Jesaja 64 vo 66
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Jesaia 64 vo 66
64:1 Hätsch doch nur de Himmel zerrisse und wärsch herabcho,
sodass deinetwege die Berge beben würden,
2 wie wänn Füür Reisig entzündet
und s'Füür s'Wasser zum Choche bringt,
dänn würd din Name bi dine Gegner bekannt werde
und die Völker würde vor dir zittere!
3 Wo du Ehrfurcht iiflüssendi Sache tätisch, wo mir nöd z hoffe händ,
bisch du herab cho und vor dir bäte die Berge.
4 Sit jehär het keine ghört no Ghör gschänkt,
no het irgend es Aug en Gott usser dir gseh,
de für die handlet wo geduldig uf ihn warted.
5 Du bisch dene entgägecho wo freudig tüend was richtig isch,
dene wo a dich dänked und din Wäge folged.
Sieh nur! Du bisch zornig worde während mer witer sündig sind,
und das hämmer langi Ziit gmacht.
Und jetzt söllemer grettet werde?
6 Mir sind all wie en Unreiner worde
und alli eusi Tate vo de Gerechtigkeit sind wie d Bind vonere Menstruierende.
Mir werded alli verwelke wie es Blatt
und eusi Vergehe werded eus fortträge wie de Wind.
7 S git kene wo din Name alütet,
keine rüehrt sich zum dich festhalte,
denn du hesch dis Gsicht vor eus verborge
und laht eus vergah wege eusem Vergehe.
8 Mol jetzt, o Jehova, du bisch euse Vater.
Mir sind de Ton und du bisch euse Töpfer.
Mier alli sind s Werk vo dinere Hand.
9 Wird nöd allzu zornig Jehova,
und dänk nöd für immer a euses vergehe.
Lueg eus bitte ah denn mir sind all dis Volk.
10 Dini heilige Städt sind zur Wildnis worde.
Zion isch zur Wildnis worde,
Jerusalem zur Eid.
11 Euses Huus vo de Heiligkeit und Herrlichkeit,
wo eusi Vorfahre dich preised,
isch verbrennt worde,
un alles, was uns lieb un tüür war, ligt in Trümmere.
12 Wirsch du dich da immerno zrughalte o Jehova?
Wirsch still blibe und eus so schrecklich leide lah?