Markus 10 vo 16
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Markus 10 vo 16
10:1 Vo det het er ufbroche und isch vo de andere Jordanseite us ad Gränze cho Judạ̈as. Wieder hend sich Mensche bi ihm versammlet, und wie gwohnt het er ahgfange sie zlehre.
2 Es hend sich jetzt Pharisäer nöcheret wo ihn uf d Prob stelle hend welle. Sie hend gfröget, ob sich en Maa vo sinere Frau scheide lah dörf.
3 Er hät antwortet: "Welle Anordnung hat euch denn Moses geben?"
4 Sie händ gseit: "Moses hat erlaubt, eine Scheidungsurkunde auszustellen und die Frau wegzschicke."
5 Druf hät Jesus erwideret: "Wil ihr so hartherzig sind, hät er das Gebot für eu ufgschriebe.
6 Doch vo Aafang vo de Schöpfig aa 'hät Gott die Mensche als Maa und Frau gmacht.
7 Deshalb wird en Maa si Vater und sini Mueter verlah,
8 und die beide werdet eis, damits nümme zwei sind, sondern eis.
9 Was Gott also verbunde hät, das söll kein Mensch usenandbringe."
10 Wo de Jesus wieder im Huus gsi isch, händ en d Jünger dezue befrogt.
11 Da het er ihne erchlärt: "Wer sich vo sinere Frau scheide laht und en anderi hürate, begönd ihr gägenüber Ehebruch.
12 Und wänn ä Frau, nachdem si sich vo irem Maa hät scheide lönd, je en andere hürate, begaht si äbäfalls Ehebruch."
13 D'Lüt händ jetzt Chind zu ihm bracht, damit er sie berührt hät, aber d'Jünger wüsseds ab.
14 Wo Jesus das gseh het, isch er ärgerlich worde und het gsait: "Lönd d Chind zu mer cho! Hinderet sie nöd dra, denn Gottes Königrich ghört so Mensche.
15 Ich versichere eu: Wer Gottes Königrich nit wie es Kind willkomme heisst, wird uf kein Fall dört inecho."
16 Er het d Chind id Arme gschlosse und segnet sie idem er ihne d Händ ufleit het.
17 Won er den wiitergange isch, isch en Maa zu ihm gloffe, isch vor ihm uf d Chnü gfloge und het welle wüsse: "Guete Lehrer, was mues ich mache zum ewigs Läbe erbe?"
18 Jesus entgägnet: "Warum nennsch du mich guet? Niemert isch guet usser eim: Gott.
19 Du kennsch die Gebot: 'Morde nicht', 'Brich nicht die Ehe', 'Stiehl nicht', 'Mach keine falsche Zeugenussage', 'Betrüge nicht', 'Ehre dein Vater und deine Mutter'.
20 Da hät de Maa gseit: "Lehrer, a all das hani mi vo minere Jugend a ghalte".
21 Jesus het en agluegt, het liebi für ihn gmpfunde und gseit: "Es fehlt der no: Gang und Verchauf was Du hesch, und gib das Geld de Arme und du wirsch en Schatz im Himmel ha. Und chum, folg mer noche!"
22 Die Antwort het de Maa betroffe und er isch trurig weggange, will er bsesse viel.
23 Nochdem Jesus i d Rundi gluegt het, het er zu sine Jünger gseit: "Wie schwierig wird's für die sii, die Geld hend in Gottes Königrich z'cho!"
24 Die Jünger händ jedoch überrascht uf sini Wort reagiert. Also Jesus nomal gseit: "Kinder, wie schwierig isch es doch in Gottes Königrich zcho!
25 Es isch lichter für es Kamel, dur es Nadelöhrli durezgah, als für en Riiche in Gottes Königrich z'cho.
26 Da händs sich na meh gwunderet und gfröget: "Wer cha da na grettet werde?"
27 Jesus het sie direkt agluegt und gseit: "Für mensche isches unmöglich, aber nöd für gott. Denn für Gott isch alles möglich."
28 Druf het de Petrus gseit: "Sieh mal, mir hend alles ufgäh und sind dir gfolgt."
29 Jesus erwideret: "Ich versichere euch: Niemert het minetwäge und wäg de guete Botschaft Huus oder Brüeder oder Schwöschter oder Muetter oder Vater oder Chind oder Fälder verloh,
30 wo nöd jetzt, i dere ziit, 100-mal so viel überchunt – Hüüser, Brüedere, Schwöster, Müettere, Chind und Fälder, unter Verfolgige und im kommende Weltsystem ewigs Läbe.
31 Mol viel wo erst sind, werdet Letschti sii und die Letschte erscht."
32 Uf em Weg ufe nach Jerusalem isch Jesus voruus gange. Sini Begleiter händ sich gwunderet, doch die Nachfolgende händ Angst übercho. Un wieda nimmt er de Zwölf bisite un het agfange, ne z schildere, was ihm bevorstande isch:
33 "Mir gönd ufe nach Jerusalem und det wird de Menschensohn de Oberpriester und Schrift¬glehrti usgliferet. Sie werded en zum Tod verurteile und Mensche andere Völker übergäh.
34 Die werded ihn verspotte, aaspucke, uspeitsche und töte, aber 3 Täg spöter wird er uferstah."
35 Jakobus und Johạnes, d Söhn vo Zebedạ̈us, sind a ihn ane gstande und hend gseit "Lehrer, mir möchtet, dass du für eus tuesch, worum immer mir dich bitte."
36 "Was möchet ihr? Was söll ich für eu mache?", het er gfröget.
37 Sie antwortet: "Gestatte uns, in deiner Herrlichkeit rechts und links von dir zu sitzen."
38 Do het Jesus gseit: "Ihr wüsset nöd, worum ihr bittet. Könned ihr de Becher trinke, wo ich trink, und die Taufi uf eu neh, mit dere ich tauft wir?"
39 "Jo das chömmer" gantwortet sie, uf dem Jesus gseit het: "De Becher wo ich trink, werde au ihr trinke, und mit de Taufi wo ich tauft wirde, werdet au ihr tauft.
40 Doch die Plätz rechts oder links vo mir hani nöd z vergäh. Sie stönd dene zue, wo sie vorgseh sind."
41 Wo die zäh anderne das ghört händ, händ sie sich über Jakobus und Johạnnnes ergert.
42 Do hät Jesus sie zu sich gruefe und hät gseit "Ihr wüssed ja, dass sich diejenige wo über d'Volk z'herrsche schiined als Herre ufspiele und das die Grosse d'Lüüt ihri Macht lönd spüre.
43 Under äich soll des aba nit so si, sundern wer unda äich gross si will, der soll aicha Diena si,
44 und wer under eu a erst Stell wott stoh, söll de Sklave vo allne si.
45 Denn selbst de Menschensohn isch nöd cho zum bedient werde, sondern zum diene und sis Lebe als Lösegeld für vieli z geh."
46 Dänn sind sie nach Jẹricho cho. Doch wo er mit sine Jünger und ere beachtliche Mänsche wieder vom Jẹricho weggange isch, het Bartimạ̈us (Sohn vo Timạ̈us), en blinde Bettler, am Strosserand.
47 Sobald er ghört het, dass Jesus, de Nazarẹner, do isch er gsi, het er agfange rüefe: "Sohn David, Jesus, han Erbarme mit mir!"
48 Da händ vieli ärgerlich zu ihm gseit, er söll still sii, aber er schriibt nur no lüter: "Sohn David, heb Erbarme mit mir!"
49 Jesus bliebe stah und het gseit: "Rüeft ihn her." Das händ sie gmacht und händ zum Blinde gseit: "Nur Muet! Stah uf, er rüeft di."
50 De Maa isch sis Obergwand vo sich gworfe, gumpet und isch zu Jesus gange.
51 "Was möchtisch du? Was soll ich für dich tun?", hät Jesus ihn gfröget. "Rabbụn, w i möcht wieder sehne", bat de Blindi.
52 Do hät Jesus gseit: "Gang nur, dis Glaube hät dich gsund gmacht.". Im gliiche Momänt hät er sini Sehkraft zrugg übercho und er hät Jesus uf de Stross gfolgt.