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Prediger 7 vo 12

von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Prediger 7 vo 12

7:1 En guete Ruef isch besser als guets Öl und de Tod besser als d Geburt.

2 Besser mer gaht is Huus wo trauert wird als i das Huus wo gfiiret wird, denn das isch s Endi vo jedem Mensch, und d Lebende sötted es sich z Herze neh.

3 Besser isch Chummer als Lache, denn es truurigs Gsicht beiflusst s Herz zum Bessere.

4 S Härz vom Wise isch im Huus vo de Truur, aber s Herz vom Unvernünftige isch im Huus vo de Fröid.

5 Besser, mer ghört sich d'Kritik vomene Wiise a als s'Lied vo de Unvernünftige.

6 Denn wie s Knast brönnende Dorne under em Topf, so isch s Lache vom Unvernünftige. Au das isch Sinnlosigkeit.

7 Doch Bedrückig chan en Wiise in Wahnsinn triibe und Bstechig verdirbt s Herz.

8 Besser isch das End vo einere Sach als ihre Afang. Besser mer isch geduldig als überheblich.

9 Fühl dich nöd schnell kränkt, denn sich kränkt z fühle ruht im Herze vo de Unvernünftige.

10 Säg nöd: "Warum isch es früener besser gsi als hüt?", denn das z fröge züügt nöd vo Wiisheit.

11 Wiisheit zäme mit eme Erbe isch öppis guets und für die vo Vorteil wo s Tagesliecht gsehnd.

12 Denn Wiisheit isch en Schutz, so wie Gäld en Schutz isch, aber de Vorteil vo de Erkenntnis isch: Wisheit haltet dä wo si bsitzt, am Läbe.

13 het s Werk vum wahre Gott betrachtet, denn wer chan grad mache, was er chrumm gmacht het?

14 Amene guete Tag spieglet das Gueti wider. Doch amene Unglückstag dänk dra, dass Gott dä ebeso wie

dene gmacht het, sodass d Mensche nöd sicher chönd si, was in Zuekunft mit ihne gschieht.

15 I mim sinnlose Läbe han ich alles gseh: vom Grechte wo i sinere Gerechtigkeit zugrunde gaht bis zum Böse wo trotz sinere Schlechtheit lang lebt.

16i Seg nöd allzu grächt no zeig dich übertriebe wiis. Warum söttsch Du dich zgrund richte?

17 Sig nöd übermässig schlecht und au nöd unvernünftig. Warum söttsch vorzitig sterbe?

18 S beschte isch, a dere e Warnig festzhalte, ohni aber die andere los zloh, denn wer Gottesfurcht het, wird beidi beachte.

19 Wiisheit macht en Wiise mächtiger als zäh starchi Männer innere Stadt.

20 Denn es git kei grächti Mensche uf de Erde wo immer nur guets tuet und nie sündet.

21 Nimm dir usserdem nöd jedes Wort zhärze wo d Lüüt säged susch wirsch vilicht ghöre wie din Diener schlecht über dich redet.

22 Denn dis Herz weiss nur zu guet, dass du selber oft schlecht über anderi gredet hesch.

23 All das hani mit Wiisheit prüeft und gseid: "Ich werde weise." Aber es isch für mich unerreichbar gsi.

24 Was gscheh isch, isch usser Riichwiiti und überaus tüüf. Wer kann es verstehen?

25 Ich han mis Herz druf grichtet, Wiisheit und de Grund hinder de Sache z erchänne, z erforsche und d Schlächtigkeit vo de Unvernunft und d Dummheit vom Wahnsinn z verstah.

26 Ich han dänn usegfunde: Bitterer als de Tod isch d Frau, d Fangnetze gliich, wo ihren Herz Schleppnetz ähnlet und derä Händ wie Gfängnisskettä sind. Wer däm wahre Gott gfallt, wird ihr entkumme, aba dr Sinda wird vu ihr gfange.

27 "Das hani usegfunde", säit de Versammler: "Ich ha eini Sach nach de andere undersuecht zum zume Schluss cho,

28 aber wonach ich unufhörlich gsuecht han, das hani nöd gfunde. under 1000er hani en einzige Maa gfunde, aber e Frau hani under ihne allne ned gfunde.

29 Nur das hani usegfunde: De wahri Gott het die Mensche so gschaffe dass sie ufrichtig gsi sind, sie aber hend viel eigeni Plän verfolgt."