Markus 7 vo 16
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Markus 7 vo 16
7:1 D Pharisäer und einigi Schriftglehrti sind vo Jerusalem cho und sind nun um ihn ume gstande.
2 Sie beobachtet, dass mängi vo sine Jünger mit unreine, das heist ungwäsche Händ ässe.
3 (D Pharisäer ässed wie alli Jude nämlich erst, nachdem sie sich d Händ bis zum Ellboge gwäsche hend, will sie sich a die Traditione vo de Manne us alter Ziit chlammered.
4 Und wenn sie vom Markt chömmed, wäsched sie erst, bevor sie öppis ässed. Au händs na vil anderi Traditione übernoh, wo si sich chlemmere, wie zum Bispil s Iintauche vo Becher, Chrüge und Chupfergfässene.)
5 Die Pharisäer und Schrift¬glehrte händ en also gfröget: "Warum haltet sich dini Jünger nöd a die Traditione vo de Manne us alter Ziit, sondern ässe mit unreine Händ?"
6 Er het erwideret: "Wie recht Jesaja doch hatte, als er über euch Heuchler profhezit und geschrieben hat: 'Dis Volk ehrt mich mit de Lippe doch ihres Herz isch wiit entfernt vo mir.
7 Ihri Aabetig isch sinnlos, will sich ihri Lehr uf Regle vo Mensche stützed.'
8 Ihr chlammeret eu a mänschlichi Traditione und s'Gebot Gottes gänd Ihr uf."
9 Usserdem het er no zue ihne gseit: "Gschickt setzed ihr eu über Gottes Gebot hinweg, um euri Traditione ufrecht¬zu-erhalte.
10 Moses hat zum Bispiel gesagt: 'Ehre dein Vater und deine Mutter', und: 'Wer sein Vater oder seine Mutter verflucht, soll mit dem Tod bestraft werden.'
11 Aber ihr behauptet: 'Mer darf zu sim Vater oder sini Mueter säge: "Alles wie ich dich unterstütze chönnti isch Kọrban"', das heisst en Gott gweihti Gabe.
12 Damit lönd ihr dene gar nüt meh für sin Vater oder sini Mueter tue.
13 So setzt ihr Gottes Wort durch die Traditione wo ihr witergebed user Chraft. Und das isch nur es Bispiel vo vielne."
14 Er reft etze d Menschemengi wieder zu sich und het gsait: "Höret mer alli zue und erfasst d Bedütig. 15 Nüt was vo usse in en Mensch inechunnt chan en verunreinige, sondern das wo us ihm usechunnt, das verunreinigt ihn."
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17 Wo er sich vo de Mängi zruggzoge het und ines Huus gange isch, händ en sini Jünger zum Verglich befreit.
18 Da het er zue nene gseit: "Verstönd ihr denn au nüt? Isch eu nöd klar, dass en Mensch durch nüt verunreinigt werde chan, was vo usse in ihn inechunnt?
19 Denn es gaht ja nöd is Härz, sondern in de Mage und glanget dänn is Abwasser." Damit er alles Ässe für rein erchlärt.
20 Wiiter hät er gseit: "Was us emene Mänsch usechunnt, das verunreinigt ihn.
21 Vo inne, us em Herze, chömed nämli schädlichi Überlegige: sexuelli Unmoral, Diebstähle, Morde,
22 Ehebrüch, Gier, Bosheite, Betrug, dreists Verhalte, es neidisches Aug, Gottesläschterig, Überheblichkeit und Unvernunft.
23 All die Schlächtigkeite chömed usem Inner und verunreiniged en Mensch."
24 Er isch den wiiter id Gegend vom Tỵrus und Sịdon zoge. Det ischer ines Huus gange, het aber nöd welle dass es irgendöpper erfahrt. Das het sich allerdings nöd vermide loh.
25 S het nöd lang duuret und e Frau, wo siini Tochter vomene böse Geischt bsesse gsi isch, het vo ihm ghört. Sie isch cho und isch ihm z'Füess gheit.
26 Die Frau isch e Griechin syrisch-phönịzische Herkunft gsi. Sie het en immer wieder battet, de Dạ̈mon us ihrere Tochter usztribe.
27 Doch er het gseit: "Zerst münd die Kinder satt werde. Es isch nämlich nöd richtig, de Chind s Brot wegzneh unds de chliini Hunde zwerfe."
28 "Das stimmt, Herr", het sie entgägnet, "aber die chline Hünd underm Tisch essed doch au vo de Chrümle vo de Chind."
29 Da het erwideret: "Wiil du das gseit hesch: Gang nur de Dạ̈mon het dini Tochter verloh."
30 dihei acho, het sie s chind uf em bett gseh, und de Dạ̈mon isch weg gsi.
31 Wo Jesus d Gegend vom Tỵrus verlüre het, isch er über Sịdon zum Seea vo Galilạ̈a zruggange, durs Gebiet vo de Dekạpolis.
32 Ma hät etzt en Ghörlose zu ihm bracht, wo chuum hät chöne rede, und hät en aagflegt, ihm d Hand ufzlege.
33 Da het er en mit anen Ort gno, wo sie alei gsi sind – weg vo de Mengi. Er het ihm d Finger id Ohre gleit, het den d Zunge vom Maa gschpuckt und berührt.
34 Danach het er zum Himmel gluegt, seufziert tief und het zue ihm gseit: "Ephathạ", das heisst: "Öffne dich."
35 Da sind am Maa d Ohre göffnet worde, d Sproochischränkig isch weg gsi, und er het agfange, ganz normal z rede.
36 Jesus het de Lüt jetzt usdrücklich gseit, sie söttet niemertem devo verzelle, doch je meh er druf bestande het, desto meh hend sis bekannt gmacht.
37 Ja, sie sind usem Stuune nüme use cho und hend gseid: "Alles was er gmacht het isch guet. Er schaffts sogar, dass Ghörlose ghöred und Stumme redet."