2.Salomon 13 vo 24
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
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2.Salomon 13 vo 24
13:1 David Sohn Ạbsalom het e schöni Schwöschter gha mit name Tạmar, und David Sohn Ạmnon het sich in sie verliebt.
2 Ạmnon isch so verzwiiflet gsi, dass er wäg sinere schwöschter Tạmar krank worde isch, denn sie isch e Jungfrau gsi und er het kei Möglichkeit gha sich ihre z nöcher.
3 Sound het Ạmnon aber en Fründ mit Name Jọnadab – en Sohn vom Davids Brüeder Schimẹad – wo en sehr schlaue Maa gsi isch.
4 Er gefragt Ạmnon: "Wieso bisch du, de Sohn vom König, jede Morge so deprimiert? Wotsch mer nöd verzelle?" Ạmnon hät ihm erklärt: "Ich bin in Tạmar verliebt, d Schwöster vo mim Brüeder Ạbsalom."
5 Jọnadab rietet ihm: "Leg dich is Bett und stell dich krank. Und wenn din Vater chunnt zum nach dier gseh, denn säg ihm: 'Bitte lah mini Schwöster Tạmar cho und mir öppis z ässe bringe. Wänn si s Chrankeesse vor mine Auge zuebereitet und mir serviert, wird i s ässe.'"
6 Ạmnon het sich also ane gleit und chrank gstellt, und de König isch cho zum nach ihm gseh. Da het Ạmnon zu ihm gseit: "Bitte loh mini Schwöster Tạmar cho und vor mine Auge zwei härzförmigi Pfannchueche mache und mir serviere, und ich wird sie ässe."
7 Do het de David öper zu Tạmar is Huus gschickt und ihre usrichte loh: "Gang bitte is Huus vo dim Brüeder Ạmnon und mach ihm öppis z esse."
8 Also isch Tạmar zu Ạmnon hei gange, dert wo er sich häregleit het. Sie het de Teig gno, het druus Pfannchueche knet und het sie bachte.
9 Denn hät sie d Pfanne gno und hät ihm d Pfannchueche serviert. Aber Ạmnon weigeret sich z ässe und befahl: "Alli sölled usegah!" Da händ sich alli zrugg zoge.
10 Ạmnon het jetzt zu Tạmar gseit: "Bring mer s Esse is Schlafzimmer. Wenns mer mit eigete Hand gisch wirdis ässe" Also het Tạmar die herzförmige Pfannkueche gno, wo si zuebereitet het, und het si ihrem Brüeder Ạmnon is Schlofzimmer bracht.
11 Wo si ihm d Pfannchueche zum Esse gä het, het er si packt und gseit: "Chum, leg di zue mer, mini Schwöschter."
12 Doch sie protestiert: "Nei, min Brüeder! Erniedrig mich nöd – in Israel tuet mer so öppis nöd. Tue mer die Schand nöd a!
13 Wie chönnt ich je vo dere Schand befreit wärde? Und du wirsch als eine vo de schamlose Manne in Israel gelte. Bitte sprich doch mit em König, er wird mich dir nöd verweigere."
14 Doch er het nöd welle uf sie lose, sondern het überwältiget und vergewaltigt – so erniedriget er sie.
15 Danach het er en abgrundtüfte Hass uf sie becho, sodass sin Hass uf sie grösser gsi isch als die Liebi, won er für sie empfunde het. Ạmnon het zu ihre gseit: "Steh auf und verschwinden!"
16 "Nei, min Brüeder!", het sie ihn gflegt. "Mich jetzt wegzschicke isch schlimmer als das wo du mir ahta hesch" Er het aber nöd welle uf sie ghöre.
17 Drufabe het er si junge Diener g'ruefe und het em gfoolgt: "Schaff mer bitte die Person us de Auge und schlüssed d'Türe hinder ihr zue!"
18 (Sie het es bsunders langs Gwand aa gha, wies die jungfrauliche Töchter vom Chönig treit hend.) Sin Diener het sie also usegfüehrt und d'Türe hinder ihre verschlosse.
19 Dänn hät sich Tạmar Asche uf de Chopf gstreut und zerrissed ihres Edel langs Gwand. Sie hät d Händ uf de Chopf gleit und isch schreiend drvo gange.
20 Ihr Brüetsch Ạbsalom hät sie gfröget: "Sind das din Brüetsch gsi Ạmnon, wo bi dir gsi isch? Sprich mit niemertem drüber, mini Schwöschter. Er isch schliesslich din Brüeder. Nimm dir das Ganze nöd z Herze." Vo da a lebt Tạmar isoliert im Huus vo ihrem Brüeder Ạbsalom.
21 Als König David vo allem erfahre isch er sehr hässig worde. Er het aber d Gfühl vo sim Sohn wele Ạmnon nöd verletze, denn er het gliebt will er sin Erstgeborener gsi isch.
22 Ạbsalom het nüt zu Ạmnon gseit – weder guets no böses –, denn er het en ghasst, dass er sini schwöster Tạmar vergewaltigt het.
23 Zwei ganz Jahr später sind Ạbsalom Schafscherer in Baal-Hạzor i de nöchi vo Ẹphraim und Ạbsalom alli Söhn vom König zumene Fäscht iiglade.
24 Da isch Ạbsalom zum König gange und het gseit "Ich, din Diener, lass grad mini Schoof schreie. Bitte, mi König, gang doch zämme mit dine Dieners mit mir det ane."
25 Aber de König het zu Ạbsalom gseit: "Nei, min Sohn! Wenn wir alli gehen, fallen wir dir doch nur zur Last." Obwohl Ạbsalom witer uf ihn irede het, het er sich nöd la umstimme, wünscht ihm aber alles gueti.
26 Schliesslich het gseit Ạbsalom: "Wenn du nöd chasch cho, denn lah doch bitte min Brüeder Ạmnon mit ois gah." Druf hät de König gfrögt: "Warum Ạmnon?"
27 Doch Ạbsalom het kei Rueh geh und so het de König gschickt Ạmnon und alli sini andere Söhn mit ihm.
28 Dänn hät Ạbsalom sin Diener de Befehl geh: "Passet auf und wartet, bis Ạmnon vom Wein ageheitet isch und ich euch säge: 'Erschlagt Ạmnon!' Dänn tötet en. Het kei Angst! Schliesslich chunt de Befehl vo mir. Seid starch und muetig!'
29 Dieener verfahre mit Ạmnon genau so wie Ạbsalom es befohle gha het. Da händ alli Söhn vom Chönig ufgsprunge, stieged uf ihri Multiere und flohed.
30 Si si no ungerwägs gsi wo de David brichtet worde isch: "Ạbsalom het aui Söhn vom Chönigs tötet! Keine het überläbt."
31 Sofort isch de König ufgstande, sini Chleider zerrisse und isch uf de Bode gworfe, und alli sini Diener sind mit zerrissene Chleider bi ihm gstande.
32 Doch Jọnadab, de Sohn vom David Brüeder Schimẹa, hät gseit: "Mein Herr, denk bitte nicht, dass sie alle junge Söhn vom König umbrocht händ – nur Ạmnon isch tot. Das isch uf Befehl Ạbsaloms gschehe. Sit dem Tag, als Ạmnon Ạbsaloms Schwöster Tạmar erniedrigt hät isch das für ihn beschlossnigi Sach gsi.
33 Min Herr und König, gib nüt uf d'Nachricht: 'Alle Söhn des König sind tot.' Nur Ạmnon ist tot.'
34 Ạbsalom isch inzwüsche weggrännt gsi. Wo de Wächter spöter Uusschau ghalte het, het er vo de Stross hinder sich gseh, wo näbem Bärg verliefe het, e hufe Lüt chöme.
35 Da hät Jọnadab zum König gseit: "Sieh nur! Dini Söhn sind zrug, min König, genau wie ich, din Diener, es gseit han."
36 Chuum hät er das uusgsproche, sind d Söhn vom Chönig au scho luut cho ie. Au de König und alli sini Diener händ üsserscht bitterlich grännt.
37 Ạbsalom floh zu Tạlmai, em Sohn Ạmmihuds, em König vo Gẹschur. De David het viel Täg um sin Sohn trout.
38 Nachdem Ạbsalom nach Gẹschur gflohe gsi isch, isch er drü Jahr det bliebe.
39 Mit de Ziit isch König David über de Tod choo Ạmnons hinweg und her isch sich jetzt nach Ạbsalom gsehn.