1.Moses 42 vo 50
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
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1.Moses 42 vo 50
42:1 Als Jakob erfahre het, dass es in Ägypte Getreide gäh het, het er zu sinere Söhn gseit: "Warum lueged ihr eu gegesiitig ständig nur a?"
2 Wiiter het er gseit: "Ich han ghört, dass es in Ägypte Getreide git. Gaht det ane und chaufed öppis für eus, demit mer am Läbe bliibed und nöd sterbed."
3 Da sind zehn vom Josephs Brüedere nach Ägypte gange zum Getreide chaufe.
4 Jakob schickte Josephs Bruedi Bẹnjamin jedoch nöd mit sine Brüedere mit, denn er het gseit: "Chönnt ihm ja öppis zuestossen."
5 So sind Israels Söhn zeme cho mit de andere wo Nahrigsmittel hend welle kaufe, nach Ägypte denn die Hungersnot het au s Land Kạnaan erfasst.
6 Joseph het über das Land gherrscht, und er isch es gsi, de Getreide a Mensche vo überallher verkauft het. Do kumme sini Brüeder un vuschtehn sich def vor rem mit däm Gsicht zue d Erde.
7 Wo de Joseph sini Brüedere gseh het, het er sie sofort erkennt, aber er het sich ihne nöd z'erkenne. "Woher kommt ihr?", het er sie barsch gfrögt wo sie antwortet händ: "Us dem Land Kạnaan. Mir möchte Nahrungsmittel kaufen."
8 Joseph het also sini Brüedere erkennt, doch sie hend en nöd erkannt.
9 Joseph het sich sofort a die Träum erinneret wo er vo ihne gha het. Er het zu ihne gseit: "Ihr sind Spion! Ihr sind cho, will ihr wend usefinde wo das Land ungschützt isch!"
10 "Nei, Herr", gwehrt sie ab, "mir, dini Diener, sind cho zum Nahrigsmittel chaufe.
11 Mir sind all Söhn vomene einzige Maa. Mir sind aständigi Lüt. Dini Diener spioniered nüt us."
12 "Das isch nöd wahr!", het erwideret. "Ihr sind cho, will ihr wend usefinde wo das Land ungschützt isch!"
13 Druf hends gseit: "Dini Diener sind zwölf Brüeder. Mir sind d Söhn vomene einzige Maa wo im Land Kạnaan lebt. De jüngsti isch bi eusem Vater bliebe und de ander isch nüm."
14 Doch Joseph entgägnet: "Es isch so, wie ich gseit han – ihr sind Spion!
15 Ich wird eu prüefe. So wohr dr Pharao läbt: Ihr kummt nit vu do wäg, bis air jüngschte Brueda do isch.
16 Eine vo eu söll eure Brüeder hole, die andere bliibed solang in Haft. Denn wird sich usestelle ob ihr d Wohrheit seit. Wänn nöd, dänn sind ihr Spion – so wahr de Pharao läbt!"
17 Druf het er alli zemme drü Täg isperre laa.
18 Am dritte Dag sait Josef zue nene: "Ich ha Ehrfurcht vor Gott. Drum macht Folgendes und bliebt am Läbe.
19 Wänn ihr aständigi Lüt sind, dänn lönd än eurä Brüeder da im Gfängnis zrugg. Ihr chönd goh und Getreide mitneh zum bi eu de Hunger z lindere.
20 Bringt dänn euren jüngste Brüeder zu mir, damit ich gseh, dass ihr d'Wohrheit gseit händ, und damit ihr nöd sterbet." So händs es gmacht.
21 Si händ aber zunenand gseit: "Jetzt werded mir bestimmt wäg üsem Brüeder bestraft. Mir händ gseh, wie er glitte hät, won er eus um Mitleid aagflegt hät, aber mir händ nöd druf ghört. Deswege simmer jetzt i dere schwirige Lag."
22 Rụbe entgägnet: "Hani eu nöd gseit: 'Versündiget eu nöd a dem Junge'? Aber ihr hend ja nöd ghört. Jetzt wird bestimmt sis Bluet zruggforderet."
23 Sie hend allerdings nöd gwüsst, dass de Joseph sie verstande het, denn er het durch en Dolmetscher mit ihne gredt.
24 Er isch vo ihne weggange und het agfange brüele. Wo er zrug isch cho und wieder mit ihne gredet het, het er Sịmeon ergriffe und vor ihrne Auge fessle.
25 Nochher befahl Joseph, ihre Säck mit Getreide z fülle, das Geld eis jede i sin Sack z legge und ihne Proviant fürd Reis mitzgeh. So isch es gsi.
26 Si händ dänn s Getreide uf iri Esel glade und händ sich uf de Wäg gmacht.
27 Als eine vo dene underwägs i de Unterkunft sin Sack göffnet het zum sin Esel z'füettere, het er plötzlich sis Geld obe im Sack gseh.
28 Druf het er zu sine Brüedere gseit: "Hier isch ja mis Gäld! Öpper hets in Sack zruggleit!" Da verschrooge sie. Zitternd hends sich aaglueget und gseid: "Was het Gott eus da ahta?"
29 Wo si zu ihrem Vater Jakob is Land Kạnaan cho sind, händ si ihm verzellt, was alles passiert isch. Si händ brichtet:
30 "Der Mann, wo über das Land herrscht, het barsch mit eus gredet und eus beschuldigt, mir würdet das Land usspioniere.
31 Aber mir hend zue ihm gseit: 'Mir sind aständigi Lüt. Mir sind kei Spion.
32 Mir sind zwölf Brüeder, Söhn des gliche Vater. Eine isch nüm und de jüngscht isch bi eusem Vater im Land Kạnaan blibe.'
33 Der Maa, der über das Land herrscht, hät zu ois gseit: 'Ich wird usefinde, öb ihr aständigi Lüt sind: Lönd eine vo eune Brüedere bi mir. Dänn nämed öppis mit zum bi eu de Hunger z'lindere und gaht.
34 Bringet euri jüngste Brüeder zu mir. So weiss ich, dass ihr aständigi Lüt sind und kei Spion. Ich gib eu de eue Brüeder zrugg und ihr chönd witer im Land Handel triibe.'"
35 Bim Leer vo de Säck hät jede siin Gäldbütel i sim Sack gfunde. Wo si und ihre Vater die Büütel gseh händ, verschroche sie.
36 Ihr Vater Jakob langet: "Ihr raubet mir mini Chind! De Joseph isch nüm da, Sịmeon isch nüme da, und jetzt nimet ihr mir au no Bẹnjamin weg! Warum mues ich das alles erträge?"
37 Rụbe aber het zu sim Vater gseit: "Falls ich ihn nöd zruggbringe, chasch mini beide Söhn töte. Vertrau ihn mir ah. Ich wird ihn zruggbringe."
38 "Mein Sohn geht nicht mit euch!", entgegneti Jakob. "Sin Brüetsch isch dot und er allei isch übrig bliebe. Wenn ihm uf de Reis öppis zuestöst bringed ihr bestimmt mis graue Hoor mit Kummer is Grab."