Aposchtelgschicht 27 vo 28
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Apostelgschicht 27 vo 28
27:1 Da jetzt entschiede worde isch, dass mer nach Italie sötte absägle, het mer Paulus mit e paar andere Gfängniss namens Julius vo de Abteilig vom Augụstus übergäh.
2 Mir sind an Bord eines Schiff us Adramỵttium gange, das Häfe entlang de Küste vo de Provinz Asie alaufe sött und abgfahre. Bi eus isch de Aristạrchus gsi, en Mazedọnier us Thessalọnich.
3 Am nächste Tag hemmer in Sịdon aagleit. Julius het em Paulus fründlich behandlet und erlaubt ihm zu sinne Fründe z'gah, damit sie sich um ihn hend chönne kümmere.
4 Vo det stachemer in See und will mer Gägewind gha hend, hemmer im Schutz vo Zypere seged.
5 Denn simmer uf offenem Meer an Zilịzie und Pamphỵlie entlang gfahre und hend im Hafe vo Mỵra in Lỵazie ahgleit.
6 Det het de Offizier es Schiff us Alexạndria gfunde, wo nach Italie unterwägs gsi isch, und het euis a Bord gloh.
7 Mir sind denn einigi Täg langsam wiiter gfahre und hend mit Müeh Knịdos erreiched. Da mir wägem ungünstige Wind nöd vorwärts cho sind, simmer im Schutz vo Kreta a Salmọne verbii
8 und erreiched nach müesamer Fahrt a de Küschte entlang en Ort namens Schönhafe i de nöchi vo de Stadt Lasẹa.
9 Mittlerwile isch einigi Ziit vergange gsi, und d Schifffahrt isch riskant worde, will sogar s Faste vom Sühnetag scho verbii gsi isch. Drum het Paulus e Empfehlig geh.
10 Er het zu ihne gseit: "Männer, ich gsehne, dass die Reis mit Schade und grosse Verluscht verbunde wird si. Das betrifft nöd nur d'Fracht und s'Schiff, sondern au euses Läbe."
11 De Offizier hät jedoch uf de Stüürermann und de Schiffseigetümer statt uf Paulus ghört.
12 Da de Hafe zum Überwinter ungeignet gsi isch, rietet die meiste vo det uszlaufe, zum möglichst bis nach Phönix glange, en Hafe vo Kreta, wo sich nach Nordoste und Südoste öffnet.
13 Als en sanfte Südwind gwehlt het, hend sie ihres Vorhabe scho so guet gseh wie verchlicht. Sie hend d Anker glichtet und hend nöch a de Küste vo Kreta entlangzfahre.
14 Nach churzer Ziit isch allerdings en heftige Fallwind ufcho, de sogenannti Euroạquilo.
15 Da das Schiff fortgrisse worde isch und mit em Bug nöd gege de Wind het chöne ghalte werde, hemmer eus schlüsslich triebe.
16 Im Schutz vonere chline Insle namens Kauda hemmer wiiter seckled, doch hemmers chuum gschafft, s Biboot am Heck unter Kontrolle zbecho.
17 Nachdem sie es aber an Bord zoge hend, hends de Schiffsrumpf mit Taue aagfange, und da sie befürchtet hend, uf d Sỵrte ufzlaufe, hends d'Usrüschtig abe gloh und sind so derhinderet worde.
18 De Sturm isch öis so heftig ane gworfe und här, dass mer am folgende Tag agfange het, s Schiff z erliechtere.
19 Am dritte Tag sinds eigenhändig d'Schiffsusrüschtig furt gworffe.
20 Als etzt Tagelang weder Sunne no Stern z gseh gsi sind und eus en heftige Sturm zuesetzte, het schlussendlich alli Hoffnig uf Rettig aagfange z schwinde.
21 Nachdem d Lüüt scho lang nüt me gässe händ, isch Paulus i ihrere Mitti ufgstande und hät gseit: "Männer, ihr heiget würkli min Rat ane und vo Kreta nöd in See stäche sölle. Denn hetted ihr dä Schade und Verluscht nöd erlitte.
22 Trotzdem bitte ich eu dringend, muetig zsi, will niemert vo eu wird verlore, nur s Schiff. 23 Hüt Nacht isch en Engel vom Gott gstande, wo ich ghör und für de ich heilige Dienst tue, bi mir
24 und seit: 'Ha kei Angst, Paulus. Muesch vor Cäsar träte. Sieh doch, Gott het dir alli gschenkt, die mit dir fahred.'
25 Männer, sind also muetig, denn ich glaub gott dass es genauso wird sii wies mir gseit worde isch.
26 Allerdings mümmer anere Insle strande."
27 Den het die 14 bracht. Nacht ine und mir tribe ufem Adriạtische Meer hin und her. Um Mitternacht händ d Seelüt Land i de nöchi z vermuete.
28 Sie hend lotet und sind uf e Tüüf vo 20 Fade cho. Es chliises Stück wiiter hends wieder lotet und hend nur no 15 Fade gmesse.
29 Us Angst, mer chönnted irgendwo uf Felse uflaufe, werfed sie vom Heck vier Anker uus und ghofft hend das es bald Tag würd.
30 Wänn dänn d Seelüt vom Schiff versuecht händ und underem Vorwand, si händ wölle vom Bug us Anker werfe, grad s Biboot is Meer abelah,
31 het Paulus zum Offizier und de Soldate gseit: "Wenn die Männer nöd im Schiff bliebed, chönd ihr nöd grettet werde".
32 Da hend die Soldate die Taui vom Biboot kappa und hends abegheit.
33 Kurz vor Tagesaabruch het Paulus aagfange alli ufzfordere, doch öppis z'ässe. Er hät gseit: "Hüt isch de 14. Tag, wo ihr aagspannt gwartet und überhaupt nüt gässe händ.
34 Deshalb rate ich eu, im Interesse eurer Sicherheit öppis z'esse, denn keinem vo eu wird es Haar vom Chopf verlore gah."
35 Wo er das gseit het, het er Brot gno, danket Gott vor ihne allne, brichts und het agfange esse.
36 Da hends alli Muet übercho und hend au selber öppis gässe.
37 Mir sind insgesamt 276 Persone ufem Schiff gsi.
38 Nachdem sie sich satt gässe händ, händ sie de Weize über Bord is Meer gworfe, um s Schiff z erliechtere.
39 Wo s Tag worde isch, hends nöd chöne erkenne was für es Land es gsi isch, doch sie hend e Buech gseh miteme Strand und hend s Schiff we möglich det uflaufe lah.
40 Also hends d Anker kappa und hends is Meer gheie loh. Glichzitig händs d Rieme vo de Stüürruder glöst und nachdems s Vorsägel vorem Wind gheisse händ, händs uf de Strand zue ghebet.
41 Wo si uf e Sandbank gstosse hän, wo uf beide Siite vom Meer umspüelt worde isch, hän si s Schiff gloffe. De Bug isch stecke bliebe und isch fescht ghocket, während de Heck under de Wuche vo de Wälle in Stuck verbracht.
42 Druf beschlosse die Soldate, die Gfängene z töte, damit keine wägschwimme und flüge chönnt.
43 De Offizier het de Paulus jedoch unbedingt welle rette und het sie vo ihrem Vorhabe abgholt. Er beforderet dene wo hend chöne schwümme is Meer z springe und so als Erst as Land zcho.
44 Die Übrigen söttet teils auf Planken, teils auf Wrackteilen des Schiffs nochkommen. So wurden alle sicher an Land gebracht.