Sprüch 17 vo 31
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Sprüch 17 vo 31
17:1 Besser es Stück troches Brot in Friede als es Huus voll mit guetem Ässe und Striit.
2 En Diener mit Isicht wird über en Sohn herrsche wo sich beschämend verhaltet. Wie eine vo de Brüeder wird er en Aateil am Erbe becho.
3 De Lüüterigstiegel isch für Silber und de Schmelzofe für Gold, doch Jehova isch de Prüefer vo de Herze.
4 En schlechte Mensch achtet uf verletzendi Wort und en Betrüger schänkt ere böse Zunge Ghör.
5 Wer de Arme verspottet, beleidigt sin Schöpfer, und wer sich über s Unglück andere freut, bliibt nöd ungstraft.
6 Änkel sind e Chrone für die Ältere und Vätere sind de Stolz vo ihrere Söhn.
7 Ufrichtigi Wort passed nöd zumene Unvernünftige, wie viel weniger dänn falschi Wort zumene Herrscher!
8 Es Gschänkli isch wie en Edelstei für sin Bsitzer. Wohin er sich au wändet, bringts ihm Erfolg.
9 Wer e Überträtig vergibt, bemüht sich um Liebi, doch wer ständig über e Sach redet, trennt gueti Fründe.
10 Es dütlichs Wort macht meh Idruck uf en Mensch mit Verstand als 100 Schläg ufen Dumme.
11 En schlechte Mensch suecht nur Ufstand, doch en gruusige Bote wird gschickt zum ihn bestrafe.
12 Besser ere Bärin begägne, wo ihri Junge verlore het, als eme Unvernünftige i sinere Unvernunft.
13 Wenn öpper guets mit bösem zruggzahlt verschwindet s'schlechte nöd us sim Huus.
14 En Strit azfange isch wie e Schliuse z öffne. Bevor de Striit usbricht, zieh dich zrugg.
15 Wer de Böse freispricht und wer de Grechte verurteilt - sie beidi sind für Jehova abscheulich.
16 Was nützt es wenn de Dummi d Mittel het sich Wiisheit azlegge er aber ned s Härz deför hed?
17 En echte Fründ zeigt immer Liebi und isch en Brüeder, wo für Ziite vo de Not gebore isch.
18 En Mensch, wos a Vernunft fehlt, bestätigt öppis dur Handschlag und leistet Bürgschaft in Aaweseheit vomene andere.
19 Wer Striit liebt, liebt Überträtig. Wer sin Iigang hoch macht, provoziert en Sturz.
20 Wer es falsches Härz het, de erwartet nüt Guets, und wer e unihrlichi Zunge het, stürzt sich is Unglück.
21 Wer Vater vomene unvernünftige Chind wird, erläbt Chummer, und de Vater vomene unverständliche Chind het kei Freud.
22 Es freudigs Herz isch e gueti Medizin, aber en niedergschlagne Geist raubt eim d Chraft.
23 En böse Mensch nimmt heimlich Bestechig aa und vertreit de Weg vom Recht.
24 De Mensch mit Unterscheidungsvermöge bhaltet d Wisheit im Blick, doch d Auge vom Dumme wandere bis as Endi vo de Erde.
25 En unvernünftige Sohn macht sim Vater Kummer und bereitet de Schmerz wo ihn gebore het.
26 De grächte z bestrafe isch nöd guet und ehrewärtigi Mensche z schlah isch gege s Recht.
27 En Mensch mit Erkenntnis haltet sich bim Rede zrugg und en Mensch mit Unterscheidungsvermöge bliibt lah.
28 Sogar en Dummer wird als wiis betrachtet, wenn er schweiget, und wer sini Lippe verschlüsst, als verständig.