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Richter 16 vo 21

von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Richter 16 vo 21

16:1 Eimal isch de Simson uf Gạsa gange. Det het er en Prostituierti gseh und isch zu ihrem inne gange.

2 Als mer de Bewohner vo Gạsa brichtet het: "Simson ist hier", händ sie ihn umstellt und lauret ihm d Nacht über im Stadtor uuf. Sie händ sich die ganz Nacht ruhig verhalte. "Wenns hell wird töten wir ihn", händ sie sich gseid.

3 Simson isch jedoch nur bis Mitternacht det liege blibe. Dänn isch er ufgstande, hät d Flügel vom Stadtor packt und die beide Siitepföschte rissed sie mitsamt em Riegel use. Er het sie uf d Schultere ghocket und het sie uf de Gipfel vom Berg gegenüber vo Hẹbron treit.

4 Danach het er sich in e Frau im Tala Sọrek verliebt. Sie het Delịla gheisse.

5 Die Fürste vo de Philịster sind zu ihne gange und hend gseit "Überliste ihnb und finde use, woher er so viel Chraft het und wie mir ihn überwältiged und fessled und i eusi Gwalt chöne bringe. Defür bechunsch vo jedem vo eus 1100 Silberstück.".

6 Delịla het spöter zum Simson gseit: "Bitte verrate mir woher du so viel Chraft hesch und womit mer dich chan fessle und bezwinge."

7 Simson het antwortet: "Wenn mer mich mit siebe frische Bogesehne fesselt wo nöd ustrochnet sind wird ich so schwach wie jede andere Mensch."

8 Da händ die Philịsterfürste Delịla siebe früsch, nöd ustrockneti Bogesehnene und sie händ en gfesselt.

9 Nachdem sich einige i de Innechammere uf d Lauer gleit hend, het de Delịla ihm zuegrüefe: "Simson, die Philịster sind da!" Druf riss er d'Bogesehne usenand. Sie händ sich ufglöst wie Flachsfäde im Füür. Woher sini Chraft cho isch, isch aber es Gheimnis blibe.

10 Delịla het den zum Simson gseit: "Du hesch mi inegleit und mi beloge! Jetzt säg mer doch, womit mer dich chan fessle."

11 Er het antwortet: "Wenn mer mich mit neue, unbutzte Stricke fesselt, wird ich so schwach wie jede andere Mensch."

12 Auso gnoh Delịla neui Strick, het en demit gfesselt und het gheisse: "Simson, d Philịster sind da!" (Die ganz Ziit hend Männer ide Innechammer uf de Lauer gläge.) Do risser die Stricki vo sine Arme, als wäreds Fäde.

13 Druf het de Delịla zum Simson gseit: "Bis jetzt hesch mich inegleit und mich beloge. Säg mer womit mer dich chan fessle." Er het antwortet: "Wenn du die sieben Zöpf auf meinem Kopf mit den Kettfäden im Webstuhl verweäbst."

14 Also het sie sini Zöpf mit eme Webepflock fescht gsteckt und ihm zuegruefe: "Simson, die Philịster sind da!" Da isch er ufgwachse und riss de Pflock mit de Chettfäde use.

15 "Wie chasch du säge: 'Ich lieb dich', wänn mir dis Herz nöd ghört?", isch sie ihm vorgange. "Drei Mal hesch du mich jetzt inegleit und mir nöd verrate, woher dini grossi Chraft chunt."

16 Will sie ihm Tag für Tag zuesetzt het und Druck uf ihn usübt het, het er's nüm chöne erträge.

17 Schliesslich het er ihres Härz göffnet und gseit: "A min Chopf isch nie es Schermässer cho. Ich bin nämlich sit minere Geburt es Nasirạ̈er Gottes. Wenn mini Hoor abgschnitte werded verlaht mich mini Chraft, und ich wird so schwach wie alli andere".

18 Als Delịla gmerkt het, dass er ihres Härz göffnet het, het sie de Philịsterfürste sofort usrichte lo: "Chömet ufe! Diemool het er mir sis Härz göffnet." Da sind sie zu ire cho und hend s Geld mit bracht.

19 Sie hät de Simson uf irne Chnü ischlafe und dänn en Maa grüert, damit er ihm sini sibni Zöpf abschnitt het. Vo da a hät sie Gwalt über ihn kha, will ihn sini Chraft verlührt hät. 20 Wieder reft sie: "Simson, d Philịster sind da!" Er het sich ufgwachse und het sich gseit "Ich wird mich wie die andere Mol befreie und entcho." Doch ihm isch nöd bewusst gsi, dass Jehova ihn verlah hät.

21 Da händ en d'Philịster packt und ihm d'Auge usbout. Sie händ en nach Gạsa durabbrocht und händ en mit zwei Chupferne Chettene gfässe. Er het den im Gfängnis müesse Getreide mahle.

22 Die Hoor uf sim Chopf womer ihm abgschnitte het, sind jedoch wieder aagfange wachse.

23 Eines Tages haben sich die Philịsterfürsten um ihrem Gott Dạgon es grosses Opfer darzbringen und z fiire. Sie händ gseid: "Eusen Gott het euse Feind Simson i eusi Hand gä!"

24 Wo d Lüüt ihn gseh händ, priised sie ihre Gott: "Eusen Gott het euse Feind i eusi Hand gäh – de wo euses Land verwüschtet und so viel vo eus umbrocht hät."

25 Wills i gueter Stimmig gsi sind, hends verlangt: "Rüeft Simson, mer wend chli Spass ha." Da tüends de Simson us em Gfängnis rüefe, demit er sie underhalte het. Mer hät en zwüschet de Süüle gstellt.

26 Simson hät zu dem Buebe gseit, wo en a de Hand ghebt: "Lass mich die Säule aapasse, wo das Huus stützed, damit ich mich det alehne chan."

27 (Übrigens isch s Huus volle Männer und Fraue gsi. Alli Philịsterfürste sind da gsi, und vom Dach us händ öppe 3000 Manne und Fraue zu gseh, wie mer sich über Simson luschtig gmacht hät.)

28 Simson hät etzt zu Jehova gruefe: "Souveräner Herr Jehova, erinner dich bitte a mich. Gib mer bitte nur no das ei mal Chraft, o Gott demit ich mich ade Philịstern für eine vo mine beide Auge räche chan."

29 Dänn hät Simson die beide Mittelsüüle aagfasst, wo s Huus gstützt händ, die eint mit de rächte und die ander mit de linke Hand – und hät sich degäge gstumme.

30 Er het usegrüert: "Lass mich mit den Philịstern sterben!" Denn het er mit aller Chraft geg d Süüle druckt, und s Huus isch uf d'Fürste und alli andere gfloge wo im Huus gsi sind. So tötet de Simson bi sim Tod meh als i sim ganze Läbe.

31 Spöter sind sini Brüedere cho und die ganz Familie vo sim Vater zum en hole. Sie händ ihn ufe bracht und en zwüsche Zọrau und Ẹschtaol im Grab vo sim Vater Manọach. Simson isch 20 Jahr lang richter in Israel gsi.