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1.Moses 41 vo 50

von Rico Loosli 6934 Bioggio
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1.Moses 41 vo 50

41:1 Nach zwei volle Johre het de Pharao en Traum gha: Er isch am Nil gschtande,

2 als plötzlich siebe schöni, fetti chüe usem fluss cho sind und im nilgras wiidet.

3 Nach ihne sind namal siebe Chüe usem Nil cho. Sie sind hässlich und mager gsi und hend sich näbed die fette Chüe as Ufer gstellt.

4 Die gruusige, magere Chüe frässe de die siebe schöni, fette Chüe uf. Da isch de Pharao wach worde.

5 Danach isch er wieder iigschlafe und het en zweite Traum gha: Er het sibe voll gseh, gueti Ehre amene Halm wachse.

6 Aaschlüssend gwachse da siebe dünne, vom Ostwind ustrockneti Ähre.

7 Die dünne Ähre fange a, wo siebe voll, guete Ähre z verschlinge. Do het de Pharao uf gwachse und het gmerkt, dass er träumt het.

8 Am Morge isch er wäg däm jedoch beunruhigt gsi. Er het alli Zauberpriester und wiise Männer Ägypte gloh und het ene sini Träum verzellt. Doch keine het sie für ihn chöne düte.

9 Do hät sich de obersti Mundschänk an Pharao gwohnt und gsäit: "Ich gang hüt mini Sinde.

10 De Pharao hät sich emool über sini Diener gärgeret und mich im Gfängnis vom Huus vom Oberschte vo de Leibwache lo isperre – mich und de oberscht Bäcker.

11 Dänn händ er und ich i de gliche Nacht en Traum gha. Jede Traum hät sini eigeni Bedütig gha.

12 Damals isch en junge Hebräer bi öis gsii, en Diener vom Oberschte vo de Leibwache. Won mer ihm öisi Träum verzellt händ, hät er si für euis düütet.

13 Und alles isch genauso cho wie ers ois i sinere Dütig gseit hät. Ich bin wieder i mis Amt igsetzt worde, de andere Maa aber het mer ufghänkt."

14 Do het de Pharao Joseph gloffe und me het en schnell usem Gfängnis gholt. Er het sich rasiert, het sich anderi Kleider azoge und isch zum Pharao inne gange.

15 De Pharao het denn zum Joseph gseit: "Ich han en Traum gha, aber es isch niemert do, wo ihn tüüte chan. Jetzt het mer brichtet, dass du en Traum chasch tüte, wenn du ihn ghörsch."

16 Druf git de Joseph em Pharao zur Antwort geh: "Nöd ich - Gott wird em Pharao Guetes ankündigen."

17 Wiiter het de Pharao zum Joseph gseit: "I mim Traum bin ich am Ufer vom Nil gstande.

18 Plötzlich sind siebe schöni, fetti Chüeh us em Nil und händ agfange, im Nilgras zwide.

19 Nach ihne sind namal siebe Chüeh usecho. Sie sind schwach und mager gsi und hend sehr schlächt usgseh. Ich han i ganz Ägypte no nie Chüeh gseh wo so schlecht usgseh hend.

20 Die abgmagerte, schlächte Chüeh hei ahgfange die sibe fette Chüeh ufzfrässe.

21 Doch wo's gfrässe händ händ, hät mer ene das überhaupt ned aagmerkt. Sie händ no genauso schlächt usgseh wie vorher. Dänn bini wach worde.

22 Nochher hani i mim Traum siebe voll gseh, gueti Ähre amene Halm wachse.

23 Nach ihne sind da siebe verkümmeret gwachse, dünni Ähre, wo vom Ostwind ustrochnet gsi sind.

24 Die dünne Ehre hend ahgfange, die siebe guete Ehre z verschlinge. Ich han das de Zauberpriester verzellt, aber keine häts mer chöne erkläre."

25 Joseph hät dänn zum Pharao gseit: "Die Träum des Pharao haben ein und gleich Bedütung. De wahre Gott hät em Pharao mitteilt, was er tue wird.

26 Die siebe guete Chüe stönd für siebä Jahr – genauso wie die siebä guete Ähre. Die Träum händ ein und s gliiche Bedütig.

27 Die siebe abgmageret, schlächte Chüe wo nach ihne ufegchoo sind, stönd für siebä Jahr. Und die sibe leered, vom Ostwind ustrocknete Ähre bedüütet sibe Jahr Hungersnot.

28 Es isch so wie ichs em Pharao gseit han: De wahri Gott hät de Pharao gseh lah, was er tue wird.

29 In ganz Ägypte wirds siebe Jahr grossi Überfluss gäh.

30 Aber nachher chömed mit Sicherheit siebe Jahr Hungersnot und de ganz Überfluss in Ägypte wird vergesse si. D'Hungersnot wird s'Land entkräfte.

31 Die Hungersnot wird so schwer sii, dass mer sich a de Überfluss wo devor im Land herrscht het, nümm erinnere wird.

32 De Pharao het de Traum zweimal gha, will de wahri Gott das Sach feschtgleit het, und de wahri Gott wirds bald usfüehre.

33 Deswege sött sich de Pharao nach eme verständige, wiise Maa umluege und ihm d'Verantwortig über Ägypte überträge.

34 De Pharao sött handle und Ufseher im Land isetze und während de siebe Jahr vom Überfluss es Fünftel vo de Erträg Ägypte iziehe.

35 Sie sölled alli Nahrigsmittel vo de kommende guete Jahr isammle und im Uftrag vom Pharao i de Städt Getreide als Nahrig iilagere und det ufbewahre.

36 Vo dene Nahrigsvorrät söll sich s Land i de siebe Jahr Hungersnot, wos in Ägypte wird gä, ernähre, damit s Land dur d Hungersnot nöd zgrund gaht.“

37 De Pharao und all sini Diener hend de Vorschlag guet gfunde.

38 Do het de Pharao zu sinene Diener gsait: "Isch irgendöpper besser geignet als de Maa wo de Geischt Gottes isch?"

39 Zu Joseph het de Pharao gseit: "Keine isch so verständig und wiis wie du, denn Gott het dich das alles wüsse lah.

40 Ich unterstell dir persönlich mis Huus und mis ganze Volk söll dir bedingigslos ghorche. Nur ich i minere Position als König wird über dir stah."

41 Wiiter het de Pharao zum Joseph gseit: "Hiermit unterstell ich dir ganz Ägypte."

42 Dänn hät de Pharao sin Siegelring abgnoh und hät en em Joseph a d Hand gsteckt. Er hät ihm Chleidig us feinem Liene gäh und ihm e goldigi Halskette aagleit.

43 Üsserdem het er en i sim zwoite Ehrewage fahre loh und mer het vor ihm usegrüert: "Avréch!" So het ihm de Pharao ganz Ägypte underschtellt.

44 Wiiter het de Pharao zum Joseph gseit: "Ich bin de Pharao, aber ohni dini Erlaubnis dörf niemert i ganz Ägypte irgendöppis tue."

45 Danach het de Pharao Joseph de Name Zạphenath-Panẹach gä. Au het er ihm Ạsenat zu de Frau geh, d Tochter Potiphẹras, em Prieschter vo Ona. Und Joseph het Ägypte aagfange z beufsichtige.

46 Joseph isch 30 Johr alt gsi, als er vor em Pharao, em Kenig vo Ägypte gstande isch. Dänn hät Joseph am Pharao verlüre und ganz Ägypte durerischt.

47 Während de siebä Jahr vom Überfluss s Land grossi Menge Ertrag abegworfe.

48 Joseph het in de siebä Jahr alli Nahrigsmittel in Ägypte sammlet und i de Städt gläge. Er het i jedere Stadt d'Nahrigsmittel vo de umliegende Fälder iilagere loh.

49 Joseph isch nache gläge und nach riesige Menge Getreide ii – Getreide wie Sand am Meer. Es isch so vil gsi, dass mer schlüsslich ufgäh het, es z'Mässe.

50 Bevor s'erste Jahr de Hungersnot cho isch, gebar Ạsenath, d'Tochter Potiphẹras, em Prieschter vo Ona, em Joseph zwei Söhn.

51 Am Erstgeborene het de Joseph de Name Manạsse geh, denn er het gseit: "Gott het mich all mini Schwierigkeite und das ganze Huus vo mim Vater vergesse lah."

52 De zweiti Sohn het er gheisse Ẹphraim, denn er het gseit: "Gott het mich im Land vo mim Elend früchtbar werde lah."

53 Die siebä Jahr vom Überfluss in Ägypte sind dänn z End gange

54 und die siebä Jahr Hungersnot sind aagfange – wie de Joseph s aakündet hät. In allne Länder hät sich d Hungersnot usgrastet, doch in Ägypte häts überall Brot gä.

55 Schliesslich litt au ganz Ägypte Hunger und s'Volk het de Pharao aagfange zum Brot aazflehe. Do het de Pharao alli Ägypter gforderet: "Goht zu Joseph und tuet, was er eu seit."

56 Wo de Hungersnot uf de ganze Erde aagha het, het de Joseph ahgfange, überall d Getreide z öffne und de Ägypter Getreide z verchaufe. D'Hungersnot het Ägypte nämlich fescht im Griff gha.

57 Usserdem sind Mensche us allne Länder nach Ägypte cho zum vom Joseph Getreide chaufe, denn de Hungersnot het die ganz Erde fescht im Griff gha.