Hesekiel 16 vo 48
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Hesekiel 16 vo 48
16:1 Wieder hani e Botschaft vo Jehova übercho. Sie het glutet:
2 "Mänschensohn, mach de Stadt Jerusalem ihri abscheuliche Praktike bewusst.
3 Säg: 'Das sind die Wort des Souveränen Herr Jehova an Jerusalem: "Diner Herkunft und deiner Geburt nach stammtisch aus dem Land des Kanaanịter. Din Vater isch en Amorịter gsi und dini Mueter en Hethịterin.
4 Und so isch es bi dinere Geburt gsi: A dem Tag wo du uf d Wält cho bisch, isch dini Nabelschnur nöd durecho, du bisch nöd in Wasser gwäsche worde zum dich suber zmache, du bisch nöd mit Salz abgriebe und nöd in Tüecher gwicklet worde.
5 Keine het so viel Mitleid mit dir gha, dass er irgendöppis devo gmacht het. Keine het Mitgfühl mit dir gha. Stattdesse bisch ufs offene Feld gworfe worde, will mer dich am Tag vo dinere Geburt ghasst het.
6 Won ich verbiicho bin, han ich dich i dim Bluet gseh, und wie du so i dim Bluet da hesch, han ich gseit: 'Du söllsch am Läbe bliibe!" Ja, wo du i dim Bluet daasagisch, hani zu dir gseit: 'Du söllsch am Läbe bliibe!'
7 Ich han dich zunere sehr grossi Mängi gmacht wie die Pflanze wo uf em Feld spiessed und du bisch ufgwachse, hesch dich guet entwicklet und de edelsti Schmuck treit. Dini Brüst sind fescht worde, dini Hoor usgwachse, aber du bisch immerno nackt und unbekleidet gsi."'
8 'Wo ich verbi cho bin und dich gseh han gmerkt das alt gnueg gsi bisch für liebesbekundige. Drum han ich mis Gwand über Dir us breitet und han dini Nacktheit bedeckt und en Schwur gleistet und het en Bund mit dir gschlosse, erklärt de Souverän Herr Jehova, 'und vo da a hesch mer ghört.
9 Au wäsch ich dich mit wasser, gspüelt dis bluet ab und rieb dich mit öl ih.
10 Denn han ich dir es bestickts Gwand aagleit, gäb dir edle Lädersandale, het dich in feins Liene ghült und dich in tüüri Gwänder kleidet.
11 Ich han dir Schmuck aagleit, han dini Handglänk mit Armreife und din Hals mitere Chetti gschmückt.
12 Ich han der en Nasering und Ohrringe aagleit und han der e schöni Chrone uf de Chopf gsetzt.
13 Mit Gold und Silber hesch dich immer gschmückt, und dini Chleidig het us feinem Liene, kostbarem Stoff und eme bestickte Gwand bestande. Feinmehl, Honig und Öl hesch gässe, und du bisch sehr, sehr schön und eignisch dich schlüsslich zu de Königin.
14 " " "Dein Ruhm hat sich allmählich unter den Völker verbreitet wegen deiner Schönheit, die vollkommen war, weil ich meine eigene Pracht auf dich leit", erklärt der Souverän Herr Jehova."
15 Mo hesch immer meh uf dini Schönheit vertraut und bisch wäg dim Ruum zu de Prostituierte worde. Jedem vorbiigehende hesch dini dienst freizügig abotte und dini schönheit het denn em ghört.
16 Du hesch einigi vo dine Chleider gno und farbeprächtigi Höhe hergrichtet wo de di prostituiert hesch. So öppis dörfs nöd geh, nie dörf so öppis gscheh!
17 Au du din schöne Schmuck us em Gold und Silber wo ich dir geh han, hesch drus männlichi Götzebilder gmacht und mit ihne Prostitution triebsch.
18 Und du hesch dini bestickte Chleider gno und si drmit iighüllt. Du hesch ene mis Öl und mis Rüücherwerk darbrocht.
19 Und das Brot wo ich dir geh ha – hergstellt us Fiinmehl, Öl und Honig vo mir – hesch ene ebefalls darbrocht, demit en agnähme Gruch ufstiegt. Genau das isch gschehe', erklärt de Souverän Herr Jehova."
20 Du hesch dini Söhn und dini Töchter gno wo du mir gebore hesch und sie Götze gopferet demit sie verschlunge werdet. Bisch du mit dinere Prostitution nonig wiit gnueg gange?
21 Du hesch mini Söhn gschlachtet und als Opfer verbrennt.
22 Bi all dine abscheuliche Praktike und dinere Prostitution hesch du nöd a dini Jugendtäg zrugg dänkt wo du nackt und unbekleidet gsi bisch und i dim Bluet zahlt hesch.
23 Noch all dinere Schlächtigkeit: Wehe! Wehe dir!', erklärt de Souverän Herr Jehova.
24 'Du hesch der en Hügel errichtet und e Höchi uf jedem öffentliche Platz.
25 Du hesch dini höchi a de uffälligschte stelle jede stross errichtet und dini schönheit i öppis abscheulichs verwandlet, will du jedem vorbiigehende dini dienst abotte und immer meh prostitution begange hesch.
26 Du häsch mit de Sohn Ägypte, din lüschtere Nochbere, Prostitution triibe und mich mit dinere endlose Prostitution kränkt.
27 Jetzt wird ich mini Hand gege dich wände und dini Verpflegig chürze und dich de Willkür vo dinere Hasserinne usliferet, de Töchter vo de Philịster wo über dis obszönne Verhalte entsetzt gsi sind.
28 In dinere Unersättlichkeit hesch den mit de Söhn Assyriens Prostitution tribe, doch sälber nachher häsch na nöd gnueg gha.
29 Also hesch no meh Prostitution tribe bis hin zum Land vo de Händler und zu de Chaldạ̈ern, doch selbst denn hesch nonig gnueg gha.
30 Wie chrank dis Herz doch war', erklärt de Souverän Herr Jehova, 'als du das alles gmacht hesch und dich wie e dreisti Prostituierti verhalte hesch!
31 Doch wo du din Hügel a de uffälligste Stell jede Stross und dini Höchi uf jedem öffentliche Platz errichtet hesch, bisch nöd wie e Prostituierti gsi, will du kei Bezahlig agno hesch.
32 Du bisch en Ehebrächerin wo Fremde irem eigete Maa vorzieht.
33 Alli Prostituierte bechömed Gschänkli, du aber gisch allne wo dich begehred, Gschänkli und bestichsch, damit sie vo allne Siite chömed zum Prostitution triibe.
34 Du machsch es genau umgekehrt wie anderi Prostituierti. Kei prostituiert sich so wie du! Du zahlsch anderi, statt dass sie dich zahle. Du machsch genau s Gegeteil.'
35 Darum, du Prostituierti, hör d Wort Jehovas.
36 Das seit de Souverän Herr Jehova: 'Wil du dich hemmigslos Dinere Luscht anegäh und Dini Nacktheit zur Schau gstellt hesch, als du mit dine Liebhaber und all dine abscheuliche, widerliche Götzli, wo du sogar s'Bluet vo dinere Söhn gopferet hesch, Prostitution begange hesch,
37 deshalb wird ich all dini Liebhaber, wo du erfreut hesch, zämmebringe, all dini Geliebte zäme mit all dine Ghaste. Ich wird sie vo allne Siite geg dich versammle und ihne dini Nacktheit zeige und sie werded dich völlig nackt gseh.
38 Und ich wird s Urteil an dir vollstrecke, d Ehebrächerinne und Fraue, wo Bluet vergesse, verdiene, und dis Bluet wird in Zorn und Iifersucht vergosse.
39 Ich wird dich in ihri Hand geh und sie werde dini Hügel zerstöre und dini Höhe niederrisse. Sie werdet dir d Chleider vom Leib riisse und dir din schöne Schmuck wegneh und dich nackt und unbekleidet zruggloh.
40 Sie werded e Menschege gege dich ufbringe, und sie werded dich steinige und dich mit ihrne Schwerter töte.
41 Sie werded dini Hüüser verbränne und vor de Auge viel Fraue s Urteil a dir vollstrecke. Und ich wird dinere Prostitution es End mache und du wirsch kei Liebhaber meh zahle.
42 Ich wird min Zorn a dir stille und mini Verärgerig wird sich vo dir abwände. Und ich wird mich beruhige und mich nüm kränkt fühle.'
43 'Will du nöd a dini Jugendziit zruggdenkt sondern mich dur all die Tate verarscht hesch, werd ich jetzt d Folge vo dim Verhalte uf dich zruggfalle', erklärt de Souverän Herr Jehova, 'und du wirsch dis obszöns Verhalte und all dini abscheuliche Praktikä nöd länger fortsetze.
44 Jede wo gern Sprichwörter ufseit wird uf di s Sprichwort awende: "Wie die Mutter, so die Tochter!"
45 Du bisch d Tochter vo de Mueter wo ihre Maa und ihri Chind verachtet händ. Und du bisch d Schwöschter vo de Schwöschter wo ihri Manne und ihri Chind verachtet händ. Eui Mueter isch e Hethịterin gsi und eue Vater en Amorịter.
46 " " "Dini älteri Schwöschter isch Samạria und wohnt mit ihrne Töchtere nördlich vo dir, und dini jüngeri Schwöschter wo südlich vo dir wohnt isch Sọdom mit ihrne Töchtere.
47 Du bisch nöd nur uf ihre Wäg gange und ihrne abscheuliche Praktike gfolgt, sondern bisch nach churzer Ziit i dim ganze Verhalte na verdorbener gsi als sie.
48 So wahr ich läbe!', erklärt de Souverän Herr Jehova. 'Dini Schwöschter Sọdom und ihri Töchter händ nöd ta, was Du und dini Töchter gmacht händ.
49 S Vergehe vo dinere Schwöschter Sọdom isch gsi: Sie und ihri Töchter sind stolz gsi, händ esse im Überfluss gha und händ in sorglose Rueh gläbt, und doch händs d Hilflose und Arme nöd unterstützt.
50 Sie sind überheblich blibe und händ vor mine Auge mit ihrne abscheuliche Praktike witer gmacht. Drum isch mir nüt anders übrig blibe als sie zbesitige.
51 Au Samạrian hät nöd emal d'Hälfti vo dinere Sünde aagfange. Du hesch dini abscheuliche Praktike ständig zahlriicher werde lah als dini Schwöschter, sodass sie wäg all dine abscheuliche Praktike grechter erschiene als du.
52 Etz muesch dini Demüetigung uf dich näh, will du s Verhalte vo dinere Schwöschter grächtfertigt hesch. Weg dinere Sünd, nämlich dass du abscheulicher ghandlet hesch als sie, sinds grechter als du. Schäm di also jetzt und nimm die Demüetigung uf dich will dini Schwöschter gerecht ine lahsch.'
53 'Und ich wird ihre Gfangene zämmebringe, die Gfangene Sọdoms und ihrere Töchter und die gfangene Samạrias und ihrne Töchter. Au dini Gfange werdi gmeinsam mit dene zämebringe,
54 damit du dini Demüetigung uf dich nimmsch. Und du wirsch dich demüetigt fühle für das wo du dadurch agrichtet hesch, dass du sie tröschtet hesch.
55 Dini schwöster Sọdom mit ihrne Töchtere und dini Schwöster Samạria mit ihrne Töchtere werded zu ihrem früehere Zuestand zruggkehre, und au du wirsch mit dine Töchtere zu dim früehere Zuestand zruggkehre.
56 Dini Schwöster Sọdom isch am Tag vo dim Stolz i dine Auge nöd wert gsi, au nur erwähnt werde,
57 ehe dini eigeti Schlächtigkeit ufdeckt worde isch. Jetzt beleidige dich die Töchter Syrie und ihri Nachbere, und die Töchter vo de Philịster um dich ume behandled dich verächtlich.
58 Du wirsch d Folge vo dim obszöne Verhaltens und dine abscheuliche Praktike trage', erklärt Jehova."
59 "Denn das seit de Souverän Herr Jehova: 'Jetzt wird ich mit dir mache was du gmacht hesch, will du de Eid verachtet hesch wo du min Bund broche hesch.
60 Doch ich sälber werd mich an Bund erinnere, won ich in dinere Jugendziit mit dir schlossse, und ich wird en duurhafte Bund mit dir schlüsse.
61 Du wirsch dich a dis Verhalte erinnere und dich gdemüetigt fühle, wenn du dini Schwöschter willkomme heissisch, die wo älter sind als du, wie au die wo jünger sind als du, und ich wird sie dir als Töchter geh, doch ned weg dim Bundes.‘
62 'Und ich selber werd min Bund mit dir schlüsse und du wirsch müesse erkenne das ich Jehova bin.
63 Denn wirsch dich erinnere und dich so sehr schäme, dass du dis Muul nöd ufbechunnsch wäg dinere Demüetigung, wenn ich trotz allem, was du tah hesch, Sühn für dich leiste', erklärt de Souverän Herr Jehova.“