Sprüch Kapitel 6
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Sprüch Kapitel 6
6:1 Min Sohn, wenn du dich für din mitmensche verbürgt hesch, wenn du amene fremde d'hand gä hesch.
2 wenn dir dis verspreche zu de schlinge worde isch und d wort vo dim muul zunere falle,
3 dänn mach Folgendes, min Sohn und befreie Dich dänn din Mitmensch hät dich jetzt ide Hand: Gang und demüetig dich und bestürm dine Mitmensche mit Bitte.
4 Gönn dine Auge kein Schlaf na dine Augelider Schlummer.
5 Befrei Dich wie e Gazelle us de Hand vom Jäger, wie en Vogel us de Hand vom Vogelfänger.
6 Gang zu de Ameise du Fuuler. Beobachte ihri Wäg und wirde wiis.
7 Obwohl sie kein Befehlshaber, Beamte oder Herrscher het,
8 sorgt si im Summer für iri Nahrig und sammlet im Herbst iri Vorrät ii.
9 Wie lang wirsch ligge bliibe du fuuler? Wenn wirsch vom schlaf erwache und ufstah?
10 Chli schlafe, chli schlafe, chli schlafe, chli Händ gheie und usruehig –
11 und dini Armuet wird cho wie en Räuber und dini Not wie en bewaffnete Maa.
12 En nutzlose und schlächte Mensch gaht ume und verzellt Verkehrts.
13 Er zwinkert mit de Auge, git mit sim Fuess Zeiche und macht mit sine Finger Aadütige.
14 Mit eme Herze voller Falschheit schmiedet er ständig bösi Plän und zättet überall Striitigkeite a.
15 Darum wird plötzlich Unglück über ihn inebräche. Imene Augeblick wird er zerschmetteret ohni Ussicht uf Wiederherstellig.
16 Es git 6 sache wo Jehova hasst, ja siebe sache woner verabschütet:
17 überheblichi Auge, e verlogeni Zunge und Händ wo unschuldiges Bluet vergesse hend,
18 es Herz, wo böse Plän schmiedet, und Füess wo schnell zu Schlechtem renne,
19 en falsche züg wo bi jedem atemzug lügt und jede wo striit under Brüedere sitzt.
20 Min Sohn, beachte s Gebot vo dim Vater und lehn d Aleitig vo dinere Muetter nöd ab.
21 Wickle sie immer um dis Herz. Bind sie um din Hals.
22 Bim laufe werded sie dich leite, bim anelegge werde sie dich bewache und bim ufwache werde sie zu dir rede.
23 Denn s Gebot isch e Lüücht und das Gsetz isch es Liecht und Erziehig dur Zrechtwiesig isch de Wäg zum Läbe.
24 Sie werded dich vor de schlechte Frau bewahre, vor de verführerische Zunge vo de unmoralische Frau.
25 Begehr ihri Schönheit ned i dim Herze und lah dich ned vo de Aziehigskraft vo ihrne Auge iifange,
26 den eine Prostituierti bringt eine abe bis uf en Laib Brot, doch d Ehefrau vomene andere macht Jagd uf es kostbars Läbe.
27 Chan öpper Füür a sini Brust hole ohni das sini Chleidig verbrennt?
28 Oder cha öper uf glühende Chole laufe ohni sich dFüess zverbrenne?
29 So gahts jedem wo Beziehige mit de Frau vo sim Mitmensche hät. Keine wo sie berüehrt wird ungstraft devo cho.
30 Mer verachtet en Dieb nöd, wenn er stiehlt, zum sin Hunger stille.
31 Wird er aber ertappt, muess ers siebefach ersetze. Er wird alles Wertvolle us sim Huus hergäh.
32 Wer mit einer Frau Ehebruch begoht, dem fehlt es a Vernunft. Wer sowas tuet stürzt sich selber is Unglück.
33 Er wird nur Wunde und Unehr dervotreit und seine Schand wird nöd usglöscht werde.
34 Denn Eifersucht macht en Ehemaa sehr hässig. Sini Rache wird kän Mitleid känne.
35 Er wird kei Entschädigung anäh, keis no so grosses Gschänk wird en besänftige.