Hesekiel 22 vo 48
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Hesekiel 22 vo 48
22:1 Und wieder hani e Botschaft vom Jehova übercho. Sie het gmüetet:
2 "Mänschesohn, bisch bereit wo mit Bluetuld beladene Stadt s Urteil z verchünde und ihr alli ihri Abscheulichkeite bewusst z mache?
3 Seit: 'Das sind die Wort des Souveränen Herr Jehova: "O Stadt wo in ihrer Mitte Bluet vergisst, dere Ziit chunt und die sich widerliche Götze macht, zum sich verunreinige!
4 Durch dis Bluetvergiesse hesch dich schuldig gmacht und dini widerliche Götz hend dich verunreinigt. Du hesch s End vo dinere Täg beschleunigt und s Endi vo dinere Jahr isch cho. Drum wird ich dich zum Gspött fürd Völker mache, zu öppisem wo sich alli Länder lustig mached.
5 Länder nöch und fern werdet dich verspotte, Dich dä Name unrein und die voller Unrueh isch.
6 Jede Vorsteher Israels i dinere Mitti missbrucht sini Autorität zum Bluetvergiesse.
7 In dinere Mitti behandlet mer Vater und Mueter verächtlich. Mer betrüügt de asässige Fremde und behandled s vaterlose Chinda und d Witwe schlecht.
8 Mini heilige Orte verachtisch und mini Sabbate entweihsch.
9 In dinere Mitti gits Verleumder, wo uf Bluetvergiesse us sind. In dinere Mitti nimmt mer uf de Berge Opfermähler i und git sich obszönem Verhalte ane.
10 In dinere Mitti enthaltet mer s Bett vom eigene Vater und vergaht sich anere Frau, wo dur ihri Menstruation unrein isch.
11 In dinere Mitti triibt en Maa abscheulichi Sache mit de Frau vo sim Mitmensche, en andere verunreinigt sini eigeti Schwiegertochter dur obszöns Verhalte, und wieder en andere vergaht sich a sinere Schwöschter, de Tochter vo sim eigene Vater.
12 I dinere Mitti laht mer sich bstelle zum Bluet z vergesse. Du verleihsch gege Zinse oder zum Gwünn mache und erpresst Geld vo dine Mitmensche. Ja, du hesch mi völlig vergesse', erklärt de Souverän Herr Jehova.
13 'Ich klatsche agewideret id Händ wäge dim unehrlich erworbene Gwünn und de Bluetate i dinere Mitti.
14 Wird dis Muet standhabe und werded dini Händ starch bliebe in dene Täg woni gege dich ischritte? Ich sälber, Jehova, han gredet und werde ischritte.
15 Ich wird dich unter d'Volk zerstreue und under d'Länder versprenge und Dinere Unreinheit es End mache.
16 Und du wirsch vor de Völker entgehrt werde und müesse erkenne, dass ich Jehova bin.
17 Und wieder hani e Botschaft vo Jehova übercho. Sie het lutet:
18 "Mänschensohn, das Huus Israel isch für mich wie wertlosi Schlacke worde. Sie alli sind Kupfer, Zinn, Iise und Blei im Ofe. Sie sind zu Silberschlacke worde.
19 Drum sait de Souverän Herr Jehova: 'Wil ihr alli wie wertlosi Schlacke worde sind, bring ich eu zmitzt in Jerusalem zemme.
20 So wie mer Silber, Kupfer, Eisen, Blei und Zinn im Ofe zämebringt und s Füür abblaset zum alles schmelze, so wird ich eu in minere Verärgerig und mim Zorn zämebringe, und ich wird eu ablase und schmelze.
21 Ich wird eu zämebringe und eu mit em Füür vo mim Zorn abloh, und ihr werded i ihrere Mitti gschmolze werde.
22 Wie mer Silber im Ofe schmilzt, so werded ihr in ihrer Mitti gschmolze werde. Und ihr werdet erkenne müsse das ich selber, Jehova, min Zorn über eu usgosse han.'"
23 Und wieder hani e Botschaft vo Jehova übercho. Sie hät lutet:
24 "Mänschensohn, sag: 'Du bisch es Land wo nöd reinigt wird und uf das es nöd rägnet am Tag vom Zorn.
25 Dini Prophete hend sich i dinere Mitti mitenand verschwore wie en brüllende Löwe wo Büüti riist. Sie verschlinge Mänsche. Sie riised Schätz und Kostbarkeite a sich. Sie hend i dinere Mitti viel Fraue z Witwen gmacht.
26 Dini Priester hend mis Gsetz vergewaltigt und entweihed ständig mini heilige Orte. Sie mached kein Unterschied zwüschet öppis heiligem und öppis Nichtheiligem, kläred d Lüt nöd drüber uf was unrein und wend mini Sabbat nöd halte und ich bi i dinere Mitti entweiht worde.
27 Die füehrende Männer i dinere Mitti sind wie Wölf, wo Büüti riissed. Sie vergüüssed Bluet und töted Mänsche, zum sich uf unehrlichi Wis z bereichere.
28 Doch dini Prophete händ ihri Tate mit wiisser Farb übertünkt. Sie gsehnd falschi Visione, wahrsäge Lüge und behaupte: "Das sind die Wort des Souveränen Herr Jehova", obwohl Jehova nöd gredet hät.
29 S Volk vom Land hät betroge und graubt, sie händ de Notleidendi und de Arme schlecht behandlet und de aasässige Fremde betroge und ihm s Rächt verweigeret.'
30 'Ich ha en Maa gsuecht wo d Steinmuur usbessere oder vor mine Auge für s Land id Breeschi springe würd, damit ichs ned vernichtet han, aber ich han keine gfunde.
31 Deshalb wird ich min Zorn über sie usgüsse und sie mitem Füür vo mim Zorn usrotte. Ich wird d Folge vo ihrem Verhaltens uf sie zrugfalle loh', erklärt de Souverän Herr Jehova."