Jesaia 57 vo 66
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Jesaia 57 vo 66
57:1 De Grächt isch umcho,
aber niemert nimmt sich zu Herze.
Loyali Mensche werded weggnoh,
ohni dass öpper merkt dass de Grächti weg dem Unglück weggno worde isch.
2 Er tritt i de Friede.
Alli wo ihre Weg in Ufrichtigkeit gönd rueh uf ihr Bett.
3 "Doch ihr, los, chömet her,
ihr Sohn vonere Zauberin,
ihr Chind vomene Ehebrächer und enere Prostituierte:
4 Über wen mached ihr eu luschtig?
Gege wer reisst ihr s Mul uf und wäm strecked ihr d Zunge use?
Sind ihr nöd d Chind vo de Überträtig,
d'Chind vom Betrug,
5 deren Lideschaft unter grossen Bäum entbrennt,
under jedem üppige Baum,
die i de Täler d Chind abschlachte,
ja unter Felsvorsprüng?
6 Die glatte Stei vom Tal sind diin Aateil.
Ja, sie sind din Los.
Sogar für si güssisch Trankopfer us und opfersch Gabe.
Söll ich mich mit so öppisem zfriede geh?
7 Uf emene höche und erhabene Bärg hesch dis Bett härgrichtet,
und det hii bisch gstige zum Opfer darbringe.
8 Hinter de Tür und em Türpfoschte hesch dis Dänkmal errichtet.
Du hesch mich verlah und dich uszoge.
Du bisch ufegstiege und häsch dis Bett gräumig gmacht.
Und du hesch en Bund mit dine Liebhaber gschlosse.
Du heschs gliebt s Bett mit ihne z teile,
und hesch s Männliche Glied aagstarrt.
9 Du bisch mit Öl zu Mẹlich abegange
und mit enere Unmengi a Parfüm.
Du hesch dini Abgsandte wiit wäg gschickt
und bisch so is Grab hinabgstiege.
10 Du hesch dich demit abgmüeht dini vielne Wäge zverfolge,
doch hesch nöd gseit: 'S isch hoffnigslos!'
Du hesch neui Chraft gschöpft.
Drum gisch nöd uf.
11 Vor wem isch dir Angst gsi und bangä gsi,
sodass du afangsch lüge?
Du hesch nüm a mich dänkt.
Nüt hesch du dir z Härze gno.
Han ich nöd gschiege und mich zrugzoge?
Deswege hesch dich nöd vor mir gfürchtet.
12 Ich wird dini 'Gerechtigkeit' und dini Tate bekannt mache
und sie werded dir nüt bringe.
13 Wend um Hilf schreisch,
wird dich dini Götzesammlig nöd befreie.
En Wind wird sie alli wegträge,
en blöde huuch wird sie wegweh.
Aber wer bi mir Schutz suecht wird das Land erbe
und min heilige Berg in Bsitz näh.
14 Mer wird säge: 'Baut eine Strossen, baut sie! Bahnt den Weg!
Ruumt jedes Hindernis us em Weg vo mim Volk.'
15 Denn das seit de Hohe und Erhabene,
wo für immer lebt und dä Name heilig isch:
"Ich wohn a dem höche und heilige Ort,
aber au bi de Zerschlaagene un im Geischt Niederdrückte,
um de Geist vo de Niederdrückte
und s Herz vo de Zerschlagene z beläbe.
16 Denn ich wird mi nöd für immer geg sie stelle
und au nöd ewig zornig bliibe.
Denn de Geischt vumene Mensch wird minetwäge schwach werde,
au die atmende Gschöpf woni gmacht han.
17 Ich han mich über sini sündig Jagd uf unehrlich erworbene Gwünn ergeret.
Und so han ich ihn gschlage, ich verbarg mis Gsicht und bin zornig worde.
Aber er bliebt uf em Pfad vo de Abtrünnigkeit und isch em Wäg vo sim Herz gfolgt.
18 Ich han sini Wäg gseh,
aber ich wird ihn heilen und führen
und ihm und sin Truurende wieder Trost spenden."
19 "Ich schaff Lobpriis uf de Lippe.
Beständige Frieden wird es für den Fernen und den Nahen geben", säit Jehova,
"und ich wird ihn heilen."
20 "Doch die schlechte Mensche sind wie das tosende Meer wo sich ned beruhige chan,
dem sini Wasser ständig Tang und Schlamm ufwüehlt.
21 Es git kei Friede für die Böse", seit min Gott.