Hiob 15 vo 42
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Hiob 15 vo 42
15:1 Ẹliphas, de Temanịter, erwideret:
2 "Wird en Wiiser mit leere Argumänt antworte?
Wird er sin Buch mit Ostwind fülle?
3 Lediglich mit Wort zrechtwiise bringt nüt.
Blosses Rede isch nutzlos.
4 Du untergrabsch nämlich d Gottesfurcht.
Jedes Interesse a Gott schwächsch.
5 Denn dis Vergehe diktiert dir was du seisch,
und du wählsch listigi Wort.
6 Din eigene Mul verurteilt dich - nöd ich.
Dini eigene Lippe säged geg dich us.
7 Bisch du de erst Mensch wo je gebore worde isch?
Bisch vor de Hügel uf de Welt cho?
8 Ghörsch am vertrauliche Gspröch Gottes zue?
Hesch d Wiisheit für dich pachtet?
9 Was weisch das mir nöd wüssed?
Was verstohsch du das mer ned verstönd?
10 Sowohl die Grauhaarige als au d Betägene sind under eus,
Männer wo viel älter sind als din Vater.
11 Sind Gottes Tröschtige nöd gnueg für dich,
Wort wo sanft gredet werdet?
12 Warum lahsch Dich vo dim Herze lah fortriisse?
Warum funktionieren dini Augen vor Zorn?
13 Gäge Gott selber richtisch din Ärger
und us dim eigene Muul lahsch so Wort cho.
14 Was isch scho de sterblich Mensch, dass er dri chönnt sii,
irgenden vonere Frau Geborener, dass er recht sii chönt?
15 Sieh doch! Er het kei Vertraue i sini Heilige
und selbst de Himmel isch nöd rein i sine Auge.
16 Wie viel weniger, wenn öpper widerlich und verdorbe isch,
wänn öpper Ungrächtigkeit trinkt wie Wasser!
17 Ich wird dich unterrichte. Hör mer zue!
Ich wird verzelle was ich gseh han,
18 was wiissi Manne wiitergege hend und ned verborge hend,
was si vo ihrne Vätere erfahre händ.
19 Ellei isch s Land geh worde
und kein Fremde zoge dur ihri mitti.
20 En schlechte Mensch liidet all sini Tag Quale,
ja de Tyrann all die Jahre wo ihm beschiede sind.
21 Erschreckendi Lüüti tönid em in d Ohre.
In ere Ziit vom Friede wird er vo Plünderer überfalle.
22 Er glaubt nöd, dass er de Finsternis entcho wird.
Uf ihn wartet s'Schwert.
23 Uf de Suechi nach Nahrig irrt er umenand – wo isch sie?
Er weis nur zu guet, dass de Tag vo de Finsternis bevor staht.
24 Elend und Angst verschrecked ihn ständig.
Sie überwältiged ihn wie en König wo zum Aagriff parat isch.
25 Denn erhebt drohend d Hand gege Gott selber
und versuecht sich em Allmächtige z widersetze.
26 Stur rennt er geg ihn a
mit sim dicke, starche Schild.
27 Sis Gsicht isch fett
und a sine Hüfte quillt de Späck füre.
28 Er läbt in Städt wo zerstört werdet,
in Hüser wo keine wird wohnen,
die zu Steihuufe werded.
29 Er wird nöd riich und sis Vermöge wird sich nöd vermehre
na wird sich sin Bsitz über s Land usbreite.
30 De Finsternis wird er nöd entcho.
E Flamme wird sin Zweig versenge.
Dur en Atemstoss us Gottes Muul wird er umcho.
31 Er sött nöd vom Wäg abcho und uf Wertloses vertraue,
denn was er im Tusch defür überchunnt wird wertlos sii.
32 Das wird vor sim Tag gscheh
und sini Zwei werded niemols gedeihe.
33 Er wird sini unreife Trube abschüttle wie en Wyschtock.
Wie en Olivebaum wird er sini Blüete abwerfe.
34 Denn d Gmeinschaft vo de Gottlose isch unfruchtbar
und Füür wird d Zelte vo de Beschtächig verzehre.
35 Unglück wird in ihne zügt und böses bringeds zude Welt
und us ihrem Muetterleib chunnt Betrug füre.