Jesaja 10 vo 66
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Jesaia 10 vo 66
10:1 Wehe dene wo schädlichi Vorschrifte erlönd,
die ständig tyrannischi Aordnige verfasse,
2 um de Arme ihri Rechtsasprüch zverwehre
und s eifache Volk zum sis Rächt bringe,
denn so chönds witwen usbüüte
und vaterlosi Chind usplündere!
3 Was wärded ihr am Tag vo de Abrechnig due,
wenn us de ferni d Vernichtig chunt?
Zu wem werded ihr hilf suechend fliehe
und wo werdet ihr eue Riichtum lah?
4 Es bliibt nur no bide gfangene kauere
und zmitzt under de Erschlagene zgheie.
Wäg allem het sich sin Zorn nöd abgwandt,
sondern sini Hand isch na zum Schlage usgstreckt.
5 "Ha! De Assyrer,
dä Stock als Usdruck vo mim Zorn,
de Stab i sinere Hand als Usdruck vo minere Entrüschtig!
6 Ich wird ihn zunere abtrünnige Nation schicke,
zum volk wo min zorn erregt het.
Ich wird ihm befehle, viel z'erbüüte und plündere
und sie wie Strasseschlamm zverträte.
7 Doch er wird sich nöd dezue gnützt fühle
und sis Herz wird das nöd plane.
Denn sis Herz isch druf us, z vernichte,
nöd wenig sondern viel Völker uszlösche.
8 Ja er seit:
'Sind mini füehrende Männer nöd alli Könige?l
9 Isch nöd Kạlnom so wie Kạrkemisch?
Isch nöd Hạmath wie Ạrpad?
Isch nöd Samạria wie Damạskus?
10 I minere Hand hani d Königrich vo de wertlose Götter,
dere ihren Götze zahlriicher sind gsi als die in Jerusalem und in Samạria!
11 Wird ich da nöd mit Jerusalem und sin Götzä
s gliche mached wie mit Samaria und sine wertlose Götter?'
12 Wänn Jehova sis ganze Werch uf em Berg Zion und in Jerusalem z End bringt, wird er de König vo Assyrie für sis unverschämtes Herz und sin stolze, arrogante Blick bestrafe,
13 dänn dä Chönig seit:
'Ich wird das mit de Chraft vo minere Hand tue
und mit minere Wiisheit, ja ich bi wiis.
Ich wird die Grenze vo de Völker besitige
und iri Schätz plündered,
und wie en Mächtige werdi d Bewohner underwerfe.
14 Wie öpper wo ines Nest griift,
wird mini Hand nach de Schätze vo de Völker griffe.
Wie öpper wo verlasseni Eier isammlet,
wirde ich die ganz Erde isammle!
Keine wird mit de Flügel flättere oder de Schnabel ufmache oder zwitschere.'"
15 Wird die Axt vorem grosstue wo demit hackt?
Wird d Säge vorem grosstue wo demit seit?
Chan en stock de schwinge, wo en ufhebt?
Oder chan en Stab de uechehebe wo nöd us Holz isch?
16 Darum wird de wahri Herr, Jehova, de Herr de Heere,
sini fette Manne spindeldürr werde lah,
und under sinere Herrlichkeit wird er es loderends Füür entfache.
17 De wo Israels Liecht isch wird zumene Füür werde
und Israels Heiliger zunere Flamme.
Sie wird uflodere und s'Unkraut und Dornegestrüpp vom Assyrer amene einzige Tag uffrässe.
18 D'Pracht vo sim Wald und sim Obstgärtli wird er völlig zuenimache.
Es wird sii wie wänn en Chranke dahinsiecht.
19 I sim Wald werded so wenig Bäum übrig bliibe,
das en Bueb sie chönnt ufliste.
20 A dem Tag werde sich die Übrigbliebene Israels
und d Überläbende vom Huus Jakob
nüme uf de stütze wo si gschlage het.
Sie werded sich vielmeh uf Jehova stütze,
de Heilige Israels, in Tröi.
21 Nur ein Überrest wird zruggkehre,
de Überrescht vom Jakob, zum mächtige Gott.
22 Denn wenn au dis Volk, o Israel,
wie d Sandkörner am Meer isch,
so wird doch nur en Überrest vo ihm zruggkehre.
En Usrottig isch beschlosse worde
und Grächtigkeit wird sie überfluetet.
23 Ja die Usrottig wo de Souverän Herr beschlosse het, Jehova, de Herr vo de Heere,
wird im ganze Land vollstreckt werde.
24 Deshalb seit de Souverän Herr, ja Jehova, de Herr vo de Heere: "Mis Volk wo in Zion wohnt, ha kei Angst vorem Assyrer wo dich mitem Stock gschlage het und de wie Ägypte sin Stab gäg dich erhob.
25 Denn nur no es sehr chlises Wiili und de Zorn wird es Ändi neh. Mis Zorn wird sich gege sie richte zum sie vernichte.
26 Jehova, de Herr vo de Heere, wird e Peitsche über ihm schwinge wie damals woner Mịdian am Felse Ọreb besiegt het. Un si Stab wird iba des Meer si, un er wird nen usstrecke, we er's mit Ägypte doet het.
27 A dem Tag wird sini Last vo dinere Schulter gno
und siis Joch vo dim Hals,
und de Joch wird zerbroche – wegem Öl."
28 Er isch nach Ạjath cho.
Er isch dur Mịgron hinedurezoge.
In Mịchmas lageret er sis Gepäck.
29 Er hät de Übergang passiert.
In Gẹbav verbringt er die Nacht.
Rạma zitteret, Sauls Heimatort Gịbeab isch gflohe.
30 Rüef und schreie, Tochter Gạllim!
Gib acht, Lajẹsch!
Arme Ạnathoth!
31 Madmẹn isch wäggloffe.
D Bewohner vo Gẹbim hend Schutz gsuecht.
32 No a dem Tag wird er in Nob haltmache.
Mit sinere Fust droht er em Berg vo de Tochter Zion,
em Hügel Jerusalems.
33 gseht! De wahre Herr, ja Jehova, de Herr vo de Heere,
schloht Äst ab mit schrecklichem Chrache.
Die höchste Bäum werded gfallt,
s'Höhe wird erniedrigt.
34 Mit eme Iisewärchzüüg rodet er d'Dickichte vom Wald
und de Lịbanon gheit dur en Mächtige.