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Matthäus 27 vo 28

von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Matthäus 27 vo 28

27:1 Als es Morge worde isch, bietet sich alli Oberpriester und die Ältiste vom Volk mitenand um de Jesus inerichte z'loh.

2 Mer het en gfesselt abegfüehrt und en am Statthalter Pilạtus übergäh.

3 Wo siin Verräter Judas dänn gseh hät, dass Jesus verurteilt worde isch, hät er Gwüssensbiss übercho und hät die 30 Silberstück de Oberpriester und Ältiste zrugg bracht.

4 Er het gseit: "Ich habe gesündigt, als ich ein Unschuldigen verrot." Doch sie hend nur gmeint: "Was geht uns das an? Das isch dis Problem!"

5 Da isch er d Silberstück in Tempel gworfe, isch wäggange und het sich erhängt.

6 Die Oberpriester händ d Silberstöck gnoh und gseid: "Es isch nöd erlaubt das in Tempelschatz z tue, will Bluet dra chläbt." 7 Nachdem sie sich mitenand berate händ, händs mitem Geld s Töpferfeld als Grabstätte für Fremdi kauft.

8 Daher wird das Feld bis hüt "Bluetfeld" gnennt.

9 Damals erfüllt sich, was durch de Prophet Jeremia akündigt worde war: "Sie hend die 30 Silberstück gnoh, de festgsetzti Priis für de Maa für de einigi Söhn Israels en Priis bestimmt hend.

10 Und si händ demit s Töpferfeld kauft, so wie de Jehova s mer uftreit hät."

11 Jesus isch jetzt vor dem Statthalter gstande und isch vo ihm gfrögt worde: "Bisch du de Kenig vo de Jude?" "Du hesch es selber gseit", het Jesus gantwortet.

12 Wo er degäge vo de Oberpriester und Älteschte aaklagt worde isch, schwieg er.

13 Da het en Pilạtus gfrögt: "Hörsch nöd, was sie alles gege dich ussäge?" 14 Doch er het keis einzigs Wort dezue gseit, was de Statthalter sehr wunderet het.

15 Bim Fäscht isch es amel Bruch gsi, dass de Statthalter en Gfangene freilie het, wo sich s Volk het dörfe uswähle.

16 Damals hets en berüchtigte Gfangene geh, de Bạrabbbas gheisse het.

17 Pilạtus het zu de versammlete Mängi gseit: "Wen soll ich freilassen: Bạrabbbas oder Jesus, de sogenannte Christus?"

18 Pilạtus isch nämli klar gsi, dass mer ihn us Neid usgliferet gha het.

19 Während er uf em Richterstuehl gsässe het, het em sini Frau usrichte lo: "Du dem Grechte nüt, denn siinetwäge han ich hüt en schreckliche Traum gha."

20 Doch die Oberpriester und die Ältiste händ die Menge dezue bracht zum Bạrabbbas z bitte und Jesus hirichte loh.m

21 Als Reaktion druf het de Statthalter gfröget: "Wen von den beiden soll ich freilassen?" Sie rüfen: "Bạrabbbas!"

22 "Und was söll ich mit Jesus, dem sogenannte Christus, mache?", het de Pilạtus welle wüsse, wo alli rüefed: "An den Pfahl mit ihm!"

23 Er het gfrögt: "Warum? Was für es Verbreche het er denn agfange?" Doch sie hei nume lüter gschroue: "An den Pfahl mit ihm!"

24 Wo de Pilạtus het gseh, dass er so nöd wieter worde isch, sondern dass sich en Tumult abahnet het, het er Wasser gnoh, sich vor de Mängi d Händ gwäsche und gseit het: "Ich bin unschuldig am Bluet vo dem Mannesa. Das müessted ihr verantworte."

25 Druf erwideret alli: "Sie Bluet söll über eus und eusi Chind cho!"

26 Dänn hät er Bạrabbbas frei lah und hät de Befehl gäh, Jesus uszpeitscheq und zur Hyrichtig am Pfahl abzfüehre.

27 Die Soldate vom Statthalter händ Jesus zum Prätorium bracht und händ die ganz Truppeeinheit um ihn versammlet.

28 Sie hend en uszoge, hend ihm en scharlachrote Mantel um ghängt,

29 hend e Dornenkrone gflochte, hends ihm ufe Chopf ghocket und ihm es Schilfrohr i die rechti Hand gä. Dann kniet sie sich vor rem ane un schpotte: "Sig gresst, dü Kenig vu d Jude!

30 Sie händ en aagspuckt, händ s Schilfrohr gno und ihm demit uf de Chopf gschlage.

31 Nochdem sie sich über ihn lustig gmacht händ, händ sie ihm de Mantel abgnoo, händ ihm sini Obergewänder wieder aaglooge und händ en abfüehrt, zum en a de Pfahl z nutze.

32 Underwägs het ine en Maa us Kyrẹne begegnet, wo Sịmon gheisse het. Er isch vo ihne zwangs¬verpflichtet worde, de Marterpfahl z träge.

33 An einer Stell namens Gọlgotha (das heisst Schädelstätte) aacho,

34 händs de Jesus mit Galle vermischtete Wii gäh, doch nachdem ers probiert hät, hät er en nöd wele trinke.

35 Wo sie en a de Pfahl gnaglet händ, händ sie Los gworfe und händ sini Obergwänder verteilt,

36 und sie hend sich ane gsetzt und bewachet.

37 Au händs über sim Chopf es Schildli bracht wo de Aaklaggrund gstande isch: "Das isch Jesus, de Kenig vo de Jude."

38 Dänn sind na zwei Räuber näb ihm a de Pfahl bracht worde, einä rächts und einä links vo ihm.

39 Die Lüt wo verbiiget händ abfällig über Jesus gredt händ, händ de Chopf gschüttlet

40 und hend gseid: "Du hesch doch welle de Tempel abriisse und in drü Tag wieder ufbaue, rett dich selber! Wenn du en Sohn Gottes bisch, chum vom Marterpfahl abe!"

41 Genauso hend sich die Oberpriester, Schriftgelehrte und Ältiste über ihn lustig gmacht und hend gseit:

42 "Anderi het er grettet aber sich selber chan er nöd rette! Er isch de Kenig vo Israel. Denn söll er doch jetzt vom Marterpfahl abecho und mir glaubed a ihn.

43 Er hat auf Gott vertraut, dann soll der ihn auch befreien, wenn ihm etwas an ihm liegt. Denn er hat ja behauptet: ‚Ich bin Gottes Sohn.‘“

44 Genauso beleidigten ihn auch die Räuber, die neben ihm am Pfahl hingen.

45 Um die 6. Stunde brach über das ganze Landa eine Finsternis herein, die bis zur 9. Stunde anhielt.

46 Um die 9. Stunde rief Jesus laut: „Ẹli, Ẹli, lamá sabachtháni?“, das heißt: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“

47 Einige, die dort standen und das hörten, sagten: „Er ruft Elịa.“

48 Einer rannte sofort los, nahm einen Schwamm, tauchte ihn in sauren Wein, steckte ihn an ein Schilfrohr und hielt ihn Jesus zum Trinken hin.

49 Doch die anderen sagten: „Lass! Wir wollen sehen, ob Elịa kommt und ihn rettet.“

50 Jesus schrie noch einmal auf und hauchte seinen Geist aus.

51 Plötzlich wurde der Vorhang des Heiligtums von oben bis unten entzweigerissen, die Erde bebte und die Felsen spalteten sich.

52 Die Gräber öffneten sich und viele Leichen von Heiligen wurden aufgerichtet

53 und viele sahen sie. (Nachdem er auferweckt worden war, gingen Leute, die von den Gräbern kamen, in die heilige Stadt.)

54 Doch als der Offizier und die anderen, die Jesus bewachten, das Erdbeben und das ganze Geschehen beobachteten, bekamen sie große Angst und sagten: „Er war wirklich Gottes Sohn.“

55 Viele Frauen, die Jesus von Galilạ̈a bis hierher begleitet und für ihn gesorgt hatten, sahen von Weitem zu.

56 Zu ihnen gehörten Maria Magdalẹne und Maria, die Mutter von Jakobus und Jọses, und die Mutter der Söhne von Zebedạ̈us.

57 Da es inzwischen später Nachmittag war, kam Joseph, ein reicher Mann aus Arimathịa, der ebenfalls ein Jünger von Jesus geworden war,

58 und er ging zu Pilạtus und bat ihn um den Leichnam von Jesus. Pilạtus ordnete an, ihm den Leichnam zu übergeben.

59 Joseph nahm ihn, wickelte ihn in reines, feines Leinen

60 und legte ihn in sein neues Grab, das er in den Felsen gehauen hatte. Nachdem er einen großen Stein vor den Grabeingang gewälzt hatte, ging er weg.

61 Maria Magdalẹne und die andere Maria aber blieben dort vor dem Grab sitzen.

62 Am nächsten Tag, nach dem Vorbereitungstag, versammelten sich die Oberpriester und die Pharisäer vor Pilạtus

63 und sagten: „Herr, wir erinnern uns, dass dieser Betrüger, als er noch lebte, gesagt hat: ‚Nach drei Tagen werde ich auferweckt.‘

64 Ordne deshalb an, das Grab bis zum dritten Tag zu sichern, damit seine Jünger nicht kommen und ihn stehlen und dann zu den Leuten sagen: ‚Er ist von den Toten auferweckt worden!‘ Dieser letzte Betrug wäre noch schlimmer als der vorherige.“

65 Pilạtus sagte zu ihnen: „Ich stelle euch Wachsoldaten zur Verfügung. Geht und sichert das Grab, so gut ihr könnt.“

66 Da gingen sie los und sicherten das Grab, indem sie den Stein versiegelten und eine Wache aufstellten.