Römer 11 vom 16
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Römer 11 vom 16
11:1 Ich frag also: Het Gott öppe sis Volk verstosse? Keineswägs! Denn au ich bi en Israelit, us de Nochkomtschaft Abrahams, vom Benjamin.
2 Gott hät sis Volk woner zerscht anerkannt hät, nöd verstosse. Wüssed ihr nöd, was i de Schrifte in Verbindig mit Elịa staht, als er sich bi Gott über Israel beklagt?
3 "Jehova, sie hend dini Prophete umbrocht, sie hend dini Altäre zerstört. Ich allei bin übrig bliebe und jetzt hends es au uf mis Lebe abgseh.
4 Doch was seit ihm de göttlichi Ussproch? "Es sind no 7000 Männer übrig wo sich nöd vor Baal anekniet hend.
5 Genauso gits au i de jetzige Ziit en Überrest, wo us unverdiente Güte usgwählt worde isch.
6 Wenns jetzt us unverdiente Güte isch, denn isches nüm ufgrund vo Tate. Suscht wär die unverdienti Güte nüm unverdienti Güte.
7 Was heisst das jetzt? Grad das wo Israel intensiv ahstrebt het es nöd erreicht, aber d Userwählte hends erreicht. Bi de Übrige sind d Sinn abgstumpft worde.
8 In de Schrifte staht ja: "Gott het ihne en Geist tüüfe Schlafs geh, Auge wo nöd gsehnd, und Ohre wo nöd ghöred – bis zum hütige Tag.
9 Au seit David: "Ihr Tisch söll ihne zur Schlinge und zur Fall und zum Stolperstei und zum Grund für Bestrafig werded.
10 Lönd ihri Auge sich verfinstere, sodass sie nüt gsehnd, und lönd sie ständig ihre Rugge büüge.
11 Daher frogi: Sinds öppe gstolperet und ganz gfalle? Keineswegs! Sondern durch ihren Fehltritt werded Mensche us anderne Völker grettet, um sie zur Iifersucht zreize.
12 Wänn etzt ihres Fehltritt Riichtum für d Wält bedüütet und ihri Verminderig Riichtum für Lüüt us anderne Völker, wie viel meh wirds iri Vollzahl bedüte!
13 Jetzt red ich zu eu, wo ihr Mensche us anderne Völker sind. Da ich en Aposchtel für die andere Völker bin, verherrlich ich min Dienst,
14 zum gseh, ob ich irgendwie mis eigete Volk zur Iifersucht reize und einigi vo ihne cha rette.
15 Denn wenns Versöhnig für d Welt bedütet, dass sie verstosse worde sind, was wird ihri Anahm bedüte als Lebe für die Tote?
16 Wänn de Teil vom Teig wo als Erstlingsgab gnoh wird, heilig isch, dänn isches au die ganz Masse, und wenn d Wurzle heilig isch, sinds au die Zwäck.
17 Wenn aber einigi vo de zwöi usbroche worde sind und du obwohl du vome wilde Olivebaum bisch zwüsche si iigpfropft worde und nun am Richtum vo de Wurzle vom Olivebaum Ateil hesch,
18 den wird nöd überheblich gegenüber de zweige. Bisch aber überheblich, denk dra dass nöd d Wurzle trägsch sondern d Wurzle dich.
19 Du wirsch jetzt säge: "Zwöiti sind usbroche worde, damit ich iipfropft werde."
20 Das stimmt! Si si worde wäg ihrem Ungloube usbroche, du aber stahsch dur Gloube. Sig nöd überheblich, sondern fürcht dich.
21 Denn wenn Gott die natürliche Zweige nöd verschont het, wird er dich au nöd verschone.
22 Erkenne also Gottes Güte und Strängi: Sträng dene gegenüber wo gfalle sind, aber Gottes Güte dir gegenüber, vorusgsetzt, du blibsch i sinere Güte, sunscht wirsch ebefalls abghaue.
23 Und au sie werded iigpfropft, wenn sie nöd i ihrem Unglaube bliebed, denn Gott chan sie wieder iipfropfe.
24 Wänn nämlich Du us em Olivebaum, wo vo Natur us wild isch, usegschnitte und entgege de Natur i de edle Olivebaum iigpfropft worde bisch, dänn werded si, die natürliche Zweigi, erst rächt i ihre eigete Olivebaum iigpfropft werded!
25 Denn i will nit, Brüeder, dass ihr in Unkenntnis iba folgendes heilige Gheimnis sin, damit ihr äich nit selbscht als wiis betrachtet: Bi Israel het zum Teil e Abstumpfig vo de Sinn stattgfunde, bis die Voll Zahl vo de Mensche us de andere Völcher inecho isch,
26 und uf die Wiis wird ganz Israel grettet werde. I de Schrifte stoht jo: "De Befreie wird aus Zion kumme und Gottlosi Tate us Jakob entferne.
27 Und das isch min Bund mit ihne, wenni ihri Sinde wegneh.
28 Zwar sinds euretwege im Hiblick uf die gueti Botschaft Feind, doch wäg ihrne Vorfahre sind sie im Hiblick uf Gottes Uuserwählig Gliebti.
29 Denn Gott wird de Gabe un d Bruefig, de vu nem kumme, nit bereue.
30 Früehner sind ihr Gott unghorsam gsi, jetzt aber isch eu wäg ihrem unghorsam Barmherzigkeit zeigt worde.
31 So sind au sie jetzt unghorsam gsi, was für eu Barmherzigkeit zur Folg het, damit au ihne selber jetzt Barmherzigkeit zeigt wird.
32 Denn Gott het sie alli zäme Gfangeni vom Unghorsam la werde, um ihne alli Barmherzigkeit z zeige.
33 Wie tüf ist doch der Richtum und die Wisheit und die Erkenntnis Gottes! Wie unerforschlich sind sini Entscheidige und wie unergründlich sini Wäg!
34 Denn "wer het das Denken Jehovas erkennt oder wer isch sin Ratgeber worde"?
35 Oder: "Wer het em zersch gä, so dass es ihm müesst zrügzahlt werde?"
36 Denn alles isch us ihm und dur ihn und für ihn. Ihm gebührt d Herrlichkeit für immer.