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Prediger 5 vo 12

von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Prediger 5 vo 12

5:1 Achti uf dini Schritt wänn immer du zum Huus vom wahre Gott gasch. Besser mer nährt sich zum zuelose als dass mer es Opfer darbringt, so wies die dumme Chöpf düe, de ihne isch ned bewusst dass sie eppis Schlechts tüend.

2 Säg nöd vorschnell mit dim Muul und lah dis Herz nöd ibereilt vor em wahre Gott, denn de wahri Gott isch im Himmel, du aber bisch uf de Erde. Drum söttsch nöd vill Wort mache.

3 Träum chömed vo zu vielne Beschäftigunge und dumms Geplapper chunnt vo zu vielne Wort.

4 Wenn immer du vor Gott es Gelübde ableisch, zögere nöd, es z erfülle, denn er het kei Gfalle a de Unvernünftige. Heb dis Gelübde.

5 Besser, du legsch kei Gelübde ab als das öppis globsch und es nöd iilöst.

6 Lah dich vo dim Muul nöd zum Sündige veralasse, und seg nöd vorem Engel, es seg en Versehe gsi. Warum de wahri Gott dur dini Wort zornig mache, sodass er s Werch vu dinere Händ zerstöre muess?

7 Denn so, wie zviel Beschäftigunge zu Träum füehred, so endet zviel Wort in Sinnlosigkeit. Doch häb Ehrfurcht vor em wahre Gott.

8 Wennd gsehsch wie i dim Bezirk d Arme unterdrückt werded und gege Recht und Gerechtigkeit verstosse wird, denn segi nöd überrascht. Denn der hohe Beamte wird vu jemads beobachtet, der hecha isch als er, un s git anderi, de noh höch sin als sie.

9 Au wird de Ertrag vom Land unter ihne allne verteilt. Selbst em König wird mit dem dient was vom Feld chunnt.

10 Wer Silber liebt, wird nie vo Silber satt, und wer Richtum liebt, nie vo Iichünfte. Au das isch Sinnlosigkeit.

11 Gits immer meh gueti Sache, denn gits au immer meh Lüüt wo das alles verbruuched. Und was het de Bsitzer devo ussert sich die guete Sache z'luege?

12 Sanft isch de Schlaf vom Dienende, ob er jetzt wenig oder viel z'esse het, aber de Überfluss vom Riiche raubt ihm de Schlaf.

13 Ich han under de Sunne öppis üsserscht Tragischs gseh: Richtum wo sin Bsitzer zu sim eigene Schade ghört hät.

14 Das Richtum isch dur es verhängnisvolls Unternähme verlore gange, und er staht ohni Bsitz da,w wenn er Vater vomene Bue wird.

15 Wie öper us em Mueterleb cho isch – nackt wie er cho isch – wird er au gah. Und vo dem, wo er so hert gschaffet het, chan er nüt mitnäh.

16 Au das isch üsserst tragisch: Genau wie er cho isch, wird er au gah, und was het öpper devo, ständig für de Wind hert z schaffe?

17 Zudem isst er jede Tag im Finstern, mit enere huufe Frustration und Chrankheite und Verärgerig.

18 Nach minere Beobachtig isch Folgendes guet und richtig: dass öpper isst und trinkt und Freud erläbt für all sini harti Arbet, mit dere er sich under de Sunne abmüeht während sinere wenige Läbestäg, wo de wahri Gott em gä het – denn das isch sini Belohnig.

19 Usserdem: Wänn de wahri Gott emene Mensch Richtum und materielle Bsitz git samt de Fähigkeit, das alles z gnüsse, dänn söll er sini Belohnig au aanä und sich a sinere harte Arbet fröie. Das isch es Gschänk Gottes.

20 Denn er wird chum merke wie sini Läbestäg verstriche, will de wahri Gott ihn mit de Fröid vo sim Herz beschäftigt hebt.