Matthäus 13 vo 28
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Matthäus 13 vo 28
13:1 No am gliche Tag het Jesus s Huus verlore und het sich an See gsetzt.
2 Det händ sich grossi Mänsche versammlet. Drum isch er ines Boot gstiege und hät platz gno während d Lüüt alli am Ufer stönd bliibe.
3 Denn het er ne vieles durch Vergliich erklärt. Er het gseit: "Da isch en Sämann gsi, wo losgange isch zum säe.
4 Bim Säie sind einigi Samenkörner uf de Wäg gfloge, und Vögel sind cho und händs ufgholt.
5 Anderi felsige Bode mit ere dünne Erdschicht. Wil si nume wenig Erde gha händ, sind si sofort ufgange.
6 Doch wo d'Sunne höcher isch gstige, händ d'Pflänzli verbrönnt. Si sind iigange will si kei Wurzle gha händ.
7 Wieder anderi gheied under d Dorne, wo d'Pflänzli dänn überwucheret händ und erstickt händ.
8 No anderi gheied uf guete Bode und händ Ertrag bracht - s einte 100-, s andere 60-, s nächste 30-mal so viel.
9 Wer Ohre het, söll guet zuelose!"
10 Die Jünger sind uf Jesus zue gange und hend gfröget: "Warum redisch du zu de Lüt in Bilder?"
11 Er hät zur Antwort geh: "Ihr dörfed die heilige Gheimnis vom Königrich vom Himmel verstah, sie aber nöd.
12 Denn wer het, däm wird meh ge wäre, ja im Überfluss. Wer aba nit het, däm wird au na des, was sa het, wäggno.
13 Drum red ich zu ihne in Bilder. Denn sie gsehnd und gsehnd doch nüt, sie ghöred und ghöred doch nüt und verstönd au nöd d Bedütig.
14 An ihne erfüllt sich die Prophezeung Jesajas: 'Ihr werdet zwar ghöre, aber keinesfalls d Bedütig verstoh, ihr werdet zwar luege, aber keinesfalls gseh.
15 Denn s Herz vo dere Lüüt isch unempfänglich worde. Sie händ zwar mit irne Ohre ghört, aber nöd reagiert, und sie händ ihri Auge verschlosse – sodass sie nöd öppe mit irne Auge gsehnd und mit ihrem Ohre höred und mit ihrem Herz d Bedütig verstönd und umkehre und ich sie heilig.‘
16 Mol glücklich sind eui Auge, will sie gsehnd und eui Ohre, will sie ghöred.
17 Denn i vusichere äich: Vieli Prophete un anderi grächti Mänsche wen unbedingt säh, was ihr sähn, sähn aba nit, un wen härä, was ihr ghärt hän, hän's aba nit ghärt.
18 Jetzt zum Vergliich mit em Maa wo säät. Höret zue!
19 Wo öper d Botschaft vom Königrich ghört, aber d Bedütig nöd verstaht, chunnt de Tüüfel und risset weg, was is Härz gsät worde isch. So isch es mit dem wo uf de Wäg gsät worde isch.
20 Mit dem wo uf de felsige Bode gsät worde isch es so: Das isch de wo d Botschaft ghört und sie sofort mit freud animmt.t
21 Allerdings het er kei Wurzle in sich, haltet sich aber trotzdem e Ziit lang. Doch dur die Schwirigkeite oder die Verfolgig, wo dänn wäg de Botschaft entstönd, chunt er sofort is Stolper.
22 Mit dem wo under d Dorne gsät worde isch isches so: Das isch de wo d Botschaft ghört, doch d Sorge vo dem Wältsystem und die trügerisch Macht vom Riichtum ersticke d Botschaft und sieb cha kei Ertrag bringe.
23 Mit dem wo uf de guete Bode gsät worde isch, isch es so: Das isch de wo die gueti Botschaft ghört und ihri Bedütig verstaht und de au würklich Frucht treit und de Ertrag lieferet - de eint 100-, de ander 60-, de nächst 30-mal so viel.“
24 Er hät iez en wiitere Vergliich bracht: "Mit dem Königrich des Himmel ist es wie mit einem Maa, der guten Samen auf sein Feld hockt.
25 Während d Mensche gschlafe isch sis Feind cho, het Unkrut under de Weize und het sich devo gmacht.
26 Wo d Halme gwachse sind und sich Ehre bildet händ, erschiene au s Unkrut.
27 Da sind d Sklave zum Huusherr gange und gseid: 'Herr, wo chunt denn das Unkrut här? Du hesch doch guete Same uf dis Feld gsät!'
28 Er hät antwortet: 'Es Find, e Mänsch, isch das gsi.' Da händ d Sklave gfrögt: 'Wosch das mer ane gönd und es zämmesammled?'
29 'Nei' het er gseid, 'susch reissed ihr bim Zämme vom Unkrut de Weize mit us.
30 Lönd beides bis zur Ernte nebedenand wachse, und i de Ernteziit säg ich dänn de Erntearbeiter: Sammlet zerscht s Unkrut zäme und bündled s zum s verbränne. Dänn sammlet de Weize und bringt en i mis Vorratshuus.'"
31 Er hät dän na en andere Vergliich bracht: "Mit dem Königrich des Himmel ist es wie mit einem Senfkorn, wo en Maa uf sis Feld hockt.
32 Es isch zwar s chlinste vo allne Sämekörner, doch was drus wachst, isch die grösst aller Gartepflanze. Es wird zumene Baum, sodass d Vögel vom Himmel chömed und i sine Zweige Unterschlupf findet."
33 En wiitere Vergliich lutet: "Mit dem Königrich des Himmels ist es wie mit Sauerteig, den eine Frau under drü grosse Mass Mehl meste, bis die ganz Masse durchsäuert gsi isch."
34 All das het Jesus de Lüt i Bilder teilt mit. Ja er het ne nüt gseit, ohni in Bilder z rede,
35 demit sich erfüllt het, was dur de Prophete akündigt worde isch: "Ich werd min Muul öffne und i Bilder rede, ich wird das bekannt mache, was sit de Grundlegig verborge isch."
36 Nachdem er d'Lüüt wäggschickt het, isch er is Huus gange. Sini Jünger sind zu ihm cho und bätted en: "Erklär eus doch de Vergliich mit em Unkrut uf em Feld."
37 Er het zur Antwort geh: "Der den guten Samen sät, ist der Menschensohn.
38 S Fäld isch d Wält. Und de gueti Same, das sind d Söhn vom Königrich. Aber s Unkraut, das sind d Söhn vom Tüüfel.
39 Und de Feind wo s gsät het isch de Tüüfel. D Ernte isch de Abschluss vomene Weltsystem und d Erntearbeiter sind Engel.
40 So wie s Unkrut zämegsammlet und verbrennt wird, so wirds am Abschluss vom Weltsystem si.
41 De Menschensohn wird sini Engel ussende, und sie werded us sim Königrich alles zäme was anderi zu Fall bringt, und au Mensche wo gsetzlos handled.
42 Si werded i de Füüroofe rüefe wo si brüele und mit de Zähn chnirsche werded.
43 Zu dere Ziit werded d Grechte im Königrich vo ihrem Vater so hell lüchte wie d Sunne. Wer Ohre het, söll guet zuelose!
44 Mit em Königrich vom Himmel isch es wie mit eme Schatz wo imene Feld versteckt gsi isch. En Maa het en gfunde und het en wieder versteckt. Er het sich so sehr gfreut, dass er losgange isch und alles verchauft het, was er bsesse het, und s Feld kauft het.
45 Mit em Königrich vom Himmel isch es usserdem wie mit eme reisende Händler wo uf de Suechi nach wertvolle Perle gsi isch.
46 Nachdem er eine bsunders kostbari Perle gfunde het, isch er gange und het sofort alles verchauft, was er gha het, und het si kauft.
47 Mit em Königrich vom Himmel isch es usserdem wie mit eme Schleppnetz wo is Wasser gloh worde isch und i dem sich alli mögliche Fisch sammlet händ.
48 Wo s voll gsi isch, het mers an Strand zoge. Me het sich gsetzt, het die guete Fisch in Behälter gleit und isch die ungeignete weggworfe.
49 So wirds au am Abschluss vom Weltsystem sii: D'Engel werded uuszieh und die schlechte vo de grächte Mensche trenned
50 und sie in Füürofe rüefed wo sie brüeled und mit de Zähn chnirsched.
51 Hender verstande was das alles bedütet?" "Ja", händs gantwortet.
52 Da het er zu ihne gseit: "Guet, denn jede öffentlich Lehrer wo über s Königrich vom Himmel belehrt wird, isch wie en Huusherr wo us sim Vorrat a Kostbarkeite Neues und Alt holt."
53 Nachdem Jesus die Vergliich bracht het, het er wiiterzoge.
54 I sim Heimatgebiet iitroffe het er i de Synagoge glehrt. D'Lüt händ sich gwunderet und gseit: "Wie chunnt er bloss zu dere Wiisheit und zu dene mächtige Tate?
55 Isch das nöd de Sohn vom Zimmerma? Isch nöd Maria sini Mueter und sind nöd de Jakobus, Joseph, Sịmon und Judas sini Brüedere?
56 Und sind nöd all sini Schwöschter bi eus? Woher het er den das alles?"
57 Sie händ also Astoss an ihm gno. Doch Jesus hät zue nene gseit: "Es Prophet wird überall geehrt, nur nöd i sim Heimatgebiet und i sim eigene Huus."
58 Wege ihrem Unglaube het er det nöd viel mächtigi Tate vollbrocht.