Hiob 22 vo 42
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Hiob 22 vo 42
22:1 Ẹliphas, de Temanịter, erwideret:
2 "Chan en Maa für Gott vo Nutze sii?
Chan ihm irgendöpper wo Isicht het nütze?
3 Kümmerets de Allmächtige, dass du grächt bisch?
Isches für ihn en Gwünn das du de Wäg vo de Integrität gasch?
4 Wird er dich bestrafe
und vor Gricht stelle für dini Ehrfurcht?
5 Oder isch de Grund defür nöd vielmeh dini grossi Schlächtigkeit
und dass dini Vergehe kes Endi nehmed?
6 Denn du nimmsch dine Brüedere grundlos en Pfand ab,
entriisst Lüüt de Chleider und loht sie nackt dastah.
7 em Müde gisch kei Wasser z trinke
und em Hungrige enthaltisch Esse vor.
8 Em Mächtige ghört das Land
und de Begünstigti bewohnets.
9 Doch du häsch Witwen mit leere Händ weggschickt
und vaterlose Chind die arme zerschlage.
10 drum bisch du vo Falle umgäh
und plötzlichi Schrecke versetzed dich in Angst.
11 Darum isches so dunkel das nix gsesch,
drum bedeckt dich e Wasserfluet.
12 Isch Gott nöd i de Himmelshöhe?
Und lueg nur, wie wiit obe all die Sterne sind!
13 Doch hesch gseit: 'Was weiss Gott scho?
Chan er öppe dur dichts Dunkel dur es Urteil rede?
14 Wulche schirme en ab sodass er nüt gseht,
Wän er am Himmelsgwölbi umenandzieht.'
15 Wirsch de Pfaden früenerer Ziite folge,
uf dene schlechti Manne gange sind,
16 Manne wo vor ihrer Ziit weggrisse worde sind,
dere ihren Fundament vonere Fluet weggspüelt worde isch?
17 Sie händ zum wahre Gott gseit: 'Lass uns in Ruhe!',
und: 'Was cha eus de Allmächtigi scho atue?'
18 Debi ischer es doch gsi, wo ihri Hüüser mit Guetem gfüllt het.
(Mir lieged so böse Gedanke färn.)
19 Die Grechte werden das sehen und sich freuen
und die Unschuldige werdeds verspotte und sege:
20 "Eusi Gegner sind vernichtet worde,
und was vo ihne übrig isch, wird es füür uffrässe.'
21 Lern Gott kenne und du hesch Friede.
Dänn wird Guets uf dich zuecho.
22 Nimm das Gsetz aa wo us sim Muul chunt,
und phalt sini Wort in dinem Herze.
23 Wend zum Allmächtige umkehrsch wirsch wieder härgstellt.
Wenn du Ungerechtigkeit us dim Zelt entfernsch,
24 wennd dis Gold in Staub wirfsch
und s Gold us Ọphir i d Felsschluechte,
25 den wird de Allmächtig zu dim Gold werde,
er wird zu dim erlesenste Silber.
26 Denn wird de Allmächtig d Quelle vo dinere Freud sii
und du wirsch dis Gsicht zu Gott erhebe.
27 Du wirsch zu ihm flehe und er wird dich ghöre.
Und dini Gelüebdi wirsch erfülle.
28 Was immer du beschlüssst, es wird glingen,
und uf din Pfad wird Liecht schiine.
29 Wennd überheblich redsch wirsch gdemüetigt werde,
doch de Demüetige wird er rette.
30 Er wird die Unschuldige rette.
Wenn dini Händ also dri sind wirsch mit Sicherheit grettet."