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Jesaia 1 vo 66

von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Jesaia 1 vo 66

JESAJA

1:1 Die Vision Jesajas, vom Sohn vo Ạmoz, über Juda und Jerusalem, won er zur Ziit vo Usịja, Jọtham, Ạhas und Hiskịa, der Juda König het gha:

 2 hör zue, o Himmel, und gib acht, o erde,

dänn Jehova hät gredt:

"Söhn hän i ufzoge und grooszooge,

sie aber hend sich geg mich ufglehnt.

 3 En Stier kennt sin Chäufer guet

und de Esel d Fuetterchrippe vo sim Bsitzer,

aber Israel kennt mich nöd,

mis eigene Volk laht kein Verstand erkenne."

 4 Wehe vo de sündige Nation,

dem mit vergehe beladene volk,

en Brut vo schlächte Mänsche, verdorbeni Chind!

Sie hend Jehova verloh.

Sie händ de Heilig Israels respektlos behandlet.

Si händ em de Rugge gchehrt.

 5 An weli Stell söll eu de nächsti Schlag treffe, da ihr eu immer wiiter uflehned?

De ganz grind isch chrank

und das ganze Herz isch befalle.

 6 Vo Grind bis Fuess gits kei gsundi Stell.

Wunde, Bluetergüss und offeni Stelle,

sie sind nöd versorgt oder verbunde oder mit Öl behandlet worde.

7 Eues Land isch verödet.

Eui Städt sind verbrennt.

Vor eure Auge verschlinge Frömdi eure Bode.

Das Land isch wie eine vo Fremde verwüschteti Iinöde.

8 Die Tochter Zion staht verloh da wie en Unterstand ime Wiigarte,

wie e Hütte ime Gurkefeld,

wie e belagerti Stadt.

9 Hätt eus nöd Jehova, de Herr vo de Heere, es paar Überläbende gloh,

mir wäred genau wie Sọdom worde,

mir hetted Gomọrra gliche.

10 Hört d Wort Jehovas, ihr Diktatore vo Sọdom.

Achtet ufs Gsetz vo eusem Gott, ihr Lüüt vo Gomọrra.

11 "Was nützed mir eui ville Opfer?", seit Jehova

"Die Schoofböck, won i als Brandopfer doooring, und s Fett vom Measchtviee hän i satt,

und am bluet vo junge Stiere, Lämmere und Geiss hani keini gfalle.

12 Wen ihr vor mir erschiinet –

wer het das vo eu verlangt,

das Zertrample vo minere Vorhöf?

13 Höred uf, wertlosi Getreideopfer herzbringe.

Eui Rüücherwerk findi abscheulich.

Neumondstage, Sabbate, s Iiberuefe vo Versammlige –

ich chas nöd erträge wenn ihr eu feierlich versammled und zugliich magischi chräft nutzed.

14 Ich hasse eui Neumondstäg und eure Fäscht.

Sie sind für mich zunere Last worde.

Ich bin's leid, sie z'träge.

15 Und wenn ihr euri Händ erhebed,

verhüll ich mini Auge vor eu.

Au wän ihr vieli Gebät redät,

ghör ich nöd zue.

Euri Händ sind voll Bluet.

16 Wösched eu, reined eu.

Schaffed mer eui schlächte Tate us de Auge.

Höred uf böses ztue.

17 Lernt Guets ztue, bemüet eu um Gerechtigkeit,

Weisch de Unterdrücker zrächt,

verteidigt die Rächt vom vaterlose Chind,

füehrt den Rechtsfall der Witwe."

18 "Chunnt etzt und lasst uns die Sach zwischen uns kläre", säit jehova.

"Wenn euri Sünde au scharlachrot sind,

werde sie so wiss werde wie Schnee.

Wänns au rot sind wie Karmesinstoff,

werded sie so wiis werde wie Wulle.

19 Wänn ihr bereitwillig zuelosed,

werded ihr s guete vom Land esse.

20 Söttet ihr eu aber weigere und rebelliere,

wird eu das Schwert fressen,

denn de Mul Jehovas hets gseit."

21 Wie die treui Stadt doch zur Prostituierte worde isch!

Sie isch voll Rächt gsi.

In ihrer wohnte Gerechtigkeit.

Doch jetzt huused dete Mörder.

22 Din Silber isch z Schlacke worde

und dis Bier isch mit Wasser verdünnt.

23 Dini füehrende Männer sind stur und mached mit Diebe gmeinsami Sach.

Jede vo dene liebt Bestechig und jagt Gschänkli nache.

Em Vaterlose verschaffeds keis Recht

und de Rechtsfall vo de Witwe chunnt nie vor sie.

24 Drum erklärt de wahri Herr,

Jehova, de Herr vo de Heere,

de Mächtig Israels:

"Ha! Ich wird mini Gegner loswerde

und ich wird mi a mine Feinde räche.

25 Ich wird mini Hand gege dich richte,

ich wird deine Schlack wie mit Lagen usschmelzen

und ich wird all dini Verunreinigunge besitige.

26 Ich wird dini Richter wieder isetze wie am Afang

und dini Ratgeber wie am Beginn.

Denn wird mer dich 'Stadt der Gerechtigkeit', 'Treue Stadt' nenne.

27 Zion wird dur Rächt erlöst werde

und iri Rückkehrer dur Grechtigkeit.

28 Die Rebelle und Sünder werded gmeinsam zerbroche,

und mit dene wo Jehova verlönd wirds z'änd gah.

29 Denn ihr den äich schäme wägä de mächtige Bäum, de ihr begehrt hän,

un ihr wäre Schand erliide wägä d Gärtna, de ihr üsgwählt hän.

30 Ihr werdet wie en grosse Baum mit verwelkem Laub werde

und wie en Garte ohni Wasser.

31 De starchi Maa wird zu Werg werde

und was er gschaffe het zumene Funke.

Beides wird zäme i Flamme ufgah,

ohni dass es öpper löscht."