1.Moses 27 vo 50
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
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1.Moses 27 vo 50
27:1 Wo Isaak alt gsi isch und sini Auge z schwach gsi sind zum gseh, het er sin ältere Sohn gruefe Ẹsau zu sich gruefe. "Mein Sohn!", het er zu ihm gseit. "Hier bin ich!", het Ẹsau gantwortet.
2 "Ich bin jetzt alt", isch Isaak furt gfahre, "und ich weiss nöd wenn ich sterbe werde.
3 Nimm jetzt bitte dini Waffe, din Köcher und din Bögge, und gang ufs Feld und jagge Wild für mich.
4 Bereit mer devo es guets Gricht zue, so wie ich's gern mag, und bring's mir. Denn wird ich's ässe, demit ich dich chan sägne, bevor ich sterbe."
5 Rebẹkka het zue ghört, während Isaak mit sim Sohn Ẹsau gredt het. Wo Ẹsau ufs Feld isch gange um Wild z jage und s hei bringe,
6 het Rebẹkka zu ihrem Sohn Jakob gseit: "Ich han ebe ghört wie din Vater zu dim Brüeder Ẹsau gseit hät:
7 'Bring mir Wild und bereit mir es guets Gricht zue. Denn lahs miesse damit ich dich vor Jehova sägne chan, ehe ich sterbe.'
8 Hör mer iez guet zue, min Sohn und tue wasi der säge:
9 Gang bitte zur Herde und hol mer zwei vo de beste junge Geiss. Ich mach dim Vater devo es guets Gricht, so wie ers gern mag.
10 Das bringsch dänn dim Vater zum Ässe, damit er dich vor sim Tod sägnet."
11 "Aber min Brüeder Ẹsau isch doch behaart und mini Hut isch glatt", het de Jakob zu sinere Muetter Rebẹkka gseit.
12 "Was isch wenn mi Vater ahfasst? Denn denkt er bestimmt, dass ich mich über ihn lustig mache will und ich wird kei Säge, sondern en Fluech über mich bringe."
13 Sini Mueter het erwideret: "Der für dich bestimmti Fluech söll mich treffe, min Sohn. Tuen eifach was ich dir säge. Gang und hol mer d Geiss."
14 Do het er si gholt, het sie sinere Muetter brocht und sie het es guets Gricht gmacht, wie sin Vater s gern gha het.
15 Räbẹkka het den die beste Chleider vo ihrem ältere Sohn gno Ẹsau wo sie im Huus gha het und sie ihrem jüngere Sohn Jakob agleit.
16 Über siini Händ und de glatte Bereich vo sim Hals het si d'Fäll vo de junge Geiss leit.
17 Dänn hät si ihrem Sohn Jakob s'guete Gricht gäh und s'Brot wo si backe hät.
18 Er isch zu sim Vater inne gange und het gseit: "Min Vater!" Dä het antwortet: "Hie bin ich! Wer bisch du, min Bueb?"
19 "Ich bin Ẹsau, dein Erstgeborener", hät Jakob zu sim Vater gseit. "Ich han ta, was du gseit hesch. Setz dich bitte uf, und iss öppis vo mim Wild, damit du mich chasch sege".
20 Isaak hät si Sohn gfröget: "Wie häsch das Wild so schnell gefunden, mein Sohn?" Er hät antwortet: "Jehova, di Gott, häts zu mir brocht."
21 Druf het Isaak zu Jakob gseit: "Chum bitte her, min Sohn, damit ich dich afasse chan. Ich möcht wüsse, ob du würkli min Sohn Ẹsau bisch."
22 Da isch de Jakob zu sim Vater Isaak ane gange und Isaak het en betastet. Er het gseit: "D Stimm isch die vo Jakob, aber d Händ sind die vo Ẹsau."
23 Er het Jakob nöd erkennt, will sini Händ so behaartet gsi sind wie die vo sim Brüeder Ẹsau. So het er ihn gsegnet.
24 Danach hät er gfrögt: "Bisch du würklich min Sohn Ẹsau?" "Ja", het Jakob gantwortet.
25 Dänn hät er gsäit: "Bring mir öppis vo däm Wild, min Sohn, den wird ich dich zeige." Druf hät Jakobs ihm bracht und Isaak ässä. Dezue hät er ihm Wii gäh und er trunke.
26 Si Vater Isaak hät zue nem gsäit: "Chum bitte her, mi Bueb, und küss mi."
27 Er isch zu ihm gange und het en küsst, und Isaak het de Gruch vu sinere Chleider chönne schmöcke. Dänn het er ihn gsägnet und het gsait: "Min Sohn schmöckt wie das Feld, wo Jehova gsägnet het.
28 De wahri Gott gib der de Tau vom Himmelst und de fruchtbare Bode vo de Erde sowie Getreide und neue Wy im Überfluss.
29 Völker sölled dir diene und Natione sölled sich tüüf vor dir verbüüte. Du söllsch de Herr über dini Brüedere sii und d Söhn vo dinere Mueter sölled sich tüüf vor dir verneige. Wer dich verfluecht, sell selber verfluecht sii, und wer dich segnet, söll selber gsegnet sii."
30 Chuum het de Jakob sin Vater Isaak verloh nachdem de en gsägnet het, da isch sin Brüeder cho Ẹsau vo de Jagd zrugg.
31 Ẹsau het sim Vater ebefalls es guets Gricht zue gmacht und hets ihm bracht. "Richt dich auf, mein Vater", het er gseit. "Iss öppis vom Wild vo dim Sohn, damit du mich chasch sägne".
32 "Wer bisch du?", het en si Vater Isaak gfröget. "Ich bin dein Sohn, dein Erstgeborener, Ẹsau", het er gantwortet.
33 Do het Isaak starch zittere agfange und gseit: "Es het doch scho öpper Wild gjagt und es mir bracht. Wer isch das denn gsi? Ich has gässe bevor du cho bisch. Denn han ich ihn gsägnet - und de säge isch ihm sicher."
34 Wo Ẹsau die Wort vo sim Vater ghört het, het er sehr luut aagfange und bitterlich z'schreie und het sin Vater gflegt: " Sägne mi min Vater,, sägne au mi!"
35 Isaak het jedoch erwideret: "Din Brüeder isch mit List cho um de Säge z'becho wo für dich bestimmt gsi isch."
36 Druf het gseit Ẹsau: "Er het sin Name Jakob zu Recht. Jetz het er mi scho zwei Mal verdrängt! Erst het er mir mis Erstgeburtsrecht gno und jetzt au min Sege!" De het er gfrögt: "Häsch nöd au na en Säge für mich übrig?"
37 Doch Isaak het Ẹsau gantwortet: "Ich han ihn zu dim Herrn gmacht und em all sini Brüeder als Diener geh. Ich han ihn mit Getreide und neuem Wii für sin Unterhalt versorgt. Was chan ich da na für dich tue, min Sohn?"
38 Druf het gseit Ẹsau zu sim Vater: "Häsch den nur ein einzige Säge, mi Vater? Zeig mi Vater, sägne mi au!" Ẹsau het luut gschraue und in Träne usbroche.
39 Da het ihm si Vater Isaak zur Antwort geh:
"Wiit wäg vom fruchtbare Bode vo de Erde wirsch wohne und wiit wäg vom Tau vom Himmel obe.
40 Vo dim Schwert wirsch lebe und du wirsch dim Brüeder diene. Mol wend rastlos wirsch wirsch sis Joch uf dim Hals verbräche."
41 Ẹsau het feindseligi Gfühl gha gege Jakob, will dä vo sim Vater gsägnet worde isch. Er het sich immer wieder gseit: "D Zit vo de Truur um min Vater chunnt nöcher. Nochher wird ich min Brüeder Jakob umbringe."
42 Als Rebẹkka brichtet wurde, was ihr ältere Sohn Ẹsau plante, sie het sofort ihre jüngere Sohn Jakob zu sich cho und het zue ihm gseit: "Pass auf! Din Brüeder Ẹsau het vor sich a dir z räche und wott dich umbringe.
43 Min Sohn, tue jetzt was ich dir säge: Mach dich uf und lauf weg zu mim Brüeder Lạban nach Hạran.
44 Blib e Ziit lang bi ihm, bis sich d'Wuet vo dim Brüeder leit,
45 bis sis Zorn nachelaht und er vergesse het was em ahta hesch. Ich wird dich den vo det hole loh. Warum sött ich eu beidi amene Tag verlüre?"
46 Nochane het Rebẹkka wiederholt zu Isaak gseit: "Mis Läbe widderet mich a wäg de Töchter vo Heth. Wänn sich Jakob jemals eini vo de Töchter Heths zur Frau nimmt wie die Töchter vom Land, was hani da no vom Läbe?"