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Prediger 6 vo 12

von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Prediger 6 vo 12

6:1 No öppis Tragischs hani under de Sunne gseh und es chunnt under de Mensch hüfig vor:

2 De wahri Gott git emene Mensch Richtum und materielle Bsitz und Ruhm, sodass's ihm a nüt fählt, was er sich wünscht. Doch de wahri Gott ermöglicht ihm nöd, das alles z gnüsse, wo hingäge en Fremde s gnüsse chan. Das isch Sinnlosigkeit und schweres Leid.

3 Sött en Maa au 100 Mal Vater werde und viel Jahr lebe und es höchs Alter erreiche, aber er gnüsset sini guete Sache nöd bevor er is Grab chunnt, denn, so muessi säge, isch en Totgeburt besser dran als er.

4 Denn umsuscht isch sie cho und im dunkle isch sie gange und ihre name isch in dunkelheit ghüllt.

5 Obwohl sie nie d Sunne gseh het und nüt gwüsst het, isch sie immer no besser dra als er.

6 Was bringts scho, 1000 Jahr zwei mal dureläbe, aber kei Freud z ha? Chömed nöd alli a de gliche Ort?

7 All die harti Arbet vomene Mänsch isch defür da, sis Muul zfülle, doch si Hunger wird nie gstillt.

8 Was het de Wiis am Unvernünftige also voruus? Was bringts am Arme, zwüsse wie mer überlebt?

9 Besser isch es, z gnüsse, was d Auge gsehnd, als sine Wünschli hinterherzlaufe. Au das isch Sinnlosigkeit – so, als het mer de Wind welle afange.

10 Was immer cho isch, het scho en Name. Und es isch bekannt wie de Mensch isch. Er cha sich nöd mit em alege, de mächtiger isch als er.

11 Je meh Wort, desto meh Sinnlosigkeit. Was für en Vorteil bringeds dem Mensch?

12 Wer weiss scho was en Mensch am beste afangt mit de wenige Täg vo sim sinnlose Lebe woner wie en Schatte verbringt? Denn wer chan dem Mensche mitteile, was nach ihm under de Sunne gscheh wird?