Hesekiel 3 vo 48
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Hesekiel 3 vo 48
3:1 Er het denn zu mir gseit: "Mänschesohn, iss was du vor dir hesch. Iss die Buechrolle, gang und red zum Huus Israel."
2 Da hani s Muul öffnet und er lah mich d Buechrolle esse.
3 Wiiter het er zu mir gseit: "Mänschesohn, iss die Buchrolle, wo ich dir gib, und füll din Mage demit." Also han ich sie agfange esse und sie isch i minem Muul so herzig gsi wie Honig.
4 Er forderet mich uf: "Mänschensohn, begib dich under s Volk Israel und überbring ihm mini Wort.
5 Denn du wirsch nöd zumene Volk mit unverständliche oder unbekannte Sproch gschickt, sondern zum Huus Israel.
6 Du wirsch nöd z'viel Völkere vo unverständliche oder unbekannte Sproch gschickt, dere Wort du nöd verstahsch. Würd ich dich zu ihne schicke, so würeds uf dich ghöre.
7 Doch s Volk Israel wird sich weigere, uf dich zghöre, denn es will nöd uf mich ghöre. Alli vom Volk Israel sind hartchöpfig und hartherzig.
8 Sieh nur! Ich han dis Gsicht genauso hert gmacht wie ihres Gsicht und dini Stirn genauso hert wie ihri Stirn.
9 Wie en Diamante, härter als Chieselstei hani dini Stirn gmacht. Fürcht dich nöd vor ihne und verschrick nöd vor ihrne Gsichter, denn sie sind es rebellischs Volk."
10 Wiiter het er zu mir gseit: "Mänschesohn, nimm der alli mini Wort zue Herze, wo ich dir säge, und los guet zue.
11 Begib dich unter d Verschleppte vo dim Volk und red mit ihne. Säg zu ihne: 'Das sind die Wort vom Souveränen Herr Jehova' – öb sie ghöred oder nöd."
12 En Geischt het mich devo treit und ich han hinder mir es gwaltigs Dröhn ghört und die Wort: "Gepriesen sei d Herrlichkeit Jehovas von dort aus, wo er sich befindet."
13 D Flügel vo de läbende Gschöpf usegschosse sind, wo sie enand gstriffe händ, und do isch s Grüüsch vo de Räder näbed ihne gsi und s gwaltige Dröhn.
14 De Geist het mich devo treit und het mich mitgnoo. Voll Bitterkeit und Wuet hani mich ufegmacht und d Hand Jehovas het starch uf mer ruehet.
15 Ich bin also zu de Verschleppte in Tel-Abịb, wo am Fluss Kẹbar gwohnt hend, und bi ihne blibe. Ganz benomme bini siebe Täg unter ihne blibe.
16 Am Endi vo de siebä Täg hani ä Botschaft vo Jehova übercho:
17 "Mänschensohn, ich han dich als Wächter fürs Volk Israel igsetzt, und wenn es Wort us minem Muul hörsch muesch es i mim Name warne.
18 Wenn ich zumene böse säge: 'Du wirsch ganz bestimmt sterbe', aber du warsch ihn nöd und seisch ihm nöd, er söll sich vo sim schlächte Kurs abwände, damit er am Läbe blibt, de wird er wäg sinere Schlächtigkeit für sis Vergehe sterbe, aber sis Bluet wird ich vo dir zruggfordere.
19 Wänn Du jedoch en Böse warnsch und er sich vo sinere Schlächtheit nöd abwändet und sin schlächte Kurs nöd verlaht, dänn wird er für sis Vergehe sterbe, doch dis eigete Lebe wirsch ganz bestimmt rette.
20 Git degege en Grechter sini Gerechtigkeit uf und handlet verchehrt, de wird ich en Stolperstein vor ihn legge und er wird sterbe. Falls ihn nöd gwarnt hesch wird er für sini Sünde sterbe, und sini grächte Tate werded nöd in Erinnerig grüefe, aber sis Bluet wird ich vo dir zruggfordere.
21 Doch wenn du de Grechte vorher gwarnt hesch z sündige, und er nöd sündigt, wird er ganz bestimmt am Läbe bliibe will er gwarnt worde isch, und du hesch denn dis eigete Lebe grettet.“
22 Die Hand Jehovas isch deet über mich cho und er het zu mir gseit: "Mach dich uf, gang zu Talbeni und det wird ich mit dir rede."
23 Also hani mi uf gmacht und bi zur Talebeni gange, und da isch d Herrlichkeit Jehovas gsi. Sie isch gsi wie d Herrlichkeit, wo ich am Fluss Kẹbar gseh han, und ich wirf mich z Bode.
24 Denn isch de Geist in mich kumme und het mich uf mini Fess gschtellt und Gott schwätzt mit mir und het gsait: Gang und schlüss dich in dinem Hus ih.
25 Menschensohn, sie werded dir Strick umlege und dich demit fessle, damit nöd zu ihne chasch usegah.
26 Und ich wird dini Zunge am Gaume chläbe lah, und du wirsch verstumme und sie nid zrächtwiise chönne, will sie es rebellischs Volk sind.
27 Doch wenn ich mit dir rede wird ich dis Mul öffne, und du söllsch zu ihne sege: 'Das sind die Wort vom Souverän Herr Jehova."Wer ghöre will, soll häre, und wer sich weigert z ghöre, söll sich weigere, denn sie sind es rebellisches Volk.