Sprüch 27 vo 31
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Sprüch 27 vo 31
27:1 Rühme dich nöd am morgige Tag, denn weisch nöd was en Tag bringt.
2 Öpper anders söll dich lobe und nöd dis eigene Mul, anderi und nöd dini eigene Lippe.
3 En Stei isch schwer und Sand wiegt viel, doch de Ärger wo en Dummchopf verursacht isch schwerer als beidi.
4 Da isch d Grasamkeit vo de Wuet und d Fluet vom Zorn, doch wer chan de Iifersucht standhalte?
5 Offene Zurächtwiesig isch besser als verborgeni Liebi.
6 Treu gmeint sind die Wunde, wo en Fründ zuefüegt, doch d Küssli vomene Find sind zahlrich.
7 Wer kei Hunger het, lehnt Wabenhonig ab, aber für de Hungrige schmöckt sogar Bitteres süess.
8 Wie en Vogel wo sis Nest verlaht, isch en Maa wo si dihei verlaht.
9 Öl und Rüücherwerk erfreued s Härz, au e gueti Fründschaft wo durch ehrleche Rat entstaht.
10 Verlass nöd din Fründ no de Fründ vo dim Vater und gang Tag dim Unglück nöd is Huus vo dim Brüeder. Besser isch en Nachbar i de nöchi als en Brüeder i de Fern.
11 Sei wiis, min Sohn und mach min Härz Freud, damit ich dem wo mich verhöhnt chan en Antwort geh.
12 De klug gseht d gfahr und weiched ihr us, d unerfahrene gönd wiiter und bechömed folge z gspüre.
13 Nimm emne Mönsch s Gwand ab wenn er sich für en Fremde verbürgt het. Nimm em de Pfand ab wenn ers für en Usländerin tah het.
14 Wänn öpper sini Mitmensche früehmorgens mit luuter Stimm segnet, dänn wird's ihm als Fluech aagrechnet.
15 E striitsüchtigi Ehefrau isch wie es ständig tropfends Dach amene Regetag.
16 Wer sie chan zrugghalte, de chan de Wind zrugghalte und mit sinere rechte Hand Öl festhalte.
17 Wie Eisen dur Eise gschärft wird, so schärft en Maa sin Fründ.
18 Wer sich um en Figebaum kümmeret, wird Frücht devo ässe, und wer sich um sin Herr kümmeret, wird geehrt.
19 Wie sich es Gsicht im Wasser spieglet, so spieglet sich s Herz vomene Mänsch i däm andere.
20 Das Grab und de Ort vo de vernichtig werded nie satt und au d Auge vomene Mensch sind unersättlich.
21 Wie de Lüüterigstiegel für Silber isch und de Schmelzofe für Gold, so wird en Mensch durch Lob prüeft.
22 Au wänn du en Dumme mit eme Stössel bearbeitisch wie zerstossenigs Getreide ime Mörser, wird sini Dummheit nöd vo ihm weiche.
23 Du söttisch de zuestand vo dinere herde guet kenne. Kümmere dich guet um dini Schöfli,
24 den Richtum bestaht nöd für immerno e Krone für alli Generatione.
25 Das grüene Gras verschwindet, neues Gras erschiint, und d Pflanze vo de Berge werded iigsammlet.
26 Jungi Schofböck lifere euch Chleidig und Ziegeböck sind de Chaufpriis für es Feld.
27 Es wird gnueg Ziegemilch geh zum dich ernähre und du hesch Nahrig für dini Husgmeinschaft und für Dini Dienerinne.