wyschtock hät antwortet: 'Söll ich min neue Wii, wo Gott und Mensche Freud macht, ufgeh und mich über de Bäum hin- und herwiege?'
14 Schliesslich händ alli Bäum zum Dornestruch gseit: 'Chum, regiere über eus.'
15 Druf het de Dornestruch zu de Bäum gseit: 'Wenn ihr mich würklich zu eurem König salbet, dänn kunnt, sueched Schutz i mim Schatte. Wänn aber nöd, söll Füür vom Dornestruch uusgah und d Zäärne vom Lịbanon verbränne.'
16 Isches ehrlich gsi und ehrehaft vo euch gsi, dass ihr Abimẹlich zum König gmacht hend? Händ ihr Jerubbaal und sinere Huusgmeinschaft Guets ta und ihn so behandlet wie ers verdient?
17 Wo min Vater für eu kämpft het, het er sis Läbe riskiert zum eu us de Hand Mịdians z befreie.l
18 Aber ihr hend eu hüt gege d Huusgmeindschaft vo mim Vater gstellt und sini Söhn tötet, 70 Manne, uf eim einzige Stei. De hend ihres Abimẹlich, de Sohn vo sinere Sklavin, zum König über die füehrende Männer vo Sịchem gmacht - nur will er eue Brüeder isch.
19 Ja, wenns ehrlich und ehrehaft isch, wie ihr eu hüt gegenüber Jerubbaal und sinere Huusgmeinschaft verhaltet, denn freut eu über Abimẹlech, und er söll sich au über euch freue.
20 Aber wenn nöd, söll Füür vo Abimẹlech uusgah und die führende Männer vo Sịchem und Beth-Mịllo verbränne, und vo de füehrende Männer vo Sịchem und Beth-Mịllo söll Füür uusgah und Abimẹlech verbrönne.“
21 Dänn floh Jọtham. Er isch uf Beẹr entstande und het det wäg sim Brüeder Abimẹlech gwohnt.
22 Abimẹlech het drü Jahr über Israel regiert.
23 Dänn hät Gott zwüsched Abimẹlich lah und de führende Männer vo Sịchem Feindschaft uufchömed und sie bringed em d Treui.
24 So sött das Verbreche a de 70 Söhn Jerubbaals grächt werde. Ihr Brüeder Abimẹlich sött zur Verantwortig zoge werde, will er ihres Bluet vergosse het, und die füehrende Männer vo Sịchem will sie ihm ghulfe hend, sini Brüedere z töte.
25 Da hend die füehrende Männer vo Sịchem defür sorget, dass sich Lüt uf de Bärge uf d Lauer gleit hend, und sie hend jede usegrüert wo uf de Stross a ihne verbii cho isch. Das isch Abimẹlich schliesslich berichtet worde.
26 Denn zoge Gaal, de Sohn Ẹbeds, mit sine Brüedere nach Sịchems übere und die füehrende Männer vo Sịchem händ ihm Vertraue entgäge bracht.
27 Si sind ufs Feld use gange, händ d'Traube i ihrne Wygärte erntet, händ sie uus präsentiert und händ es Fäscht gfiiret. Nochane sinds irem Gottes Huus gange, go ässe, trinke und verfluechte Abimẹlech.
28 Da het Gaal gseit de Sohn Ẹbeds: "Wer isch Abimẹlich, und wer isch Sịchem, dass mer ihm diene sölled? Isch er nöd de Sohn vo Jerubbaal, und isch de Sebụl nöd sin Beuftragter? Dient de Männer vom Hạmor, em Vater vo Sịchem! Aber warum söllemer Abimẹlech diene?
29 Wänn ich doch über das Volk chönnt bestimme – ich wür Abimẹlich abesetze." Denn het er zum Abimẹlech gseit: "Verstärke dein Heer und rücke us!"
30 Als Sebụl, de füehrendi Maa vo de Stadt, het ghört was Gaal, de Sohn Ẹbeds, gseit het, flammt sis Zorn uf.
31 Er het heimlich Bote zu Abimẹläch gschickt und het em la usrichte: "Gaal, de Sohn Ẹbeds, und sini Brüedere sind jetzt in Sịchem. Sie hetted d Stadt geg dich uf.
32 Chum i de Nacht mit dine Lüüt und leg dich ufem freie Feld uf d Lauer.
33 Sobald morn morge d'Sunne ufgaht, mach dich uf und griif d'Stadt a. Wänn Gaal mit sine Männer geg dich usrückt, tue dis Möglichste zum en besiege."
34 Also het sich Abimẹlich mit allne sine Lüt ide Nacht ufgmacht und sie hend sich i vier Trupps bi Sịchem uf d Lauer gleit.
35 Als Gaal, de Sohn Ẹbeds, usegange und am Igang vom Stadttor gstande isch, sind Abimẹlech und sini Lüüt usem Hinterhalt cho.
36 Gaal het sie gseh und zum Sebụl gseit: "Do chömed ja Lüt vo de Berge abe!" Aber Sebụl het gmeint: "Was du für Männer haltisch sind nur d Schatte vo de Berg."
37 Spöter hät Gaal gseit: "Do chömed Lüüt vo de Mitte vom Land abe, und en Truppe chunt uf em Weg vom grosse Baum vo Meonẹnim."
38 sebụl het ihm gantwortet: "Du hesch doch g'antwortet: 'Wer isch Abimẹlich, dass mir ihm diene sölled?' Das sind die Lüt wo du verachtet häsch. Zieh jetzt los und kämpfe geg sie."
39 Da zoge Gaal a de Spitze vo de füehrende Männer vo Sịchem geg Abimẹlech i Kampf.
40 Abimẹlech hät en verfolgt und Gaal ergriffe d Flucht. Vieli sind erschlage worde und die Tote händ bis zum Iigang vom Stadtor.
41 Abimẹlech het wiiter in Arụm gwohnt, und de Sebụl het Gaal vertriibe und sini Brüeder us Sịchem.
42 Am nächste Tag sind d'Lüt ufs freie Feld use gange und es isch Abimẹlich gmeldet worde.
43 Da het er sini Manne gnoh, het sie i drei Trupps teilt und het sich im Gländ uf d Lauer gleit. Won er d Lüt us de Stadt cho het, griff er si a und het si tötet.
44 Abimẹlech und die Trupps bi ihm si gstürmte los und hei sich am Igang vom Stadtor ufgsteut. Zwei Trupps griffed die a, wo uf em freie Feld gsi sind und hends umbracht.
45 Abimẹlech het de ganz Tag gäge d'Stadt kämpft und si iignoh. Er tötet d'Lüt i de Stadt, riss d'Stadt niederx und gstreuti Salz drüber.
46 Wo die füehrende Manne vom Turm vo Sịchem devo ghört händ, sind si sofort zum Gwölbe vom El-Bẹrith gange.
47 Sobald Abimẹlich berichtet worde isch, dass sich die füehrende Männer vom Turm vo Sịchem versammlet händ,
48 isch er mit sine Manne uf de Berg Zạlmon gstiege. Abimẹlich het en Axt id Hand gnoh, en Ast vomene Baum abgschlage, häb en uf sini Schultere und het zu de Lüüt gseit, wo bi ihm gsi sind: "Schnell, machts mer no!"
49 Also hend alli ebefalls Äst abgschlage und hend Abimẹlich gfolgt. Sie hend d Äst as Gwöl gschtellt und hends in Brand gsteckt. So gstorbe sind au alli Lüt vom Turm vo Sịchem, öppe 1000 Männer und Fraue.
50 Abimẹlech isch den uf Tẹbez gangä, has belageret und hets i gno.
51 In de Mitti vo de Stadt isch en befestigte Turm gstande. Dörthi flohnd all Manne und Fraue sowie die füehrende Lüt. Sie schlüssed sich ii und stieged ufs Turmdach.
52 Abimẹlich het sich de Wäg bis zum Turm bahne und griff en aa. Won er sich am Turmeingang nööchscht het, zum en in Brand z stecke,
53 het eini vo de Fraue en obere Mühlstei uf sin Chopf gheie lah und ihm de Schädel ztrümmere.
54 Abimẹlech het gschwind si Waffeträger gredt und zu ihm gseit: "Zieh dis Schwert und töte mich, damit mer nöd chan säge: 'En Frau hät en umbracht.''" Also stach si Diener zue und er isch gstorbe.
55 Wo d Manne vo Israel gseh hend dass Abimẹlich tot gsi isch, sind sie alli hei gange.
56 So bestrafti Gott Abimẹlech für das Bösi, won er sim Vater ahta het, won er si 70 Brüedere umbrocht het.
57 Gott het au all das Böse gloh wo d Manne vo Sịchem tah hend uf sie zrug gheie. Damit het sie de Fluech vom Jọtham, em Sohn Jerubbaals troffe.