Jesaia 5 vo 66
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Jesaia 5 vo 66
5:1 Ich möcht bitte für min Geliebte singe,
es Lied über mine Liebschte und sin Wybärg.
Mi Geliebter het en Wiiberg amene fruchtbare Hügel gha.
2 Er hät en umbruchet und hät Stei entfernt.
Er hät en mit ere rote Edelrebe pflanzt,
baute zmitzt drin en Turm
und heb e Wychelter uus.
De het er die ganz Ziit uf Traube ghofft,
aber es sind nur Wildrebe gwachse.
3 "Und jetzt, ihr Bewohner vu Jerusalem und ihr Männer vu Juda,
fallt bitte es Urteil i dem Striit zwüsche mir und mim Wiiberg.
4 Was hätti na für min Wiiberg chöne tue,
das ich nöd scho tah han?
Warum hät er wo ich uf Truube ghofft han,
nur Wildrebe hervorbracht?
5 Lönd mi eui jetzt bitte mitteile,
was ich mit mim Wiiberg mache wird:
Ich wird sini Hecke entferne
und er söll niederbrennt werde.
Ich wird sini Steinmauer niederreisse
und er söll vertrampled werde.
6 Ich wird ihn zur Einöde mache.
Er wird weder beschnitte no behackt werde.
Dornegstrüpp und Unkraut werded en überwuchere,
und de Wulche wird ich befehle, kei Räge uf ihn falle z'loh.
7 Denn de Weinberg Jehovas, vum Herrn vu de Heere, isch des Hus Israel.
D Juda Manne sind die Pflanzig, won er gliebt het.
Er hät die ganz Ziit uf Rächtsprächig ghofft,
doch da war ungerechtigkeit,
uf Gerechtigkeit,
doch da isch en verzwiifelte ufschrei gsi."
8 Wehe dene wo Huus reihed
und Feld a Feld,
bis kei Platz meh da isch
und ihr das Land ganz für eu allei bewohnt!
9 Vor mine Ohre het Jehova, de Herr de Heere, gschwore,
das viel Hüser, obwohl gross und schön,
zumene Bild vom graue werde,
ohni Bewohner.
10 Denn 10 Joch Wiberg werded nur es Bath Ertrag liefere
und en Họmer Same nur es Ẹphad.
11 Wehe dene wo früehmorgens ufstönd zum Alkohol trinke,
die bis spätabig bliibed, bis de Wy sie beruscht!
12 Harfe und Saiteninstrument,
Tamburin, Flöte und Wii fähled nöd uf ihrne Fäscht.
Doch was Jehova tuet, druf achte si nöd,
s Werk vo sinere Händ gsehnds nöd.
13 Drum wird mis Volk verschleppt werde,
wills ihm a Erkenntnis fehlt.
Sini ruhmreiche Männer werded hungere
und all sini Lüüt werded Durscht liide.
14 Daher het s Grab sich erwiiteret,
es hät sis Muul unendlich wiit ufggrisse,
und de Glanz vo de Stadt, ihri lärmendi Mängi und ihri Fiirende
werded mit Sicherheit det hii abefahre.
15 Und de Mensch wird sich beugen,
de Mänsch wird erniedrigt,
und d Auge vo de Überhebliche werded gsenkt.
16 Jehova, de Herr vo de Heere, wird durch si Urteil erhöht werde,
de wahri Gott, de Heilige, wird sich durch Grechtigkeit heilige.
17 Und die Lämmer werded grasen als wäreds uf ihrere Weid.
Aasässigi Fremde werded sich a verlasse Orte ernähre, wo früener guet gnährti Tier gsi sind.
18 Wehe dene wo ihri Schuld mit Stricke vo de Tüschig hinter sich herschlepped
und iri Sünde mit Wageseile,
19 dene wo seged: "Gott söll sich beeile mit dem was er will!
Es söll schnell cho damit mers gsehnd.
Was sich de Heiligi Israels vorgnoh het, söll gschähe,
damit mers erkenned!"
20 Wehe dene wo seged das Guets isch und Böses guet,
dene wo Finsternis dur Liecht ersetzed und Liecht dur Finsternis,
dene wo Bitteres als Süesses anestelled und Süesses als Bitteres!
21 Wehe dene wo i ihrne eigene Auge wiis sind
und us ihrere eigete sicht verständig!
22 Wehe dene wo Helde im Witrinke sind,
wehe de Meischter im Mische alkoholischer Getränk,
23 wo de Böse gäge Bestechig freispräche
und wo em grächte s rächt verweigere!
24 Drum: Wie d Zunge vom Füür d Stopple ufleckt
und trochnigs Gras i de Flamme zäme gheit,
so werded ihri Wurzle verderbe
und iri Blüete wie Pulver verwehed,
wel sie des Gsetz Jehovas, vum Herrn dr Heer, zruck gschtosse.
un de Wort vum Heilige Israel missachtet hän.
25 Drum loderet de Zorn Jehovas geg sis Volk
und er wird sini Hand gege sie usstrecke und sie schlönd.
D Berge werded erbe
un ihri Leiche wäre we Strosseabfall wäre.
Wäg allem het sich sin Zorn nöd abgwandt,
sondern sini Hand isch na zum Schlage usgstreckt.
26 Er hät für es ferns Volk es Signal uufgstellt.
Er hets vo de Endi vode Erde herbiipfiffe.
Und da! Es chunt z Windeseile.
27 Keine vo dene isch müed oder stolperet.
Keine nickt ii oder schlaft.
De Gürtel um ihri Hüfte sitzt nöd locker
na sind die Rieme vo ihrne Sandale grisse.
28 Alli ihri Pfiil sind scharf
und alli ihri Bööge gspannt.
D Huufe vo ihrer Ross sind wie Chiesel
und ihri Räder wien es Sturm.
29 Ihr Gebrüll isch wie das vomene Löie,
wie jungi Löie brüeleds.
Si werded knurre und d'Büüte packe,
sie wegschleppe, ohni dass es en befreie git.
30 A dem Tag werdeds über de Büüti knurre,
so wie s Meer grollt.
Wer ufs Land blickt wird bedrückendi Finsternis gseh.
Sogar s Liecht isch verdunklet wäge de Wolke.