Jesaia 42 vo 66
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Jesaia 42 vo 66
42:1 Gseht! Min Diener, woni understütze!
Min Userwählter wo ich Gfalle han!
Ich han min Geist in ihn gleit.
Er wird de Völker s Rächt bringe.
2 Er wird nöd schreie oder sini Stimm erhebe,
uf de Strass wird er sini Stimm nöd ghöre lah.
3 Es knickts Schilfrohr wird er nöd zerbreche
und en glimmende Docht wird er nöd uslösche.
In Treue wird er s'Rächt bringe.
4 Er wird nöd vergliche oder abknickt werde bis er uf de Erde für Recht gsorgt het.
Und d Insle warted wiiter uf sis Gsetz.
5 Folgendes seit de wahri Gott, Jehova,
de Schöpfa vum Himmel, de Grosse, de nen üsgspannt het,
de d Erde und ihre Ertrag usbreitet het,
wo de Mänsche uf de Erde Atem git
un Geischt däne, de uf ihr läbä:
6 "Ich, Jehova, han dich in Gerechtigkeit grüeft.
Ich han dich bi de Hand gno.
Ich wird dich beschütze und dich fürs Volk zumne Bund mache
und zum Liecht für d Natione,
7 damit du die Blinde Auge öffnisch,
de Gfangene usem Kerker holsch
und die wo im Finstern sitzed us em Gfängnis.
8 Ich bin Jehova. Das isch min Name.
Mini Herrlichkeit gibi niemert anderem
und min Ruhm keis Götterbild.
9 Gseht nur, die erste Sache sind gscheh.
Jetzt verkünd ich Neus.
Bevors ufsprüsst, unterricht ich eu drüber."
10 Singt es neus Lied für Jehova,
stimmt vo de Ende vo de Erde her Lobgsang für ihn a,
ihr, de ihr ufs Meer usefahred un zue dem, was drin wohnt,
ihr Insle samet eui Bewohner.
11 Die Wildnis und ihri Städt sölled ihri Stimm erhebe,
die Siedlungen, wo Kẹdar wohnt.
D Bewohner vom Felse sölled juble,
vo de Berggipfel her sölleds in Freudruef usbreche.
12 Sie sölled Jehova Herrlichkeit zueschriebe
und sin Ruhm uf de Insle verchündet.
13 Jehova wird wie en starche Maa uszieh.
Wie en Chrieger wird er sin Eifer entfange.
Er wird luut rüefe, ja in Chriegsgschrei usbreche.
Er wird sich mächtiger zeige als sini Fäind.
14 "Lang hani mi still verhalte.
Ich schwieg und beherrscht mich.
Wie es Gebärdi wirdi glichzitig
stöhn, chüche und nach luft schnappe.
15 Ich wirde Berge und Hügel verwüste
und alli ihri Pflanze vertrochne lönd.
Ich wirde Flüss in Insle verwandle
und Schilftiich ustrockne.
16 Ich wird die Blinde uf en Weg füehre wo sie nöd kenned,
und sie unbekannti Pfadä laht la beträte.
Ich wird die Dunkelheit vor ihne in Liecht verwandle
und holprigs Gländ in ebäem Land.
Das wird ich für sie tue und sie nöd im Stich lönd."
17 Sie werdet zruggweiche und sich zutiefst schäme müend,
die wo uf Götze vertrauet,
wo zu Metallstatue säged: "Ihr sind eusi Götter."
18 Höred ihr Tuube.
Lueget und gsehnd, ihr Blinde.
19 Wer isch blind usser mim Diener,
so taub wie de Bote woni schicke?
Wer isch so blind wie de Belohnte,
so blind wie de Diener Jehovas?
20 Ihr gsehnd vieles, sind aber nöd ufmerksam.
Ihr öffnet d Ohre, ghöred aber nöd zue.
21 Will ihm sini Gerechtigkeit so wichtig isch,
het Jehova voller Freud s'Gsetz gross und herrlich gmacht.
22 Doch es isch es usplünderets und usgraubts Volk.
Si sind all i Löcher gfange und i Gfängniss verborge.
Sie sind usplünderet worde und niemert rettet sie,
sie sind usgraubt worde und niemer seit "Bring sie zrugg!"
23 Wer unter euch wird dem Ghör schenke?
Wer wird ufmerksam sii und mit de Zuekunft im Sinn zuelose?
24 Wer het Jakob usraube lah
und Israel de Plünder usgliferet?
Isches nöd Jehova, er wo gäge die mir gsündiget händ?
Uf sin Weg hends nöd welle gah
und sis Gsetz hends nöd welle befolge.
25 Also goss er ständig Zorn über sie uus,
sini Verärgerig und d Raserei vom Chrieg.
Alles um sie ume isch verzehrt worde, aber sie hend nöd druf achtet.
D Flamme vom Chrieg händ ghüetet, aber sie händs sich nöd z Herze gno.